chr
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chr is on a distinguished road

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Datum: 14.06.2005
Uhrzeit: 12:13
ID: 9332



erste Berufserfahrung

#1 (Permalink)
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Hallo,

ich wollte mal meine erste Berufserfahrung als Absolvent hier schildern um mal ein paar Meinungen dazu von Leidensgenossen zu bekommen.

Ich habe mich vor ca. zwei Monaten auf eine Stellenanzeige eines Bonner Architekturbüros beworben. Ein paar Tage später kam die Absage, vor einer Woche bekam ich dann plötzlich einen Anruf des Büros, man wolle mich doch kennenlernen.
Also nach ca. 3 Monaten Absolventendasein mein erstes Vorstellungsgespräch, zunächst Freude, jedoch ein wenig Skepsis, da das Büro offensichtlich keine Homepage hatte auf der man sich ein bisschen informieren hätte können.
Trotzdem voller Zuversicht zum Vorstellungsgespräch gefahren, als ich ankam (Mittwochs ca. 13 Uhr) Verwunderung darüber das niemand in dem Büro arbeitete, naja dachte mir vielleicht alle in der Mittagspause. ( aber alle gleichzeitig?) - war schon komisch. Das Büro schien aber (auf den ersten Blick) gut eingerichtet zu sein und hatte schöne Räumlichkeiten.

Im Gespräch dann saß mir ein älterer Herr gegenüber ( schätzungsweise 75 ) , der Chef des Büros, der schon ein wenig gebrechlich schien und mir erzählte meine Diplomarbeit hätte ihm sehr gut gefallen und mich deswegen eingeladen.
Nach einiger Zeit des Gesprächs sagte er dann er habe bei mir ein gutes Gefühl und wäre an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert und ich könne am Montag schon anfangen. Auf die Frage zu den Konditionen sagte er, er müsse darüber nochmal nachdenken und würde das am Montag morgen mit mir abklären.
Fröhlich nach Hause gefahren und stolz darüber aus der Flut von Bewerbungen herausgestochen zu sein.
Am Montag morgen dann angekommen, wieder niemand da außer dem Chef, hmmm Zweifel... Das Büro in das ich dann geführt wurde, fiel direkt auf- 2 Nachkriegsrechner 386 er oder so, schon angegilbt und alles nicht angeschlossen, nirgendwo Aktenordner und die Zeichentische von anno Pief, sah alles aus wie kurz nach nem Umzug.
Auf die Frage nach den anderen Mitarbeitern, hat er rumgestottert der eine wäre krank, die andere hat gerade ein Baby bekommen und der nächste ist umgezogen. Auf die weitere Frage wie es denn jetzt mit den Konditionen aussieht, wieder Gestotter und die Aussage er wäre nicht dazu gekommen sich Gedanken zu machen, er würde es mir im Laufe der Woche dann mitteilen.
Meine Aufgabe dann: Mit einer Skizzenrolle und nem TK-Stift Grundrisse zu einer Bahnhofshalle zeichnen, bin jedoch nicht dazu gekommen, da er die ganze Zeit neben mir saß und sich Gedanken dazu gemacht hat, wie es aussehen sollte.
Das schien offensichtlich die einzige Aufgabe zu sein und da der Chef nichts anderes zu tun hatte als neben mir zu sitzen, wurde langsam klar, dass das Büro früher vielleicht mal gut lief, aber der gute Herr nur jemanden suchte der ihm bei seinem Mini-Auftrag hilft.

Ich habe ihn dann zur Rede gestellt, gesagt dass ich mir die Zusammenarbeit anders vorgestellt habe und bin am nächsten Tag nicht mehr gekommen - ich denke er hätte mir eh nichts bezahlt.

Ich denke auch ich hatte schon einige Vorgänger, die vermutlich ähnlich wie ich reagiert haben, deswegen hatte ich auch erst nach 2 Monaten das Vorstellungsgespräch, ich war wahrscheinlich die 5.-10. Wahl oder so, jetzt wird er wohl den nächsten anrufen.


