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k-roy will become famous soon enough

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Datum: 16.10.2009
Uhrzeit: 00:19
ID: 35819



AW: Kann Schwarz-Gelb den erhofften Aufschwung in der Baubranche bringen?

#1 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von noone Beitrag anzeigen
Wir müssen weg von unserem üblichen Denkschema!
..... Genauso wenig hilfreich ist es, einen Dämmstoff wegen der Herstellungsverschmutzung zu kritisieren.
die ganzen Kunststoffdämmstoffe sind nicht biologisch abbaubar und landen irgendwann hier: Müllstrudel ? Wikipedia

ich kenn mich da jetzt nicht so aus, aber ein neues Denkschema wäre zB, nicht biologisch abbaubare Materialien zu verbieten - da die Langzeitfolgen fatal sind, vielleicht nicht so, wie bei Kernenergie, aber nicht unähnlich.

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Datum: 16.10.2009
Uhrzeit: 23:06
ID: 35839



AW: Kann Schwarz-Gelb den erhofften Aufschwung in der Baubranche bringen?

#2 (Permalink)
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Ja, wir produzieren alles für die Müllkippe der Ewigkeit!

Was passiert mit Plastiktüten? Die produzieren wir, damit sie letztendlich mitten im Pazifik im Kreis umhertreiben und alles mögliche an Tierwelt daran zugrunde geht.

Warum also nicht Dämmstoffe produzieren? Es gibt ja auch biologisch unbedenkliche Dämmstoffe. Aber da verhält es sich ähnlich wie mit dem sauberen Strom, die sind einfach teurer als die billigen schmutzigen.

Ich bin und bleibe der Meinung, dass eine Schadstoffbehaftete Herstellung Energieeinsparender Massnahmen immer noch besser ist, als eine Schadstoffbehaftete Herstellung ander Güter, die nicht dazu bestimmt sind.

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Datum: 16.10.2009
Uhrzeit: 23:14
ID: 35840



AW: Kann Schwarz-Gelb den erhofften Aufschwung in der Baubranche bringen? #3 (Permalink)
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sorry, hatte die 6. Seite nicht gesehen..... lustig, dass Florian genau denselben Ansatz hatte..... lol

zwei Denkanstösse noch zu

1) Jochen bez.
Zitat:
Stattdessen muss eine umfassende Bildung im Bereich der Grundlagen her - kein
einfaches unterfangen, da Architekten und Planer dafür die Zusammenhänge
verstehen müssen. Einfaches Auswendiglernen der bauphysikalischen Formeln
wie es bisher häufig geschieht wird nicht zum Ziel führen.
da bin ich der Meinung, dass wir Architekten gar nicht alle Wissensgebiete abdecken können. Das Problem der Architekten ist einfach, dass sie noch nicht erkannt haben, dass es genauso wichtig ist, dass wie z.B. ein Haustechniker inzwischen auch ein Energiefachplaner ins Projekt einzubinden ist.

Wenn wir weiterhin denken, wir hätten alles im Griff, werden Halbwahrheiten und falsche Planung weiterhin an der Tagesordnung sein.

2) zu Schwarz-Gelb:

Ja ja, die Wahlversprechen. Zuerst wurde vollmundig die Ehrlichkeit heraufbeschworen, in den Verhandlungen zuerst auf den unausweichlichen "Scherbenhaufen der grossen Koalition" hingewiesen, und jetzt auf Biegen und Brechen eine Schein-Ehrlichkeit, besser gesagt eine Mogelpackung vereinbart. Wir und vor allem die Unternehmen bekommen unsere fadenscheinige Steuerentlastung, dafür wird aber ganz offen über die Einführung einer Autobahn - Maut gesprochen. Na Prost, da können die Wähler von Schwarz - Gelb aber mit sich zufrieden sein!

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Datum: 19.10.2009
Uhrzeit: 08:54
ID: 35856



AW: Kann Schwarz-Gelb den erhofften Aufschwung in der Baubranche bringen? #4 (Permalink)
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Damit sind wir bei meinem ersten Beitrag, zwischen einem Parteiprogramm und
einer Umsetzung nach der Wahl liegt noch ein übler Kassensturz
Soweit ich weiß haben die verschiedenen Arbeitsgruppen Wünsche in Höhe von
120 Mrd. EUR. Von Einsparungsvorschlägenen hab´ ich nichts gehört, und um
die Steuern nicht anzuheben werden eben die Sozialbeiträge erhöht...Chapeau!

