Tob
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Tob is on a distinguished road

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Datum: 12.06.2006
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ID: 16287



Selbstzweifel...

#1 (Permalink)
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Hallo,

Ich studiere nun im 2.Semester Architektur, spiele aber nun seit einiger Zeit mit dem Gedanken das Studium abzubrechen. Zu Beginn des Studiums war ich voller Optimismus das Studium wäre wie maßgeschneidert für mich, ich hätte es drauf und könnte das alles mit Bravour packen. Wurde allerdings eines besseren belehrt und somit auch enttäuscht. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einem hab ich das Gefühl das ich in die typische Architekturstudenten-Riege nicht reinpasse, bin eher rational, objektiv und hab Interesse an ökonomischen sowie wissenschaftlichen Zusammenhänge, also eher das was den kreativen entwurfsbegeisterten idealistischen ArchiStudenten weniger ausmacht Diese Erfahrung und Selbsteinschätzung hab ich allerdings leider erst während des Studiums erfahren. Im Klartext möcht ich sagen, das mir das Zeichnen sei es mit Stift oder CAD wenig Freude bereitet, ich beim Entwerfen meist Kreativitätsblockaden habe und da auch nich unbedingt der beste bin. Bei den Abgaben und Präsentationen geh ich auch eher unmotiviert ran. Dafür interessieren mich eher sachen wie Projektplanung, Praktische Mathematik (Darstellende Geometrie) etc. Während des Studiums verfolgen mich auchzunehmend die Zweifel ob die Studienwahl die richtige war mit der Sorge im Hinterkopf das man bislang und wohl auch die nächsten Jahre soviel Kraft, Ausdauer, Geduld, Geld, Zeit etc. in ein Studium steckt und anschließend das alles umsonst war und man als einer von vielen Absolventen ohne Job darsteht oder unbezahlt als Praktikant arbeitet. Klar, krasse Vorstellungen, aber die wahrscheinlichkeit ist doch in diesem Berufsfeld enorm. Und allein der Gedanke belastet mich doch sehr, schließlich möchte man ja auch später finanziell vorsorgen können, sich und eine familie ernähren können und für die ganze Mühe im Studium ja auch eine gleichwertige Joberfüllung haben. Das soll ja schließlich nicht alles umsonst gewesen sein.
Wie auch immer, da mich ja schon immer die eher ökonomischen/wissenschaftlichen Aspekte interessiert haben könnte ich es mir gut vorstellen später im Facility Management/Immobilienwissenschaft etc arbeiten zu wollen. Also eher was an sich nix mehr mit Architektur zu tun hat. Die Frage ist nur, studiere ich weiterhin Architektur (Diplom)und pack dann im Archi-Haupststudium als Zweitstudium BWL bzw. Wirtschaftswissenschaften auf Bachelor/Masteroben drauf. Insgesamt würd ich natürlich länger studieren, aber aufgrund des eher generalistisch ausgelegten Archistudiums und des spezifischen Wirtschaftsstudiums ein breitgefächtertes Qualifikationsspektrum .haben Andererseits weiss ich nicht, wie ich die nächsten 4 oder 5 Jahre das Architekturstudium mit all den Abgaben und Prästentationen weiterhim unmotiviert angehen soll. Mach ich mich da selbst nicht psychisch und physisch kaputt. Klar, wenn ich richtig reinhauen würde, könnt ichs packen. Ich denk mal, Archi kann man jaa auch nich so nebenbei unmotiviert studieren, oder. Ist es doch eher ratsam abzubrechen und was neues anzufangen. Was aber dann anfangen? reine BWL oder Wirtschaft ist auch nich mein Ding. Mich interessiert halt die schnittstelle zwischen Okönomie und Bau. Das ich später nichts mit der "Kern-Architektur" an sich zutun haben werde und will, ist mir klar.
Wieso ich erst im 2. sem auf die Idee komme abzubrechen? Ich glaub ich wollt mich an dem Strohhalm Hoffnung klammern, das die Freude und das Interesse im laufe der zeit noch kommen und ich mich in diesem studium positiv entfalten kann, naja aber in den letzten wochen hab ich doch gemerkt das es nicht unbedingt der fall ist.
Ich komm momentan echt nich weiter und steh auf dem Schlauch. Durchziehen und später Zweitsstudium dransetzen? oder abbrechen und was ganz neues? wenn ich jetzt abbrechen sollte würd ich das WS im neuen Studium auch schon mit 23 Jahren anfangen, bin dann ja auch schon etwas zu alt oder.
Unter Zeitdruck steh ich ja auch nun, wegen den Fristen fürs kommende WS (falls ich abbrechen sollte)
Was mir halt am Herz liegen würde, wären Anregungen, Vorschläge, Tipps, Erfahrungsberichte von leuten die ein ähnliches Problem hatten bzw. haben und etc.

