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Und was heißt DIN zu den Wärmebrücken? Bisher musste ein Betonteil, dass mehr als 1m aus dem gedämmten Bereich auskragt nicht mehr gedämmt werden. D.h. z.B. eine 2m hohe Attika musste nur im ersten Meter gedämmt werden - gilt das dann nicht mehr???
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| Social Bookmarks: Hallo Florian, das mit der Wädä unter der Bodenplatte ist schon OK. Wir bauen in den letzten Jahren fast nur noch so um Wärmebrücken für Wohräume im Keller bzw. über der Bodenplatte zu vermeiden. Dafür gibts schon seit geraumer Zeit spezielle hochdruckfeste Perimeterdämmung (z.B: auch Styrodur). Die tragende Bodenplatte ist einfacher und kostengünstiger herzustellen als Frostschürzen bzw. Streifenfundamente und bietet darüberhinaus halt die Möglichkeit das Gebäude rundherum ohne Lücken zu dämmen. Versucht man den Übergang Wand-Bodenplatte anders wärmedämmtechnisch in den Griff zu bekommen muß man wesentlich mehr Aufwand betreiben und die Gefahr von Undichtigkeiten bzw. Baumängeln erhöht sich eher. Auch bei auskragenden außenluftberührenden Bauteilen würde ich immer versuchen die Dämmung komplett herumzuführen und nicht nur den einen Meter bzw. das Bauteil komplett thermisch abzutrennen durch z.B: einen Schöck Isokorb. Ansonsten hast Du immer einen gewissen Kühlrippeneffekt, der sich noch bis in das beheizte Volumen auswirkt. @Diego: Die Magerbetonschicht unter der Wärmedämmung könntest Du auch weglassen. Hier genügt eine 5 cm starke Sandschicht als Ausgleich. | |
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mika: Offline
Ort: Berlin Beitrag Datum: 14.10.2010 Uhrzeit: 17:44 ID: 41228 | Social Bookmarks: Zitat:
Ich habe das aber für ein Ammenmärchen gehalten, und aus physikalischer Sicht, ist das auch nicht richtig. Strom hört nach einem Meter auch nicht auf zu fließen, jedenfalls nicht wenn der Widerstand so gering ist, wie er für Wärme in Stahlbeton ist. Das Posting von Florian läßt mich allerdings doch vom Glauben abfallen. Sollte es sich doch nicht nur um eine allseits geduldete weil nützliche Architektenwahrheit handeln, sondern so sogar in einer DIN gestanden haben ? Und wenn das um 1978 vielleicht so gewesen sein sollte, steht so was immer noch in irgendeiner DIN ? In der Detail ist mir früher als ich die regelmäßig gelesen habe öfter aufgefallen, dass die Fassadenschnitte hinsichtlich Bauphysik bzw. Kältebrückenvermeidung nicht immer korrekt waren. Daher sind solche Vorlagen mit Vorsicht zu genießen. Da geht's oft mehr um eine schöne Darstellung, die eventuell schon in den Vorlagen aus den PR-Abteilungen des Architekturbüros nicht richtig waren. | |
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noone: Offline
Beitrag Datum: 18.10.2010 Uhrzeit: 14:23 ID: 41264 | Social Bookmarks: Zitat:
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| Social Bookmarks: Wieso soll das Quatsch sein? Der Wärmedurchgang eines Bauteils hängt doch sowohl von der Wärmeleitfähigkeiten des Materials sowie der Schichtdicke ab. Da kann die Wärmeleitfähigkeit von Beton im Vergleich zur Dämmung zwar 10x höher sein (also schlechte), wenn die Schichtdicke dafür aber auch 10x dicker ist, ist das Ergebnis doch das gleiche... Ob der eine Meter Beton bei den aktuellen Wärmeschutzanforderungen noch gültig ist, kann ich auf die Schnelle nicht sagen, aber im schlimmsten Fall sind es dann halt 1,2m oder so.
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mika: Offline
Ort: Berlin Beitrag Datum: 18.10.2010 Uhrzeit: 21:47 ID: 41269 | Social Bookmarks: Du brauchst 8,40m Normalbeton oder 4,00 Vollziegel als Equivalent für 16cm Dämmstoff WLG 040. Oder umgekehrt 1,0m Beton entspricht etwa 2cm Dämmung WLG 040. Das entspricht Faktor ca. Faktor 50 nicht nur 10. Wie sinnvoll ist dann die Aussage dass man nach 1m nicht mehr dämmen muss. Besonders wo kaum irgendwo noch weniger als 10cm gedämmt wird. Und dass ist dann auch meist schon WLG 035. |
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noone: Offline
Beitrag Datum: 19.10.2010 Uhrzeit: 00:47 ID: 41271 | Social Bookmarks: @ Florian: Wenn Du den Beton mit der 10fachen Stärke der Dämmschicht gleichsetzt mag das ja für die Wärmeleitfähigkeit stimmen, du vergisst aber trotzdem, dass diese 10x dickere gut Wärmeleitende sprich gut wärmespeichernde Schicht diese Wärmeenergie erst mal aus der raumseitigen warmen Luft abzieht. Es ist also nicht richtig, zu meinen, dass eine 10x dickere Betonschicht mit der Dämmung gleichzusetzen ist. |
| Social Bookmarks: Das ist richtig, spielt aber meines Erachtens kaum eine Rolle für diese Diskussion. Die Wärme bleibt sozusagen auf dem halben Weg stecken. D.h. am Ende ist der Beton innen genauso warm wie die umliegenden, gedämmten Flächen. Der von Dir beschriebene Effekt würde dann zu einem Problem werden, wenn ein Gebäude nur einmal pro Woche in Betrieb genommen werden würde und die restliche Zeit die gleiche Umgebungstemperatur innen und außen herrschen würde. Dafür kenne ich aber erstmal keine Beispiele in Deutschland.
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Kieler: Offline
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Hochschule/AG: Architekt Beitrag Datum: 19.10.2010 Uhrzeit: 09:21 ID: 41273 | Social Bookmarks: Zitat:
Wärmebrücke und "totlaufen" halte ich auch für einen irreführenden Ausdruck. Was aber eine hinreichende Überdämmung garantieren soll, ist Tauwasserfreiheit (>12,6°C) in der Ecke. Diese wäre auch bei weniger als einem m gegeben, im vorliegenden Fall sind es rechnerisch 17°C (bei 14 cm WLG035 an der Attika) Das ist glaube ich auch der Effekt, auf den Florian in seinem letzten Beitrag anspielt. Das unten gezeigte Beispiel ist übrigens in der "DIN 4108 Beiblatt 2 Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Wärmebrücken - Planungs- und Ausführungsbeispiele" nicht aufgeführt. Es müsste somit einzeln nachgewiesen werden. (Gleichwertigkeitsnachweis u.U. nach DIN EN ISO 10211-1 Wärmebrücken im Hochbau –Wärmeströme und Oberflächen- temperaturen –Detaillierte Berechnungen (ISO 10211:2007);Deutsche Fassung EN ISO 10211:2007) Geändert von Kieler (19.10.2010 um 09:40 Uhr). | |
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