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Materialgerechtigkeit ist ein gutes Wort, mit dem sich viel erklären läßt. Wenn jemand frägt, warum muß dies so und so sein und nicht anders, warum nicht geschwungen etc...
Was auch ein guter Erklärungsansatz ist, ist die Tatsache, daß alles irgendeinen Sinn haben muß und dann erst "schön" ist, wenn es wirtschaftlich, funktional und letztendlich auch ästhethisch schön ist. "Schönheit" ist die Kombination aus allem, auch und vorallem aus dem was man (vorallem als Nichtarchitekt) erstmal nicht sieht. Ist Euch schonmal aufgefallen, daß wohl genau aus diesem Grund "normale" Leute Sichtbeton häßlich finden (weil grau) und Archis meistens voll drauf abfahren?
Ich habe oft positive Erfahrungen gemacht wenn ich etwas mit diesen Mitteln erklärt habe. Letztens bspw. warum das Daimlermuseum toll ist, obwohls ja genug Kaufhäuser gibt die "genauso" aussehen. Wenn man dann erklärt, daß es hier auf allen Ebenen (Wegeführung, Ausstellungsinhalt) zu einem schlüssigen Ergebnis führt und letztendlich zu dieser Form und daß das das eigentlich schöne ist, verstehen das die meisten Laien. |