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Datum: 19.10.2009
Uhrzeit: 16:32
ID: 35863



AW: Kann Schwarz-Gelb den erhofften Aufschwung in der Baubranche bringen? #5 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von noone Beitrag anzeigen
Wir und vor allem die Unternehmen bekommen unsere fadenscheinige Steuerentlastung, dafür wird aber ganz offen über die Einführung einer Autobahn - Maut gesprochen. Na Prost, da können die Wähler von Schwarz - Gelb aber mit sich zufrieden sein!
Ich bin für eine Autobahnmaut und das schon sehr lange. In dieser Hinsicht sind wir doch die Langschläfer schlechthin in Europa. Ob Italiener, Franzosen, Schweizer oder Österreicher, alle kasieren kräftig ab für die Benutzung ihrer Autobahnen. Nur Deutschland kann Jeder kostenlos passieren.
Selbst die LKW-Maut kam viel zu spät. Dank Toll-Collect. Ein System, daß auch von Lobbyisten ins Spiel gebracht und politisch durchgeboxt wurde.
Warum konnte man nicht schon vor 25 Jahren anfangen Vignetten an der Grenze zu verkaufen, wie das die Schweizer z.B. schon lange tun???
Das hätte einige Leute zusätzlich in Arbeit gebracht und dem Staat jedes Jahr eine schöne Summe in die Kasse gespült ohne das man sich immerwieder neue Gemeinheiten wie Öko-Steuer etc. hätte ausdenken müssen nur um den heimischen Autofahrer zu quälen und zu schröpfen.
Ich zahle gerne als Inländer bis zu 100 € für eine Autobahn-Jahresvignette, wenn jeder Ausländer der Deutschland passiert 20 € für eine 2-Wochen-Vignette hinblättert und man dafür von KFZ-Steuer-Anhebungen in Zukunft absieht. Ich gehe mal davon aus, daß man auf diese Art sicherlich 5-8 Mrd. € im Jahr zusätzlich einnehmen könnte, denn alleine in Deutschland gibt's mehr als 40 Millionen PKW.
Vor allem sollten die Mittel auch mal so eingesetzt werden, wie sie eingetrieben werden. Autofahrer waren in den letzten Jahrzehnten permanent die Melkkühe in Deutschland. Von den KFZ- und Öko-Steuern ist aber nur relativ wenig zurück in Straßenbau und Infrastruktur geflossen.

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Datum: 19.10.2009
Uhrzeit: 16:48
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AW: Kann Schwarz-Gelb den erhofften Aufschwung in der Baubranche bringen? #6 (Permalink)
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Wir sind bezüglich Autobahn-Maut keine Langschläfer, sondern, im Gegenteil, geradezu Vorbildlich!

Es ist einfach, Autobahnbau zu privatisieren, wie es z.B. in Frankreich der Fall ist. Der Staat sourcet die Autobahnen aus, lässt sie privat bauen und instandsetzen, und der Betreiber kann sich dann nehmen was er will.

Toll - damit wäre dann der gesamte Pendlerverkehr auf die Bundesstrassen verlegt. Frankreich ist übrigens legendär für die tödlichsten Landstrassen. Klar, weil alle Autofahrer sich dann abstressen, um noch die letzten Minuten Zeitersparniss durch innerörtliche Raserei herauszukitzeln. Frankreich hat Jahrzehnte gebraucht, um das Problem der innerörtlichen Verkehrstoten in den Griff zu bekommen. Die Zahl der Verkehrstoten ist immer noch enorm hoch.

Wollen wir da hin? Wie gesagt, wir bewegen uns immer weiter weg vom Sozialstaat.

Es wird mit Autobahnmaut erheblich die horizontale mobilität der Bevölkerung eingeschränkt.

Dies wäre ein Gesetz, welches wie der Entfall der Pendlerpauschale und die Steuererhöhungen auf Benzinpreise immer mehr die von den Arbeitgebern geforderte Flexibilität der Arbeitnehmern einschränkt.

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Datum: 19.10.2009
Uhrzeit: 17:13
ID: 35865



AW: Kann Schwarz-Gelb den erhofften Aufschwung in der Baubranche bringen? #7 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von noone Beitrag anzeigen
Wir sind bezüglich Autobahn-Maut keine Langschläfer, sondern, im Gegenteil, geradezu Vorbildlich!

..