Jedenfalls danke das ihr diesen halben Roman von mir durchgelesen habt. Irgendwie muss ich meine derzeitigen Sorgen und Zweifel an Dritte äussern. Danke im Voraus

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Tom
 
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Tom is just really nice Tom is just really nice Tom is just really nice Tom is just really nice Tom is just really nice

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Datum: 12.06.2006
Uhrzeit: 11:56
ID: 16288



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Hast Du mal über Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Bauing nachgedacht?

Grundsätzlich scheinen Deine Zweifel ja massiv zu sein; und solche Zweifel sollte man schon ernst nehmen. Ich weiß, dass man mit 20 sehr idealistisch denkt, was den Lebenslauf angeht; aber weder ist 1-2 Semester Verlust irgendwie schlimm, noch bist Du mit 23 zu alt, was neues zu machen.

Im Gegenteil; 1-2 Orientierungssemester, 1 oder 2 Hochschul- oder Studienwechsel sind überhaupt kein Problem, wenn man dann irgendwann um die 30 mal etwas zu Ende bringt und auch noch zufrieden damit ist. Dann sehen diese Wechsel nämlich aus wie wertvolle Erfahrungen, die den Horizont erweitert haben (auch für Personal-Strategen).

Ein Zweitstudium ist nicht sehr realistisch, obwohl ich sogar Leute kenne, die ein volles Musik- und Biologiestudium straff nebenher gemacht haben. Das sind aber 500% Performer mit dem "Ich-bin-eine-ganze-Fußballmannschaft"-Gen. Normalerweise füllt ein Wirtschaftsstudium einen schon aus - und Architektur macht man nicht "so nebenher" zu Ende. Das funktioniert m.E. nicht.

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Tobias is on a distinguished road

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Datum: 12.06.2006
Uhrzeit: 21:03
ID: 16292



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Hallo Tob,

ich finde es gut, dass du so ausführlich über deine Situation geschrieben hast, zumal ich in einigen Teilen deine Ängste auch zwischenzeitlich im Studium hatte.
Ich habe z.B. mich im Grundstudium auch nie mit meinen Studienkollege identifizieren können, da mir die Herangehensweise des Entwurfes nicht lag. So habe ich z.B. auch meinen ersten Großen Entwurf in den Sand gesetzt und in Fächern wie Grundlagen des Entwerfens schlechte Noten bekommen. Ich selbst sah mich auch eher im Projektmanagement, zumal ich mich sehr intensiv mit wirtschaftlichen Dingen, Börse etc. beschäfige.

Bei mir haben sich aber diese Probleme mit der Zeit gelegt. Natürlich musste ich wie alle viel Zeit investieren. Mich hat allerdings immer wieder angespornt, dass ich der Meinung war, für den Beruf des Architekten der rihtige zu sein. Ein Architekt ist in der Regel nicht der große Entwerfer, der nur zeichnet und tolle Masterpläne hervorbringt. Die meiste Zeit beschäftigt sich ein Großteil der Architekten gerade mit Terminmanagement, Kostenkalkulation, Projektmanagement ...

Ich bin jetzt seit April im Berufsalltag. Die erste Zeit nach dem Studium wirst du natürlich überwiegend mit zeichnerischen Aufgaben bedacht, doch bist dann nicht du der Entwerfer, denn dein Chef wird in der Regel dir gewisse Vorgaben machen, bzw. dein Bauherr wird schon konkrete Ideen haben. Solange du nicht in den wenigen großen Renommier-Büros arbeitest, wirst du deine Entwurfsschwäche nicht so merken. In dem Bereich Projektmanagement sehen die Berufsaussichten übrigens weit besser aus, als in klassischen Architekturbüros. Ein Studienkollege von mir arbeitet z.B. bei Kaisers/Tengelmann und betreut die Expansion von bauliche Seite (überwiegend wirtschaftliche Aufgaben).

