| |
| Registrierter Nutzer Registriert seit: 22.12.2008
Beiträge: 492
k-roy: Offline
Beitrag Datum: 04.10.2009 Uhrzeit: 14:15 ID: 35674 | Social Bookmarks: Zitat:
1) Funktional sind Gartenhäuschen den Kellern weit überlegen, da ebenerdig und alle Geräte direkt am Einsatzort! Schon mal einen Mäher die Kellertreppe hochgeschleppt? 2) Bei den Kleinsiedlungen, die ich geplant habe, mußten aus Kostengründen/Käuferwunsch Gartenhäuschen zum Einsatz kommen, schade, daß sowas auf den Architekten zurückfällt, denn der SPielraum ist oft einfach nicht so groß. 3) Architekten und Bauprüf haben in diesem Fall einheitliche Schuppen (& Carports) vorgeschrieben, die sich dezent in die Gartengestaltung integrieren. Finde ich vertretbar. 4) Wildwuchs gibt es bei Eigentum, damit muß man Rechnen: Markisen/Rolläden, Sonnenschirme, Sichtschutzwände, Gewächshäuser, Grillanlagen sind einfach übliche, nicht steuerbare, individuelle Möblierungen, die ein Planer m.E. akzeptieren muß bzw oft nicht verhindern kann. | |
| Social Bookmarks: Bleiben wir doch noch bißchen Offtopic: ![]() Zitat:
Ein Keller ist frostfrei, aber gleichzeitig "kühl". Er eignet sich somit besser zum Lagern von allen möglichen Gegenständen, Flüssigkeiten und Vorräten. Für mich wichtig: Man schaut nicht immer drauf. Zitat:
Zitat:
Zitat:
Wenn ich dem Kunden keine ausreichenden Stauräume anbieten, muß ich zwangsläufig damit rechnen, daß er eine Baumarkt-Hütte in seinen Garten baut. Das kann natürlich immer pasieren. | |||||
| Registrierter Nutzer Registriert seit: 13.04.2005
Beiträge: 2.258
noone: Offline
Beitrag Datum: 05.10.2009 Uhrzeit: 12:06 ID: 35681 | Social Bookmarks: Tja das ist der Kern des Leidens der Architekten: die Häuslebauer "personalisieren" das soeben fertiggestellte Haus eben gerne. Ob jetzt Markisen, Sichtschutz, Gartenlauben oder welche "Spiesserutensilien" auch immer zum Einsatz kommen, meist ist es als Architekt eben nicht vorhersehbar, was der Bauherr sich im Laufe der Zeit alles noch einfallen lässt. Meiner Meinung nach ist es weitsichtiger, eine gute Laube miteinzuplanen, weil man davon ausgehen kann, dass eiin Bauherr das im Laufe der Jahre sowieso tun wird. Nochmals zum Thema renovieren: ob jetzt Einfamilienhäuser gebaut oder nicht gebaut werden, ist mir als Architekt inzwischen egal, denn die Mehrzahl der Häuser sind inwzischen sowieso nicht mehr "Architektenhäuser", und von der Architektur her sind die Häuser aus den 50, 60 und 70er Jahren den der 90er und 2000er haushoch überlegen, da damals noch alles aus Architektenhand stammt. Und Bauherren, bei denen man gute Architektur machen kann, werden auch nach wie vor ein Architektenhaus bauen. Wenn man z.B. durch ein Wohnviertel der 50er und 60er fährt, hat man das typische Satteldach-in-einer-Richtung-Spalierstehen entlang der Strasse. Siedlungen aus den 70ern (meiner Meinung nach die beste Architektur) haben das typische Bungalow-Flair und die 80er die typische Pultdach-Reihenhaus- Optik mit dem typischen braun-weissem Farbschema (Stichwort Eternitschindeln). Was bieten uns die 90er? Chaotisch-Desaströses Terracotta-Landhaus-Flair mit "individuellen" Häuser, die unterschiedlicher in Farb- und Formgebung nicht sein könnten. |
| Social Bookmarks: Zitat:
Richtig. Das ist nicht schön, aber nützlich für uns. Neben solchen Toscana-Stadtvilla-Erker-Prachtbauten fällt gute Architektur wieder wohltuend auf. Ich muß sagen, daß ich keinem max. 200.000 €-Häuslebauer mit romantisch-verklärtem Landhausgeschmack nachtrauere. Den Leuten kann man in der Regel nicht helfen und muß sie in die Hände der Fließbandhäuserproduzenten fallen lassen. Ist für die eigenen Nerven jedenfalls besser. | ||
