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Datum: 24.04.2012
Uhrzeit: 14:10
ID: 46684



Dubioses Modellbauunternehmen in Frankfurt zahlt Rechnung nicht...Rat gefragt?

#1 (Permalink)
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Hallo,

ich habe seit meinem Diplom bzw. als Student Diplomand bei einem "Modellbau-Unternehmen" aus Frankfurt angefangen Praktika zu arbeiten. Mir wurde zugetragen evtl. schwarz bzw. mich arbeitslos zu melden und dort arbeiten zu kommen oder als Praktikant oder Auszubildenden als Modellbauer zu arbeiten. Nebenbei, ich habe den Dipl.-Ing (FH) - Titel.
Eine Festanstellung ging von denen aus nicht, somit war dann die einzige Option für mich als Freiberufler in diesem Unternehmen legal zu jobben... Es gab Gespräche von 10€/Std. (etwas wenig, aber besser als nix, dacht ich mir, gezahlt wird ja am Monatsende. Mündlich ergab es somit einen Vertrag von 10€ die Stunde ohne Steuern als Freiberufler (durch langes Blabla und Versprechen meldete ich mich erst ab 1.04.2012 als Freiberufler an. Den gesamten Monat März 2012 verbrachte ich größtenteils wochenends und ein paar mal nachts in dieser Werkstatt, sonst täglich im Durchschnitt belief es sich auf ca. 12Std./Tag.
Der sog. sich selbst aus dem Mittleren Osten als "guten Chef" bezeichnende GmbH-Mensch-Chef hat mich auf Anfrage eines Vertrages/Lohns immer zugetextet und mich einfach gefragt "wieviel ich haben möchte". So wie es abgesprochen wurde, sagte ich. Er vertröstete mich auf weitere Termine, entschudligte sich immer wieder, er sein ein A*'&%...bla bla. Sein in "Insolvenz-angestellter Partner" der immer die Fräse bedient, spielt mehr oder weniger den "Sohn" von ihm.
Nach langem Warten erhielt ich die Hälfte des Geldes als sog. Geste vom "Koloss" über jemand anderen geliefert, um dankbar zu sein. Überweisen
ginge ja nicht, er sei ja eine GmbH, so laut Telefonat nach Erhalt der Hälfte.

So, den anderen beachtlichen Teil des Betrages ist mir laut Rechnungsaufforderung, 1. Mahnung, und Anfragen immer noch nicht überwiesen worden. Nerven und Aggressionen wurden von mir in meine Emotionstonne geschmissen, ich habe meine Arbeit geleistet und bin morgens um 8 Uhr auf der Matte gestanden, und jetzt diese scheinheilige Verarsche.

Next Step? Anwalt??? Wer hat ähnliches erlebt?

Statements are welcome!

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Beitrag
Datum: 24.04.2012
Uhrzeit: 17:08
ID: 46689



AW: Dubioses Modellbauunternehmen in Frankfurt zahlt Rechnung nicht...Rat gefragt?

#2 (Permalink)
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Ohne was schriftliches, so viel und lange, zu Arbeiten ist natürlich dumm.

Schlimmer noch: Es ist kaum nachweisbar, was Du wann geleistet hast. Du hast kaum Beweise, denn bisher hast Du noch nicht einmal eine Überweisung von denen erhalten.

Wie willst Du nachweisen, wieviel Stunden Du erbracht hast?
Wie willst Du nachweisen, welcher Stundenlohn vereinbart war?
Wie erklärst Du, dass Du nur für einen Auftraggeber gearbeitet hast und somit scheinselbständig bist?
Wenn Du das alles geklärt hast, kann man immernoch sagen, dass Deine Leistung mit Mängeln behaftet oder unbrauchbar war oder das es eine Probezeit war oder ein Praktikum....oder...oder

Zuwenig Greifbares um zum Anwalt zu gehen würde ich sagen.
Natürlich findest Du einen Anwalt, der für Dich der Sache nachgeht...aber nur weil er damit selbst Geld verdient. Es endet, wie üblich, in einem Vergleich...Du bekommst die Hälfte von irgendwas zu gesprochen und zahlst letztlich mehr Anwalts- und Gerichtskosten als Du in der gesamten Zeit verdient hast. Keiner, außer Deinem und dem gegnerischen Anwalt hat was davon.


