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Kolumba: Offline


Kolumba is on a distinguished road

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Datum: 28.09.2018
Uhrzeit: 16:54
ID: 56985



Aufwachen!!!!!!!!! - Gehälter über 5.000 € brutto

#1 (Permalink)
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Hallo,

ich bin wieder da.

Fast alle Architekten sind Eigenbrötler. Das lernt man schon im Studium. Teamarbeiten sind aufgrund dessen das jeder seine eigenen Vorstellungen von einer gelungenen Zusammenarbeit hat kaum möglich. Dementsprechend gibt es auch unter angestellten kaum einen Zusammenhalt. Weshalb sich solche Dinge die ich jetzt hier offiziell Verkünden werde, vielen nicht bekannt sind.

Was ich euch jetzt erzähle wird den meisten Büroinhaber nicht schmecken. Weil es stimmt.

Die meisten Büroinhaber gerade in unserer Branche sind es gewohnt Aufgrund der Vergangenheit Ihre Mitarbeiter auszubeuten oder nach Belieben rauszuschmeißen. Der Mitarbeiter möchte Pünktlich Feierabend mache oder hatte die Frechheit nach zwei Jahren eine Gehaltserhöhung zu verlangen, und schon war man draußen. Habe ich alles schon miterlebt.

Zum Glück haben diese Büros weniger als 11 Mitarbeiter, darauf wird wert gelegt, denn sonst könnte man das nicht so einfach machen. Und zum Glück sind diese Zeiten vorbei, für alle die es noch nicht mitbekommen haben. Es gibt immer weniger Architekten auf dem Markt und immer mehr Projekte. So das mittlerweile ein Ungleichgewicht in Exakt der gegenteiligen Richtung der Fall ist.

ES WIRD HÄNDERINGENT NACH ARCHITEKTEN GESUCHT!!!!

Ich habe mit meinen 7 Jahren Berufserfahrungen in NRW bis zu 5800€ brutto verdient, und hatte fast wöchentlich eine neue Anfrage. Ob als Planer oder Bauleiter, das machte kaum einen unterscheid.

Viele Büros sind damit beschäftigt Bauherren hinzuhalten damit diese aufgrund der langen Wartezeiten nicht abspringen. Andere wiederum lehnen von vornerein sogar Großprojekte ab.
Dennoch habe Kollegen kennengelernt die mit über 25 Jahren Berufserfahrung von der aktuellen Entwicklung nichts mitbekommen haben, und für lächerliche 3.400 € Brutto arbeiten. Mir ist die Kinnlade heruntergefallen als ich das gehört habe.

Es ist nun mal Fakt das gerade für die großen Büros mit Projekten in zweistelliger Millionenhöhe welche in den LP 1-8 auch Millionen abwerfen, kaum was ausmachen würde Ihren angestellten von heute auf morgen das doppelte und sogar das Dreifache des Gesamteinkommens zu zahlen. Es sind exakt diese Büros die, bevor sie Ihren angestellten einen angemessenes Einkommen ermöglichen, lieber auf Projekte und damit auf Geld verzichten. Denn genau das ist es was passiert wenn man der Nachfrage nicht mehr gerecht wird. Aber wer braucht schon von denen noch mehr Geld.

Es ist wie ein ungeschriebenen Gesetz, "Zahlt euren angestellten um Gottes willen nicht das was Ihnen zusteht, denn es könnte ja bald wieder eine flaute geben. Und dann wären alle überbezahlt." Dazu kann ich nur eins sagen, die Projekte die uns in Deutschland bevorstehen werden wir in diesem Tempo die nächsten 10 Jahre nicht abarbeiten.

Also lieber Zuhörer, AUFWACHEN...

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dimi: Offline


dimi is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 30.09.2018
Uhrzeit: 12:01
ID: 56988



AW: Aufwachen!!!!!!!!!

#2 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Kolumba Beitrag anzeigen

Ich habe mit meinen 7 Jahren Berufserfahrungen in NRW bis zu 5800€ brutto verdient, und hatte fast wöchentlich eine neue Anfrage. Ob als Planer oder Bauleiter, das machte kaum einen unterscheid.
Hast Du 5.800 € als Angestellter oder als freier Mitarbeiter bekommen?
Und was bedeutet "bis zu"?
Hast Du nach 5 Jahren einen Job für 2 Monate gehabt, wo dir diese Summe gezahlt wurde oder ist das dein jetziges reguläres Gehalt?

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Beitrag
Datum: 01.10.2018
Uhrzeit: 23:49
ID: 56990



AW: Aufwachen!!!!!!!!! - Gehälter über 5.000 € brutto #3 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Kolumba Beitrag anzeigen


Es ist nun mal Fakt das gerade für die großen Büros mit Projekten in zweistelliger Millionenhöhe welche in den LP 1-8 auch Millionen abwerfen, kaum was ausmachen würde Ihren angestellten von heute auf morgen das doppelte und sogar das Dreifache des Gesamteinkommens zu zahlen. Es sind exakt diese Büros die, bevor sie Ihren angestellten einen angemessenes Einkommen ermöglichen, lieber auf Projekte und damit auf Geld verzichten. Denn genau das ist es was passiert wenn man der Nachfrage nicht mehr gerecht wird. Aber wer braucht schon von denen noch mehr Geld.
Hallo Kolumba,

Dein Ansatz ist ganz richtig, die Ausführung aber etwas populistisch.

Klar muss sein, dass ein Büro mehr als das Gehalt eines Mitarbeiters zahlen muss. Der Gemeinfaktor zum Gehalt liegt laut AHO bei ca. 2,4 für ein Büro zwischen 11 und 50 Mitarbeitern.
Bei einem Monatsgehalt von 5800 €, kostet der Mitarbeiter folglich rund 14.000 €.

Wenn wir nun mal ein Projekt annehmen:
KG 300 = 7.000.000 €
KG 400 = 3.000.000 €
Honorarzone III, Mindestsatz
5% NK

Dann ergibt sich ein Honorar von ca. 880.000 €. Ein Unternehmer sollte hier mind. 10% Risiko und Gewinn gedanklich einkalkulieren, dann bleiben also 800.000 € übrig, die man für die Personalkosten (inkl. Gemeinkosten) ausgeben kann.

Gehen wir davon aus, dass diese Projekt innerhalb von 3 Jahren, also 36 Monaten)von der Planung bis zur Bauumsetzung realisiert werden kann - m.E. Schon echt sportlich - dann stehen 22.000 € pro Monat für Personal zur Verfügung. Das wären 1,5 Mitarbeiter mit einem Gehalt von 5800 €.

Realistisch betrachtet, ist dieses Projekt so aber nicht zu stemmen.
Allein in der Bauphase würde ein Bauleiter dies alleine mit Mühe und Not vielleicht gestemmt bekommen, aber nur mit der LP5 e+f Begleitung durch den planenden Architekten.

Für die Planung wäre ein Projektleiter, einen Mitarbeiter (mind. 3 Jahre Berufserfahrung) und einen guter Studenten oder Berufsanfänger m.E. eine sinnvolle Aufstellung - ggf. mit einer Phasenweisen Ergänzung. - Fragt sich, ob die verbleibenden 3.333 € Bruttolohn ( 22.000 € - 14.000 € = 8.000 € / 2,4 GKF) , denn der Pojektleiter kostest ja in dieser Diskussion das Büro bereits 14.000 €, eine faire Bezahlung für den Mitarbeiter und Studenten ermöglichen...
__________________
Florian Illenberger

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Geändert von Florian (03.10.2018 um 10:04 Uhr).

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