| Registrierter Nutzer Registriert seit: 13.04.2005
Beiträge: 2.258
noone: Offline
Beitrag Datum: 07.10.2009 Uhrzeit: 14:01 ID: 35702 | Social Bookmarks: lol.... da hast Du Recht.... |
| Registriert seit: 22.02.2005
Beiträge: 2.336
Kieler: Offline
Ort: Kiel
Hochschule/AG: Architekt Beitrag Datum: 10.10.2009 Uhrzeit: 12:22 ID: 35729 | Social Bookmarks: Heute in der Beilage Arcguide gefunden (die Welt in Zahlen wird wohl langsam eine Moderubrik): Durchschnittlicher Preis eines EFH in Deutschland 2001: 224.000 € Durchschnittlicher Preis eines EFH in Deutschland 2008: 215.000 € Durchschnittlicher Preis eines EFH in Frankreich 2001: 172.000 € Durchschnittlicher Preis eines EFH in Frankreich 2008: 282.000 € @Archimedes: Du zitierst wie Du selbst sagst Zahlen von 2002 und passt die über einen irgendwie gefühlten Faktor an. Der EnEV einen Preisanstieg von 15% zuzuschreiben halte ich gelinde gesagt für gewagt, ob ich 8, 12 oder 14 cm Dämmung anbringe ist nicht gerade der Preistreiber. Die Fenster, die 2001 üblicherweise eingebaut wurden, durften nach EnEV 2007 auch noch eingebaut werden. Außerdem gibt es Länder in Europa, die uns im Dämmstandard in dem Zeitraum mindestens eine Dekade voraus waren. noones Einwand , dass auch in anderen Länder nicht nur für ein paar Jahre gebaut wird, sondern letzlich alle für die "Ewigkeit", halte ich für plausibel, es sei denn man vergleicht wirklich einfachen Hüttenbau mit unseren Bauten. |
| Social Bookmarks: Zitat:
Interessant finde ich die Zahlen aus Frankreich, weil dort der Schritt/die Entwicklung gegenüber Häusern von 2001 sicherlich ein größerer war, wie in Deutschland, wo seit Wärmeschutzverordnung 1995 schon relativ hochwertig gebaut wurde. Ich kann auch nicht sagen, ob die Fertighäuser und der Schlüsselfertig-Markt (Hans van Hansen und Co. ) in Frankreich so verbeitet sind wie in Deutschland. Dieser Markt ist in Deutschland in den letzten Jahren noch gewachsen und hat Architektenhäuser weiter zurückgedrängt. Das zeigt sich auch in den Kosten > es wird in der Gesamtmasse durchschnittlich etwas günstiger.Die genannten Zahlen sagen jedoch nichts. ohne die entsprechenden Hintergrundinformationen aus. Bei mir sind es "gefühlt" ca. 15% Preissteigerung. Ich hab mir noch nicht die Mühe gemacht, daß genauer zu ermitteln. Es können auch 13,8 % oder 18,4 % sein. Das war lediglich eine Circa-Angabe. Preise für Rohbau, Zimmermann, Fliesenleger sind in der Tat kaum gestiegen in dieser Zeit, aber die Preise für Gebäudetechnik und der Ausstattungsstandard, den die Kunden "erwarten". Heute bauen wir eigentlich nur noch Wärmepumpen ein, während vor ein paar Jahren auch noch Gas- und Ölheizungen vorkamen. Eine Lüftungsanlage ist fast schon Standard. Die Kunststofffenster haben 7, statt 5 Kammern und 3-fach statt 2-fach-Verglasung. Die Preise für Produkte aus Erdöl bzw. Rafinaten davon (Dämmung, Kunststoffprofile, etc.) sind vor 3 Jahren mal kräftig gestiegen, danach aber nicht mehr gefallen. Die Leute wollen teilweise Bussystem bei der Elektroinstallation oder eine Video-Sprechanlage. Im Bereich Sanitär wird deutlich mehr teuere Keramik und Armaturen verlangt. Läßt man diese ganzen Dinge außen vor, dann sind die Preise in der Tat kaum gestiegen seit 2002, zumindest bei qualitativ vergleichbaren Architektenhäusern. Wir sprechen dann vielleicht von 5-7% Preiserhöhung. Das wäre dann nicht mehr wie normale Inflation bzw. sogar noch weniger. Die Ansprüche an ein "Standard-Haus" sind aus meiner Sicht aber doch wesentlich gestiegen, daher meine Aussage: Ich bewerte das Standardhaus 2002 gegenüber dem Standardhaus 2008/2009 mit ca. 15% Preisunterschied. Geändert von Archimedes (11.10.2009 um 10:31 Uhr). | ||
