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Datum: 08.05.2013
Uhrzeit: 00:15
ID: 50070



Salzwasser Holzfassade

#1 (Permalink)
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moin,

wie reagiert langfristig Lärchenholz (Fassade, kesseldruckimprägniert) auf permanente Salzwassereinwirkung der Nordsee?

Wann ist mit einer Komplettsanierung der Fassade zu rechnen?

Grüße! bezett

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Datum: 03.06.2013
Uhrzeit: 16:04
ID: 50258



AW: Salzwasser Holzfassade

#2 (Permalink)
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Schwierige Frage.

Ich kann mir vorstellen, dass die Salze der Imprägnierung ausgewaschen werden.
Das wäre aber auch der einzige Effekt, der durch die salzhaltige Luft hervorgerufen würde, soweit mir bekannt ist.
Salze dringen zwar in Holz ein, deshalb lässt es sich ja eben mit Salzen imprägnieren. Das dadurch ein Schaden entstehen kann, ist mir nicht bekannt.

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Datum: 24.06.2013
Uhrzeit: 18:41
ID: 50340



AW: Salzwasser Holzfassade #3 (Permalink)
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ja, wahrscheinlich ist die dauerhafte Feuchte durch häufigen Regen/Gischt fürs Holz direkt an der Küste schädlicher als speziell das Salzwasser.
Schwarzschimmel ist wahrscheinlich.

Ein Süddeutscher erwähnte, daß die Holzlobby bei ihm sehr viel größer/engagierter/erfahrener wäre als im Norden, weshalb es dort sehr viel mehr Holzfassaden/Holzhäsuser gäbe, die über lange Zeit anständig altern.

also viel weniger das Wetter als fachlicher Unverstand führt zu den vielen heruntergekommenen Holzfassaden im Norden... ?

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Datum: 24.06.2013
Uhrzeit: 19:00
ID: 50344



AW: Salzwasser Holzfassade #4 (Permalink)
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Was das fachliche angeht: im Norden gelten die gleichen Normen wie im Süden

Nach diesen Normen wird z.B. ein Holzbalken je nach Einbauort in Nutzungsklassen eingeteilt, welche in Abhängigkeit von der klimatischen Belastung/Exposition des Holzes gewählt werden.
Zitat aus der DIN 1052:2008 (zurückgezogen - ist aber in aktuellen Normen nicht anders geregelt - hier geht es primär um die statischen Eigenschaften in Abhängigkeit vom Klima):

(1) Holzbauwerke müssen wegen der physikalischen Eigenschaften der Holzbaustoffe bestimmten Nutzungsklassen (NKL) zugewiesen werden, die die klimatischen Verhältnisse der Umgebung des Bauwerkes während seiner Nutzungsdauer kennzeichnen. Das System der Nutzungsklassen ist hauptsächlich zur Zuordnung von Festigkeitswerten und zur Berechnung von Verformungen unter festgelegten Umweltbedingungen notwendig. Vereinfachend werden die drei folgenden Nutzungsklassen festgelegt:
(2) Nutzungsklasse 1. Sie ist gekennzeichnet durch eine Holzfeuchte, die einer Temperatur von 20 °C und einer relativen Luftfeuchte der umgebenden Luft entspricht, die nur für einige Wochen je Jahr einen Wert von 65 % übersteigt, z. B. in allseitig geschlossenen und beheizten Bauwerken.
(3) Nutzungsklasse 2. Sie ist gekennzeichnet durch eine Holzfeuchte, die einer Temperatur von 20 °C und einer relativen Luftfeuchte der umgebenden Luft entspricht, die nur für einige Wochen je Jahr einen Wert von 85 % übersteigt, z. B. bei überdachten offenen Bauwerken.
(4) Nutzungsklasse 3. Sie erfasst Klimabedingungen, die zu höheren Holzfeuchten führen als in Nutzungsklasse 2 angegeben, z. B. für Konstruktionen, die der Witterung ausgesetzt sind.
ANMERKUNG In Ausnahmefällen können auch überdachte Bauteile in die Nutzungsklasse 3 einzustufen sein.

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bezett: Offline


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Datum: 27.06.2013
Uhrzeit: 00:59
ID: 50367



AW: Salzwasser Holzfassade #5 (Permalink)
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Die Hamburger Holzfassaden halten sich nur nicht an Normen und Verordnungen.
Sie sehen spätestens kurz nach Gewähleistungsende einfach heruntergekommen aus.
Fassaden aus Lamellen oder Holzwerkstoffplatten sind Wartungsfassaden.
Wird im Süden häufiger die Fassade erneuert und sind sie tatsächlich nach Jahren noch ohne äußerlichen Mangel, wie mir berichtet wurde (Größe/Nutzung/Standort einmal ausgeklammert)

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