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| Social Bookmarks: Zu dem Thema solltest Du Dich vielleicht mal an das Büro Richter Architekten+Stadtplaner aus Kiel wenden. Architekten Richter - Stadtplaner Ich habe einen alten Bericht in dem dieses Büro im Jahr 1998 ein individuelles Wohnhaus für eine Single-Frau mit insgesamt 65.000 € Budget realisiert hat. "Haus Gundel" ist der Name des 1 1/2 geschossigen Projektes mit 4x6 m Grundfläche und einem Pultdach. Die Ausstattung ist maßgeschneidert und macht einen soliden Eindruck. Da die Anforderungen an Ausstattung und Wärmedämmung seitdem nicht geringer geworden sind und außerdem die Preise gestiegen sind, würde selbst diese kleine Hütte heute wohl nicht mehr unter 75.000 € zu bekommen sein. Wir haben schon zahlreiche Einfamilienhäuser in verschiedenen Bauweisen geplant und realisiert. Wir haben es "aufgegeben" zu versuchen ein Einfamilienhaus unter 180.000 € Bruttobaukosten, wohlgemerkt ohne Nebenkosten, Honorare und Grundstück zu realisieren. Da heißt, daß das Projekt insgesamt mit den weiteren Kosten mind. 220.000 € kostet (bei günstigsten Grundstückspreisen und einer kleinen Parzelle). Mit ganz viel Eigenleistung lassen sich die Baukosten um max. 45.000 € senken, so daß Du das Haus vielleicht für 135.000 € bekommst. Dafür mußt Du aber auch den Rohbau schon selbst herstellen. Für dieses Budget bekommst Du dann ein individuelles kleines freistehendes Einfamilienhaus mit ca. 120 m² Wohnfläche, Garage oder Carport, einfachen Außenanlagen einer durchschnittlichen, aber ordentlichen Ausstattung und einer Gebäudehülle, die den heutigen Anforderungen an Wärmeschutz und Bauphysik entspricht. Der Markt und kaum ein Bauherr würde sich auch mit weniger zufrieden geben. Das "durchschnittliche EFH für die kleine Familie" liegt in unserer Region so zwischen 220.000 und 270.000 € Baukosten, wenn es individuell geplant wurde. Natürlich bieten viele Fertighaushersteller oder auch Schlüsselfertig-Anbieter teilweise Häuser für deutlich weniger Geld an, aber die kann man dann in Punkto Ausstattung, Qualität (Substanz und Ästhetik) und Vollständigkeit (Kleingedrucktes im Vertrag beachten) nicht vergleichen. Selbst wenn man auf standardtisierte und evtl. recycelte Materialen zurückgreift, wird man den Preis nicht so erheblich senken können, weil in allen Hausbestandteilen auch noch die Lohnkomponente mit drin steckt und man nicht 100% selber machen kann. | |
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FoVe: Offline
Ort: Wetzlar Beitrag Datum: 02.09.2008 Uhrzeit: 20:22 ID: 30401 | Social Bookmarks: Die Frage ist wirklich, wie groß das Haus sein soll. Ich halte es durchaus für realistisch, ein Holzbohlenhaus mit so etwa 80 - 90 m² Wohnfläche für um die 50.000,- € zu bauen. Nur Bodenplatte, Leitungen in Kabelkanälen, Gastherme, eventuell Kaminofen, offenes Wohne, dadurch wenig Verkehrswege,Installation in Installationskanal, 1 Bad/WC, 1 Dusche/WC, eventuell Emporen, sonst kein Speicher.. das muss machbar sein. Allerdings sind die Ansprüche wirklich zu minimalisieren. Gruß Martin |
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Kieler: Offline
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Hochschule/AG: Architekt Beitrag Datum: 02.09.2008 Uhrzeit: 20:35 ID: 30402 | Social Bookmarks: @Archimedes: Dem zweiten Teil stimme ich voll zu, aber beim ersten Teil staune ich schon ein bisschen. 65.000 € für 24m², das sind 2708€/m². Nur weil es klein ist ist es noch kein gutes Beispiel, im Gegenteil es ist sogar außerordentlich...ungut ![]() Ich denke Nordlicht ist nicht zu helfen, denn es will ja nicht ein grundsätzliches Problem lösen, sondern sein eigenes, und die fünzigtausender Marke ist wohl handwerklich nicht zu knacken, höchstens in Serienfertigung. @Martin: Ich zweifle! Allein die Bodenplatte kostet schon min. 10k und dann läufst Du auf Zementestrich. Brennwertkessel mit Speicher ohne Wärmeverteilungssystem sind bestimmt auch nochmal 6k. Übrigens denkt Nordlicht als Privatier mit Sicherheit in brutto ![]() Hier komm ich bei 25m² schon auf über 8.000€ ![]() Geändert von Kieler (02.09.2008 um 20:53 Uhr). |
| Social Bookmarks: Zitat:
Zitat:
Viele massive Doppelgaragen liegen schon bei 30.000 € in der Kalkulation (und da gibts keine Bäder und keine großartige Wärmedämmung drin). Ich auch. ![]() Selbst die Amis mit Ihren dünnen Holzständerkonstruktionen, die sich beim ersten Tornado verabschieden, liegen preislich deutlich höher. Sicher kann man hier mit verschiedensten Ansätzen rumexperimentieren (Strohballen, leere PET-Flaschen, Kunststoffkanister, Schiffscontainer, aufblasbare Folien...), aber wer möchte längere Zeit mit Familie und Kindern in sowas leben??? | |||
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Hochschule/AG: Architekt Beitrag Datum: 02.09.2008 Uhrzeit: 21:01 ID: 30404 | Social Bookmarks: ich hatte auch nicht die Qualität bemängelt, sondern die Tatsache, dass es nicht als Beispiel taugt, da die Kosten bei dieser kleinen Bude schon weit über 50 k liegen. Dieses Bauwerk ist nämlich ganz genau das was man für den Betrag nicht zu erwarten hat. Bist Du Dir sicher, dass es nicht die Haustechnik vom Haupthaus mitnutzt? |
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