Ich wollte das einfach mal hier schildern, vielleicht hat jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht.

Grüße,

chris

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Francis: Offline


Francis is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 14.06.2005
Uhrzeit: 14:00
ID: 9333



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Schon merkwürdig, also solche Erfahrungen habe ich bisher nicht gemacht :-)
Hab aber zudem auch noch nie ein Büro gesehen, in dem nicht mit aktuellen PCs gearbeitet wird...
und alte Chefs hatte ich auch noch nie.

Ich denke mal, das war absolute Ausnahme, viel Erfolg bei der weiteren Jobsuche ;-)

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gollum: Offline

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gollum is on a distinguished road

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Datum: 14.06.2005
Uhrzeit: 16:19
ID: 9336



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alte chefs hatte ich auch nicht wirklich. aber was ähnliches erlebt habe ich auch schon.
da wurde mir eine festanstellung angeboten. angeblich 3 bewerber in der
engeren auswahl. und um zwischen den drei bewerbern eine entscheidung
treffen zu können verlangte der gute herr eine art eignungstest.
ansichten und perspektiven zu einem einem kleinen einkaufszentrum.
natürlich hab ich auch brav diese aufgabe erledigt.
da mir das aber ein wenig suspekt vorkam habe ich über meine zeichnungen,
insbesondere bei den perspektiven eine art wasserzeichen drübergelegt,
welches man auch schwerlich mit photoshop wegbekommen würde.
tatsächlich wurde mir aber dann ein vertrag zunächst telefonisch angeboten mit durchaus akzeptablen konditionen.
als ich dann am ersten tag ins büro kam stellte sich allerdings heraus, dass es gar keinen arbeitsplatz für mich gab.
es gab zwei altersschwache rechner (an denen schon zwei leute saßen)
und in einer ecke einen leeren minni schreibtisch der meinen arbeitsplatz
darstellen sollte.
als ich dann fragte wie und woran ich denn bitteschön arbeiten sollte kam
die frage ob ich nicht privat einen rechner habe, den könnte ich dann mit ins büro bringen und daran dann arbeiten.
als ich dann auch noch nach meinem vertrag fragte hiess es der sei noch nicht fertig.
da ich schon über so manche ausbeutereien gelesen hatte, habe ich dreist
gesagt dass ich nicht meinen privatrechner fürs büro zur verfügung stellen
würde, und ohne vertrag in der tasche schon garnicht arbeiten würde.

und prompt kam die aussage: dann eben nicht. auf wiedersehen. und das wars dann...

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noone is a jewel in the rough noone is a jewel in the rough noone is a jewel in the rough noone is a jewel in the rough

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Datum: 14.06.2005
Uhrzeit: 19:35
ID: 9341



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nun ja, Ausbeuter gibt es leider zur Zeit en masse....... ohne Arbeitsplatz, sprich Rechner sollte man erst gar nicht anfangen. Und wenn man dann den Privatrechner mitbringt? Darf man dann auch mit einer illegalen Kopie arbeiten? nein Danke.

Ich persönlich habe von meinem Chef eine ähnliche Geschichte gehört, zu seiner Absolventenzeit Anfang der Achtziger. Unbezahlte Überstunden und Arbeit am Wochenende etc. Also wenn mit harten Bandagen gekämpft wird, sollte man mitziehen. Wenn man aus Not sich auf solche Angebote einlässt, ist zwar zunächst der Stress der Jobsuche mit allen psychologischen Belastungen vorbei, aber ein solcher Job kann sich eigentlich nicht bewähren. Entweder man arbeitet sich kaputt und vernachlässigt Privatleben, oder man merkt rechtzeitig, dass man ausgebeutet wird und der Jobstress beginnt von vorne.

Ich persönlich habe auch seit Frühjahr mein Diplom, habe mich aufs Erbrechen beworben, und ausser einem Angebot mit 1800€ sprich 12,50€ brutto die Stunde bei einem (Sehr) guten Büro habe ich bis jetzt noch nichts erreicht. (Und aus dem ist bisher auch noch nichts geworden)

Beworben habe ich mich aufs Erbrechen in Frankfurt, Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Freiburg, dem Saarland und bisher habe ich nichts ausser Absagen mit dem üblichen Tralala bekommen.