Abhaken und daraus Lernen. Mein Tipp.

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svenco is on a distinguished road

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Datum: 24.04.2012
Uhrzeit: 18:34
ID: 46690



AW: Dubioses Modellbauunternehmen in Frankfurt zahlt Rechnung nicht...Rat gefragt? #3 (Permalink)
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Das ist die dumme Gutmütigkeit in meiner Person, zu denken, Menschen sind fair. Naja, lassen wir das philosophieren.

Jedenfalls, ja es war dumm von mir. Ich habe einen Zeugen, der dry mit mir gearbeitet hat und ihm,ich weiss nicht wie es aktuell bei ihm ist, wurde ein Arbeitsvertrag versprochen. Es gilt die mündliche Absprache und 10€/Std., ich hoff mal, dass das Arbeitsgericht und Richter nicht dumm sind, da kann ich mehr an der Kasse verdienen.
Ich kann nicht nach einem Monat gleich 10 Auftraggeber haben, es war mein erster, in die Scheinselbständigkeit zu fallen, wenn ich dort meine Projekte hatte, klingt für mich nicht richtig.
Ich habe Fotos von Modellen, CAD-Dateien, PDF´s von verschiedenen Architekten (Wettbewerbe), die mir damals der "Project Manager" per Email zugeschickt hat. Ich denke da wird sich schon was machen lassen.

Geändert von svenco (24.04.2012 um 18:40 Uhr). Grund: Zusatz vergessen.

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Datum: 24.04.2012
Uhrzeit: 19:07
ID: 46691



AW: Dubioses Modellbauunternehmen in Frankfurt zahlt Rechnung nicht...Rat gefragt? #4 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von svenco Beitrag anzeigen
Ich denke da wird sich schon was machen lassen.
Verspreche Dir lieber nicht zuviel, denn wirkliche Beweise sind dünn. Absprachen sind nicht belegbar, also nichts wert. Zeugen naja...ob der Kollege Dir hilft oder lieber nach sich schaut?
Richter sind oder stellen sich "dumm". Sie versuchen zunächst mal jede Sache schnell vom Tisch zu bekommen und schätzen die Situation selten selbst ein. Das lassen Sie Gutachter tun und den bezahlt zunächst mal der Kläger.

Mit dem Abhaken und nach Vorne schauen ist ein ernstgemeinter Rat.

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Datum: 25.04.2012
Uhrzeit: 13:45
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AW: Dubioses Modellbauunternehmen in Frankfurt zahlt Rechnung nicht...Rat gefragt? #5 (Permalink)
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Ich würde das nicht so schwarz sehen. Wer arbeitet, hat ein Recht auf Vergütung. Dafür braucht man keinen Vertrag.
Ich denke, dass in Deutschland kein Gericht einem AG glauben würde, wenn er behauptet, der AN wollte umsonst arbeiten.

Nun die Frage des Nachweises. Gibt es Leute (neben dem Chef), die Bezeugen können, dass Du dort garbeitet hast? Gibt es Aufzeichnungen Deinerseits?
Perosnen: Mitarbeiter, Kunden, Bekannte die dich von der Arbeit abgeholt haben...
Aufzeichungen: Sizzen von Projekten mit Deiner Handschrift, E-Mails, Dateien, in den Dein Accountname als Ersteller erscheint? (Ggf. Kunden der Firma fragen.)

Gibt es irgendeine schriftliche Forderung / Vertrag von Dir?


Wenn Du wie gesagt, dann noch die garbeiteten Stunden glaubhaft machen kannst, würde ich bei weiterer ausbleibender Zahlung und einer Mahnung mit Fristsetzung sofort den Rechtsweg einschlagen.


