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| Registrierter Nutzer Registriert seit: 19.07.2014
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liz_aka_09: Offline
Beitrag Datum: 22.12.2014 Uhrzeit: 17:16 ID: 53693 | Social Bookmarks: Vielen Dank für die Antwort. Das Gerücht habe ich von einem Versicherungsberater und einer Kollegin gehört. Wie auch immer die Anfrage beim beiden Versorgungswerken ist schon durch. Ich habe beide Möglichkeiten entweder ins Berliner wechseln oder im Bayerischen bleiben. Die bereits eingezahlten Beträge im Bayerischen Versorgungswerk sind nicht übertragbar. |
| ehem. Benutzer Registriert seit: 16.04.2013
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Micha-H: Offline
Ort: München Beitrag Datum: 23.12.2014 Uhrzeit: 11:06 ID: 53694 | Social Bookmarks: Die Architektenversorgung Berlin / Brandenburg ist recht klein, das ist schon recht. Ob an dem Gerücht etwas dran ist wird sich zeigen. Welche Vorteile erhoffst du dir denn durch einen Wechsel? Wenn ich es richtig im Kopf habe, ist der Rechnungszins in Bayern mit 3,5% ( Neumitglieder 2,5% ) etwas niedriger als in Berlin. Aber diesbezüglich wird sich aufgrund der aktuellen niedrigen Zinsen in den nächsten Jahren noch viel tun und wahrscheinlich alle Versorgungswerke werden Absenkungen hinnehmen müssen. |
| Social Bookmarks: Durch die Niedrigzinsphase, die bereits einige Jahre andauert, können auch die Versogrungswerke nicht mehr die Rendite versprechen, die noch vor Jahren in Aussicht gestellt wurde. Beim Versorgungswerk Bayern treten ab 01.01.15 Änderungen in Kraft, die aus meiner Sicht die Altersbezüge kräftig senken können. Ich habe schon viele Beiträge in das Versorgungswerk geleistet und glaube nach wie vor, dass es am Ende mehr bringt als die gesetzliche Rentenkasse. Ich befürchte allerdings, dass es bis zu meinem Renteneintritt in schätzungsweise 30 Jahren noch viele gesetzliche Veränderungen geben wird und der Staat, wegen lange vernachlässigter Rentenreformen und leerer Kassen, irgendwann auch Hand an das Ersparte der Versorgungswerke legen wird. | |
| ehem. Benutzer Registriert seit: 16.04.2013
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Micha-H: Offline
Ort: München Beitrag Datum: 23.12.2014 Uhrzeit: 12:10 ID: 53696 | Social Bookmarks: Du spielst auf die Umstellung hin zum Rentenbemessungsfaktor an. Soweit wollte ich in meiner vorherigen Antwort nicht ausholen, aber du hast vollkommen recht. Die Einschnitte und Kürzungen werden noch sehr deutlich ausfallen. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass ein Versorgungswerk mehr erbringen kann als die gesetzliche Rentenversicherung. Das kann sich aber auch ändern, wenn die niedrigen Zinsen noch einige Jahre anhalten. Die gesetzliche Rentenversicherung ist umlage- und steuerfinanziert, also nicht auf Zinsen angewiesen. Sämtliche Versorgungswerke sind jedoch davon abhängig. Ein wichtiger Grund, weshalb die Lsitungen in der Vergangeheit besser waren und dies nicht für die Zukunft gelten muss. Mit der Satzungsänderung zum 01.01.2015 ist aber schon ein ganz großer Schritt zur Gleichstellung unternommen worden. Zudem wird darin ausdrücklich darauf hingewiesen, dass "ausdrücklich die Möglichkeit von Kürzungen oder Änderungen, sofern dies durch die Entwicklung an den Kapitalmärkten erforderlich werden sollte" wahrgenommen werden kann und muss. Je länger die niedrigen Zinsen anhalten, desto wahrscheinlicher wird dieses Szenario. Informieren und eine eigene Meinung darüber bilden, sollte sich allerdings jeder selbst. |
