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Tobias is on a distinguished road

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Datum: 24.10.2003
Uhrzeit: 23:21
ID: 2584



Promotion zum Dr. ing. ??

#1 (Permalink)
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Abend zusammen,

ich spiele schon seit 1 Jahr mit dem Gedanken nach meinem Diplom evt. eine Promotion anzuschließen.
Die aktuelle Arbeitsmarktsituation bestärkt mich im Moment auch darin.
Da ich allerdings noch 3 Semester Zeit zum Überegen habe, möchte ich mich noch genauer informeren. Deshalb meine Fragen:

- hat jmd erfahrung mit Promotion in der Architektur; wenn ja, in welchen Fachgebieten ist eine Promotion normalerweise möglich

- wie lange dauert normal eine Promotion

- wie sehen die Arbeitsmarktaussiechten als promovierter "Architekt" aus, vor allem, da man als Dr. ing. ja für bestimmte Aufgaben nicht mehr beschäftigt wird.


Vielen Dank schonmal vorab für die Antworten.

Tobias Pascaly

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jcr
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jcr: Offline

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jcr is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 25.10.2003
Uhrzeit: 12:02
ID: 2586



Re: Promotion zum Dr. ing. ??

#2 (Permalink)
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Zitat:
Originally posted by tobi_KL
- hat jmd erfahrung mit Promotion in der Architektur; wenn ja, in welchen Fachgebieten ist eine Promotion normalerweise möglich
Traditionelles Feld ist die Baugeschichte, ich sehe an meiner Anstalt aber auch Promotionen in Haustechnik und Gebäudetechnologie ("Experimentelle Untersuchung zur Konstruktion von Doppelfassaden unter besonderer Berücksichtigung ihrer Bedeutung für den Energiehaushalt und der Möglichkeiten zur Nutzung von Umweltenergien"...) prinzipiell aber in allen wobei das bei Entwuf relativ wenig Sinn haben dürfte.
Zitat:
- wie lange dauert normal eine Promotion
Wenn Du und Doktorvater es schleifen lassen nach allem was ich höre nicht absehbar mit mäßigem Resultat. Wenn Dein Doktorvater Druck macht was bei mir wohl mal der Fall sein wird (wenn alles gut geht) max. 2-3 Jahre. Die Promotion ist ja eine Forschungsaufgabe mit dem dringenden Wunsch nach Veröffentlichung, und ein vernünftiger Doktorvater ist schon dahinter, daß was gescheites rauskommt weil dann auch sein Name mit drin steht.
Zitat:
- wie sehen die Arbeitsmarktaussiechten als promovierter "Architekt" aus, vor allem, da man als Dr. ing. ja für bestimmte Aufgaben nicht mehr beschäftigt wird.
Du bist dann vielleicht überqualifiziert.

jan

Geändert von jcr (25.10.2003 um 12:05 Uhr).

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Beitrag
Datum: 30.10.2003
Uhrzeit: 19:56
ID: 2615



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Hi,

ich selbst bin zwar (noch) nicht betroffen, aber an meinem Fachgebiet, Architekturtheorie, gibt es immer einige Doktoranden. Die beschäftigen sich dann mit der Aufarbeitung bestimmter theoretischer Themen oder Nachlässen o.ä.. Die Dauer der Promotionen scheint, wie jcr auch sagt, stark mit dem eigenen Drive und dem Interesse des Doktorvaters zu variieren. Ich kenne Leute, die praktisch in 2 Jahren fertig waren, aber auch solche, die seit mehr als fünf Jahren rumkrebsen. Die Baugeschichte und Denkmalforschung ist bei uns auch beliebt. Ansonsten gibt die Bauökonomie vielleicht noch ganz interessante Gebiete her, die sicher auch noch nicht so abgenudelt sind, d.h. in der man sich evt. etwas leichter tun, ein Thema zu finden, daß nicht schon wissenschaftlich abgearbeitet wurde.
Ich denke, die meisten Doktoranden im Theorie-bereich wollen später in die Lehre oder ihren Lebensunterhalt eher mit Veröffentlichungen bestreiten. Jedenfalls hört man, daß es tatsächlich schwierig ist, mit dieser Überqualifikation, einen "normalen" Job als Architekt zu bekommen... In technischen Fächern könnte ich mir vorstellen, daß es aber ein Vorteil ist.

Viel Erfolg.
Gruß,
Samy

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Registriert seit: 17.07.2003
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Tobias: Offline

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Tobias is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 04.11.2003
Uhrzeit: 11:59
ID: 2641



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schonmal vielen Dank für die Antworten. Die waren sehr hilfreich.
Wenn ich promoviere, wäre es eh im Bereich Baubetrieb, Baumanagement oder Gebäudetechnik ... Baugeschichte ist nicht so mein Ding.

Nochmals Danke.

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