P.S. Bei Summen deutlich unter 1000 EUR wäre der gerichtliche Weg ggf. etwas zu aufwendig. Aber einen Brief vom Anwalt würde ich mir auch schon bei 500 EUR leisten...
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Florian Illenberger

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Geändert von Florian (30.04.2012 um 12:15 Uhr).

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Datum: 25.04.2012
Uhrzeit: 14:49
ID: 46703



AW: Dubioses Modellbauunternehmen in Frankfurt zahlt Rechnung nicht...Rat gefragt? #6 (Permalink)
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Nun die Frage des Nachweises. Gibt es Leute (neben dem Chef), die Bezeugen können, dass Du dort garbeitet hast? Gibt es Aufzeichnungen Deinerseits?
Aufzeichnungen als CAD-Dateien und einen möglichen Zeugen, der mit mir gearbeitet hat.


Ein Freund und meine Freundin haben mich dort schon zur Arbeit gefahren und abgeholt. Emails wurden mir geschickt und habe diese mit Dateien auch wieder zugesendet. Mit eindeutigen Architekten-Infos

Bisher gibt es 2 schriftliche Aufforderungen mit Aufstellung des Zeitraums und Stundenanzahl und Zahlungsaufforderung, sowie die 1. Mahnung.
Hier gebe ich bisher €10,-/Std. an. Die Summe liegt noch bei über 1000 Euro.

Geändert von svenco (25.04.2012 um 16:48 Uhr).

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Beitrag
Datum: 25.04.2012
Uhrzeit: 16:18
ID: 46704



AW: Dubioses Modellbauunternehmen in Frankfurt zahlt Rechnung nicht...Rat gefragt? #7 (Permalink)
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Ich würde dann einen Anwalt bitten, zumindest mit einem ersten Schreiben tätig zu werden. Das dürfte auch nicht so teuer sein.
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Florian Illenberger

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Datum: 25.04.2012
Uhrzeit: 16:55
ID: 46705



AW: Dubioses Modellbauunternehmen in Frankfurt zahlt Rechnung nicht...Rat gefragt? #8 (Permalink)
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Es gibt bei Rechtsanwälten, genau wie bei Architekten Honorarsätze, die abhängig vom Streitwert und vom Verfahrensweg bzw. außergerichtlich, gerichtlich, Prozeß, Vergleich etc. sind.
Als Beispiel, denn ich habe es selbst schon erleben dürfen:
Streitwert ca. 2.000 Euro (ausstehendes Gehalt z.B.) kostet den Kläger bei Klageabweisung ca. 1.250 Euro Anwalts- und Gerichtskosten.
Wird die Klage angenommen und kommt es, wie in den meisten Fällen, gleich beim ersten Gerichtstermin zu einem Vergleich, der ebenfalls in den meisten Fällen 50/50 entschieden wird. Dann zahlt der Beklagte dem Kläger die Hälfte vom Streitwert, also z.B. 1.000 Euro, der Kläger zahlt aber auch die Hälfte der Gerichtskosten und seinen eigenen Anwalt. Das sind ca. 850 Euro.
Was bleibt übrig? 150 Euro für den Kläger von ursprünglich 2000 Euro. Der Ex-Chef zahlt insgesamt ca. 1.850 Euro...kommt also noch günstiger weg, als wenn er die 2.000 Euro direkt bezahlt hätte.
Also mit einem bloßen Schreiben vom Anwalt für 150 Euro ist es nicht getan, denn der Chef hat kaum was zu verlieren, wie man sieht, und wird dem Verfahren gelassen entgegen sehen.
Das deutsche Rechtsystem funktioniert leider so.

Das Abholen und Hinfahren zur Arbeit liefert keine brauchbaren Beweise.
Nachträglich höhere Stundenlöhne verlangen geht auch schlecht, weil bereits eine Mahnung über einen bestimmten Betrag geschrieben wurde.

