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Beitrag Datum: 09.02.2009 Uhrzeit: 18:59 ID: 32544 | Social Bookmarks: tja, dann sind ja alle Fensterrahmen Wärmebr£ücken....... abgesehen davon ist das natürlich in den entsprechenden DINS alles ausdefiniert. Energetisch gesehen sind sowieso alle Fensterflächen ungünstig. Wenn man also aus diesen Gesichtspunkten heraus entwirft, gilt es alles so dick wie möglich einzupacken und Fenster zu minimieren. Meine Aussage ist jetzt keine Kritik an deiner Meinung, ich persönlich sehe es etwas komplexer, Architektur sollte immer noch eine optimale Lösung aus vielen Teilbereichen sein, es ist sehr schwer nach einem Kriterium heraus zu planen. Die Verluste von Kastenfenstern mögen da zwar nicht gerade optimal sein, jedoch kann man dies durch eine intelligente Haustechnik oder Lüftungsanlage oder was auch immer wieder ausgleichen. |
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Hochschule/AG: Architekt Beitrag Datum: 09.02.2009 Uhrzeit: 21:47 ID: 32552 | Social Bookmarks: Zitat:
Fall, nämlich, dass das Fenster vor der Dämmebene schwebt, damit hast Du zwischen Glas und Wand eine Wange, die bei einer 5 cm breiten Ansichtskante eben max. 5cm dick sein kann (und auch das auch nur theoretisch), das ist für mich nicht akzeptabel und auch nicht in den entsprechenden DINS ausdefiniert (was auch immer das bedeutet). Nun müssten wir mal unser Wärmebrückenprogramm anschmeißen, ob wir nicht gar die 12,6° unterschreiten... Das ist so gesehen falsch, denn Südfenster haben immer eine positive Bilanz, man minimiert die Fensterflächen hier nicht wegen der Verluste, sondern wegen der Gewinne (sommerlicher Wärmeschutz) Zitat:
denn da darf ich Dir gleich entgegenwerfen, dass ich Deine Einstellung sehr kritisch betrachte, frei nach dem Motto wenn ich nicht mehr weiter weiß kommt halt ein bisschen Solar aufs Dach. Das ist für mich das Gegenteil von komplex... | ||
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noone: Offline
Beitrag Datum: 10.02.2009 Uhrzeit: 17:20 ID: 32566 | Social Bookmarks: hmmm deine Post liegt ja eine sehr erdrückende Beweislage gegen mich vor..... wenn ich also auch noch meine Aussagen etwas ausformulieren darf... 1) ein HI-Fensterrahmen mit ca. 7,5cm Breite und 65mm Tiefe besteht ja aus nichts anderes als zwei Aluschalen, die in der Mitte mit etwas Kunststoffprofil zusammengehalten werden, und einen kleinen Dämmkeil (logischerweise <65mm) bestehen. Wo ist da denn der Super Dämmwert im Vergleich zu demselben Aufbau mit Sandwich-Bauweise, wo du dann auch zwei Alu-bleche mit Dämmung (auch ca. 50-60mm) hast? Und: ja die Fensterflächen sind natürlich gut für Solare Gewinne (Bauphysik-Grundstudium), ich meinte natürlich die generelle miese Dämmwirkung des Glases und nicht die Gesamtenergiebilanz eines Fensters bei Tag- und Nachtbetrachtung. Und wenn Du jetzt genau diese Solare Gewinne nimmst und bei den nächtlichen Verlusten noch die Fläche des Kastenfensters dazurechnest sieht es bestimmt nicht dramatisch schlechter aus als bei einem normalen Fenster. Und: ich möchte dich beruhigen, da ich sowieso keine energetische Konzepte vorschlage, da ich wie du schon bemerkt hast, keine fundierten Fachkenntnisse habe, sowas frage ich normal bei Bauphysikern an. Trotzdem vertrete ich die Meinung, dass man trotz Energiefragen ein Gebäude immer noch gestalterisch anspruchsvoller gestalten kann als das Erdhügel-Nullernergiehaus. |
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Hochschule/AG: Architekt Beitrag Datum: 10.02.2009 Uhrzeit: 19:17 ID: 32569 | Social Bookmarks: ich will Dich gar nicht anklagen, insofern brauchst Du Dich auch nicht vor der Beweislage zu fürchten ![]() Auch liegt es mir fern aus jedem Haus ein Plusenergiehaus mit durchgängig 40cm Dämmung zu machen. Die Wärmebrücke betrachte ich auch nicht nur aus dem Blickwinkel der Verluste, sondern der Behaglichkeit und Schimmelproblematik. Ansonsten hat halt jeder seine persönliche Grenze, deren unteres Ende die EnEV markiert. Ich habe ja auch nicht gesagt, dass man das Detail nicht ausführen darf, sondern lediglich auf die Wärmebrücke hingewiesen. Meine Erfahrung ist eben, dass allzu leichtfertig solche Aspekte vernachlässigt werden, und das Ganze dann mit formalen Zwängen gerechtfertigt wird... |
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