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Datum: 20.07.2011
Uhrzeit: 10:21
ID: 44450



AW: Positives zur Jobsuche #46 (Permalink)
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Ich bewundere euren Optimismus. Was ich zu wenig habe, habt ihr zuviel.

Vielleicht ist eure Einstellung auch richtiger. Wenns dann schlimmer kommt, hat man wenigstens vorher eine schöne "optimistische" Zeit gehabt. Jedenfalls könnt ihr die 4 schon mal vergessen, wie es Archimedes schreibt. Aber wer weiß: Alles ist möglich! Außerdem heißt der Thread ja "Positives zur Jobsuche" - da sind meine Erfahrungen wohl fehl am Platz.

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Cruiser: Offline


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Datum: 20.07.2011
Uhrzeit: 14:07
ID: 44454



AW: Positives zur Jobsuche #47 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Bei Einigen steht die 2 auch nach 10 Jahren noch vorne.
Wohlgemerkt Bruttomonatsgehalt für Vollzeitbeschäftigte.
Eindeutiger Fall von selbst Schuld.
Wenn Einsteiger in diversen Firmen sogar schon mit einer 3 vorn anfangen, dann würde ich nach 10 Jahren mit einer 2 vorn MINDESTENS das Büro wechseln.
Sowas ist Ausbeutung. Ein Freund von mir arbeitet für das Geld hier "nur" als Tischler (8 Jahre Berufserfahrung)!

Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Ein Vorschlag: Wir alle legen uns dieses Posting auf Wiedervorlage und treffen uns hier im Juli 2016 nochmal. Bin sehr gespannt.
Ich auch... zumindest kann ich in gut 1/2 Jahr über mein Einstiegsgehalt berichten
__________________
"Ästethisches Gelingen richtet sich im wesentlichen danach, ob das Geformte den in der Form niedergeschlagenen Inhalt zu erwecken vermag"
(Adorno, 1970)

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Datum: 20.07.2011
Uhrzeit: 14:56
ID: 44456



AW: Positives zur Jobsuche #48 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Cruiser Beitrag anzeigen
Eindeutiger Fall von selbst Schuld.
Wenn Einsteiger in diversen Firmen sogar schon mit einer 3 vorn anfangen, dann würde ich nach 10 Jahren mit einer 2 vorn MINDESTENS das Büro wechseln.
Sowas ist Ausbeutung.
Nein, so was nennt man freie Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage regeln die Gehälter.
Keiner macht das gerne für unter 3.000 Euro/Monat, aber es bleibt oft nicht wirklich eine Alternative, außer Hartz IV oder Auswandern, aber auch das verlockende Ausland ist kein Garant für tolle Arbeitsbedingungen und Gehälter. Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach heißt da manchmal die Devise.
Aber warum noch lange drüber reden?
Einfach selbst ausprobieren und dann nicht vergessen in 6 Monaten und 5 Jahren hier zu berichten. Hoffentlich positiv, aber Hauptsache ehrlich.

So long

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jani1975: Offline


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Datum: 20.07.2011
Uhrzeit: 18:08
ID: 44457



AW: Positives zur Jobsuche #49 (Permalink)
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dafür das ich aus dem ländlichen raum komme ( westerwald) finde ich die sache mit 2.000 brutto schon ok. ( bei ner 38.5 std woche )
in 6 monaten sinds ja 2.300 und in einem jahr kann ich evt an der 3 kratze

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Datum: 25.07.2011
Uhrzeit: 22:44
ID: 44512



AW: Positives zur Jobsuche #50 (Permalink)
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@jani:
2,3 k€ wären auch in der Stadt gut. Wenn ich Dich richtig verstehe bekommst Du jetzt 2k€ in 6 Monaten 2,3k€ und in 12 Monaten 3k€?
Gerade bei letzterem hätte ich meine Zweifel.
Schau daß es zur Gehaltserhöhung kommt, wie zugesagt. Ein beliebter Kniff der AGs ist es eine Gehaltserhöhung hinauszuzögern indem man sie projektabhängig macht. Das kann dann lange dauern bis das Projekt kommt, oder es kommt sogar gar nicht.