Aber nur zu, versuche Dein Glück, aber bitte berichte in ein paar Monaten für alle Forenteilnehmer, wie es ausgegangen ist.
Ich würde die Zeit allerdings für neue Projekte und zum anderweitig Geldverdienen verwenden, denn dann bleibt Dir Ärger erspart und unterm Strich mehr übrig.

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Datum: 25.04.2012
Uhrzeit: 22:14
ID: 46708



AW: Dubioses Modellbauunternehmen in Frankfurt zahlt Rechnung nicht...Rat gefragt? #9 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Also mit einem bloßen Schreiben vom Anwalt für 150 Euro ist es nicht getan, denn der Chef hat kaum was zu verlieren, wie man sieht, und wird dem Verfahren gelassen entgegen sehen.
Die Ersparnis für den Chef von 150 EUR, in Deinem Beispiel, dürfte mit dem zeitlichen Aufwand, den die Auseinandersetzung auch für den Chef bedeutet, sich nicht lohnen...


Was mich aber mal interessieren würde, Archimedes, warum hast Du einen Vergeich angenommen, wenn man Dir noch 2000 EUR schuldete. Die Sachlage schien doch relativ klar?
__________________
Florian Illenberger

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Geändert von Florian (30.04.2012 um 12:16 Uhr).

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Datum: 26.04.2012
Uhrzeit: 17:50
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AW: Dubioses Modellbauunternehmen in Frankfurt zahlt Rechnung nicht...Rat gefragt? #10 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Florian Beitrag anzeigen
Was mich aber mal interessieren würde, Archimedes, warum hast Du einen Vergeich angenommen, wenn man Dir noch 2000 EUR schuldete. Die Sachlage schien doch relativ klar?
Es ging bei mir nicht um Gehalt, sondern um Honorar, dass man mir schuldete.

Der Fall war sehr klar und eindeutig. Die Beweise waren eindeutiger als hier im Fall von svenco.
Ich hatte mir im Vorfeld fest vorgenommen keinen Vergleich anzunehmen und die Sache bis zum Schluß auszufechten. Treu dem Motto: Sekt oder Selters.
Ich habe zu meinem Anwalt ein gutes persönliches Verhältnis und er hätte mich frühzeitig zurückgepfiffen, wenn ich mir da zuviel zugetraut hätte, aber auch er sah hier ein absolute Eindeutigkeit zu meinen Gunsten.
Nach einigem außergerichtlichem Schriftverkehr mit der Gegenseite ist es dann zur Verhandlung gekommen und jede Seite konnte ihre Sicht der Dinge darstellen. Die Richterin konnte sich vorher schon in den Fall und unsere Darstellung einlesen. Aus ihrer Sicht war klar, dass man mir einen Auftrag erteilt hatte, dass man die Leistung abgerufen hatte und man mir Geld schuldet....nur: Die Gegenseite unterstellte mir eine mangelhafte bzw. unbrauchbare Leistung (Blödsinn) und einen zu hohen Preis (ebenfalls Blödsinn, weil die erbrachten Leistungen auch problemlos doppelt so teuer hätten abgerechnet werden können, aber ich Depp hatte einen "Freundschaftspreis" im Zusammenhang mit anderen Leistungen vereinbart).

Die Richterin war nett, aber fachlich (Architektentätigkeit) völlig unwissend: Sie kennt weder die HOAI, noch das Ortsübliche für Architektenleistungen, noch kann sie beurteilen, ob meine Leistung brauchbar und in Ordnung ist....also: Rät Sie zum Vergleich (50/50) oder ...dann malt Sie mir die Prozeßkostenrisiken aus: Gutachter einschalten...diesen bezahle ich zunächst selbst (vermutlich 300 - 1000 Euro) und dieser möchte seinen Job sicher gut machen und irgendeine Kleinigkeit in meiner Arbeit finden...dann erneuter Gerichtstermin (Anfahrt 220 km) und evtl. zusätzliche Gerichts- und Anwaltskosten.
Was tut man dann nach einigen Minuten des Überlegens und nach Rücksprache mit dem eigenen Anwalt zähneknirschend???

