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Florian 28.09.2007 01:26

Zitat:

Originally posted by mimpi
Also ich hab heute in der Hochschule nochmal nachgefragt und rausgefunden, daß ich dort nur plotten kann wenn ich eine fertige plt Datei, die mit dem Druckertreiber für das dort vorhandene Gerät erstellt wurde habe.
??? Wie machen das denn dann Mac-User???

Samsarah 28.09.2007 10:36

Da CMYK immer noch der kleinere Farbraum ist im Vergleich zu RGB wirst Du, auch wenn der Plotter nr RGB unterstützt, keine Informationsverluste haben. Falsch machen, kann Du damit also nichts.

Viel Erfolg.
Samy

mika 28.09.2007 11:52

Die RGB-Profile der Drucker sind Profile…
Zitat:

Originally posted by mika
… die aber lediglich die druckbaren CMYK-Farben im RGB-Farbraum darstellen.


Tom 28.09.2007 12:33

Zitat:

Originally posted by mika
Die RGB-Profile der Drucker sind Profile…
Der druckbare Farbraum der modernen Inkjet-Drucker und -Plotter in Photoqualität geht weit über das alte Euroscale-CMYK hinaus - teilweise erreichen die fast den riesigen Farbumfang von Adobe RGB 1998 (!). Viele Laserdrucker und -druckmaschinen akzeptieren heutzutage bevorzugt RGB-Daten, aus dem gleichen Grund; die Toner und Tinten und die Papiere liefern einen größeren Farbenreichtum als 1985.

Die Sättigungsverluste von RGB-Farben auf Papier sind dann fast nicht mehr da, wenn überhaupt. Und wenn die Umrechnung der Daten mit den passenden Profilen erfolgt, gibt es auch 0% Farb-Shift oder irgendwelche bösen Überraschungen. Deshalb ist das ein Thema, mit dem man Freundschaft schließen sollte. Ich weiß, dass das über das konkrete Problem hier hinaus geht ...

Planmatsch hat hier schon ganz nette PDFs zu DTP und Farbmanagement gepostet (von www.cleverprinting.de). Da ist nicht nur ein moderner Farbworkflow für InDesign, Illustrator, Quark, etc. erklärt, sondern es finden sich auch Erklärungen für den Schritt zum Layout in RGB, der immer mehr um sich greift. Heutzutage soll ein und dasselbe Layout als Plan gedruckt, auf der Website präsentiert, in einer Flash-Animation gezeigt und als Web-PDF im Netz angeboten werden - nur der traditionell gedruckte Plan "verlangt" evtl. noch nach CMYK, alles andere erleidet starke Qualitätsverluste durch die Umwandlung. Und alle Input-Daten (Fotos aus der Digicam, Renderings, Scans, PDFs aus dem CAD-Prog) liegen in RGB vor.

Ich hoffe, ich komme nicht als Prediger rüber - es reicht ja, dass ich ein Prediger BIN ;) ...

mika 28.09.2007 13:26

Du hast ja recht, nur sollte mimpi nicht dem Irrtum aufsitzen, dass sRGB nur weil er der kleinste Farbraum ist, automatisch keine Farben entählt, die die Drucker spezifischen RGB-Profile enthalten.
Die Druckerhersteller beschreiben mit den RGB-Profilen die Farbräume, die die Drucker in ihren spezifischen CMYK-Farbräumen drucken können. Die Werte werden eben schon von den Herstellern optimiert umgerechnet in RGB. Das ist nett, und erleichtert uns das Leben, da wir das dann nicht machen brauchen, und so auch weniger hausgemachte Umrechnungsfehler auftreten. Wir können also mit RGB-Werten für Farben rumwerkeln. Da es aber auch unterschiedlich große RGB-Farbräume gibt, muss man aber auch hier aufpassen, dass man nicht einen Ton wählt, z.B. aus dem Monitor-RGB-Farbraum, den es dann aber nicht im Drucker-RGB-Profil gibt. Denn sonst würde dieser Farbton beim Drucken wieder auf den nächst gelegenen Ton der Farbe im kleineren RGB-Farbraum umgerechnet. Und das scheint ja bei Blau und grün beim sRGB so zu sein. Die entferntesten Töne liegen bei sRGB also weiter vom Zentrum entfernt als bei dem Drucker-RGB-Farbraum.

Im Angehängten Bild habe ich mal den RGB-Farbraum eines HP-Photosmart Pro (transparent) und den sRGB-Farbraum übereinander gelegt. Man sieht, obwohl beide als RGB dargestellt werden unterscheiden sie sich. Es gibt eine Schnittmenge aber auch jeweils Bereiche außerhalb der beiden Räume.

Tom 28.09.2007 14:05

Ja, es gibt verschieden große CMYK- und RGB-Räume. Und deshalb ist es ungünstig, früh in den (recht kleinen) Euroskala-CMYK-Raum zu gehen, wenn die Inkjet-Drucker Farben darstellen können, die jenseits dieses Raums liegen. Poste doch mal den Vergleich HP und Euroskala. Epson- und Canon-Drucker sind dem HP noch überlegen.

Die Farben, die bei der frühen Umwandlung in CMYK verloren gehen, erhält man nie wieder zurück. Wenn man das Farbmanagement ausgeschaltet hat und dann irgendwas in CMYK wandelt, wird im Hintergrund sogar noch ein schlechteres CMYK-Profil benutzt als Euroskala, ich glaube irgendein SWOP-Zeitungsdruck-Profil aus den USA. Das bringt noch mehr Verluste in den Farb- und Grauwertabstufungen. So nutzt man die Möglichkeiten der Inkjet-Drucker nicht aus.

Wenn man Pläne und Ansichten farbig anlegt, will man ja oft nur sehr blasse Tönungen verwenden, mit ganz schwachen Sättigungen. Deshalb sind die Fragen da nicht sooo brennend. Oft hat man aber auch zusätzlich eine oder zwei Akzent-Farben (ein leuchtendes Gelb oder Grün) - und die verlieren dann ihre Kraft.

Tom 28.09.2007 14:14

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Das ist der Vergleich - das ist ein HP Photo-Inkjet mit Glossy Paper; innen ist der Euroskala-Raum. Ich fürchte allerdings, damit bewegen wir uns in den Bereich "Farb-Freaks" :):


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