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lucky luke: Offline
Beitrag Datum: 03.09.2009 Uhrzeit: 23:56 ID: 35151 | Social Bookmarks: Hallo und Guten Abend , @ mika : Sie haben sich nun recht theoretisch zu der Gestaltung der Fassade des Hauses geäußert und sind zu dem Ergebis gelangt : QUOTE]Es geht um die Wirkung und die Verständlichkeit der Fassade. Fassaden dienen unter anderem auch der Orientierung, und die wird in der gezeigten Ansicht gestört.[/QUOTE] Dass die Gestaltung der Fassade hinsichtlich der Vorsprüng und dem darüber befindlichen abgeschleppten Dach nicht sehr elegant gelöst ist, möchte ich sicherlich nicht in Abrede stellen. Inwiefern die Orientiering durch die dargestellte Fassade gestört wird, ist mir jedoch nicht klar. Es handelt sich um Vorsprünge, in deren Mitte offensichtlich der Hauseingang zu finden ist. Welche Orientierung sollte daher gestört sein ? Im Übrigen verfügt das in dem von mir angehängten Video gezeigte Haus über zwei jeweils neben dem Eingangsbereich verbaute extreme Bruchsteinmauerstützen, die keinen raumgewinnenden Sinn ergeben, sondern höchstens, je nach Auge des Betrachters, einen ästhetischen Gesichtspunkt darstellen, der meiner Meinung nicht zu verachten ist. Aber könnte hierdurch nicht ebenfalls die Gefahr betsehen, dass die Orientierung gestört wird ? Sollte Ihrer Meinung nach eine Fassade bündig, d.h. ohne jegliche Vorsprünge gestaltet werden ? @ Frauky : Zitat:
Das Büro sowie die eingezeichnete Abstellkammer und der Warteraum sind , wie beriets von mir zuvor beschrieben, überflüssig geworden, sodass die hierdurch entstehende Fläche anderweitig genutzt werden kann. @ all : Durch einige hier enstandene Diskussionspunkte ( Lage des Gäste WCs, Himmelsausrichtung des Gebäudes, Größe der Wohnräume etc. ) habe ich in einer Buchhandlung einen Bildband studiert, der, laut Anpreisung, die weltweit schönsten Architektenhäuser in Bildern mit dazugehörigem Grundriss zeigt. ( Ich weiß, über Schönheit kann man trefflich streiten, jedoch gehe ich bei jenen Architekten zumindest davon aus, dass sie ihr Handwerk verstehen.) Nach Begutachtung der Grundrisse muss ich sagen, dass sich sehr viele der Architekten nicht an die hier angepriesene "Idealausrichtung" der Wohnräume, d.h. deren Lage nach Süden oder Süd-Westen, halten. Dies ist für mich aber auch vollkommen nachvollziehbar. Sollte man bei einem im Norden befindlichen / gelegenen Küsten-und Meerblick die Garage und die Abstellräume dort planen, nur, weil diese Ausrichtung für jene Räume an der Uni gelehrt wurde ? Dass eine Ausrichtung der Wohn-und Aufenthaltsräume nach Süden hinsichtlich der Wohnqualität und der Energieeffizienz ( bei großen Fensterfronten, zeitgemäßer Dämmung, kompakter Gebädehülle etc.) der Idealfall ist, ist mir selbst als absoluter Laie völlig klar. Meiner Meinung nach kommt es jedoch stets auf die Lage und Gegebenheiten des zu bebauenden Grundstücks im Einzelfall an. Im Übrigen ist mir bei diesen Grundrissen aufgefallen, dass die meisten Architekten, sogar bei den un- und außergewöhnichsten Geäuden die Gäste WCs in der Tat im Eingangsbereich geplant haben. Sicherlich eine Unsitte derer, die ihr Handwerk nicht richtig verstehen ;-) Aber wie bereits Jemand bemerkte, kann man über die Lage der Gäste WCs wohl weiter trefflich streiten.... Wenn es hinsichtlich der Grundrissplanung nicht mein Budget überschreiten würde, würde ich gerne jedem von Ihnen, der sich bisher an der Diskussion rege beteiligt hat, einen Auftrag zur Grundrissgestaltung erteilen, sofern jemand an dieser Aufgabe Interesse hätte und Ihm / Ihr die Ausgestaltung nicht zu gewöhnlich wäre.... Vielleicht hat der Ein oder Andere ja Interesse, mir einiege Referenzobjekt mitzuteilen, damit ich einen Eindruck hinsichtlich der entworfenen Objekte bekomme Freundliche Grüße, lucky luke | |