Wollen wir da hin? Wie gesagt, wir bewegen uns immer weiter weg vom Sozialstaat.

Frankreich ist vielleicht kein gutes Besipiel. Ich würde, wie gesagt, die Schweiz als Vorbild empfehlen. Ich möchte den Autobahnbau nicht pauschal privatisieren, sondern lediglich eine Benutzungsgebühr auch von "Ausländern" haben, denn die Inländer zahlen schließlich genug. Durch bis zu 100 € mehr im Jahr für Autobahnmaut wird kein Arbeitnehmer in unzumutbarem Masse benachteiligt, dafür sind die anderen Kosten, die Mobilität bringen schon viel zu hoch. Für 50 km (2x) täglichen Fahrweg zur Arbeit mit dem eigenen PKW kann man im Jahr ca. 5.000-8.000 € einkalkulieren, wenn man Treibstoff, Verschleiß, Wertverlust, Steuern, Versicherungen, Reparaturen etc. addiert.

Zum Thema Sozalstaat:

Ich halte ihn in der heutigen Form ohnehin für gescheitert.
Das offizielle Ende wird politisch nur ein paar Jahre vor sich hergeschoben.
Wir haben keine Mittel gefunden den permanenten Mißbrauch von Sozialleistungen einzudämmen und Gelder gerechter zu verteilen. Die Unzufriedenheit darüber in der zahlenden Bevölkerung steigt. Die Erwartungshaltung in der nehmenden Bevölkerung wächst. Das paßt schon lange nicht mehr, aber es traut sich keiner (Politiker) das heiße Eisen anzufassen.

Geändert von Archimedes (19.10.2009 um 17:53 Uhr).

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Datum: 20.10.2009
Uhrzeit: 16:26
ID: 35879



AW: Kann Schwarz-Gelb den erhofften Aufschwung in der Baubranche bringen? #8 (Permalink)
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Der Sozialstaat ist noch nicht gescheitert. Das Problem ist vielschichtiger, als es uns die Politik glauben machen will.

Folgende Punkte führen dazu, dass wir den Sozialstaat als gescheitert ansehen:

1) grösstes Problem: es gibt keine echte Trennung von Etats, d.h. Gelder aus den einzelnen Töpfen werden in laufenden Ausgaben transferiert, d.h. Einnahmen stopfen Budget-Lücken. Z.B. hatten Krankenkassen Rekord-Einnahmen, Beiträge können aber trotzdem nicht gesenkt werden, weil die Politik damit andere Haushaltslöcher stopft. Genauso funktioniert das mit Renten und anderen Einnahmen.

2) Wir haben zwar ein Solidaritätsprinzip, jedoch gibt es immer noch Schlupflöcher, siehe private Krankenkassen.

3) Wir untergraben den Sozialstaat immer mehr in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, z.B. in den Bereichen Gesundheit, Renten usw.
Dies ist ein Kompromiss der Politik, Haushaltslöcher irgendwann nicht mehr stopfen zu wollen, sondern einfach Abstriche an Leistungen in Kauf zu nehmen.
Die Besserverdienenden können diese dann durch Zusatzversicherungen ausgleichen, die unteren Bevölkerungsschichten bleiben auf der Strecke. Die Schere zwischen arm und Reich wird sich dadurch weiter öffnen.


Zitat:
Wir haben keine Mittel gefunden den permanenten Mißbrauch von Sozialleistungen einzudämmen und Gelder gerechter zu verteilen. Die Unzufriedenheit darüber in der zahlenden Bevölkerung steigt. Die Erwartungshaltung in der nehmenden Bevölkerung wächst. Das paßt schon lange nicht mehr, aber es traut sich keiner (Politiker) das heiße Eisen anzufassen.
Aufgrund der oben aufgeführten Punkte kann ich einfach nicht zustimmen. Ich bin der Überzeugung, dass nicht die Sozialschmarotzer - die ja sowieso immer weniger bekommen - sondern die Politik aufgrund Koalitionspolitik und Lobbyismus einfach nicht in der Lage ist, einen funktionierenden Haushalt zu erarbeiten.

Leider haben wir als Wähler keine alternativen zum bisherigen System, wir geben unsere Stimme in der Hoffnung ab, dass die Parteien zu ihren Wahlversprechen stehen.
Leider zeigt uns die Realität immer wieder schmerzvoll auf, dass alle Parteien irgendwann aus Machthunger über Bord werfen.

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