Ich denke, dass im Moment es einfach ein Roulette ist, sich im richtigen Moment bei einem Büro zu bewerben, das gerade den Bedarf hat, jemand einzustellen. Fähigkeiten scheinen wirklich keine grössere Rolle zu spielen, es sei denn man bewirbt sich bei den Top - Büros mit Heerscharen von Bewerbern. Dort brauch man sich ohne gewonne Studi Wettbewerbe dann wharscheinlich gar nicht erst bewerben.........

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Beitrag
Datum: 14.06.2005
Uhrzeit: 20:45
ID: 9345



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Ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, würde ich fast davon ausgehen, dass es für den Arbeitgeber riskanter ist, jemanden ohne Vertrag arbeiten zu lassen. Es ist arbeitsrechtlich nicht davon auszugehen, dass jemand für lau arbeitet. Arbeitet man nun ohne Vertrag, kann man davon ausgehen, dass man einen durchschnittlichen Stundenlohn bekommt. Für die geleitete Arbeit hat man auf jedenfall einen Lohnanspruch. Ohne Vertrag ist man sogar erstmal Freischaffend. Sprich, man könnte die später vorgelegten Vertragsbedingungen ablehnen und für die geleistet Arbeit einen Stundenloh so um die 30 - 40 EUR nehmen.
Natürlich müsste man das vermutlich vor Gericht durchsetzen - aber das am Ende zumindest ein Vergleich stattfindet ist meiner Ansicht nach anzunehmen.

Zum Thema eigener Rechner finde ich, dass das garnicht unbedingt ausgeschlossen werden sollte. Allerdings muß der Arbeitgeber einem dann gestatten privat zu Surfen und Emails zu empfangen - was sonst nicht mehr unbedingt erlaubt ist. Unter sochen umständen kann man dann auch etwas mehr Lohn verlangen, immerhin btingt man sein eigenes Arbeitsmaterial mit.

@noone: Was sprach den gegen einen Job bei einem sehr guten Büro für 1800 EUR? Ich wüsste nicht, wo Du in Deutschland anfangs mehr bekommst.
Nach einem Jahr oder vielleicht auch nach 6 Monaten kann man immernoch neu verhandeln. Wenn man gut ist, wird das Büro einem auch mehr zahlen. Und wenn man nicht mehr bekommt, hat man trotzdem (hoffentlich) was gelernt und einen guten Namen in den Referenzen.


Grüsse
Flo
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Datum: 14.06.2005
Uhrzeit: 21:33
ID: 9346



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Also den eigenen Rechner mitbringen, setzt doch auch voraus, dass man die software hat, und das ist doch gar nicht immer der Fall. Wer hat denn alle gängigen CAD-Programme in Vollversion (mit Studentenversion darf man ja nicht arbeiten).
Und das das Büro noch eine weitere Lizenz hat, aber keinen Rechner, halte ich für unwahrscheinlich.

1800 Euro finde ich wenig, würde es auch erstmal annehmen, wenns Spass macht und du was lernst, ok, sonst würde ich mich weiterbewerben.

Zum "üblichen Tralala", was ist das?
Ich habe mich noch nicht so viel beworben, kriege aber scheinbar das "unübliche Tralala" ich krieg nämlich nie meine Mappe zurück.
Immer kommt nur ein kleiner Brief, ich freue mich immer schon, weil ich denke, das wäre keine Absage, und dann steht da so nach dem Motto "haben einen geeigneterer Bewerber, aber später würden wir gerne auf Sie zurückgreifen".

Hoffentlich greift wirklich bald mal jemand auf mich zurück ;-)

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Datum: 14.06.2005
Uhrzeit: 21:47
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Zitat:
Originally posted by Francis
1800 Euro finde ich wenig,
Willkommen in der Realität.
Wenn hier jemand in den letzten zwei Jahre zu arbeiten angefangen hat und ohne vorher dort ein Praktikum o.ä. gemacht zu haben mehr als 1800 EUR bekommen hat, möge er/sie sich doch mal hier äussern.

