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Datum: 10.01.2007
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Fachwerkverblender

#1 (Permalink)
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Hallo,
ich habe gerade ein FH Projekt wo es um Neubauten im Historischen Gebäudebestand geht!

Also ich habe geplant einen Neubau mit einer Fachwerkverblenderfassade in das Gebiet zu planen.
Meine Frage ist, wo rauf man bei einer Fachwerkverblenderfassade zu achten hat?

Aufbau der Fassade:

- 30 cm, KS Wand
- 4 cm, Styropor

jetzt kommen die Verblender:

- 6 cm, Holzbalken für Fachwerk (B:16cm)
- Mit Stahlstabbolzen gehalten

in den Gefachen:

- 4 cm Styrodur
- Gewebeamierung
- Putz

Auf was müsste man bei der Ausführung achten und welche Probleme können auftauchen?!

Danke für Tipps und Hilfe!

Geändert von kaipii (10.01.2007 um 16:50 Uhr).

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Datum: 10.01.2007
Uhrzeit: 16:37
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Ich kann es nicht fassen, daß sowas an einer FH gelehrt wird!

Aufgeklebte Fachwerkträger sind doch absolut das rote Tuch für Architekten!

Ich würde dir empfehlen, lieber mit einer zeitgemäßen Architektursprache das Bauen im Bestand sensibel zu artikulieren.

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Datum: 10.01.2007
Uhrzeit: 20:51
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Re: Fachwerkverblender #3 (Permalink)
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Zitat:
Originally posted by kaipii
...und welche Probleme können auftauchen?!
Es könnte passieren, dass Du bei der nächsten Korrektur vom Prof einen derben Spruch fängst!

Schau Dir doch lieber mal die Hefte "Umbauen und Sanieren" der DETAIL an, da gibts immer ganz gute Beispiele für Bauen im Bestand.

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Datum: 10.01.2007
Uhrzeit: 22:42
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Was für ein Seminar ist das genau und in welchem Semester befindest Du Dich? Ist das ein Entwurf?
Irgendwie sieht das so aus, als wollest Du Potemkinsche Dörfer planen, was ich nicht wirklich gutheissen kann, es sei den der Auftraggeber heißt Disney

Allerdings irritiert mich, selbst wenn ich die Fassaden wie Du es planst als gegeben hinnehme, dass Du mit Details anfängst. Wenn ich das richtig sehe, hast Du noch nichts entworfen?! Oder verstehe ich das falsch: "ich habe geplant einen Neubau mit einer Fachwerkverblenderfassade in das Gebiet zu planen"???
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Datum: 10.01.2007
Uhrzeit: 23:50
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kaipii #5 (Permalink)
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..ich kann dir ziemlich viel über Fachwerk erzählen - aber wenn ich deine Konstruktion sehe - mit Verlaub - dann grauselts mich

Nehmen wir mal den günstigsten Fall an, und du möchtest eine Fachwerkfassade bauen - dann doch bitteschön auch als Fachwerk.
Ansonsten würdest du spätestens bei den Eckausbildungen große Probleme bekommen.

Reduziere dein Mauerwerk auf 24 cm und nehm ein 12 cm dickes Fachwerk.
Ist zwar auch noch ne Krücke, aber immerhin besser als vorher.
Ausfachungen mit "modernen" Baustoffen - hmmm - praktikabel ist eine Ausfachung mit Bimssteinen und darauf ein Zementputz.
Styropor ist definitiv nogo

Hier aber auf die Schnelle einen Fachwerkkurs zu halten ist heavy.
Formensprache des Fachwerks? Konstruktionsdetails?

In Wetzlar (hist. Fachwerkstädtchen) ist man übrigens den Weg gegangen, dass man Baulücken wirklich in modernen Baustoffen gefüllt hat. Lediglich die Baukörper sind formal an die historische Bausubstanz angeglichen worden ( Zwerchhäuser, Dachformen, Dacheindeckung, Fensterformen ). Das ganze als verputztes Mauerwerk.
Eventuell ist ja eine historische Naturschieferfassade in der Nähe. Die kann man nämlich getrost auch neu erstellen als Vorsatzverblendung.

Gruß

Martin

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Datum: 11.01.2007
Uhrzeit: 08:23
ID: 20879



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Ok, meine "billig" Lösung flog heute Nacht aus gegebenen Gründen eh in die Tone!

Nun werde ich mir heute mal in der BIB Bücher über Fachwerkfassaden holen und schauen was es in "reiner" Fachwerkbaumanier so gibt!

Sprich weg vom modernen Steinbau innen hin zum Fachwerk.

