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realist: Offline


realist is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 28.04.2005
Uhrzeit: 11:04
ID: 8448



hochbauarchitektur contra städtebau,innen- und landschaftsarchitektur

#1 (Permalink)
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hallihallo,

ich glaube das kann ein sehr interessantes thema werden. es geht so ein bißchen aus einem anderen thema hervor
http://tektorum.de/showthread.php?s=&threadid=1642
und ich möchte hier gerne den ausspruch eines forummitgliedes als aufhänger nehmen:

"Da kommen einem echt Zweifel, ob man nicht besser sich die Kosten spart und gleich alles vom Architekt machen lässt........."

es gibt in allen arbeitsbereichen gute und schlecht arbeitsergebnisse, sei es der tiefbau, der hochbau, der galabau oder andere berufszweige. ABER:
niemand versucht so viel in andere bereiche hineinzugreifen wie die hochbauarchitekten! sie machen den städtebau, den reinen hochbau, die innenarchitektur und so langsam kommen sie auch in die landschaftsarchitektur. WARUM?
fakt ist, dass man einen "Hochbauarchitektengarten" sofort von einem "landschaftsarchitektengarten" unterscheiden kann. und zwar mit großen qualitativen unterschieden!
ich bin jetzt mal dreist: wir nehmen doch auch nicht unsere kenntnisse für eine gebäudeplanung aus "fach"-zeitschriften wie selbermachen, etc. ... und ich kann auch keine innenarchitektur, bloß weil ich mir die sendung schöner wohnen ab und an mal zum "abschalten" ansehe.

für einen guten garten, sprich einen guten entwurf braucht man mehr als ein gutes gefühl für formen! man muss wissen wie sich die pflanzen entwickeln, welche ansprüche sie an einen standort haben und wie der garten in zehn - fünfzehn jahren aussehen wird. welche stauden sind angebracht, und so weiter und so weiter...
und das alles kann ein hochbauarchitekt alleine nicht leisten.

so, jetzt gibt´s wahrscheinlich feuer

gruß
realist

oh, entschuldigung: designer dürfen sich hier natürlich auch austoben
__________________
auf eine gute zusammenarbeit von architekten und landschaftsarchitekten!

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Registriert seit: 15.04.2004
Beiträge: 328
Maks: Offline

Ort: Berlin

Maks is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 28.04.2005
Uhrzeit: 11:23
ID: 8452



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Hi realist,

Zitat:
niemand versucht so viel in andere bereiche hineinzugreifen wie die hochbauarchitekten!........WARUM?
Schau dir den Arbeitsmarkt an und mit ein wenig Phantasie kannst du dir diese Frage grundsätzlich selbst beantworten. Das soll aber nicht heißen, dass ich dir gleich eins überbraten will, sondern eher zustimmen möchte. Es gibt aus der Geschichte des Architekten heraus einige Tätigkeitsfelder die die Architekten der Neuzeit immer mehr aus der Hand gegeben haben. Z.b. bemängelte Rem Koolhaas (ursprünglich Journalist ), dass ein Bereich wie die Haustechnik immer mehr an Sonderfachleute abgegeben werde, wo sie doch ca. 30-40% eines Hauses ausmacht. Es mag sein, dass dieses Tätigkeitsfeld so umfassend ist, dass wir einen extra Faching. brauchen, allerdings sollte die entwurfliche Planung beim Architekten bleiben. Dazu ist aber wiederum einiges Fachwissen erforderlich, dessen sich viele aus unserer Zunft lange Zeit zu schade waren. So langsam wird aber begriffen, dass es auch diesbezügl. ein Umdenken geben muss. Allerdings treibt das offensichtlich auch Blüten in die falsche Richtung, wie du schon angesprochen hast. Landschaftsarchitektur/-gestaltung ist seit jeher ein Arbeitsbereich, der - solange es sich nicht um die architektonische Gestaltung des Aussenraumes handelt - in der Hand eines Fachings. verbleiben sollte. Ich kann mir nämlich kaum vorstellen, dass Lennè auf die Idee gekommen wäre das Brandenburger Tor zu bauen.

Gruß

max

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ehem. Benutzer
 
Registriert seit: 13.04.2005
Beiträge: 130
marcotica: Offline


marcotica is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 29.04.2005
Uhrzeit: 07:26
ID: 8493



Social Bookmarks:

@realist:

Ich möchte keinem Landschaftsarchitekten die Arbeit wegnehmen. Bei kleinen und privaten Projekten (z.B. Eigenheim) versucht man die Zahl der Beteiligten bzw. die Kosten gering zu halten, da nimmt man i.d.R. keinen dazu. Die Aussengestaltung wird auch meist selbst von den Bauherren in die Hand genommen, die Einflußmöglichkeiten sind begrenzt. Da es das letzte Gewerk ist, fehlt auch oft einfach das nötige Kleingeld.

Bei grossen Bauvorhaben und Aussenanlagen sehe ich auch die Notwendigkeit eines Landschaftarchitekten.

Ich (als Hochbauer) wildere da schon eher im Revier der Innenarchitekten, weil dieser Bereich deutlich näher mit meinem Fach verwandt ist.

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