Grüsse
Flo

P.S. übrigens nicht nur bei den Architekten - anderen geht auch nicht besser
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Florian Illenberger

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Datum: 14.06.2005
Uhrzeit: 21:57
ID: 9349



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Hallo ich melde mich :-)

Hatte bei einem Büro 2300 Euro verdient, hatte da kein Praktikum vorher gemacht, auch keine Beziehungen oder so, einfach mal beworben.

Ist aber schon ein länger her, wurde leider gekündigt, die hatten dann keine Aufträge mehr.

Danach nur noch freiberuflich.

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Datum: 14.06.2005
Uhrzeit: 22:07
ID: 9350



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War das Dein erster Arbeitgeber? Hat er Dir von Anfang an 2300 EUR geboten, oder hast Du in der Probezeit weniger bekommen?
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Florian Illenberger

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Flo is on a distinguished road

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Datum: 14.06.2005
Uhrzeit: 22:13
ID: 9351



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Zitat:
Originally posted by Florian

Zum Thema eigener Rechner finde ich, dass das garnicht unbedingt ausgeschlossen werden sollte. Allerdings muß der Arbeitgeber einem dann gestatten privat zu Surfen und Emails zu empfangen - was sonst nicht mehr unbedingt erlaubt ist. Unter sochen umständen kann man dann auch etwas mehr Lohn verlangen, immerhin btingt man sein eigenes Arbeitsmaterial mit.
Wenn die keinen Rechner für einen neuen Mitarbeiter haben, werden sie kaum die deutlich teurere CAD Software besitzen und mit Raubkopien arbeiten.
Aber auch ansonsten finde ich das sehr unseriös. Stell Dir mal vor, dass Büro geht pleite. Dann darfst Du unter Umständen dem Insolvenzverwalter erstmal glaubhaft machen, dass das dein pirvater Rechner ist. Na schönen Dank.

Florian

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Datum: 14.06.2005
Uhrzeit: 22:15
ID: 9352



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War mein erstes Büro nach dem Diplom, ohne Probezeit.

Naja, man muss dazu sagen, ich hab natürlich während dem Studium viel gearbeitet, hab diverse Praktika, Auslandserfahrung,Regelstudienzeit, Referenz vom Top-Büro, also deswegen vielleicht...

Hab mich ja bisher auch noch nicht viel beworben, und da meine Mappe ja immer gut ankommt (leider bisher ohne Jobangebot), bin ich noch recht zuversichtlich ;-)

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Datum: 15.06.2005
Uhrzeit: 00:13
ID: 9355



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also an mir hängt es nicht, ich hätte den Job angenommen, da auch das Büro sehr rennomiert ist. Leider war die Aussicht auf Anstellung wohl doch nicht so hundertprozentig....... was echt frustrierend ist, Hoffnung zu schüren um sie dann zu enttäuschen.

2300 ist nach den freiwilligen Tarifverträgen der Architekten normales Einsteigergehalt und wird auch z.B. im öffentlichen Dienst oder bei teilprivatisierten Wohnungsbaugesellschaften ohne weiteres gezahlt. Persönlich finde ich 12,50 die Stunde trotzdem für einen Ingenieur "mangelhaft". Will aber hier nicht wieder eine Grundsatzdiskussion um Gehälter lostreten die dann wie die letzte mit marcotica mit persönlichen Beleidigungen endet........

Punkto Rechner: ich würde niemals einen privaten Rechner zum Arbeiten benutzen, welches Büro stellt denn teure Software zur Verfügung und bietet noch nicht mal nen PC??? und wenn eine Original Software 20 mal aufgespielt wird ist das genauso illegal wie ne e-mule Kopie........


