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Florian 06.09.2006 18:40

Manchmal ist Quick and Dirty halt doch der bessere Weg :D

noone 12.09.2006 12:17

Also wenn es Dir um die Lichtintensität im inneren des Gebäudes geht, kann dir die sonne allein nicht ausreichen, da ja dort, wo schatten ist, kein Licht hinkommt.

Ich benutze wie in der Realität die Umgebungsbeleuchtung, die ja die Athmosphären-Lichteinstrahlung imitiert. Draussen müsstest du, wenn du im Schatten stehst, total im Dunklen stehen. Durch die Athmosphärenstrahlung ist aber auch jeder verschattete Bereich ausreichend hell.

Ich benutze also immer die Sonnenlichtsimulation (im neuen c'd hast du ja jetzt auch die möglichkeit des himmel modells) und zusätzlich eine Umgebung. die drehe ich dann auf ca 40 für Innenraumrenderings

Samsarah 12.09.2006 12:57

Ich finde die Umgebungsbeleuchtung nicht so toll, da sie die Kontraste sehr stark reduziert und dann alles so milchig und matschig wirkt. Da nehme ich mir lieber die "künstlerische" Freiheit ;) , gezielt Lichtakzente zu setzen. Für echte Lichtsimulationen ist C4D m.E. eh nicht das richtige Programm - leider.

P.S. ich hatte doch ein Bild gepostet, von welcher Lichtintensität als der im Innenraum hätte ich wohl sprechen können?
:D

Grüsse
Samy

Kieler 12.09.2006 20:09

Zitat:

Originally posted by Samsarah
Ich finde die Umgebungsbeleuchtung nicht so toll, da sie die Kontraste sehr
stark reduziert und dann alles so milchig und matschig wirkt....

mit der Umgebungsbeleuchtung geb´ ich Dir Recht, aber renderst Du Deine
Stills nicht in Multi-Passes, da hast Du dann hinterher in Photoshop doch die volle Kontrolle?!
So kann man sich manchmal in Cinema das Licht-Setup ein wenig erleichtern,
weil man es eben in Photoshop "anpasst".

Samsarah 13.09.2006 10:13

Multi-Passes nutze ich schon, allerdings wird die Umgebungsbeleuchtung letztlich als eine einzelne Lichtquelle gespeichert und insofern habe ich hinterher nicht wirklich viel in der Hand. Das kann ich letztlich auch über eine Tonwetkorrektur erreichen. Ich habe auch immer gerne eine halbwegs gute Basis aus Cinema. Durch die Milchigkeit verlieren ja auch die Materialien an Brillianz und Intensität, das kann ich hinterher nicht zurückholen - auch nicht mit Multi-Pass. Daher finde ich die Ergebnisse meist besser, in denen die Lichtintensität in etwa dem entspricht, was ich später haben will. Dann mache ich mir lieber die Mühe in Photoshop kleinere Artefakte zu retuschieren.

Flo 13.09.2006 10:26

Zitat:

Originally posted by noone
Ich benutze wie in der Realität die Umgebungsbeleuchtung
Entspricht die "Umgebungsbeleuchtung" in Cinema dem, was in anderen Programmen meist "Ambient Light" heisst oder handelt es sich dabei um eine halbkugelförmige Lichtquelle, die Schatten wirft und eher dem Himmel entspricht?

Florian

Samsarah 13.09.2006 10:36

Nein, die Umgebungsbeleuchtung ist an sich kein Volumen, sondern leuchtet eine Szene gleichmaßig aus, dabei reduziert sie aber die Kontraste und die Tiefenwirkung geht verloren, weil alle Oberflächen aufgehellt werden. Es hat für mich die gleiche Wirkung, wie wenn ich in Photoshop die LAB-Helligkeit hochdrehe. Sie wirft keine Schatten.

Flo 13.09.2006 11:08

Zitat:

Originally posted by Samsarah
Nein, die Umgebungsbeleuchtung ist an sich kein Volumen, sondern leuchtet eine Szene gleichmaßig aus, dabei reduziert sie aber die Kontraste und die Tiefenwirkung geht verloren, weil alle Oberflächen aufgehellt werden. Es hat für mich die gleiche Wirkung, wie wenn ich in Photoshop die LAB-Helligkeit hochdrehe. Sie wirft keine Schatten.
OK, Danke.

Eine solche Aufhellung würde ich nie benutzen und diese Beleuchtung entspricht auch nicht der Realität. Entweder würde ich neben der Sonne ein Himmelslicht nehmen oder in die Fenster ein Flächenlicht packen.

Grüße, Florian

noone 13.09.2006 14:49

Das stimmt meiner Kenntnis nach nicht, denn es werden auch bei der Umgebungsbeleuchtung Bauteile und Geometrie berücksichtigt.

Soweit ich weiß wurde die Umgebungsbeleuchtung (ambient Light) eingeführt, weil man bis dato sich mit einer Sphäre aus spotlichter aushalf. So wie FLo es bereits sagte.

Ein reines Aufhellen wäre ja Käse, das kann man ja dann wirklich über Grafikprogramme machen.

Flo 13.09.2006 14:53

Zitat:

Originally posted by noone
Soweit ich weiß wurde die Umgebungsbeleuchtung (ambient Light) eingeführt, weil man bis dato sich mit einer Sphäre aus spotlichter aushalf. So wie FLo es bereits sagte.
Ich kenne Cinema jetzt nicht aber in anderen Programmen ist ein "ambient light" eine generelle erhöhung der Helligkeit ohne Rücksicht auf Geometrie.

Florian

Samsarah 13.09.2006 17:44

Hier ein aussagekräftiger Absatz aus dem C4D-Manual (S. 317 ff.):

[...]Standardmäßig ist die Umgebungs-Farbe auf 0% gesetzt. Wenn Sie die Umgebungsbeleuchtung ändern wollen (z.B. bei hellen Architekturszenen), schieben Sie den Helligkeitsregler beispielsweise auf 10%. Zusätzlich können Sie die Farbe einstellen. Allerdings sollten Sie daran denken, dass der Kontrast einer Szene bei einem Umgebungs-Licht immer abnimmt. Sie sollten es also möglichst vermeiden, Ihre Szene mit einem Umgebungs-Licht zu beleuchten und stattdessen lieber mehrere Punkt-Lichtquellen ohne Schattenwurf (und mit aktivierter Umgebungs-Beleuchtung-Option) zusätzlich dort einsetzen, wo die Szene aufgehellt werden soll. [...]

Leider findet man im Kapitel zu Lichtquellen keine Angaben zu dieser "Umgebungs-Beleuchtung-Option", da das Manual hier wohl nicht aktualisiert wurde, diese Funktion aber in R9 hinzugekommen ist. Ich habe allerdings keinen Unterschied zwischen einem Umgebungsobjekt und einem Licht mit dieser aktivierten Option feststellen können. Die negativen Auswirkungen schienen gleichbleibend. Ich mache es daher i.d.R. wie oben beschrieben, aber eben ohne diese Option.

Grüße
Samy


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