| |
| Registrierter Nutzer Registriert seit: 05.06.2006
Beiträge: 4
Joe: Offline
Beitrag Datum: 10.06.2006 Uhrzeit: 20:18 ID: 16267 | Social Bookmarks: Hallo Sascha, vielen Dank erst mal für Deine superausführliche Antwort! Das hat mir sehr geholfen! 1.) Verankerung: Der Ponton soll natürlich fest verankert werden. Das WSA wird uns wahrscheinlich sogar die Auflage einer Dalbenbefestigung machen. Hintergrund der hydrodynamisch günstigen Pontonform ist, das die "Kiste" ein Musterponton auch für andere Anwendungen werden soll. Feste Verankerungen sind immer ein relativer Begriff. Du must Bedenken, das auf diesem Floati eine Familie "sicher" leben soll. Das Gewässer hat eine hohe Spannweite an Strömungsparametern. Das geht von ganz wenig, bis ganz viel. Eine permanente Belastung der Vertäung kann daneben gehen. Eine quadratische Betonkiste diesen Ausmasses hat direkte Auswirkungen auf die Umgebung. Im Klartext heisst dass Strömungswirbel entstehen, die die Uferzonen und das Flussbett verändern könnten. Der Ponton soll eine positive ökologische Eingriffsbillanz haben! Unser Floati soll zwar überwiegend an einem Platz liegen, dennoch sollte man über das Thema Transport nachdenken. Die Kiste wird höchst wahrscheinlich geschoben und nicht geschleppt. Die meisten modernen Floatis sind für den Transport in küstennahen Gewässern ausgelegt. Da sollte das Thema manöverierfähigkeit (über See = Schleppverband) eine Rolle spielen. 2.) Beton: Genau der Punkt Gewicht könnte Gegenstand der universitären Forschung sein! Hier könnte man den Hebel ansetzen, und auch für andere maritime Anwendungen ein paar Problemlösungen liefern! Trockendock und Werftliegezeiten kosten nämlich eine Menge Geld. In diesem Punkt könnte Beton einer Stahlkonstruktion überlegen sein. 3.) Geschlossene Eisdecke: Hinter Grund des "auf das Eis schiebens" ist, das der Ponton von den Eismassen (Konstuktion Strobl House) zerdrückt werden könnte. Generell stellt ein solches Projekt eine Investition dar. Das heißt, das bei einer Veräußerung von anderen Bedingungen ausgegangen werden muss. Daher will ich mein Floati flexibel auslegen. 4.) Crash: Mit den ganz großen Jungs wird sich mein Floati auch nicht anlegen können! Aber mit nem gedigenen Frachter soll es vor die Tür gehen können. Stahl schwimmt auch nicht, da müsste man auf Kunststoffe (Aqua House) zurückgreifen. Durch eine pfiffige Konstruktion kann man aber vielleicht den Ponton durch Betonschotte in verschieden wasserdichte Sektionen einteilen. Eine zweite Innenhülle müsste nicht aus Beton bestehen, und der Zwischenraum könnte mit auftriebgebenden Schaum ausgeschäumt werden. Desweiteren muss man die Versicherung glücklich machen. Es ist ein großer Kampf überhaupt eine Versicherung für so eine Kiste zu finden. Ohne Versicherung keine Finanzierung! 5.) Dichtigkeit Beton ist durch Diffusion niemals Dicht. WU Beton hat eine Wassereindringtiefe. Könnte durch Zusatzstoffe (Dichtmittel) und einer ordentlichen Behandlung der Aussenhülle (Anstrich etc) dieses Ziel erreicht werden? Auch dies ist ein Grund warum ich mein Floati lieber an der Uni entwickeln lassen würde, als von einem Architekten/Ingenieur. Ich denke das im Beton noch eine Menge Potential steckt! Gruss Joe. |
Ähnliche Themen | ||||
| Thema | Autor | Architektur-Themenbereiche | Antworten | Letzter Beitrag |
| Haus in Hollywood (aus Filmen) | Francis | Bauten & Planer | 21 | 22.09.2007 15:13 |
| Haus vs. Huette | leunam | andere Themen | 4 | 07.09.2006 07:40 |
| Kleines Haus detailliert beschrieben | audovis | Konstruktion & Technik | 1 | 22.08.2006 17:39 |
| Götsch-Winkler-Haus | Jim | Bauten & Planer | 3 | 05.04.2006 19:08 |
| Dach-Wand-Haus | sascha wieser | Bauten & Planer | 3 | 09.08.2005 21:47 |