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Tidals 12.01.2006 18:01

Kosten für Architekturstudium
 
Hallo Forum

bin gerade die kosten für ein Architekturstudium am durchrechnen. Da es ja allgemein bekannt ist dass da einige Sachen anzuschaffen sind. Naja jetzt wollt ich mal so die Anfangssemester fragen was ihr so für Ausgaben habt. Also für Stifte, Papier, Modellbauzeugs.
Wäre echt nett wenn ihr mir da ne Hausnummer nennen könntet.

Besten Dank im Vorraus

Tidals 12.01.2006 18:12

sorry
 
jetzt hab ich den beitrag in falschen unterverzeichnis gepostet. Wenn das jemand in Studium/Beruf verschieben könnte wäre super. Thnx

Nane 13.01.2006 14:08

Teuer, teuer...

ganz am Anfang braucht man ja noch alle Zeichen sachen, von Blöcken, Stiften, Linealen, Zeichenschinen, Schneidezeugs und so. Da hab ich alles in allem bestimmt 200 Euro ausgegeben, hab es am Anfang noch nachgerechnet, aber das hab ich mir dann nicht länger angetan. Dann kommen ja auch noch Skripte und eventuell Kopiergeld und Mensakarte, Bibliothekskarte dazu und für unseren Schrank noch 50 Euro. Ist zwar "nur" Pfand, aber das ist ja erstmal weg. Dann brauchst du immer noch während des Semesters Baumaterial, aber wir bauen grad nur mit Graupappe. Da kauf ich dann hin und wieder Pappe, Plexiglas und Kleber und so zwischen 5-10 Euro. Aber das sind dann alles so kleine Beträge, dann ist mal ein Block leer und du brauchst neue Minen für deine Stifte oder noch welche in anderen Stärken, das läppert sich dann im Laufe der Zeit. Aber jetzt hab ich ja meine ganze Erstaustattung und jetzt geht es. Während des Semesters hab ich jetzt, wie gesagt, nur Kosten für Bastelzeug und Kopiergeld und so. Wir müssen immer viel für die Präsentationen im Copy Shop ausdrucken lassen und das geht auch ins Geld. Nächstes Semester steht dann eine Exkursion nach Italien an...du siehst, die Kosten enden nie...

Aber trotzdem macht es megaviel Spaß.

Tobias 13.01.2006 14:51

Hallo Tidals,
meinst du rein spezielle kosten für das architekturstudium, oder die gesamtkosten eines studium??

in vielen fällen wohnt der student ja nicht mehr zu hause, muss also den kompletten unterhalt bezahlen, wie miete, essen, etc. etc.

wenn man in einer stadt studiert, in der die mieten fair sind und man nicht teure extrakosten (ferrari oder porsche :D) hat, kommt man mit 700-800 EUR aus. Heimfahrten kann man damit auch finanzieren. die großeltern geben ja meist auch einen kleinen obulus :D Wenn man ab und an noch jobben geht, sind architekturspezifische ausgaben wie modellkosten etc. auch damit finanzierbar.

wenn du z.b. in münchen studierst, muss man natürlich bei der miete nochmal mind. 200 EUR draufpacken, wenn man nicht im letzten loch wohnen möchte.

bei uns hat es im 1. semester ein semesterstartpaket gegeben, bei dem alle wichtigen zeichenutensilien und modellbauwerkzeuge integriert waren. kosten damals 400 DM, also 210 EUR.

Wer schon ganz früh mit CAD anfangen und eine offizielle studentenversion nutzen möchte, muss mit einmaligen kosten von 100 EUR rechnen.

Francis 13.01.2006 15:02

Im Vergleich zu später sind die Anfangskosten aber noch relativ gering.
In den Entwürfen baut man später schon hochwertige Modelle (Materialkosten ab 100 Euro aufwärts) und dann kommt ja noch das Plotten dazu (bei manchen Unis gibts das ja intern günstig, aber wir mussten zum Copyshop und A1 in Vollfarbe und das 5x geht ganz schön ins Geld).

Die Diplomarbeit ist dann der krönende Abschluss (2 Modelle, ca. 5 Pläne, eventuell Detailmodell, Skizzenbuch, Fotos etc.). Ich hab von Leuten gehört die haben dafür über 600 Euro insgesamt ausgegeben...

