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filo: Offline


filo is on a distinguished road

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Datum: 12.12.2005
Uhrzeit: 18:14
ID: 12300



Rohbauwert ermitteln

#1 (Permalink)
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Hallo, Ihr Lieben.

Wo finde ich schwarz auf weiß, dass für die Ermittlung von Rohbaukosten nur BRI a (überdacht und allseitig in voller Höhe umschlossen) genommen wird? Bin mir zwar ziemlich sicher, dass es so ist, aber wenn das in irgendeinem Gesetzbuch o.ä. steht, würde ich gerne wissen wo....

Danke sehr!

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Tobias: Offline

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Tobias is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 12.12.2005
Uhrzeit: 20:18
ID: 12301



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Soweit ich weiß, gibt es speziell zur Ermittlung von Rohbaukosten keine gesetzliche Grundlage. Es ist ja schon ohnehin sehr schwierig festzulegen, was alles zum Rohbau gehört (Erdarbeiten, Personalkosten etc.).

Generelle Grundlage zur Ermittlung von Baukosten ist die DIN 276 "Kosten im Hochbau". Hier gehören ganz klar die Kostengruppen 100, 200 und 300 zu den "Rohbaukosten", wobei bei 370 und 390 sicherlich ein paar Kosten "herausgerechnet" werden.

Gruß

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Beitrag
Datum: 12.12.2005
Uhrzeit: 20:44
ID: 12302



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Ich hätte jetzt auch gesagt, dass man die Rohbaukosten ausschließlich über die DIN276 vorab ermittelt und dafür die Mengen aus der Planung abgreifen muß. Das ist i.d.R. für eine erste Kostenschätzung - z.B. im Wettbewerb - auch recht schnell gemacht.
Für die Ermittlung der Mittel, die man als Bauherr für den Bau benötigt und ggf. bei der Ausschreibung (vorallem bei gedeckelten Bugets) vorgibt könnte ich mir aber vorstellen, dass es Richtwerte gibt, die sich am BRI orientieren.
__________________
Florian Illenberger

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Beitrag
Datum: 13.12.2005
Uhrzeit: 00:00
ID: 12303



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ich empfehle wärmstens das BKI Handbuch, Kostenplanung im Hochbau.

Man kann anhand vergleichbarer Objekte überschlägig rechnen, sollte eigentlich Standardwerk aller Architekten sein....


BKI Handbuch Kostenplanung im Hochbau
Grundlagen. Erläuterungen zu Normen: DIN 276, DIN 277, DIN 18960. Verfahren zur Kostenermittlung und -kontrollle. Beispiele zu Kostenermittlung, -kontrolle, -steuerung. Baukosten und Recht. Hrsg.: BKI
Hrsg.: Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern GmbH -BKI-, Stuttgart
2003, 297 S. m. Abb. 21 cm, Kartoniert/Broschiert
ISBN 3-481-01970-X | Verlagsges. Müller
EUR 69,–

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filo is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 13.12.2005
Uhrzeit: 09:39
ID: 12306



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Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt.....
Es geht mir darum, ob der Gesetzgeber irgendwo klipp und klar sagt, dass für die Rohbaukostenermittlung (fast) ausschließlich ----BRI a-----genommen wird... und wenn ja, wo?....

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Beitrag
Datum: 13.12.2005
Uhrzeit: 09:49
ID: 12307



BRI a #6 (Permalink)
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Als ich hab mal danach gesucht und bin leider nicht fündig geworden. Die Bauordnung im Bild von Weka gibt dazu nur die Auskunft, daß für die Berechnung des Rohbauwerts der BRI nach der DIN 277 zugrunde zulegen ist. Daß aber nur a) in Verhältnis zu setzten ist steht da nicht.

Habe aber überlegt, daß ja die Bauämter für ihr Gebührenerhebung den Rohbauwert wissen wollen bzw. selber ermitteln, die müssten es also wissen - mein Vorschlag : ruf doch in einem Amt an und frag Dich freundlich durch.
Meistens geben die gut Auskunft!
Viel Erfolg!

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filo is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 13.12.2005
Uhrzeit: 10:52
ID: 12308



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Das ist ja das problem, als ich mein Praktikum gemacht habe, habe ich mitbekommen, dass der Bauamt es mal so, mal so gemacht hat, und nun wollte ich ganz genau wissen, was richtig ist, und finde nix in den DIN´s. Wobei im Schneider ja schon steht, dass man fast nur BRI a benutzten soll. Die haben sich das ja auch nicht ausgedacht, es muss doch in irgendeiner DIN stehen! Oder zumindes dass für BRI a, BRI b und BRI c verschiedene Kosten anzusetzen sind...

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Beitrag
Datum: 13.12.2005
Uhrzeit: 21:03
ID: 12316



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ich würde die Rohbaukosten über Ausschreiben ermitteln. so kenne ich das aus dem Beruf. entweder du vergleichst mit Hilfe des BKI Handbuchs, wobei du dann die Kosten global vergleichen kannst.

Wenn du aber Gewerkespezifisch ermitteln willst, dann solltest du das über eine Ausschreibung tun, in die du dann Referenzpreise einsetzt. so kommst du am genauesten an die realen Kosten.

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filo is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 14.12.2005
Uhrzeit: 10:38
ID: 12333



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Vielen Dank für eure Antworten.
Leider geht es mir nicht darum, wie man in der Praxis möglichs genau die Kosten ermittelt, sondern was der gesetztgeber bezüglich Kostenschätzung mit ---BRI a--- sagt....Falls er etwas dazu sagt....
Trotzdem Danke.