Bei deiner Entscheidung über einen Abbruch des Studiums solltest du auf jeden Fall beachten, dass du als Architekturabsolvent eine sehr breite Ausbildung genossen hast und im Vergleich zu anderen Studiengängen viel mehr Möglichkeiten hast. Die jetztigen Berufsaussichten können in einigen Jahren wieder ganz anders aussehen, wenn man örtlich flexibel ist.
Du solltest wissen, was du später machen möchtest. Der Weg dahin soll dir erstmal egal sein. Das Studium hat mit der Realität recht wenig zu tun. Entwürfe, die an der Uni gute Noten erhalten, haben bei der Frage einer Ausführung oft keine Chance.

Wenn es nur die Entwurfsschwäche ist, würde ich nicht abbrechen. Wenn deine Zweifel aber so groß sind, dann ist der jetztige Zeitpunkt für einen Abbruch nicht verkehrt. 2 Semester sind nicht viel und verloren ist die Zeit auch nicht, da du in der Zeit viel gelernt hast.

Ein Studium an der FH ist übrigens viel praxisorientierter. Ggf. ist das was für dich.

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Datum: 12.06.2006
Uhrzeit: 21:32
ID: 16293



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hier wurde schon viel geschrieben deswegen fasse ich mich kurz:

tob, hast du schon an bauingenieurwesen gedacht?

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Tob
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Datum: 12.06.2006
Uhrzeit: 22:10
ID: 16295



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Zunächst einmal schon mal danke für die ausführlichen Antworten!

Die Sache ist die, das ich an der RWTH in Aachen studiere, und der Leistungsanspruch und Zeitdruck hier wirklich enorm sind. Kaum hat man ne Abgabe hinter sich kommt direkt die nächste, dazwischen hat man andauernd Prüfungen, Übungen etc. Ich glaub ohne ausreichend Elan, Freude und Interesse kommt man da nicht weit um das alles erfolgreich zu überstehen.

Ein reines Bauing-Studium ist mir zu wissenschaftlich und stringent. Ich hab da schon eher an ein Wirting-Studium (Fachrichtung Bauwesen) gedacht, wie Tom schon angesprochen hat. Ob ich allerdings mit dem relativ grossen Mathe- und Physikanspruch zurecht komme, ist ne andere frage. (Würde das dann wohl auch an der RWTH studieren). Mir wärs lieber wenn das Wirting-Studium eher eine wirtschaftliche Schwerpunktneigung hätte und der technische/wissenschaftliche Aspekt eher untergeordet ist. Also so ne Art technisches Wirtschaftsstudium mit Schwerpunkt Facility Management bzw. Immobilienwirtschaft. Sowas wär z.b genial

Bevor ich mich jetzt aber nun ganz auf einen Abbruch des ArchiStudiums festlege, werd ich die Tage zur Fachschaftsberatung gehen und mich am Hochschulinformationstag informieren und beraten lassen. Übrigens die Möglichkeit meines weiterhin fortführenden ArchiStudiums mit der Kombination Wirtschaft/BWL im Archi-Hauptstudium hinzuzufügen ist nicht möglich (da beides zulassungsbeschränkte fächer sind, wie ich heute gesagt bekommen hab) Ich konnt mit dem Archi Diplom später ein Wirtschaftswissenschaftliches Zusatzstudium (4. Sem) dranhängen, das wäre ne Alternative. Ob das aber das Wahre ist, ist auch so ne Frage

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secretgarden is on a distinguished road

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Datum: 12.06.2006
Uhrzeit: 22:14
ID: 16296



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es ist gut dass du dich berätst und keine voreiligen entscheidungen fällst.

allerdings würde ich dir raten, WENN du das studium abbrichst dann jetzt.
weil - je länger du dir zeit lässt desto schlimmer. gründe brauche ich ja nicht zu erörtern.

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Tobias: Offline

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Tobias is on a distinguished road

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Datum: 12.06.2006
Uhrzeit: 23:58
ID: 16297



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Zitat:
Originally posted by Tob
Die Sache ist die, das ich an der RWTH in Aachen studiere, und der Leistungsanspruch und Zeitdruck hier wirklich enorm sind. Kaum hat man ne Abgabe hinter sich kommt direkt die nächste, dazwischen hat man andauernd Prüfungen, Übungen etc.
Ich glaube, dass sich hier die RWTH nicht wesentlich von anderen Universitäten im Grundstudium Architektur unterscheidet

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stefwilde is on a distinguished road

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Datum: 11.07.2006
Uhrzeit: 13:59
ID: 16939



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Hallo Tob,

ging mir im 2. Semester genau so wie Dir. Das Grundstudium war einfach grauenhaft und ich hatte auch echte Probleme mit Entwurfsblokaden etc.