Naja, und dann ja noch die laufenden Kosten, ich hatte 3 Zeitschriften im Abo (Studententarif, aber trotzdem) und pro Semester hab ich mir bestimmt 3-5 Bücher gekauft...

Tobias 13.01.2006 15:21

Zitat:

Originally posted by Francis
Im Vergleich zu später sind die Anfangskosten aber noch relativ gering.
In den Entwürfen baut man später schon hochwertige Modelle (Materialkosten ab 100 Euro aufwärts) und dann kommt ja noch das Plotten dazu (bei manchen Unis gibts das ja intern günstig, aber wir mussten zum Copyshop und A1 in Vollfarbe und das 5x geht ganz schön ins Geld).

Das stimmt! An der TU Kaiserslautern können sich Architekturstudenten ihren Account zum Mitarbeiter-Account upgraden lassen, mit dem sie dann monatlich 10 DIN A0 Plots in bunt verbrauchen dürfen!! eigentlich sehr fair, wenn man berücksichtigt, dass Studenten von anderen fachbereichen nicht dise hoen extrakosten haben :)

Tom 13.01.2006 18:00

Das teuerste sind, wie schon gesagt, die Plots und Modelle. Pro Projekt 1-3 Abgabemodelle und 1-10 Arbeitsmodelle. Und für das Modellbaumaterial werden - wenn man von Graupappe weggeht - absolute Apothekenpreise verlangt. Außerdem musst Du Dir in den ersten Semestern wahrscheinlich auch das ein oder andere Werkzeug oder Gerät zulegen (Lötstation, Thermosäge). Denn 5 Tage vor Abgabe sollte man nicht darauf vertrauen, dass die Sachen im Zeichensaal oder in der Modellbauwerkstatt frei sind ... Rechne pro Monat ca. 50-100 EUR Extra-Kosten, die ein Nicht-Architekturstudent nicht hat.

Tidals 17.01.2006 11:37

Danke
 
euch allen
dass sind doch schonmal ein paar zahlen mit denen ich was anfangen kann.
Da muss ich euch gleich nochwas fragen:
bezüglich arbeiten; ich wollte das ganze gerne so finanzieren dass ich nicht unbedingt auf ein zusätzliches einkommen angewiesen bin. Also wenns klausuren anstehen und man lernen sollte will ich nicht nochx stunden arbeiten müssen. Darunter leidet ja schliesslich das studium, was gegen ende (wenn das bafög ausläuft) ziemlich unangenehm werden kann, denk ich mir.
Jetzt zur frage: Wieviel zeit bleibt euch zum arbeiten? also rein an freizeit? sodass das studium nicht darunter leidet.

Vielen Dank

gruss tim

tenorvision 17.01.2006 12:47

gratulatiom zu deiner wahl des arbeitsitensivsten und teuersten studium welches du wählen konntest!
zeit zum arbeiten bleibt, ja sicher...ich musste es auch tun.aber dann vergesse schnell die regelstudienzeit,und wenn du sie nicht vergessen willst, dann vergesse bitte deine freunde!
grins, klingt hart ist aber so...zumindest kenne ich niemanden der eine andere erfahrung gemacht hat. dafür belohnt dich dein studium und der immerwährend sichtbare erfolg.aber es ist hart, zuweilen brutal hart...aber es lohnt sich wirklich...
alles gute und dicke nerven!
MFG tenorvision

Tom 17.01.2006 12:57

Ware, offene Worte, tenorvision. Das mit den Freunden und der Freizeit regelt sich ja oft dadurch, dass die Leute sogar im Zeichensaal wohnen, schlafen & feiern - und fast nur mit anderen Architektur-Adepten zu tun haben. Für Außenstehende ist das dann manchmal schwer zu begreifen - es ist ein bisschen so, als würdest Du einer Sekte beitreten ...