| Social Bookmarks: Zitat:
Wer war denn zu diesem Zeitraum noch verrückter wie wir??? | ||
| Social Bookmarks: Erst wenn die letzte Fassade mit Dämmschaum zugequollen ist, die letzte Wärmebrücke zu Tode gedämmt wurde und die Konstruktionsflächen Eurer neuen Häuser die Wohnflächen übersteigen, werdet Ihr merken, daß man Styropor nicht so einfach beseitigen kann. ![]() ![]() ![]() | |
| Social Bookmarks: Ich denke, daß ich schon einige Punkte kritisch angemerkt habe: Hier kurz ein paar Stichpunkte: - hoher Verbrauch von Konstruktionsflächen, Verlust von Wohn- und Grundstücksfläche - Trennung/Recycling/Entsorgung der Dämmstoffe oft ungeklärt bzw. unzureichend erläutert - Gesamtenergiebilanz (Herstellung, Transport, Verarbeitung von Dämmstoffen) gegenüber zukünftigen Energieeinsparungen nicht in jedem Fall automatisch positiv, individuelle Prüfung wird i.d.R. vernachlässigt - kaum noch Speichermassen, fast nur noch Dämmmassen - fragwürdige Subventionen von Anlagentechnik und Dämmungen - ab gewissen Dämmstärken rechtfertigen/amortisieren sich die Investitionskosten durch Heizkosteneinsparungen nicht mehr - zu dichte Gebäude > dadurch machen sich kleine Mängel/Schwachpunkte sofort stark bemerkbar und können nicht mehr kompensiert werden, dadurch hoher technischer Aufwand für notwendige Frischluftversorgung, Bewohner müssen strenge Verhaltensregeln befolgen um Energieeinsparungen tatsächlich zu realsieren > das Haus diktiert die Nutzung und Bewohnbarkeit - die gesetzlichen Grundlagen zum Thema Wärmedämmung und Energieeffizienz werden zunehmend undurchsichtiger und machen den Eindruck, als ginge es nicht mehr in erster Linie um Energiesparen und Umwelt, sondern um den EInsatz und das Verkaufen von Dämmung und Technologie | |
| Registriert seit: 22.02.2005
Beiträge: 2.336
Kieler: Offline
Ort: Kiel
Hochschule/AG: Architekt Beitrag Datum: 15.10.2009 Uhrzeit: 10:42 ID: 35800 | Social Bookmarks: Sind Deine Einwände eigentlich gegen Dämmung im Allgemeinen oder explizit gegen Schäume und Komplizen, oder gegen sinnlose Maximaldämmung? |
| Registriert seit: 13.05.2003
Beiträge: 836
Jochen Vollmer: Offline
Ort: Kassel Beitrag Datum: 15.10.2009 Uhrzeit: 16:56 ID: 35806 | Social Bookmarks: Zitat:
befasst. Auch die (Video-)Ansprache von Prof. Pfeifer richtet sich nicht gegen Dämmung im Allgemeinen. Archimedes, wie auch Pfeifer spielen darauf an, dass die Komplexität der Zusammenhänge des Ökologischen Bauens auf Seite der Planer in ihren Grundlagen und Zusammenhängen unverstanden bleibt. Dafür gibt es diverse Gründe, z. B.:
__________________ jochenvollmer.de | |
Ähnliche Themen | ||||
| Thema | Autor | Architektur-Themenbereiche | Antworten | Letzter Beitrag |
| Rot/gelb in Schnitten und Ansichten | immaterial | Präsentation & Darstellung | 0 | 11.06.2009 12:30 |
| Schwarz wird nicht schwarz gedruckt - HILFE... | Samsarah | Präsentation & Darstellung | 16 | 25.08.2008 12:23 |
| Architekturbücher, die es bringen! | Francis | Entwurf & Theorie | 18 | 17.04.2007 14:31 |
| Wie Moos an die Wand bringen? | Sir_Quickly | Innenarchitektur & Design | 5 | 05.01.2006 20:03 |