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Archimedes
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Beitrag
Datum: 09.03.2016
Uhrzeit: 21:15
ID: 55371



AW: Sollte man die HOAI kippen? #6 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Kieler Beitrag anzeigen
Angenommen: Haus für 250k€ 300/400, HZ3, Mittelsatz. Selbst wenn Du nur
50€/h netto ansetzt, hast Du keine zwei Arbeitswochen für die komplette
Vorbereitung der Vergabe. Find ich schon sportlich, besonders wenn man
immer mal was anderes macht und ein bisschen recherchieren muss.
Ja, wie gesagt, für die 250 k€-Kunden können wir wenig tun. Ab 380 k€ wird es interessant und dann mit einer Verschiebung der Gewichtung.
Nimmt man den Gesamtauftrag LPH.1-8 an, dann muss man selbst 3-4% nach LPH. 6+7 und weitere 2-3% nach LPH. 8 transferieren, damit es aufgeht.
Für ein normales 380 k€ - Wohnhaus gehen bei uns derzeit für LPH.1-8 insgesamt 700 - 780 Stunden drauf. Ich muss dieses Jahr mind. 55 Euro/netto/Stunde realisieren um mit dem Büro im grünen Bereich zu bleiben.
Im Bereich Entwurf/Bauantrag liege ich rechnerisch sogar unter den HOAI-Werten bei diesen Projekten.

Zitat:
Zitat von Kieler Beitrag anzeigen
Fängt man dann erst einmal an sich mit den Urteilen über die Erwartungen an die Leistung des Planers zu beschäftigen (seitens der Rechtsprechung), verliert man fast unweigerlich jede Hoffnung, dass das überhaupt zu schaffen ist.
Das stimmt. Es gibt immer weniger Leute in unserem Job, die bereit sind als selbständige Auftragnehmer dafür Kopf und Kragen zu riskieren.
Angestellte Architekten beschweren sich zwar regelmäßig über die Gehaltssituation, sind aber selten bereit selbst etwas zu riskieren.
Es wird irgendwann einen Mangel an fähigen Architekten geben, die bereit sind jede Art von Auftrag zu übernehmen. In meinem Umfeld beobachte ich das schon länger.
Ich hoffe das die Wertschätzung für diesen Beruf und seine Risiken bald wieder steigt.

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