Francis 17.01.2006 13:55

Also ob es das teuerste und aufwendigste Studium ist, ich weiss ja nicht, Medizin ist sicher auch nicht ganz billig und auch ziemlich aufwendig ;-)

Man sollte das vielleicht nicht alles so übertreiben, ich hatte ein normales Sozialleben (wenn man von Nachtarbeit vor den Abgaben mal absieht), hatte immer einen Job nebenher (klar, da kann man dann nicht immer zu jeder Vorlesung hin, wenn mal Stress im Büro ist, aber das lässt sich alles organisieren), und mein Studium hat eigentlich nicht drunter gelitten.

Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich dieses "Sektenverhalten" was Tom beschreibt, durchaus kenne, jedoch nie Teil dieser Sekte war, da ich nie in den Arbeitsräumen gearbeitet hab (der Werkkeller meiner Eltern hatte eigentlich alle Werkzeuge die ich brauchte, Zeichentisch hatte ich im Zimmer), und meine Freunde aus dem Studium haben auch zuhause gearbeitet. Wir habe auch oft zusammen gearbeitet, aber dann doch eher zuhause, als in der Uni...

Ich hab ja nichts gegen die "Sekte" aber meine Erfahrung ist, dass so ziemlich alle diese "Mitglieder" mindestens 2-6 Semester länger studiert haben als ich, und das nicht unbedingt erfolgreicher... :-)

Tom 17.01.2006 14:14

Zitat:

Ich hab ja nichts gegen die "Sekte" aber meine Erfahrung ist, dass so ziemlich alle diese "Mitglieder" mindestens 2-6 Semester länger studiert haben als ich, und das nicht unbedingt erfolgreicher... :-)
Die Aussage deckt sich mit meiner Erfahrung nicht; es war schon so, dass die Leute, die in der Uni gearbeitet haben, sich gegenseitig unheimlich Dampf unter den Hintern gemacht haben mit ihren hyper-ehrgeizigen Studienzielen (Qualität & Kürze des Studiums). Zum Thema "nicht übertreiben" kann ich nur sagen, dass auch ab und zu mal jemand aus dem Hochhaus-Fenster gesprungen ist und dass Urlaubspausen gewöhnlich vom Arzt verschrieben werden mussten (kein Spruch!), wenn die Leute im Abgabestress irgendwann aufgehört haben zu essen und zu schlafen und dann zusammengeklappt sind. Gehört nicht zum Thema Kosten - obwohl: das sind die körperlich/seelischen Kosten des Studiums ...

Tobias 17.01.2006 21:42

Hallo,

@Tom: sicherlich ist für manche studenten das Architekturstudium eine ziemlich belastung, da Nachtarbeiten und der ständige Druck kreativ zu sein nicht nachlässt. zudem muss man sich ständig vor Assistenten und Profs rechtfertigen und wird von diesen oft auch persönlich angegangen.
Ich kenne auch Mitstudenten(innen) die nach der Kritik weinend aus dem Raum gelaufen sind, doch sind das zumindest hier immer Ausnahmen gewesen.

Ich selbst habe auch immer nebenher gearbeitet und hatte neben dem Bürojob auch noch einen Job als Hiwi und andere ehrenamtliche Verpflichtungen. Wie Francis habe ich mir aber auch immer wieder Zeit für Freunde und Freizeit genommen. Das muss man auch machen, um nicht verrückt zu werden.
Nichts gegen die "Freunde" an der Uni, aber in der Realität sieht es oft so aus, dass man einen Großteil nach dem Diplom aus dem Auge verliert. Die alten Freunde aus der "Vorstudienzeit" sollte man deswegen nicht vergessen und auch ihnen genügend Zeit widmen, auch wenn das über gewisse entfernungen machmal schwierig ist. Aber mit diesen Freunde verbindet einen ein wenig mehr als ein zeitlich befristetes Studium!!

Die Sekten-Bildung habe ich auch mitbekommen, mich aber auch distanziert aus o.g. Gründen. Wirklich schneller wird man nicht unbedingt fertig (aus meiner Beobachtung heraus). Am Ende zählt wie schon erwähnt nicht die kurze Studienzeit oder Noten sondern Praxiserfahrung und Sozialverhalten, soweit es in einem Vorstellungsgespräch herüber kommt!

Letztlich muss jeder sein eigenes Süppchen kochen und schauen, wie er am besten da durch kommt.


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