Danke für die Ratschläge, ich habe mir schon fast gedacht, dass ich auf dem Holzweg bin!

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Datum: 11.01.2007
Uhrzeit: 08:47
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Billig wäre nur die Vorstellung bzw. der Ausdruck gewesen. Die Ausführung wäre Dich eher teuer zu stehen gekommen.

Da Du scheinbar gerade erst anfängst Dich mit Architektur zu beschäftigen, und Du Dich aber scheinbar für Bauen mit Holz interessierst, möchte ich Dir noch die ein oder andere Sache mit auf den Weg geben.

Bei Verblender werden die meisten im Bauwesen an Verblendmauerwerks-Steine oder Klinker denken. Sag dazu am Besten Vorsatzfassade.
Und bei einem Querschnitt von 6 auf 16 kann man nicht von einem Balken sprechen, sondern von einer Bohle bzw. einem KVH (Konstruktionsvollholz).
Wir haben uns auf der Baustelle immer beölt, wenn ein Ing kam, der uns sagen wollte, wir was zu machen hätten, dann aber noch nicht mal die Dinge richtig beim Namen nennen konnte.

Holz ist nicht schlechter als andere Baustoffe, man muss es bzw. seine Anwendung aber verstehen. Also wie und warum ist Holzfachwerk entstanden, was haben die Konstruktionsdetails auf sich usw. .
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Grüße Michael

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Datum: 11.01.2007
Uhrzeit: 10:27
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mika #8 (Permalink)
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das mit dem beöhlen ist gut
Allerdings spricht man bei einem Querschnitt von 6/16 volksmundlich wirklich von einem Balken.
Bohlen hast du in der Regel bis 4,5 cm Dicke.
Wobei Balken eigentlich auch nicht richtig ist, da diese Bezeichnung die Lage des Holzes in eienm Verbund bezeichnet - also (Decken-)balken.
Korrekt wäre Kantholz.
KVH ist ein Qualitätsbezeichnung - hier vorgetrocknetes, auf fixe Querschnitte gehobeltes, keilverzinkes Bauholz mit Güteprüfung.
Da wäre noch Nadelholz ( z.B. NH GKII, SK A/B ) oder Brettschichtholz (z.B. BSH GK II ) im Angebot - oder auch Eichenschnittholz oder Eichenholz aus Altbeständen.

Gruß

Martin

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Datum: 11.01.2007
Uhrzeit: 10:51
ID: 20887



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Zitat:
Originally posted by kaipii
Danke für die Ratschläge, ich habe mir schon fast gedacht, dass ich auf dem Holzweg bin!

Schonmal dartüber nachgedacht, dass Du ggf. überhaupt mit ienem ReKoEntwurf auf dem Holzweg bist? Beratungsresistent?
Zu unserer entwurflichen Kritik hast Du dich ja garnicht geäussert...
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Datum: 11.01.2007
Uhrzeit: 11:29
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Re: mika #10 (Permalink)
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Zitat:
Originally posted by FoVe

Korrekt wäre Kantholz.
Hast recht. Ich glaub, ich muss mir mal wieder meinen Picard schnappen und auf's Dach. Ist schon zu lange her.
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Datum: 11.01.2007
Uhrzeit: 12:34
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mika #11 (Permalink)
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...so simmer eben.
Schönwetter-Holzköppe

Gruß

Martin

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Datum: 11.01.2007
Uhrzeit: 15:22
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Möchte nochmals draufhinweisen, daß Bauen im Bestand nicht ein historisierender Nachbau des Bestands bedeuten darf.

Mache dir Gedanken um den Bestand (Traufhöhen, Sichtachsen, Materialien, Farben) und dann überlege, wie du das ganze mit moderner Sprache neu interpretieren kannst.

Befreie dich vom Zwang, dein neues Gebäude uniform dem Bestand anzupassen.

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Datum: 11.01.2007
Uhrzeit: 16:11
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Das erzähl mal hier in Berlin.

Wobei ich Rekonstruktion, wenn es tatsächlich eine Rekonstruktion ist, vertretbar finde. Aber wenn es nur so aussieht, als wäre es echt, dann dreht sich mir auch alles um.
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Grüße Michael

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Datum: 11.01.2007
Uhrzeit: 17:52
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Wobei man nur von Rekonstruktion spricht, wenn es um Wiederaufbau von zerstörten oder abgerissenen Gebäuden geht. Beim Bauen im Bestand hat man ja im eine Nutzung x, der man eine entsprechende Hülle y geben muß, die sich in den umgebenden Bestand z einpassen muß.

Ist auf jeden Fall ein schwieriges Thema.

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