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dreome is on a distinguished road

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Datum: 23.04.2007
Uhrzeit: 18:25
ID: 23324



Architekten Gehälter 2007

#1 (Permalink)
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Hey Leute, spürt Ihr auch den Anzug? Die seichte Brise der Forderungsansprüche für Junge Architekten? Es werden immer mehr Jobs in Deutschland angeboten und die Gehälter steigen leicht an. Was haltet Ihr für ein gutes Anfangsgehalt für 1-2 Jahre Arbeitserfahrung?

Ich arbeite in einem rennomierten großen Büro und merke, dass die Absolventen inzwischen viel besser selektieren können...und wesentlich mehr fordern als noch vor ein paar Jahren. Wie sehen da Eure Erfahrungen aus?

Aus meiner Sicht, müsst Ihr Euch nicht mehr unter Wert verkaufen. Es ist inzwischen durchaus Möglich als Jungarchitekt mit 1 bis 2 Jahren Erfahrung über die magische 3000 Euro Grenze zu kommen! OK, nicht als reiner Absolvent- jedoch nach spätestens 2 Jahren Praxiserfahrung!
Wir müssen einheitlicher werden....einheitlicher in dem, was wir fordern und wie wir uns verkaufen...dann wird sich auch die Marktsituation verbessern!

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Datum: 23.04.2007
Uhrzeit: 18:49
ID: 23325



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von dem was ich so mitkriege, kann ich dem nur zustimmen. Die Büros suchen z.T. dringend qualifizierte Mitarbeiter und annoncieren z.T. regelmässig in den Zeitschriften. Aber die Betonung liegt wie immer auf qualifiziert...

Ich denke, die 3000er Marke mit 1-2 Jahren Berufserfahrung zu knacken dürfte schwer sein. Respekt, demjenigen der's schafft. Bitte hier sofort posten!
Aber ich halte ein Gehalt, das gerundet eher 3000 als 2000 ergibt für realistisch.

Übrigens, das viele über Ihr Gehalt schweigen, halte ich auch eher für "schädlich" - aus Arbeitnehmersicht. Wenn man nämlich mehr Vergleichswerte hat, kann man besser Verhandeln.
Die Architekten schreiben ja auch aus, um den günstigsten Anbieter zu ermitteln, andersherum müssen Mitarbeiter dann auch mal Ihren Marktwert durch vergleich Ermittlen können...
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Florian Illenberger

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Datum: 23.04.2007
Uhrzeit: 21:22
ID: 23327



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sehe ich genauso - die geheimniskrämerei führt dazu, dass man bei Einstellungsgespräche sich eher unter Wert verkauft..... ich denke, dass bei 2 Jahren mind. 2,5, komfortabel eigentlich 2,7 drin sein sollten.

PS an Florian: du hast ja auch immer noch nicht verraten, was gmp so bezahlt ....... lol

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Datum: 23.04.2007
Uhrzeit: 22:58
ID: 23329



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liegt daran, dass ich hier nicht anonym bin - und mich an Arbeitsverträge halten muss...
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Florian Illenberger

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Datum: 24.04.2007
Uhrzeit: 08:52
ID: 23330



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Hatte vor kurzem hier gepostet und nach eine Rat bezüglich gehalt für eine neue stelle gefragt. (2,5 Jahre berufserfahrung in fast allen LP, die stelle "auf dem land", ganz kleines Büro)
hätte eigentlich 2.700 haben wollen, hier wurde mir zu 2.400 geraten... die stelle habe ich zwar noch nicht entgültig, aber wenn ich die bekomme, werde ich 2.400 ohne verhandlungen kriegen. Hätte ich doch 2.700 verlangt..... :-)
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Herbert von Karajan

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Datum: 24.04.2007
Uhrzeit: 09:05
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also ich bin hier anonym...und ich finde, dass jeder seinen wert kennen sollte... um so mehr "qualifizierte" Leute sich bei ihren vorstellungsgesprächen gut verkaufen, um so schneller erkennen die Büros, dass auch unter Architekten Qualität Geld kostet!...Wir suchen auch schon seit Monaten GUTE Leute..aber diese fordern auch einiges...und wie ich bereits erwähnte, selektieren sie genau...viele sagen kurzfristig wieder ab, obwohl sie einen Vertrag schon in der Tasche hatten etc.

Ich arbeite in einem der Top-Ten und kann sagen, dass ich hier mit ca. 2 jahren Erfahrung gut über 3000 komme.
Komisch, dass nur in Deutschland alle so einen Hehl aus ihren Gehältern machen. In fast allen anderen Ländern weiss man einfach, was der andere Verdient und die Manager müssen Ihre Gehälter offen legen. Den einzigen Nutzen haben die Büros, denn so unterdrücken sich die Architekten gegenseitig. Ideal, wenn man als Unternehmer nicht viel zahlen möchte! Ich persönlich halte ein Anfangsgehalt von 2300 – 2500 realistisch. Mit 2-3 Jahren Arbeitserfahrung sollte man sich möglichst nicht mehr unter 3000 Euro anbieten. Gut in unserer Branche ist doch letztendlich die Verhandlungsfreiheit.

