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-   -   Master in Kassel?!? (https://www.tektorum.de/studium-ausbildung/7239-master-kassel.html)

felix24 06.03.2011 17:50

Master in Kassel?!?
 
Hallo zusammen,

ich bin momentan damit beschäftigt mich über Master-Angebote an Hochschulen zu informieren.
Jetzt bin ich auf die Seite der Uni-Kassel gestoßen und fand den Master in Architektur sehr ansprechend.
Studiert zufällig jemand von euch in Kassel oder hat dort studiert?
Bin für jegliche Erfahrungen dankbar.

Gruß

Ange 15.03.2011 16:41

AW: Master in Kassel?!?
 
Hey ,

also ich studiere zur Zeit in Kassel Architektur im 3 ten Semester und kann dir die Uni nur empfehlen. es ist super hier und vorallem hast du sehr nahen kontakt zu den profs.
bei weiteren fragen, kann ich dir natürlich gerne weiterhelfen

lg

Cruiser 16.03.2011 13:15

AW: Master in Kassel?!?
 
Also ich finde es ja immer wieder komisch, wenn ich hier so lese. Über nahezu jede Uni wird geschrieben, wie gut sie ist.
Derweil müsste man hier auch mal Kriterien nennen!!!

Also wenn es drum geht bunte Bilder zu malen, dann ist Dresden sicher auch eine gute Uni für Architektur, bei CHE leider doch ganz weit unten. (Wurde mir übrigens auch von dort ansässigen Büros selbst bestätigt, dass die Absolventen nur wenig praxistauglich sind)

Denn was zählt ist doch am Ende der Praxisbezug, die Ausstattung, Lehrsituation und das was am Ende aus einem wird!
Und da kommen leider nur noch sehr wenige Unis in Frage. Vor allem in Richtung Praxisbezug - leider!

flash 16.03.2011 14:02

AW: Master in Kassel?!?
 
... auch wenn es nicht zum Thread-Thema passt:

@ Cruiser: Du hast sicher recht, dass eine pauschale Antwort darüber wie gut eine Uni ist wenig Wert hat. Rankings wie du schon erwähnt hast misstraue ich auch grundsätzlich und ziehe denen gegenüber persönliche Erfahrungsberichte wie auch Vor-Ort-Termin vor.

Allerdings stimme ich mit dir nicht unbedingt zu 100% mit dem Praxisbezug als das ausschlaggebende Kriterium überein und, da ich soeben fertig gewordener Absolvent besagter TU Dresden bin, dass die Absolventen jener Uni nur bunte Bildchen zeichnen können.

Prinzipiell wäre für mich nicht als erstes ausschlaggebend wie "praxistauglich" die Ausbildung ist, sondern zu was sie dich am Ende befähigt. Denn DIN-Normen und Bauanträge, Dichtungsfragen und VOB-Kram habe ich die nächsten Jahre im Büro eh vor mir und da kann ich mich auf Grund meiner Uni-Ausbildung leicht einarbeiten. Dieses technische Faktenwissen ist zwar vielleicht zunächst ein Grund weshalb man "nützlich" oder gar "attraktiv" für ein Büro ist, aber es ist noch lange keine Garant dafür, dass gute Architektur entsteht bzw. dass ich mit dem was ich an der Uni gerlernt habe, zufrieden mit dem bin, was durch meine Arbeit entsteht. Viel wichtiger ist es, so empfinde ich es jedenfalls, dass ich mir eine "Meinung" über "gute" Architektur machen konnte und Kriterien in der Hand habe, Dinge in einem größeren Rahmen sinnvoll zu bewerten als nur nach Kosten, Energieeffizienz oder gar Renditefähigkeit.

personal cheese 16.03.2011 21:52

AW: Master in Kassel?!?
 
Meiner Meinung nach stimmt das nur bedingt.

Es werden weit mehr Leute benötigt, die einen Entwurf baubar machen, als solche, die "im großen Rahmen bewerten". Wenn man dem 10. Absolventen erklären muss, wie eine Treppe konstruiert wird und welche Randbedingungen hier zu beachten sind, kommt es mir oft so vor, dass an den Hochschulen am Bedarf vorbei ausgebildet wird.