| Social Bookmarks: Ja, ich habe die Änderungen bzgl. Rentenbemessungsfaktor gemeint. Ich habe dort auch schon nachgefragt. Dieser Faktor kann nie über dem Wert 1,0 liegen, aber natürlich darunter. Minderung geht demnach, Erhöhung nicht. Das heisst auch, dass man sich bis unmittelbar zum Renteneintrittsalter über die Höhe der Rentenbezüge im Unklaren ist, denn wenn man seine Anwartschaft dann noch mit einem Bemessungsfaktor von 0,9 multipliziert bekommt, dann hat man gerademal 10% weniger. Ich empfehle das Anfordern einer Hochrechnung um zu sehen, wie sich das bei den theoretischen Beiträgen entwickelt. Ich bin ziemlich frustriert, wenn ich mir vor Augen führe, was nach ca. 37 Jahren Mitgliedschaft selbst bei der Einzahlung von Höchstbeiträgen für mich herauskommen würde. Klar, besser als nichts bzw. möglicherweise das was gesetzlich Versicherte erhalten, aber doch deutlich weniger, als wenn ich das gleiche Geld monatlich selbst sicher anlegen würde. Natürlich gehen hier auch Kosten für die Verwaltung verloren. | |
| ehem. Benutzer Registriert seit: 16.04.2013
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Micha-H: Offline
Ort: München Beitrag Datum: 23.12.2014 Uhrzeit: 14:29 ID: 53698 | Social Bookmarks: Absolut richtig. Man sollte sich vor Augen führen, dass die staatliche Rente - Versorgungswerke wie auch gesetzliche Rentenversicherung - eine Grundsicherung darstellt, mehr nicht. Natürlich ist das frustrierend, wenn man bedenkt was man dort jeden Monat einbezahlt. Ich empfehle hierzu einen Blick auf den jährlichen Rentenbescheid. Bei der dortigen Prognose die Inflation nicht zu vergessen, einfach mal einen Inflationsrechner googlen, um die Kaufkraft zum Renteneintritt zu erhalten. Und dieses Problem verschärft sich insbesondere bei Frauen, weil durch Erziehungszeiten die Beitragszeiten kürzer und wegen darauf häufig folgender Teilzeit die Beitragshöhen niedriger ausfallen. Traurigerweise liegt die Rente danach nicht selten auf Sozialhilfeniveau und die Satzungsänderung zum 01.01. trägt keinesfalls zur Besserung bei. |
| Social Bookmarks: 35 Jahre mit jährlichem Höchstbeitrag von rund 15.200 Euro ins Versorgungswerk bringen maximal rund 2.800 Euro monatliche Bruttorente im Alter, wenn nicht noch der Rentenanpassungsfaktor zuschlägt. Ziehst Du davon noch Krankenversicherung und Steuern ab, dann hast Du eine mit heute vergleichbare Rente von rund 1.200 Euro (inflationsbereinigt) übrig zum Leben. Nicht sonderlich viel, wenn man bedenkt, dass man dafür ca. 532.000 Euro insgesamt an Beiträgen eingezahlt hat. Wohlgemerkt beim Höchstbeitrag! Wer leistet den? Frustrierend... ![]() Sparst Du 15.000 Euro jedes Jahr selbst und legst sie mit durchschnittlich und konservativen 3,0 % Verzinsung sicher an (Aktien, Anleihen etc.) dann hast Du nach 35 Jahren 934.000 Euro angespart. Wenn Du diese dann weiterhin mit 3,0% verzinst, dann kannst Du Dir 20 Jahre lang jeden Monat 5.150 Euro auszahlen bis das Geld völlig aufgebraucht ist. Schade, dass man diese Möglichkeit nicht hat! | |
| Registrierter Nutzer Registriert seit: 19.07.2014
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liz_aka_09: Offline
Beitrag Datum: 26.12.2014 Uhrzeit: 17:35 ID: 53708 | Social Bookmarks: Ob es Vorteile gibt in das Versorgungswerk Berlin/ Brandenburg zu wechseln weiß ich eben nicht bzw. fallen mir keine ein. Ich werde wohl im Bayerischen bleiben um meine Einzahlungen an einer Stelle zu haben und mir den später evtl. anfallenden doppelten Papierkram zu ersparen. Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr |