Zitat:
Originally posted by Florian Die Arbeitsmarktlage, bzw. die Gehälter waren für Architekten noch nie super. Das geht auch aus einer Schinkel Biographie (http://www.archinoah.de/literatur-details-65.html) hervor, wenn man der glauben schenken darf - soll aber sehr authentisch sein.
In den 50ern und 60ern war sie vielleicht besser, aber das Ergebnis, wenn jeder bauen darf, sieht man ja allerorts :P
@labello22
Zwei Dinge. Erstens müsstest Du Dir mal die Motive überlegen, warum Du Architektur vielleicht lieber Studien möchtest und was Deine Ziele sind. (Unter Studium & Beruf findest du hier einige, die ähnliche Probleme haben. Vielleicht helfen Dir die Antworten dort dann auch schon weiter.)
Zweitens kannst Du auch erstmal ein Grundstudium (vielleicht sogar Bachelor??) als Bauing ablegen und dann überlegen, ob u doch lieber Architektur studieren möchtest.
Wenn du unterwegs feststellst das Bauing nichts für Dich ist, dann wechselst Du halt nach einem Jahr.
Grüsse
Florian |
der arbeitsmarkt war vielleicht noch nie super aber momentan ist ja leider keine besserung in sicht sondern es geht meiner meinung nach eher noch berg ab mit der baubranche. denke auch das sich in diesem bereich nicht so schlagartig etwas tun wird wie vielleicht in anderen. aber wie ich schon gesagt habe muss man gut sein und glück haben, andere schaffen es ja auch. von gehältern will ich jetzt noch garnicht sprechen, wenn ich allein darauf aus wäre, dann hätte ich wohl wirtschaft studiert und mich auf irgendwas schönes spezialisiert. wovor ich nur angst habe ist die arbeitslosigkeit nach einem harten studium, wäre wohl das schlimmste was ich mir vorstellen kann aber darüber machen sich anscheinend die wenigsten am anfang sorgen und studieren einfach mal drauf los. mich würde es momentan auch nicht mehr abschrecken, trotzdem habe ich mich aus diesem grund erstmal dagegen entschieden und nichtmal mehr einen eignungstest mitgemacht.
motive, ja klar. ich finde es halt super interessant, schaue mir neue bauten gerne an und ertappe mich wie ich mich eigenständig für einen studiengang interessiere und mich stundenlang darüber informiere. wer mich kennt weiß das dies nicht so oft passiert
ich finde das gesamtbild von dem beruf sehr interessant und eventuell habe ich auch ein ganz anderes als viele hier. die vielfalt der aufgaben finde ich im gesamtpaket interessant und sowas gibt es sicher auch in anderen berufen, hinzu kommt allerdings das interesse am hausbau. ich sehe die aufgaben darin ein bauprojekt zu planen und zu verwirklichen mit allen rechtlichen, wirtschaftlichen, ökologischen maßnahmen. nach studienverlaufsplänen sollte man meinen das die hauptaufgabe aus entwürfen, gestalten und zeichnen besteht. meine praktikumserfahrungen sahen aber ganz anders aus und so wie ich den beruf gesehen habe, stelle ich ihn mir auch vor. es gibt am anfang ein entwurf, danach wird das projekt realisiert und da war nicht viel von kreativem zeichnen für notwendig was nicht erlernt werden könnte. ich habe zwar kein ganzes projekt begleitet aber mir wurde so ziemlich alles für ein bauvorhaben und dessen realisierung gezeigt und für mich war der entwurf , der sicherlich die meiste kreativität künstlerische begabtheit braucht, ein verschwindend kleiner teil der ganzen arbeit.
die fächer an den fh's sehen für mich aber anders aus und die projekte bestanden auch aus der optischen architektur und nicht dem was zu einem bauvorhaben dazu gehört.
einen test muss man auch bestehen wo es hauptsächlich ums zeichnen geht, da rassel ich sicher durch wenn ich mir anschaue wie viele mädels mal so eben zwischendurch etwas zeichnen.
habe im übrigen mal die ordner von unserem haus durchgesehen und auch dort sehe ich nicht viel von kreativem zeichnen. an den fhs/unis gibts überall entwürfe von super modernen bauten wo man schon denkt "boah wer hat das denn gezeichnet" aber ich denke man macht viel was man sowieso nie und nimmer in seinem leben bauen wird.
habe ich denn ein völlig falsches bild vom dem beruf? war ich im falschen büro? gucke ich an der falschen fh?
was meint ihr dazu?
ich werde die woche nochmal zur studienfachberatung gehen und schauen was die zu meiner situation sagen. hoffnung auf einen jetzigen wechsel habe ich eh nicht, warum sollte man sich auf sowas einlassen wenn andere pünktlich sind?

aber reden kann man mit den leuten ja mal, sind schließlich auch nur menschen.
das bauing studium mit dem bachelor abschließen wäre auch schön, dauert mir aber zulange. ich bin bereits 22 jahre alt und ich habe in diesem jahr noch geburtstag. bei mir gibts nur entweder oder

irgendwann möchte ich auch arbeiten und nicht ewig viele jahre an einer hochschule verbringen. viele mögen ja das studentenleben lieben aber ich würde dann doch gerne fertig sein bevor das nächste jahrzehnt bei mir anbricht
