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Francis is on a distinguished road

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Datum: 02.08.2005
Uhrzeit: 22:49
ID: 10374



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"..und aufgrund meiner erscheinung/alter haben die mir das halt irgendwie zugetraut..."

Ich will hier keinem zunahe treten, also das ist jetzt keine Kritik an Holger oder sonstwem, aber es ging hier ja auch schon mal um längere Studienzeiten, naja, und wenn man dann erst mit Ende zwanzig/Anfang dreissig fertig ist, vielleicht älter aussieht dann passiert sowas vielleicht eher, als einem 24/25jährigen Absolventen. Kann auch ein Nachteil sein, wenn man jung ist, und andere einem deswegen nicht so viel zu trauen, muss aber nicht so sein :-)

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Beitrag
Datum: 02.08.2005
Uhrzeit: 23:43
ID: 10375



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Ich finde es gut, dass das Forum auch dazu benutzt wird Sachen mitzuteilen, die man sonst vielleicht nicht jedem auf die Nase binden würde. Hier kann man - zumindest den anderen Benutzern gegenüber - völlig Anonym bleiben.

Zu Sache selbst: Ich weiß nicht in wiefern Du Büroerfahrungen hast und weißt, wie die ersten Tage an einem neuen Arbeitsplatz sind. An meinem ersten Arbeitstag in dem Büro in dem ich jetzt arbeite, dachte ich auch nach dem ersten Tag, dass ich das nicht auf Dauer überlebe. Dann habe ich mir damals aber gesagt, dass ich mich ja eh nur für ein halbes Jahr verpflichtet habe und auch das notfalls abbrechen kann. Dabei bin ich in mich gegangen und festgestellt, dass aller Anfang schwer war.
Die ersten Tage sind immer die härtesten. Nach einer Woche siehts dann schon ganz anders aus.
Gut, Du hast jetzt diese Chance vertan. Aber vielleicht auch etwas fürs Leben gelernt - spätestens nach dieser Diskussion:
1. Nicht so schnell aufgeben.
2. Immer daran denken, wie schön es ist Angestellter zu sein. Im schlimmsten Fall wirst du gefeuert. Du wirst nicht auf ner Million Euro Schulden sitzen bleiben!
3. Such Dir ein paar gute Freunde / eine Freundin die Dich an so miesen Tagen wieder aufbauen können, damit Du die nächste Runde überstehst

Und noch ein Tipp, aus der Erfahrung die sich in meinem letzten Jahr im Architekturbüro auch wieder bestätigt hat: Die Vertreter / Bauarbeiter etc. die am herablassensten Dir gegenüber sind und Dir das Gefühl geben ein Vollidiot zu sein, sind die die selber keine Ahnung haben!

Grüsse
Florian
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ehem. Benutzer
 
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Sputnik: Offline


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Datum: 03.08.2005
Uhrzeit: 11:19
ID: 10380



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Hallo Holger,
es ist schon schwierig, bei der heutigen Lage, so eine Entscheidung zu treffen.
Trotzdem kann ich Deine Motive verstehen. Manchmal werden Entscheidungen aus dem Bauch getroffen, auch wenn uns die Logik sagt, es anders zu tun.
Ich hatte einen relativ sicheren Job in einem großen Büro -bin dann auch freiwillig gegangen. Man hat mir bestimmte Aufgabenfelder zugesagt, die mich persönlich weiterbringen würden. Nachdem monatelang nichts passierte, und ich nur Wettbewerbe und bunte Bilder (sprich 3D) gemacht habe (Super-Arbeitszeiten übrigens: viele, viele nicht bezahlte Nachtüberstunden), setzte ich mir selbst eine Frist...und bin gegangen als sie verstrichen ist, ohne einen neuen Job in Aussicht zu haben. Kurz danach landete mein damaliger Wettbewerbskollege mit einem Total-Zusammenbruch im Krankenhaus -irgendwie war es die Bestätigung, eine richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Auch wenn die Lage in dieser Branche in diesem Land besch. ist, kann man sich nicht zu allem zwingen und alles mit sich machen lassen. Wenn´s nicht geht, dann geht es nicht, dann muss man woanders weiterschauen.
Übrigens, eine Freundin, die dieses Jahr in einem Berliner Büro angefangen hat, ging nach schon nach 3 Wochen. Ein Bekannter hat schon während des Vorstellungsgesprächs festgestellt, daß es mit ihm und diesem Büro nichts wird -hat kurze Zeit später telefonisch abgesagt (hat jetzt übrigens einen neuen Job am anderen Ende der Republik).
Du bist also nicht allein, es geht einigen so, auch wenn die Magengeschwür-Fraktion rufen wird: "Wie kann man solche Chance vertun, wir ziehen alles durch".
Es ist die Architektensituation in Deutschland, die eine Eigenkündigung, an sich etwas völlig normales, zu einer Wahsinnstat macht. Ein Ex-Kollege (war im gleichen Büro und in einer ähnlichen Situation) wechselt lustig seine Stellen, je nach Profil des Büros und persönlichen Erwartungen und betrachtet es als ganz normalen Vorgang...in Sydney.

Grüße, Sputnik

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Registriert seit: 13.05.2003
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Jochen Vollmer: Offline

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Beitrag
Datum: 03.08.2005
Uhrzeit: 11:52
ID: 10381



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Zitat:
Originally posted by Sputnik
(..) auch wenn die Magengeschwür-Fraktion rufen wird: "Wie
kann man solche Chance vertun, wir ziehen alles durch".
Die Magenschwür-Fraktion scheint es unter den Architekten gar
nicht zu geben. Zumindest äußert sie sich nicht in desem Verlauf.