Man nimmt den Vergleich an und versucht noch das Maximale rauszuziehen.
Entschieden wurde nach Nachhaken meinerseits mit 75/25 zu meinen Gunsten.
Ende vom Lied: Ich hab von ursprünglich 1.900 Euro (brutto) nach Abzug aller Kosten noch ca. 600 Euro übrig. Die Gegenseite hat ca. 2.200 Euro gezahlt (kleine Genugtuung ). Dafür habe ich aber insgesamt einen Haufen Nerven und mindestens 20 Stunden zusätzliche Arbeitszeit gelassen...

So läufts lt. Anwalt regelmässig und fast immer ab. Interessant daran: Alle Beteiligten (vorallem Rechtsanwälte und Richter) haben weniger Arbeit damit und Rechtanwälte haben beim Vergleich sogar höhere Honorarsätze als beim eigentlichen Prozeß.
Passender Spruch vom befreundeten Anwalt: Nur der Vergleich macht reich!
Das wurde absichtlich so gestaltet um Anreize zum Vergleich zu schaffen und deutschen Gerichten möglichst viel Arbeit/Zeit zu ersparen. Mit Rechtsprechung hat das ganz wenig zu tun.

Glaubst Du, dass Jemand der diese Erfahrung gemacht hat nochmal wegen "kleinen" Beträgen von bis zu 3.000 Euro vor Gericht zieht???

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Datum: 28.04.2012
Uhrzeit: 21:59
ID: 46734



AW: Dubioses Modellbauunternehmen in Frankfurt zahlt Rechnung nicht...Rat gefragt? #11 (Permalink)
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Hallo Svenco,

ich habe aehnliche Faelle erlebt, dabei ging es um Lohn-
und Verguetungsforderungen in mindestens zehnfacher Hoehe von Deiner
geforderten Summe.
Du kannst es auf gerichtlichen Weg durchziehen..mit einem 50 zu 50 Gerichtsurteil ist zu rechnen...Dazu kommen noch Gerichts-und Anwaltskosten.

Wie Du Deinen AG beschreibst ist der ein abgebruehter Typ..der lacht wahrscheinlich nur ueber einen Brief vom Anwalt und laesst es auf einen Prozess vor Gericht ankommen..weil der weiss..wie oft im Bau-und Architekturbereich..dass das Streitverfahren 50 zu 50 endet..und der nicht alles zu zahlen braucht.

Alternativ kannst Du auf mit Hilfe von ITM - Inkasso Team Moskau versuchen an Dein Geld zu kommen, das kost Dich auch was, dafuer kriegt Dein Schuldner richtig eine betoniert, ich denke mal dass ist die einzige Sprache die Dein AG wirklich versteht.

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Datum: 29.04.2012
Uhrzeit: 07:28
ID: 46736



AW: Dubioses Modellbauunternehmen in Frankfurt zahlt Rechnung nicht...Rat gefragt? #12 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von archi21 Beitrag anzeigen
Alternativ kannst Du auf mit Hilfe von ITM - Inkasso Team Moskau versuchen an Dein Geld zu kommen, das kost Dich auch was, dafuer kriegt Dein Schuldner richtig eine betoniert, ich denke mal dass ist die einzige Sprache die Dein AG wirklich versteht.
Es ist ja nicht so, dass ich so etwas nicht auch schon in Erwägung gezogen hatte. ITM ist allerdings in der Vorgehensweise nicht immer ganz "sauber", so dass der Auftraggeber evtl. auch Probleme damit bekommen könnte.

Es gibt "seriösere" Inkassounternehmen (von Gerichten anerkannt), die auch sehr bestimmt und auf unterschiedliche Art und Weise an den Schuldner hersntreten. Nicht ganz billig (ca. 1.000 Euro, ein Jahresbeitrag fällig), aber wohl sehr effektiv.

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