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| ehem. Benutzer Registriert seit: 18.06.2004
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Sputnik: Offline
Beitrag Datum: 03.08.2005 Uhrzeit: 11:19 ID: 10380 | Social Bookmarks: Hallo Holger, es ist schon schwierig, bei der heutigen Lage, so eine Entscheidung zu treffen. Trotzdem kann ich Deine Motive verstehen. Manchmal werden Entscheidungen aus dem Bauch getroffen, auch wenn uns die Logik sagt, es anders zu tun. Ich hatte einen relativ sicheren Job in einem großen Büro -bin dann auch freiwillig gegangen. Man hat mir bestimmte Aufgabenfelder zugesagt, die mich persönlich weiterbringen würden. Nachdem monatelang nichts passierte, und ich nur Wettbewerbe und bunte Bilder (sprich 3D) gemacht habe (Super-Arbeitszeiten übrigens: viele, viele nicht bezahlte Nachtüberstunden), setzte ich mir selbst eine Frist...und bin gegangen als sie verstrichen ist, ohne einen neuen Job in Aussicht zu haben. Kurz danach landete mein damaliger Wettbewerbskollege mit einem Total-Zusammenbruch im Krankenhaus -irgendwie war es die Bestätigung, eine richtige Entscheidung getroffen zu haben. Auch wenn die Lage in dieser Branche in diesem Land besch. ist, kann man sich nicht zu allem zwingen und alles mit sich machen lassen. Wenn´s nicht geht, dann geht es nicht, dann muss man woanders weiterschauen. Übrigens, eine Freundin, die dieses Jahr in einem Berliner Büro angefangen hat, ging nach schon nach 3 Wochen. Ein Bekannter hat schon während des Vorstellungsgesprächs festgestellt, daß es mit ihm und diesem Büro nichts wird -hat kurze Zeit später telefonisch abgesagt (hat jetzt übrigens einen neuen Job am anderen Ende der Republik). Du bist also nicht allein, es geht einigen so, auch wenn die Magengeschwür-Fraktion rufen wird: "Wie kann man solche Chance vertun, wir ziehen alles durch". Es ist die Architektensituation in Deutschland, die eine Eigenkündigung, an sich etwas völlig normales, zu einer Wahsinnstat macht. Ein Ex-Kollege (war im gleichen Büro und in einer ähnlichen Situation) wechselt lustig seine Stellen, je nach Profil des Büros und persönlichen Erwartungen und betrachtet es als ganz normalen Vorgang...in Sydney. Grüße, Sputnik |
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