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Richard 19.05.2010 22:27

Fachabi oder Gymnasium
 
Hallo, ich bin der Meinung das ein Abitur auf dem Gymnasium ziemlich unnötig ist wenn man Architektur studieren will.
Zumal dort alle Fächer sowieso nicht so vertieft werden wie in einem Fachabitur.

Welches Fachabitur würde einen denn am besten auf ein Architekturstudium vorbereiten?

Ich würde mich über jeden Ratschlag freuen!

Lang 20.05.2010 16:17

AW: Fachabi oder Gymnasium
 
Fachabi -> Fachhoschulreife -> Studium an der FH

Abi -> allgemeine hochschulreife -> Studium an der FH oder Uni.

Master kannst du meines erachtens nach überall dranhängen.

habe selbst mit nem fachabi studiert, bei uns gab es damals die fachrichtung Bau.
war dann schon ein kleiner vorteil grade in baukonstruktion und statik und so. dann gab es auch noch design als fachrichtung, aber ich denke mit hochbau fährst du da besser.

die regelungen sind da aber von bundesland zu bundesland unterschiedlich, ich denke das internet oder die studienberatung bei der arbeitsagentur können dir da auskunft geben.

noone 21.05.2010 10:34

AW: Fachabi oder Gymnasium
 
Zitat:

Master kannst du meines erachtens nach überall dranhängen.
An den FHs sind Master oft mit sehr hohen Zugangsbeschränkungen verbunden, an Unis ist das weiterstudieren nachBachelor oft einfacher.

Zitat:

Hallo, ich bin der Meinung das ein Abitur auf dem Gymnasium ziemlich unnötig ist wenn man Architektur studieren will.
Zumal dort alle Fächer sowieso nicht so vertieft werden wie in einem Fachabitur.
Beide Abschlüsse sind für Architektur irrelevant. Einzig Mathe und Physik-Leistungskurse sind eventuell noch für die Statik von Vorteil. Sprach-Leistungskurse bieten sich auch an, weil oft Englisch- oder Französisch für internationale Stellen gefordert wird.

Der Hauptunterschied zwischen den beiden Studienwegen liegt darin, dass man für Karrieren im öffentlichen Dienst sowie Akademische Laufbahn mit FH-Abschluss niedriger eingestuft wird.


Wenn Dir die Möglichkeit offen steht, ein Abi zu machen, würde ich das auf jeden Fall tun, weil Du dann die allgemeine Hochschulreife hast, und dich auch im Studium noch unbeschränkt umorientieren kannst, falls Architektur doch nicht dein Ding ist.

Archimedes 25.05.2010 09:21

AW: Fachabi oder Gymnasium
 
Durch die BA/MA-Regelung geht ich davon aus, daß die (unberechtigte) Benachteiligung von FH-Studenten im öffentlichen Dienst auch bald der Vergangenheit angehören wird. Wobei öffentlicher Dienst ohnehin nicht das Primärziel sein sollte, wenn man sich als Architekt unabhängig und erfolgreich engagieren möchte.

Grundsätzlich ist Fach-Abi sicher OK, wenn Du ziemlich genau weißt, wie Dein weiterer Werdegang sein soll. Du kannst dann im Anschluß an eine Lehre, die ebenfalls in die Richtung Deines späteren Studiums weisen sollte, ein spezielles Fachabi z.B. im Bereich Bautechnik oder Gestaltung machen. Dort wird viel unterrichtet, was Du ohnehin später benötigst. Alternativ kannst Du auch ein Abitur im technischen Bereich machen, welches allgemein anerkannt ist und Dir Zugang zu allen Studiengängen und Hochschulen ermöglicht.
Letztlich mußt Du es entscheiden, aber wenn Du Dir in jungen Jahren schon sicher bist, daß Du in die Richtung Architektur gehen möchtest würde ich folgenden Weg empfehlen:

- mittlere Reife
- verkürzte Lehre (2,5 Jahre) als Bauzeichner, Betonbauer, Maurer, Zimmermann oder Schreiner (es gibt auch noch andere Möglichkeiten)
- Wehrdienst/Zivildienst, falls Du nicht drumherum kommst
- 1-jähriges Fachabitur im Bereich Bautechnik oder Gestaltung
- 3-jähriger Bachelor für Architektur an einer "guten" FH
- nebenher Jobben in Architekturbüros und evtl. zusätzliche Sprachkurse
- evtl. Assi bei einem Lehrbeauftragen/Prof.
- Schwerpunkt/Stärken finden und vertiefen
- Stipendienmöglichkeiten ausloten und nutzen
- Auslandspraktikum während dem Studium
- Teilnahme an Studentenwettbewerben
- 2-jähriger Master an einer anderen Hochschule, evtl. im EU-Ausland

So ein Lebenslauf bringt Dir gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Durch Deine vorherige Ausbildung hast Du bereits einen Abschluß und kannst damit jederzeit nebenher arbeiten. Du kannst später durch Berufserfahrung punkten.


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