Ich habe mich dann - zugegebenermaßen vor allem in Ermangelung vernünftiger Alternativen - dazu entschlossen, weiterzumachen. Obwohl ich schon wusste, dass der Job im Architekturbüro nix für mich ist. Da der Studiengang jedoch sehr generalistisch angelegt ist und für einen Job im sehr breit gefächerten Baugewerbe allemal eine gute Basis legt, hab ich mich in der Folge weniger auf den Entwurf selbst als auf die vielen Nebensachen- und Fächer konzentriert.
Was glücklicherweise auch an der FH im Hauptstudium möglich ist. Danach hats eigentlich Spaß gemacht und ich war auch insgesamt ganz gut. Im Grundstudium hatte mich vorrangig das Gefühl genervt, nur "Zeichenstift" zu sein... Mit der Eigenorientierung wars dann deutlich besser.

Mein Interesse galt vorrangig dem Städtebau, der Denkmalpflege und dem Baurecht, in einem der Fächer bin ich dann auch Tutorin gewesen. Aufbauend auf dieses Interesse habe ich dann meine Stelle zum Praxissemester auch nicht klassisch im Architekturbüro gesucht, sondern bin in eine Behörde mit eben diesen Schwerpunkten gegangen, um zu sehen, was die dort so tun.

Das hat mein Profil ziemlich unverwechselbar gemacht und das hat mir auch meinen heutigen Job gebracht, mit dem ich sehr glücklich bin, weil er genau meinen Interessen entspricht.

Mit Sicherheit gibt es für Deine Interessen auch eine solche Nische, die nur gefunden und ausgefüllt werden will. Mit gezielter Fächer- und Praxiserfahrungswahl kann man auch an einem Punkt von dem an alles vorgezeichnet scheint (nämlich nach dem Abschluss ein Leben lang mit Unwillen Entwürfe schrubben im Büro - das war so meine Gruselversion vom Leben) noch einiges bewegen, wenn einem die eigenen Interessen so klar sind.

Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich Dir von einem Abbruch abrate, wenn Du einen Studiengang findest, der Deinen Interessen besser entspricht. Aber Du solltest im Hinterkopf behalten, dass das Architekturstudium selbst auch einige Möglichkeiten bietet und nicht immer so grauenhaft bleiben muss wie im Grundstudium.

Viel Glück!

das Stef

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Pat
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Datum: 11.07.2006
Uhrzeit: 22:12
ID: 16958



Sorgen im Archi-Studium #9 (Permalink)
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Hallo,

wie Du ja schon gelesen hast, geht es nicht nur Dir so im Archistudium. Teilweise glaube ich, geht es fast 50% aller ArchitekturStudenten so.

Das Problem des ArchitekturStudiums ist einfach, dass das Grundstudium ein Höllenritt ist.(Zumindest bei uns). Ich kann von mir aus nur sagen, das ich frog war, wenn ich mal richtig Freizeit hatte. Das macht vielen Studenten Angst und leitet auch vielen dazu abzubrechen. Sicherlich sieht der Arbeitsmarkt nicht besonders gut aus und man fragt sich vielleicht auch, warum man so ein hartes Studium hinter sich gebracht hat und vielleicht anfangs nur 1300Euro netto in einem Büro verdient. Aber das sei mal dahin gestellt.

Was du auch überlegen musst ist, dass das Architekturstudium sehr breit gefechert ist. MAn wird in vielen Sachen "ausgebildet". Was ich sagen will, mit einem Architekturstudium hast Du auch später gute Chancen in anderen Bereichen unterzukommen, die nichts mit Architektur zu tun haben. Und die Chancen sind größer als bei anderen Studiengängen. Architektur Absolventen sind sehr bei Arbeitgebern gefragt, da sie zum Beispiel sehr weit in die Zukunft planen können und das teilweise bis ins detail(was bei einem Projekt ja sehr wichtig ist),objektiv denken, sie könne gut mit der Materie Kosten/Kostenrechnung/Leistungsphasen..... umgehen, das räumliche und klare und Konsequente denken, selbstständiges arbeiten und vieles mehr.

Ich hatte genau wie Du das gleiche Problem im 4und 5Semetser. Teilweise habe ich echt mit dem Gedanken gespielt, alles hinzuwerfen und neu anzufangen, da meine Interessen auch in Richtung Bwl, Wissenschaften und so gehen. Doch in diese Phase kommen halt viele und sie geht auch wieder vorbei. Denn je öfter du darüber nachdenkst, desto schlechter redest du dir das Studium und deine motio geht immer weiter flöten.