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k-roy: Offline
Beitrag Datum: 04.09.2009 Uhrzeit: 09:03 ID: 35152 | Social Bookmarks: das Haus muss einfach entworfen werden. jetzt zu sagen, man macht diese oder jene vorsprünge, wäre nicht richtig. wie gesagt, das ist eine richtige leistungsphase und kostet geld, dann wird´s auch schön. das gleiche gilt für den grundriss. habe auch das gefühl, dass sie den mit unseren kommentaren und ihren speziellen anforderungen auch selber bedarfsgerecht lösen können, da der ja wie gesagt schon ziemlich ausgearbeitet ist. |
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mika: Offline
Ort: Berlin Beitrag Datum: 04.09.2009 Uhrzeit: 11:36 ID: 35154 | Social Bookmarks: Zitat:
Die Traufe des Daches widerspricht jedoch dem Hervortreten des Eingangs. Wenn man sich das Dach wie eine Kopfbedeckung vorstellt, dann wirkt es so, als wolle die Kopfbedeckung im Gegenteil den Eingang verstecken. Man hat das Gefühl, hier nur geduckt eintreten zu können, auch wenn es 3m hoch wäre. In der Architektur geht es viel um Proportionen, weil jeder Mensch diese, wenn auch nicht unbedingt bewußt, wahr nimmt und sich an ihnen orientiert. Wenn man sich für einen hervortretenden Eingang entscheidet, dann sollte die Traufe diesem zumindest nicht widersprechen. Dass der Eingang daher unbedingt ein eigenes Dach mit höherer Traufe haben muss, will ich damit allerdings nicht sagen. Das müßte man eben entwerfen - also durch Studien heraus arbeiten oder gegenüberstellen. Da fällt mir ein, das die zehn Bücher der Architektur von Alberti eigentlich eine gute, wenn auch sehr umfangreiche, Lektüre für Sie sein könnten. Das ist so stark verinfacht gesagt der kompakte theoretische Teil des Architekturstudiums ohne jedoch die Abstraktion der angestrebten Einfachheit der Moderne. Polemisch könnte man sagen, dass ist das europäische Feng Shui der Architektur. (Feng spricht man übrigens Fong aus. Jeder Feng Shui Experte, der das nicht tut, ist ein Scharlatan. Ich bin allerdings keiner) Zu der Ausrichtung des Grundrisses, habe ich bereits gesagt, dass man dazu die Umgebung näher kennen müßte. Da reicht ein Auszug aus dem B-Plan oder dem Kataster nicht aus. In Städten sind z.B. die wenigsten Wohnungsgrundrisse so ausgerichtet, dass der Wohnbereich nach Südwesten weist. | |
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Beitrag Datum: 04.09.2009 Uhrzeit: 14:45 ID: 35156 | Social Bookmarks: Ich finde, die Hausidee ist angelehnt an den Typus eines nordfriesisches Bauernhaus mit Reebeindeckung. Typisch dafür ist die niedrige Eingangshöhensituation. Auch die gedrungende Form (Höheverhältnis von Dach zu Wand, Dachform-/größe) zeigt diesen Typ. Ich finde, ein nordfriesisches Bauernhaus sollte im Norden bleiben und nicht nach z.B. Güterloh transferiert werden. ![]() |
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Hochschule/AG: Architekt Beitrag Datum: 04.09.2009 Uhrzeit: 15:15 ID: 35157 | Social Bookmarks: nun wird´s aber skurril! |
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Beitrag Datum: 04.09.2009 Uhrzeit: 15:22 ID: 35158 | Social Bookmarks: |
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mika: Offline
Ort: Berlin Beitrag Datum: 04.09.2009 Uhrzeit: 17:22 ID: 35161 | Social Bookmarks: Zitat:
http://static.panoramio.com/photos/o...l/10334653.jpg http://www.hundepfotenwelt.de/kappeln/26.jpg | |
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Ort: Kiel
Hochschule/AG: Architekt Beitrag Datum: 04.09.2009 Uhrzeit: 18:52 ID: 35162 | Social Bookmarks: ich seh´ da nix was auch nur entfernt an ein nordfriesisches Haus erinnert, nicht an ein uthlandfriesisches, nicht an ein Geesthardenhaus und schon gar kein Gulfhaus... Das sind aus wie ein Bungalow aus´m Katalog! |
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