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Datum: 24.04.2007
Uhrzeit: 09:05
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Kannst du so nicht sagen. Vielleicht hätten die dich für 2700 gar nicht genommen, also auch gar nicht erst verhandelt, da zu teuer...

Hauptsache ist doch, überhaupt erstmal ein Job, und 2400 ist auch schon ok. Ausserdem kannst du ja nach einem Jahr nochmal verhandeln.

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Datum: 24.04.2007
Uhrzeit: 09:29
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habe doch schon einen tollen Job in einem anderen Büro, möchte nur wechseln - auch wegen geld. Was ich in dem Vorstellungsgespräch rausgehört habe, hätte ich sehr wohl mehr verlange können.
will mich ja nicht beschweren sondern will damit sagen:"nur mut!"
wer nichts verlangt wird auch nichts bekommen!
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Herbert von Karajan

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Datum: 24.04.2007
Uhrzeit: 09:41
ID: 23334



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Genau diese Einstellung, ist meiner Meinung nach nicht zeitgemäß. „Egal, hauptsache einen Job“ haben zu wollen ist verständlich, dennoch sollte man bedenken, dass jeder Architekt seine Gehälter nach HOAI abrechnet und ein bestimmtes Kontingent an Arbeitskräften je nach Projektgröße immer festgelegt wird- so natürlich auch die Gehälter. Solange Projekte vorhanden sind, solange sind auch die Gehälter vorhanden. Solltet Ihr dieses GELD nicht bekommen, weil Ihr für 2400 Euro mit etlichen Jahren Berufserfahrung arbeitet, erhält sie Euer Chef von Euch, da ihr ihm das honorar förmlich schenkt. Oder glaubt Ihr, dass er diese nicht abrechnet?? Wir Architekten sind doch keine reinen Wohltäter oder doch?

Ich finde, es reicht, dass man pauschal in unserer Branche keine Überstunden ausgezahlt etc. bekommt, dass wir den Büros die meiste Zeit unserer Freizeit schenken, dass wir oft nicht sehen wie unsere Kinder groß werden oder aufgrund der langen Arbeitszeiten streit mit den Familien provozieren. DAS MINDESTE für diese Opfer ist eine Anerkennung durch ein, und ich fordere da nichts unverschämtes, angemessenes GEHALT. Ich kann inzwischen auch diese Diskussionen bzgl. Idealismus etc. nicht mehr hören. Man sollte sich nicht dafür entschuldigen müssen, wenn man als Akademiker ein angemessenes Gehalt fordert. Idealismus hin oder her.
Natürlich ist zu beachten, welche Qualifikation man mitbringt…und, ob man in international agierenden Büros oder in einem kleinen dörflichem gearbeitet hat. Aber, da in großen renommierten Büros auch nur qualifizierte Leute arbeiten, sollten gerade diese ihren wert kennen.

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Datum: 24.04.2007
Uhrzeit: 09:44
ID: 23335



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Filo,

genau richtig!! Leute, Ihr müsst Eure Einstellung ändern. Eure Arbeitgeber brauchen Euch und Eure Arbeitskraft, Eurer Fähigkeiten. Ihr arbeitet für sie, weil sie euch wollen, nicht, weil sie so lieb sind und euch für sie gratis arbeiten lassen. Das Ganze ist ein gleichberechtigter DEAL ....viele Architekten vergessen das leider all zu oft.......

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Datum: 24.04.2007
Uhrzeit: 10:53
ID: 23336



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@dreome
danke, das ist doch mal eine Ansage.
Wie hier bereits gesagt wurde, machen wir uns durch stillschweigen und bedenken selber das Gehalt kaputt.

Als studentischer Mitarbeiter hatte ich irgendwann mal ein Gespräch mit dem Chef wegen einer Vertragsverlängerung. Es war eigentlich klar, dass man mich gerne behalten wollte, also dachte ich mir, dass man auch etwas mehr verlangen könnte. Von allen Kollegen mit den ich gesprochen habe wurden schwere Bedenken geäussert, dass ich mir da nicht zu viel Hoffnungen machen sollte.

Etwas eingeschüchtert von diesen Bedenken hab ich es dann einfach mal mit einer Erhöhung um fast 20% probiert.
Der Chef guckte mich kurz an und sagte OK...

Ich hab mir ehrlich gesagt in Arsch gebissen, dass ich nicht mehr raufgeschlagen habe.

Und was lernt man daraus? Nie auf andere hören :P Das war schon in der Schule so. Da gab es vor Klausuren immer die Panikmacher: "Hast dies gelernt, haste das gelernt".

