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tenorvision 09.01.2006 10:39

Spanien
 
guten tag allerseits!

nach meinem diplom bei Prof.E.C.Klapp an der Fh dortmund bin ich nun in hamburg seit langer zeit arbeitssuchend. durch meine affinität zu spanien und mehrere aufenthalte in diesem land, sowie der beobachtung dass die bauwirtschaft dort einen derzeitigen boom erlebt, stellt sich mir die frage nach der aufnahme der berufstätig keit in spanien. ich würde mich sehr über eine persönliche einschätzung von euch zu den berufschancen eines absoventen ohne berufserfahrung in spanien freuen.
ich bedanke mich im voraus und hoffe von euch zu lesen.
MFG
tenorvision

Samsarah 09.01.2006 11:26

Ich habe gerade gestern noch mit meinem spanischen Mitbewohner darüber gesprochen. Der sagte mir, dass das spanische Bildungssystem darauf ausgelegt sei, möglichst schnell sein Studium abzuschließen, was dazu führe, dass die Absolventen kaum oder keine aussercurriculären Erfahrungen haben und auch in Spanien immer mehr Büros genau darauf achten. Daher sitzen dort offenbar sehr viele Absolventen ohne Job.
Ich denke, ohne Berufserfahrung hat man wahrscheinlich eher schlechte Chancen den fairbezahlten Job im netten, qualitätsorientieren Büro mit geregelten Arbeitszeiten zu finden. Gilt für Deutschland gleichermaßen.
Ich würde, wenn ich der Situation wäre, versuchen über ein Praktikum einen Fuß in die Tür zu bekommen. Wenn man dann erst mal gezeigt hat, dass man den Ansprüchen genügt und vielleicht auch schon in ein Projekt eingearbeitet ist, sind die Verhandlungschancen sicher besser...

Grüsse
Samy

tenorvision 09.01.2006 11:38

:(
klingt erstmal nicht nach einem eldorado!
naja wenn ich ehrlich bin hatte ich nichts wesentlich anderes erwartet.
ich denke aber dass ich jemand bin der einen starken willen besitzt und von daher versuchen wird sich durchzubeissen.sicherlich ist es mein ziel erstmal berufserfahrungen in deutschland( hamburg) zu sammeln...zumal es einiger vorbeireitungszeit bedarf um in spanien als architekt tätig zu sein ( mitgliedschaft in einer der 18 dortigen kammern zwingend erforderlich)ich rechene eine vorbereitungszeit von ca 1 jahr um dort anzukommen. in diesem jahr möchte ich hier berufserfahrung sammeln, sprachkurse belegen und mich mit spanien im allgemeinen und speziellen beschäftigen.

[Ich würde, wenn ich der Situation wäre, versuchen über ein Praktikum einen Fuß in die Tür zu bekommen. Wenn man dann erst mal gezeigt hat, dass man den Ansprüchen genügt und vielleicht auch schon in ein Projekt eingearbeitet ist, sind die Verhandlungschancen sicher besser...]

...ja ich weiss..im moment ist das anscheinend die einzige möglichkeit....:( :( :(
aber ich gebe die hoffnung nicht auf irgendwann eine anstellung zu finden in der ich bei einer 55 stunden wochen mit 1150 euro netto nach hause gehen kann...sooo überzogen ist die vorstellung doch nicht...oder?

mfg tenorvision

noone 09.01.2006 12:13

Frankreich ist auch so ausgelegt, dass Absolventen "den ersten Job" nach dem Studium bekommen, also auch wenig Praxiserfahrung.

Dort wird mit Nettolöhnen gerechnet, einstiegsgehalt ca. 1400 euro, also netto.

tenorvision 09.01.2006 12:19

Zitat:

Originally posted by noone
Frankreich ist auch so ausgelegt, dass Absolventen "den ersten Job" nach dem Studium bekommen, also auch wenig Praxiserfahrung.


??? den satz verstehe ich net

mfg tenorvision

noone 09.01.2006 13:42

war etwas in zeitdruck.....

na in frankreich arbeiten Studenten auch nicht nebnher, sondern arbeiten erst richtig im ersten job.......


und Löhne werden dort in Nettolöhne ausgehandelt, nicht in Brutto

johnnboy 09.01.2006 14:12

Zitat:

Originally posted by noone
war etwas in zeitdruck.....


und Löhne werden dort in Nettolöhne ausgehandelt, nicht in Brutto

Da ich selber seit ein paar Jahren in Frankreich arbeite, möchte ich nur präzisieren, dass das französische "Netto" nicht mit dem deutschen "Netto" üereinstimmt, da die Steuern nachgelagert sind!

Es müssen noch abgezogen werden:
- Einkommenssteuer (ca. 1 Monatsnetto im Jahr)
- Gemeindesteuern (ca. 1 Monatsmiete für eine am Stichtag 1. Januar des Jahres bewohnte Wohnung, hängt von der Wohnung, der Stadt, der Lage usw. ab - reiche Städte, wie z. B. Neuilly verlangen so gut wie keine Gemeindesteuern von den Einwohnern, denen reicht die Gewerbesteuer aus - wird i. d. R. zum 15. November fällig)

Die nachgelagerte Besteuerung führt zum Ergebnis, dass man während des ersten sagen wir mal "Berufsjahrs" keine Steuern zahlt (wie auch - das Finanzamt hat noch keine Steuererklärung erhalten ...), im darauffolgenden Jahr, im Februar die Steuererklärung einreicht, im September darauf die GESAMTE Einkommenssteuer des Vorjahres auf einen Schlag zahlt und danach dann in Dritteln oder monatsweise.

Die Bruttogehälter sind niedriger als in Deutschland, aber ich stellte fest, dass ich nach Abzügen ungefähr auf die gleiche Summe wie meine Freunde in Berlin kam.

Geht aber auch davon aus, dass das Leben hier gut 20 % teurer ist als in Deutschland (Lebensmittel, Wohnen ...)!

In diesem Sinne,
et avec mes meilleurs Voeux pour la nouvelle année

tenorvision 09.01.2006 14:37

es freut mich sehr das sich ein paar leute eingefunden haben um mit zu diskutieren, aber es geht mir hier ausschliesslich um spanien...lol
vielen dank im voraus!
mfg
tenorvision


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