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Ort: Berlin Beitrag Datum: 06.11.2004 Uhrzeit: 00:22 ID: 5306 | Social Bookmarks: Hi Jochen, Zitat:
In der DDR gab es ein Schulsystem das für alle von 10 Jahren Schule ausgegangen ist. Nur die beiden Klassenbesten hatten ein Anrecht auf ein Studium. Ausgenommen von dieser Regelung waren u.a. Kinder/Jugendliche deren Eltern nicht in der SED waren und/oder die selber nicht in der Jugenorganisation FDJ waren und/oder Christen waren und/oder deren Eltern in irgendeiner Form nicht systemkonform erschienen. Sollte man diese Hürde gemeistert haben, war die EOS (dem Abi vergleichbar) angesagt. Dieses widerum berechtigte zum Studium, sofern man in der Zwischenzeit sich gegenüber dem sozialistischen Vaterland nichts zu Schulden hat kommen lassen (s.o.). Sollte man auch die Hürde genommen haben, hat man, wenn man Glück hatte, den Studienplatz seiner Wahl in der Tasche und durfte studieren. Und nun zu den von dir angesprochenen "Vorteilen". Sofern man nicht in der Lage war sein Studium in der vorgeschriebenen Zeit + Verlängerung zu schaffen, fing einen der Staat auf. Zukunftsängste am Ende ohne Ausbildung dazustehen und auf der Straße zu landen, brauchte man nicht zu haben, da für diesen Fall eine Ausbilungsstelle in einem Betrieb sicher war. Zum anderen waren in der DDR Arbeiter in vielen Bereichen besser gestellt als Intelektuelle. D.h. dass es häufig vorkam, dass ein Arbeiter oder Bauer mehr verdiente, als jemand mit abgeschlossenem Studium. Aus diesem Grund, würde ich dich als "Wessi" eigentlich bitten - und zwar bevor du mit solchen hinkenden Vergleichen aufwartest - nicht nur Bruchstücke widerzugeben, sondern dich vorher mit der gesamten Materie zu beschäftigen. Gruß max | |
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