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Beitrag
Datum: 14.12.2005
Uhrzeit: 11:47
ID: 12336



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Also das ist doch eigentlich in der Bauvorlagenverordnung geregelt.
In der von Schleswig-Holstein steht:
Zitat:
5. die Baukosten, die Kosten des m3 umbauten Raumes,


in der Niedersachsens:
Zitat:
(3) Die Baubeschreibung muß für die Gebührenermittlung eine
Berechnung des Brutto-Rauminhaltes nach DIN 277 Teil 1 oder Angaben über
den Rohbau- oder Herstellungswert der baulichen Anlagen
enthalten.
Das zweite Beispiel sagt ja nun doch Einiges aus, nämlich den Zweck und
dass es sich um BRI handelt, dieser ist wie dort auch erwähnt wird, in der DIN
277 definiert. Da kein a, b oder c auftaucht, kann man davon ausgehen, dass
der gesamte BRI gemeint ist.
Zur Erinnerung: Nicht zu berücksichtigende Rauminhalte oder Bauteile:
Fundamente, Kriechkeller, Stützpfeiler, Kellerlichtschacht, Eingangsstufen mit
Geländer, Eingangsüberdachung, Lichtkuppeln usw. (siehe DIN277 2.7)

meint
Matthias

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Beitrag
Datum: 14.12.2005
Uhrzeit: 12:03
ID: 12337



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Ganz interessant: der Rohbauwert wird ermittelt, damit nach

Verordnung über die Gebühren und Auslagen für Amtshandlungen der
Bauaufsicht (Baugebührenordnung - BauGO)


die Gebühren ermittelt werden können.


Hierzu

hinzufügt
Matthias

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Beitrag
Datum: 14.12.2005
Uhrzeit: 12:17
ID: 12339



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Ok, noch mal anders gefragt.
Beispiel: Ich habe ein 3 geschossiges Gebäude mit Luftgeschoss, Balkon, und sehr sehr großer Dachterrasse. Für den Bauantrag würde ich zur Kostenschätzung der Rohbaukosten die Tabelle des Durchschnittlichen Rohbauwertes je Kubikmeter Brutto-Rauminhalts nehmen. (genau wie der Bauamt). Nun würde ich allein vom logischen denken nur
--BRI a-- nehmen, denn sonst wären die Kosten durch BRI b und BRI c in diesem fall sehr stark verfälscht. Nun ermittelt das Bauamt die Rohbaukosten aber mit Kompletten BRI, weil 1. dadurch die Gebühren höher werden. 2.In der BauGO auch nur was über BRI steht, ohne aufteilung nach a, b und c.
Aber wie schon gesagt, allein vom logischen denken darf es doch nicht sein, darum habe ich mich, und euch, gefragt, ob es irgendeine vorschrift gibt, dass man zur Rohbaukostenschätzung überwiegend ---BRI a--- nehmen soll.

in der DIN 276 steht doch, dass man bei der Ermittlung der KG 300 als Bezugsgröße die BRI lt. DIN 277 nehmen soll. Und in der DIN 277 werden die BRI nach a, b und c aufgeteil. könnte man es nicht so interpretieren, dass der gesetzgeber vorgibt die kosten nach a, b und c aufgeteilt zu ermitteln?

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Beitrag
Datum: 14.12.2005
Uhrzeit: 13:03
ID: 12340



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OK, wir sind im Land der Auto und Fußball-Gleichnisse:
Wenn Du einen Autoverkäufer fragst was das Auto kostet, erwartest Du dann,
dass er Dir die Preise nach Fahrwerk, Maschine und Innenausstattung aufschlüsselt?
Interessant ist doch für Dich, nur ein Wert, nämlich der, den Du in den
Bauantrag einträgst.
Zusätzlich musst Du den BRI nach DIN 277 (also a, b, c) ja sowieso ermitteln,
gehört zu jedem Bauantrag.
Wenn man BRI a einträgt ist das nach meiner Einschätzung falsch, wenn Du
meinen Link verfolgst wirst Du doch die Ermittlung explizit nachvollziehen
können.
Ich weiß, Du möchtest gern eine Antwort wie: Ja das ist in der DIN ISO
Schlagmichtot Teil1: Ermittlung der Rohbauwerte in vierhundert Schritten in
Wort und Bild
geregelt

Ich hoffe, dass es so eine DIN/Verordnung nicht gibt!

meint
Matthias

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filo: Offline


filo is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 14.12.2005
Uhrzeit: 15:58
ID: 12343



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Dass ich alle BRI ermittel und eintrage ist klar, aber ich kann doch nicht alle BRI´s mit demselben wert multiplizieren, denn ein "luftraum", z.B. Bei sehr großer Dachterrasse mit Brüstung oder bei einem Luftgeschoss, kostet lange nicht dasselbe wie echter "umbauter Raum". Wenn bei meinem Haus genauso viel Luftraum vorhanden ist, wie "echten umbauten Raum", und ich, wie der Gesetzgeber es anscheinend verlangt, BRI-gesamt mit dem € multiplitiere, wird mein Haus lt. so einer Kostenschätzung wahrscheinlich das doppelte Kosten als in Wirklichkeit. Es kann mir ja egal sein, denn eine Echte kostenermittlung würde ich ja anders machen, aber der bauamt würde die gebühren verlangen, für ein doppelt so teueres bauvorhaben, wie wirklich geplant, und es kann doch wohl irgendwie nicht sein, oder?

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Beitrag
Datum: 14.12.2005
Uhrzeit: 17:07
ID: 12344



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lies Dir doch einfach mal das oben verlinkte Dokument durch...

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