Cruiser 17.03.2011 11:56

AW: Master in Kassel?!?
 
Zitat:

Zitat von personal cheese (Beitrag 42993)
Es werden weit mehr Leute benötigt, die einen Entwurf baubar machen, als solche, die "im großen Rahmen bewerten". Wenn man dem 10. Absolventen erklären muss, wie eine Treppe konstruiert wird und welche Randbedingungen hier zu beachten sind, kommt es mir oft so vor, dass an den Hochschulen am Bedarf vorbei ausgebildet wird.

Genau das ist auch das, worauf ich hinaus wollte.

@flash: Ich kann das völlig nachvollziehen, dass du dich dann auch als Dresdner angegriffen fühlst - würde bei mir nicht anders sein. Aber wie schon gesagt mir wurde es in einem Bewerbungsgespräch in einem Dresdener Büro direkt so ins Gesicht gesagt. Und der Personaler war sehr erstaunt, als ich ihm dann gesagt habe, wie bei uns an der Uni die Entwürfe ablaufen. Denn wir machen genau die Sachen, die du schon angesprochen hast: VOB-Mengenermittlung, Ausschreibung, Bauantrag erstellen, alles rund um die DIN-276, Rahmenterminplanung, Kostenrahmen, Kostenschätzung, Kostenkontrolle, Rahmenterminplan, TGA Trassierung und alles rund um Energiekonzepte, Baubeschreibung, Mietkalkulation, Honorarermittlung, Branschutzpläne, amtliche Lagepläne usw... Und da ist man bei uns nicht zimperlich - wenn eine Brandschutztür "in den Fluchtweg aufgeht", dann ist das sofort Kritik... also da ist niemand penibel mit uns! Übrigends passieren solche Sachen bei uns schon im Bachelor - Im Master kann man sie weiter vertiefen, wenn man möchte.

Und ich versicher dir: Das hindert uns nicht daran auch gute Architektur zu machen - im Gegenteil: Erst das macht gute Architektur unter realistischen Bedingungen möglich!

flash 18.03.2011 21:59

AW: Master in Kassel?!?
 
@ Cruiser: Nun, da muss ich zunächst meinen Hut vor dir ziehen, denn diese Sachen waren während meines Studiums tatsächlich nicht Teil der Entwürfe (ab dem Hauptstudium), sondern immer nur von extra zu absolvierenden Fächern.
Ich will auch gar nicht bestreiten, dass das technische Wissen wichtig ist nur sehe ich es nicht als die "allererste Priorität", denn die liegt bei mir darin, dass ich weiß, warum ich etwas tue vor dem wie ich es tue.

@ personal cheese: Zum Thema Treppe konstruieren habe ich noch eine persönliche Anekdote. Ich musste meine erste im Praktikum planen. Ich hatte damals tatsächlich noch nicht so viel Ahnung davon, habe mich aber eingearbeitet und sie bis zur Ausführungszeichnung zusammen mit dem Statiker gebracht. Jetzt ist sie eingebaut und wird benutzt.
Mich hat der technische Input an unserer Uni auch immer etwas unbefriedigt gelassen und ich hatte mir deswegen zum Ziel gesetzt während meiner Praktika einschlägige Erfahrungen zu sammeln. Hängen geblieben ist mir dabei, dass man sich in alles einarbeiten kann und man keine Angst haben muss, denn so schlecht war das Studium nun doch nicht (ich würde übrigens lieber von Studium als von Ausbildung reden, was einen kleinen aber eindeutigen und wichtigen Unterschied macht).

personal cheese 18.03.2011 23:27

AW: Master in Kassel?!?
 
Das man sich in alles einarbeiten kann, will ich gar nicht bestreiten. Nur fehlt halt in der Praxis oft die Zeit, um vieles erst auszuprobieren. Die Vermittlung gewisser Grundkenntnisse sollten einfach im Studium mit dazugehören.
(Wikipedia meint übrigens wie ich, dass Studium eine Teilmenge von Ausbildung ist)


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