@Francis: also die Büros, die mir antworten (deutlich unter 50%) haben mir alle meine "Mappe" zurückgeschickt. Mit "tralala" bezeichne ich Aussagen wie "ihre unterlagen gefielen uns sehr gut" oder "sehr gute Arbeiten". Beurteilen kann und will ich diese Aussagen jedoch nicht - ist das Teil der Standard-Absage oder ist das eine Ernstgemeinte Beurteilung???

Und aufs "zurückgreifen" gebe ich auch nicht viel - wieviele greifen denn wirklich auf alte Bewerber zurück???


PS @ Florian: wie sieht es eigentlich bei dir aus? was hast du denn als Einsteiger bekommen? würde mich mal interessieren ob es in Berlin besser oder genauso schlecht aussieht.......

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Datum: 15.06.2005
Uhrzeit: 08:18
ID: 9359



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Zitat:
Originally posted by noone
PS @ Florian: wie sieht es eigentlich bei dir aus? was hast du denn als Einsteiger bekommen? würde mich mal interessieren ob es in Berlin besser oder genauso schlecht aussieht.......
Ich studiere noch und arbeite z.Zt. nebenbei - oder andersrum...
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Florian Illenberger

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Datum: 15.06.2005
Uhrzeit: 10:31
ID: 9360



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Also ich habe hier ganz unkonventionell meinen eigenen Rechner mitgebracht. Zum einen, weil ich zu Hause eh nicht dazu komme, mich noch dran zu setzen und hier in Rotterdam auch kein kostspieliges DSL für ein paar Monate anschaffen will. Hätte ich das Ding in den Keller zu meinen anderen Sachen gestellt, wäre er auch nicht besser geworden. Zwar hatte ich hier einen Arbeitsplatz mit Rechner, aber meiner war deutlich schneller, die Einbinfung ins Firmennetz recht unproblematisch. Die Software hatte das Büro entsprechend legal und ich kann sie für die Zeit meiner Anstellung benutzen. ArchiCad läuft ja eh über Dongel und eine feste Anzahl an Lizenzen.

Für mich war das die bessere Lösung. War allerdings auch mein Vorschlag und nicht Vorraussetzung. Ich habe eine gute Arbeitsgrundlage und kann dafür auch meine privaten Sachen hier regeln, wenn es nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt bzw. ich muß halt mein Pensum schaffen...
Mitlerweile haben hier alle schnelle Rechner und Flatscreens - ich hab auch einen neuen bekommen, sodass ich nicht das Gefühl bekommen könnte, ausgebeutet zu werden.

Ich würde sagen, das hängt immer von den Umständen ab. Grundsätzlich kosten halbwegs schnelle PCs ja nicht mehr viel. Die sollte sich ein Büro auch leisten können. Die Frage nach den Programmen finde ich relevanter, denn das kann in der Tat kein Büro ernsthaft in Erwägung ziehen.

Grüße,
Samy

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Datum: 15.06.2005
Uhrzeit: 10:55
ID: 9361



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Zum Thema Einstiegsgehälter will ich nochmal folgendes loswerden:

Hier im Kölner Raum ist die Situation so, dass einige Ex-Kommilitonen nach dem Diplom für 800 - 1300 € brutto bei min. 50 Std. pro Woche angefangen haben zu arbeiten, was für meine Begriffe einfach ein schlechter Witz ist. ( Die meisten sind aber noch arbeitslos )
Ein Kassierer bei Aldi bekommt für eine Halbtagsstelle mehr und ich glaube die Vorrausetzungen dort zu arbeiten dürfte nicht mehr als ein Hauptschulabschluss sein.
Kein Wunder das die Büros immer weniger zahlen wenn die "dummen" Absolventen bereit sind für solche Konditionen zu arbeiten. Die meisten Büros suchen sowieso nur noch "Praktikanten", die zwar am besten alle CAD-, Visualisierungs- und Illustrationsprogramme beherschen sollten, einschlägige Berufserfahrung in allen Leistungsphasen mitbringen und extrem belastbar, teamfähig und blablabla... ihr wisst was ich meine.

Ich weiss dass das Thema hier schon des öfteren diskutiert wurde, aber die Situation ist derartig frustrierend, das ich das nochmal loswerden wollte.

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