Zitat:
also ich bin hier anonym...und ich finde, dass jeder seinen wert kennen sollte...
Aber um seinen eigenen Wert einschätzen zu können, braucht man auch Referenzwerte. Nur weil ich weiß, dass ein Freund in einer anderen Branche 4000 verdient und 50 Std./Woche arbeitet, werde ich keine 4000 bekommen. Ich weiß nicht, ob man mich bei einem Bewerbungsgespräche bei einer solchen Forderung nicht hochkant rausschmeißen würde, bzw. bedenken hätte, mich einzustellen, weil ich scheinbar realitätsfremd lebe...
__________________
Florian Illenberger

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Datum: 24.04.2007
Uhrzeit: 11:38
ID: 23337



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Florian,

sehe ich genauso. Bei meiner letzten Verhandlung war ich dreimal beim Chef- insgesamt werde ich über einen Zeitraum von ca. einem halben Jahr 80 % mehr bekommen.
Ich muss jedoch bemerken, dass ich vor einem halben Jahr mit einem relativ geringen Anfangsgehalt begonnen hatte. Selbstbewusstsein rentiert sich auf dauer immer.
Also, lasst Euch nicht einschüchtern und fordert selbstbewusst, was Ihr glaubt wert zu sein.
Aus Erfahrung weiss ich, dass man sich nur unglücklich macht, wenn man zu starke Kompromisse eingeht. Das Ende ist nur, dass man sich unwohl fühlt und sich auf dauer nicht mehr mit seiner Arbeit identifizieren kann.

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Francis: Offline


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Datum: 24.04.2007
Uhrzeit: 11:59
ID: 23338



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Bei der ganzen Diskussion sollte man aber auch nicht vergessen, dass es ganz grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Büros gibt.

Das Durchschnitts-Büro ist doch ziemlich klein (ca. 3 Mitarbeiter) und hat auch oft nur kleine Projekte (hier mal einen Dachausbau, da mal einen Anbau). Wettbewerbe machen die gar nicht, können die sich nicht leisten, da im Zweifel nichts bei rum kommt.

Dort wird man also auch nicht sooo viel verdienen, einfach weil generell nicht so viel Geld da ist.

Dann gibts die grossen Büros, möglichst auch internationale, die die Millionenprojekte machen. Klar, da kommt genug Kohle bei rum, also wird man auch dementsprechend bezahlt werden können.

Hab zwar in Deutschland noch nicht bei einem Top-Büro gearbeitet, aber im Ausland schon, und da waren die Gehälter ziemlich gut und angemessen.

Man sollte also bei den Gehaltsvorstellungen auch die Situation des Büros berücksichtigen. Wie viel Geld da überhaupt vorhanden ist, wie die Auftragslage ist etc.

Ich halte das für mich persönlich so, dass ich mich da dann auch anpasse. Das kann auch schon mal Rückschritte im Gehalt bedeuten, aber da ist doch echt jedes Büro anders.

Wegen Geld hab ich bisher noch keinen Job abgelehnt, das war immer zweitrangig, erstmal gehts mir um die Projekte an sich, ob das interessant ist und mir gefällt, dann kommt erst das Geld ;-)

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netzbau: Offline


netzbau is on a distinguished road

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Datum: 26.04.2007
Uhrzeit: 22:05
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Zitat:
Wegen Geld hab ich bisher noch keinen Job abgelehnt, das war immer zweitrangig, erstmal gehts mir um die Projekte an sich, ob das interessant ist und mir gefällt, dann kommt erst das Geld ;-)
Also wegen des Geldes habe ich bereits Jobs abgesagt - es waren durchweg nette Büros und sie hatte niedliche nette Projekte - aber ich hätte ja davon leben müssen und bin daher bei meinem Arbeitgeber geblieben... .

Zum Thema Einstiegsgehalt - ich habe nach dem Diplom ca. 2.900 Öcken bekommen - allerdings in einem Büro für Projektmanagement.

Ich kenne Büros von ehemaligen Professoren, die zahlen Ihren ehemaligen Studenten (die waren nicht die schlechtesten) 1000 Euro (ich schreibs mal aus eintausend Euro)! Du wirst dann nicht fest sondern für ein Projekt oder einen oder mehrere Wettbewerb(e) angestellt - i.d.R. 1-2 Jahre.

Dass es einen Anstieg der Gehälter gegeben haben sollte ist scheinbar an mir vorbeigegangen - ich kann in meinem Bekanntenkreis nur das Gegenteil bebachten.

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smurf: Offline

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Datum: 09.05.2007
Uhrzeit: 21:52
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also ich kenne kaum ein kleineres büro das überhaupt festanstellt. wundert mich gar sehr wenn ich hier "gehälter" höre, und dazu summen um die 3000 €. ich höre eher, daß sich viele absolventen auf studi-jobs zu studi-stundensätzen bewerben (um die 10€/h).
gibt es ein so starkes gefälle zwischen den bundesländern, oder ist dies nur mein zufälliger informationsstand der nicht die realität trifft?

Geändert von smurf (10.05.2007 um 11:15 Uhr).

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