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sickjay: Offline
Beitrag Datum: 13.02.2012 Uhrzeit: 16:31 ID: 46119 | Social Bookmarks: Zitat:
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Der Gaertner: Offline
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Hochschule/AG: Professor, emeritiert, freiberuflicher Unternehmensberater für den Baubetrieb Beitrag Datum: 14.02.2012 Uhrzeit: 16:12 ID: 46129 | Social Bookmarks: Zitat:
die Zahlen der Architektenkammern sagen leider nichts über die aktuellen Einstiegschancen aus. Dazu müssten die Kammern die derzeitigen Absolventenzahlen und die neuen Eintragungen in die Architektenliste gegenüber stellen. Dazu fehlen ihnen aber die Daten. Dass es im öffentlichen Dienst gute und interessante Stellen für Landschaftsarchitekten gibt, ist klar. Bezahlung und Sicherheit sind in der heutigen Zeit ebenfalls nicht zu verachten. Zu den Daten der Kammer eine kleine Milchmädchenrechnung: 300 Landschaftsarchitekten im öffentlichen Dienst in NRW ergibt bei einer durchschnittlichen Dienstdauer von 30 Jahren pro Jahr 10 Pensionierungen. Die große Frage ist, wie viele Stellen einen kw-Vermerk haben (kann wegfallen) oder ob noch zusätzliche Stellen geschaffen werden. Wenn man die Klagen der Gartenamtsleiter im Deutschen Städtetag hört (GALK, galk.de, die Seite der Gartenamtsleiterkonferenz für alle Aufgabenfelder des öffentlichen Grüns der Städte und Kommunen), ist die Lage zumindest auf kommunaler Ebene nicht rosig. Zum Teil werden die ehemals mächtigen Gartenämter mit anderen Planungs- und Dienstleistungsabteilungen fusioniert, um Stellen zu sparen. Ob dann der Landschaftsarchitekt/Gärtner den Chefposten bekommt, ist fraglich. In meiner Stadt Osnabrück ist das gelungen: Nach einer Verwaltungsreform wurde tatsächlich ein Landschaftsarchitekt Chef des neu zugeschnittenen Servicebetriebs und ist jetzt für Abfallentsorgung, Straßenbau und Grünflächen zuständig (Grün und Umwelt | Friedensstadt Osnabrück) Wie es den Hochschulabsolventen der letzten Jahre tatsächlich geht und wie und wo sie untergekommen sind, wird in Kürze die neue Absolventenbefragung Landschaftsarchitektur ergeben. Teilgenommen haben eine Uni und sechs Fachhochschulen. 620 Fragebögen werden gerade zentral an der Hochschule Osnabrück ausgewertet. Im März erhalten die teilnehmenden Hochschulen als erste ihre Ergebnisse. Eine zusammenfassende Veröffentlichung der Umfrageergebnisse ist voraussichtlich im April verfügbar.
__________________ Wolfgang Ziegler Geändert von Der Gaertner (14.02.2012 um 16:32 Uhr). | |
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sickjay: Offline
Beitrag Datum: 30.04.2012 Uhrzeit: 15:33 ID: 46742 | Social Bookmarks: Zitat:
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plan b: Offline
Ort: NRW Beitrag Datum: 15.02.2012 Uhrzeit: 19:33 ID: 46135 | Social Bookmarks: Hallo sickjay und alle anderen, das Berufsbild von Landschaftsarchitekten im Öffentlichen Dienst ist m. E. von der AK ganz realistisch wiedergegeben. Ich habe Landschaftsplanung studiert und kann hier mal kurz meinen Einstieg in die Berufswelt schildern: Man muss dazu vielleicht sagen, 2006 hab ich mit 24 Jahren mein Diplom gemacht & in Sachen Berufseinstieg in den jetzt - fast - sechs Jahren folgendes erlebt: Etwa ein Jahr Stelle bei einem freien Landschaftsarchitekt in einem sehr kleinen Büro in Niedersachsen - ziemlich schlechte Bezahlung, ca. netto 900 € für eine 32 Stunden Stelle – allerdings Überstunden ausbezahlt bekommen und Überstunden ohne Ende… Danach befristete Teilzeitstelle in einer Stadtverwaltung in einem anderen Teil Niedersachsens – Trotz nur noch 19 Wochenstunden gleiche Bezahlung wie oben (brutto so 1200) Da das Ende näher rückte, von da aus intensivst nach einer neuen Stelle gesucht, innerhalb eines halben Jahres 83 Bewerbungen in ganz Deutschland geschrieben und 13 Vorstellungsgespräche, davon zwei Zusagen, dann unbefristete Vollzeitstelle in der Region der Schwäbischen Alb, bei einer Stadtverwaltung. Verdienst: brutto ca. 2800 Euronen. Dort war ich fast zwei Jahre und wäre so auch geblieben denn die Arbeit war anspruchsvoll genug und machte zudem Spaß. Aber privat zogs mich nach NRW, so tauschte ich diese unbefristete wieder gegen eine auf 5 Jahre befristete Stelle in einer Höheren Wasserbehörde. Da war ich dann Entgeltgruppe 11, das entspricht so 3200,- brutto, bei den vorigen beiden Stellen im ÖD immer Entgeltgruppe 10. Diese Stelle hab ich nach anderthalb Jahren gekündigt, aber nicht weil es mir keine Freude gemacht hat. Es wurd halt eine unbefristete Stelle in meiner Geburtsstadt angeboten und nach dem Bewerbungsgespräch hab ich den Zuschlag bekommen (gleiches Gehalt, unbefristet, Vollzeit). Ich denke, ich hab dieses auch angenommen, da ich hier sozusagen „geerdet“ bin und einfach keinen Bock mehr hab, dauernd der Arbeit „hinterherzuziehen“. Das ist schließlich schon meine 5. Stelle in 5 Jahren. So ein flexibler Lebenslauf ist ja heute nicht selten, aber bei mir lag das ganze wohl auch an meinem Alter und meiner Flexibiltät, sprich: Ungebundenheit. Bei einer Stelle wohl auch daran, dass ich weiblichen Geschlechts bin und ausdrücklich eine Frau gewünscht war. |
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