Oder haben die keine Zeit zum antworten, weil sie pausenlos
im Büro arbeiten?
__________________
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Florian: Offline

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Beitrag
Datum: 03.08.2005
Uhrzeit: 20:49
ID: 10387



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Es gibt immer wieder Situationen, die auf den Magen schlagen. Aber man lernt damit umzugehen. Magengeschwüre und Nervernzusammenbrüche sind größtenteils psychische Erscheinungen, die man in den Griff bekommen kann. Wer sowas mal erlebt hat, kennt seine Grenzen. Man wird sie dadurch in Zukunft nicht überschreiten können, aber rechtzeitig erkennen. Dann muß man "nurnoch" genug Mut haben und NEIN sagen.
Persönlich neige ich auch dazu, einen Berg vor mir aufzubauen. Mit etwas psychischer Unterstützung (Freunde, Eltern, sonstwer) kann man aber wieder schnell den Boden unter den Füßen finden. Dann muß man sich nurnoch zusammenreißen, all die Überlegungen und Gedanken, die einem im Kopf herumschwirren aufschreiben und sortieren - und schon ist der Berg viel kleiner.

Durch einen ersten Arbeitstag kann man sich noch nichts wirklich gefährliches holen. Wenns nach zwei Wochen aber nicht besser wird, sollte man vielleicht doch die Notbremse ziehen.
__________________
Florian Illenberger

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realist: Offline


realist is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 04.08.2005
Uhrzeit: 12:53
ID: 10399



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ich kann nur sagen:

hört auf euren bauch! der körper reagiert und gibt uns damit ein warnzeichen das es so nicht weitergehen kann. der spruch "das schlägt mir auf den magen" kommt nicht von ungefähr. leider ist es aber mittlerweile so das viele nicht mehr auf ihren körper hören und dann halt mit ende 30 schon ein magengeschwür mit sich herumtragen...

das man vor großen und schwierigen aufgaben mal ein wenig bauchschmerzen hat kennen wahrscheinlich viele. aber da kommt man immer durch. nur wenn es zum dauerzustand, sprich man morgens schon mit bauchschmerzen aufwacht und eigentlich keine lust auf die arbeit hat, ist es besser die notbremse zu ziehen und den job zu kündigen.

von daher denke ich das holger für sich die richtige entscheidung getroffen hat, obgleich es bestimmt viele gibt die diese nicht verstehen.

also kopf hoch! das nächste jobangebot kommt bestimmt.
nur nicht verrückt machen, auch in anderen branchen sieht´s zur zeit besch. aus. da melden sich teilweise bis zu 1000 (kein tippfehler!!) leute auf eine stelle........

gruß
realist
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auf eine gute zusammenarbeit von architekten und landschaftsarchitekten!

Geändert von realist (04.08.2005 um 14:04 Uhr).

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Francis: Offline


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Beitrag
Datum: 04.08.2005
Uhrzeit: 13:16
ID: 10401



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Ansonsten hilft auch immer ein klärendes Gespräch.
Ich mache es jetzt so, dass ich nach 4-8 Wochen nachfrage, also gezielt ein Gespräch mit dem Chef fordere, um mir feedback zu holen, ich frage ihn dann gezielt, ob er mit meiner Arbeit zufrieden ist und so. Er fragt dann natürlich auch, obs mir gefällt, welche Bereiche ich am liebsten bearbeite und das hilft einem echt weiter.
Also ich habs bei meinem letzten Job so gemacht (da hatte ich nämlich irgendwie das Gefühl, ich würde nicht alles richtig machen, wäre nicht gut genaug oder so) und es stellte sich heraus, das meine Chefs sehr zufrieden mit mir waren. Natürlich gabs auch Kritikpunkte, aber erstaunlichweise nicht in dem Bereich, wo ich sie erwartet hätte...
Hätte ich nicht das Gespräch gesucht, hätte ich mir weiterhin blöde Gedanken gemacht, über meine Arbeit, obwohl ja eigentlich alle mit mir zufrieden waren...

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Beitrag
Datum: 04.08.2005
Uhrzeit: 14:42
ID: 10402



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Ich finde es völlig nachvollziehbar und richtig, auf sein Bauchgefühl zu hören. Und ich kann Holgers Entscheidung gut verstehen und halte sie unter den gegeben Umständen für richtig.
Wie Florian aber schon gesagt hat, haben viele dieser "Bauchschmerzen & Co" eine phsychosomatische Ursache und man sollte bei häufigerem Auftrreten solcher Situationen oder Beklemmungen auf jeden Fall auch die Ursache nicht aus dem Sichtfeld verdrängen. Die "Überforderung" ist nicht immer eine und sie ist in der Regel nicht die wirkliche Ursache des Problems, sondern lediglich Auslöser. Ich glaube es ist vergleichbar mit Prüfungsangst - man kann sie überwinden.

Ich will hier auch nicht den Hobby-Phsycholgen miemen. Ich kenne das einfach aus eigener Erfahrung und man kann wirklich viel dafür tun, dass man beim nächsten Mal gar keine Bauchschmerzen bekommt. Das soll aber weder ein Aufruf sein, die Warnsignale des Körpers zu ignorieren noch, dass man keine Schwächen oder Ängste haben darf. Man sollte sich nur davor hüten, sich selbst was vorzumachen und die Ursache ausschließlich in den äußeren Umständen suchen. In der Regel liegt sie in einem selbst und nur dort kann man etwas dafür tun. Die Vermeidung solcher Situationen für den Rest des Daseins kann jedenfalls keine Lösung sein.

Grüße,
Samy

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