Also meine Persönliche Meinung ist, breche das Studium nicht ab. Du hast Dich bei deiner Studienentscheidung für Architektur entschieden. Und man entscheidet sich nicht mal eben für Architektur. Das macht man bei BWL(nichts gegen BWL´er) oder sonst wo. Sei froh, dass du einer bist, der einen begehrten Studienplatz bekommen hat. Und du bist mit 23 sicherlich nicht zu alt. Schau dich mal um. Heutzutage ist der durchschnitt mit 27-30Jahren fertig. Was soll ein Mediziner sagen. Du arbeitest noch lange genug. Da kommt es auf 2-3Jahren auch nicht mehr an.

Genau so,wie wir jetzt zu dir reden,haben andere zu mir geredet.Ich studiere auch in Aachen und weiß, was bei dir abgeht. Aber alle sgeht mla vorbei. Ich bin jetzt 23 und komme ins 7Semester. Habs auch geschafft. Ich überlege auch, ein zweites Studium dranzuhängen.Wär dann auch erst mit 28fertig. Von daher, es spricht nichtrs gegen ein Zweitstudium. Das qualifiziert dich nur mehr. Und ich Aachen kann man im Haupstudium zum Beispiel Facility Managemnt oder Bauwirtschaftslehre als Vertiefung wählen. Von daher.

Lass Dich nicht unterkriegen und mach weiter.

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Tob
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Tob is on a distinguished road

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Datum: 12.07.2006
Uhrzeit: 00:52
ID: 16963



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Erstmal ein dickes Danke an alle die mir so großzügig geantwortet haben.
Ich habe lange und intensiv überlegt, die Zweifel und Sorgen einfach so abhacken kann und konnte ich einfach nicht. Ich werd wohl aber das Fach nun wechseln. Die Entscheidung fiel mir sehr schwer, aber ich bin mir einfach der Tatsache bewusst das ich fürs Architekturstudium nicht geschaffen bin. Es ist einfach nicht mein Ding und es ist in meinem Fall sicherlich keine Phase die bald mal wieder vergeht. Das das Studium sehr generelastisch angelegt und ich später ein breitgefächertes Grundlagenspektrum vorweisen kann, wie schon Pat erwähnt hat, war mir schon bewusst, allerdings sprechen auch viele Dinge dagegen, das ich das Studium fortsetzten sollte. Klingt komisch, aber ich kann einfach keine Pappe, Cutter etc. mehr sehen. Ich bin dermassen unmotiviert Pläne zu erstellen oder Modelle zu bauen. Ich mach mich da selbst nur psychisch kaputt wenn ichs weitere 4-5 Jahre durchziehen sollte. Ich hab im Laufe der Zeit einfach entdeckt das ich nicht der Typ dafür bin. Ich lese lieber ein Buch und pauke für ne Klausur, das passt einfach zu mir, dieses pragmatische einfach. Zudem hab ich in den letzten Tagen an den meisten Endprüfungen/Kolloqien gar nich mehr teilgenommen, weil meine Motivation und die Freude an der Materie auf dem Tiefpunkt waren, ich müsste jetzt also praktisch auch Bauko und Entwerfen im 3. und 4. Semester wiederholen. Auch die hohen Kosten die man während dieses Studiums hat warem für meine Entscheidung ausschlaggebend.
Das ganze tut auch gar nichts zur Sache, meine Entscheidung steht fest, ich werd in Richtung Wirtschaftswissenschaften/BWL studieren und mich dann im Hauptstudium bzw. im Master auf Immobilienwirtschaft bzw. Facility Management spezialisieren. Ist jetzt auch nicht so, das ich wirtschaft mal so spontan wegen der angeblich guten Berufsaussichten studiere oder sonst was, quatsch, das es da nich viel besser ausschaut ist mir bewusst, jedoch hab ich auch schon damals vor Studienbeginn mit dem Gedanken gespielt Archi oder Wiwi zu studieren, letztlich wurde es ja auch Archi.
Ich glaube zu wissen, das ich weiss was ich will und es auch ohne den zeitintensiven und kraftraubenden Umweg des Architekturstudiums schaffen kann und will.
Dennoch danke ich all denen für die Anregungen, Argumente, Tipps usw. Seid doch froh; ein zukünftiger Architekturabsolvent weniger und somit weniger Konkurrenz

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secretgarden: Offline

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secretgarden is on a distinguished road

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Datum: 20.07.2006
Uhrzeit: 20:19
ID: 17096



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wünsche von herzen dir viel glück!

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