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Datum: 26.07.2011
Uhrzeit: 23:23
ID: 44524



AW: Positives zur Jobsuche #51 (Permalink)
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da ich nicht projektbezogen arbeite, wird es daran schon mal nicht geknöpft.
ausschlaggebend wird eher sein in wie weit ich bis dahin in der lage bin eigenständig brandschutzkonzepte zu schreiben und zeichnerisch darzustellen

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Datum: 27.07.2011
Uhrzeit: 06:46
ID: 44525



AW: Positives zur Jobsuche #52 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Nightfly Beitrag anzeigen
@jani:
2,3 k€ wären auch in der Stadt gut. Wenn ich Dich richtig verstehe bekommst Du jetzt 2k€ in 6 Monaten 2,3k€ und in 12 Monaten 3k€?
Gerade bei letzterem hätte ich meine Zweifel.
Schau daß es zur Gehaltserhöhung kommt, wie zugesagt. Ein beliebter Kniff der AGs ist es eine Gehaltserhöhung hinauszuzögern indem man sie projektabhängig macht. Das kann dann lange dauern bis das Projekt kommt, oder es kommt sogar gar nicht.
2,3k wäre auch in der Stadt gut? Entschuldige wenn ich sarkastisch werde, aber es ist ein Wunder das manche nicht ihrem Arbeitgeber noch Geld spenden dafür das sie ihre Tätigkeit als Architekt ausüben dürfen und damit auch noch glücklich wären.

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Datum: 27.07.2011
Uhrzeit: 08:34
ID: 44526



AW: Positives zur Jobsuche #53 (Permalink)
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Also sind 2.300 Euro + Arbeitgeberanteil an Rente+Sozialversicherung im ersten Jahr nach dem Studium heute nichts mehr und man kann sich gleich an die Straße setzen und um Almosen betteln???

Ich glaube, die Rößer, auf denen manche sitzen, werden auch immer höher.

*Sarkasmus off*

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Datum: 27.07.2011
Uhrzeit: 09:59
ID: 44530



AW: Positives zur Jobsuche #54 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Also sind 2.300 Euro + Arbeitgeberanteil an Rente+Sozialversicherung im ersten Jahr nach dem Studium heute nichts mehr und man kann sich gleich an die Straße setzen und um Almosen betteln???

Ich glaube, die Rößer, auf denen manche sitzen, werden auch immer höher.

*Sarkasmus off*
ach Archimedes.

1. Wenn es danach kontinuierlich Gehaltserhöhungen geben würde, wären wir ja schon mal einen Schritt weiter. Wo ist denn in der Realität das Ende der Fahnenstange bei der Masse nach 10 Jahren Berufserfahrung als Angestellter?
2. Es geht um den Vergleich. Es gibt Berufsgruppen, sogar nicht akademische, die verdienen mehr, bei weniger Belastung/Verantwortung. Und das hat nichts mit hohen Rössern zu tun, sondern einfach mit der Tatsache was man sich selbst wert ist. Und bei den Architekten ist es nun mal auffällig das Sie nicht müde werden sich Argumente zu suchen um ihre Situation schön zu reden. Ich bleibe dabei, wir sind unterbezahlt.

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Datum: 27.07.2011
Uhrzeit: 10:16
ID: 44531



AW: Positives zur Jobsuche #55 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von LaHood Beitrag anzeigen
Und bei den Architekten ist es nun mal auffällig das Sie nicht müde werden sich Argumente zu suchen um ihre Situation schön zu reden. Ich bleibe dabei, wir sind unterbezahlt.
Aber das wissen wir doch alle und wir hören auch nicht auf es den Leuten zu sagen, die vor der Entscheidung stehen, ob sie Architektur studieren sollen.
Das ständige Wiederholen verbessert die Situation aber kein bißchen.

Dennoch ist es, und darauf bestehe ich, nicht mit allen anderen akademischen Berufen zu vergleichen. Es verdienen im Bereich nicht nur die Angestellten schlechter, sondern i.d.R. haben auch die Büroinhaber deutlich weniger als Führungskräfte oder Selbständige in anderen akademischen Berufen.

Wenn man also klagt, dann sollte man nicht immer von den "bösen" Arbeitgebern sprechen, sondern mal versuchen die Ausgangslage (HOAI, Lobby der Architekten in der Politik, allgemeine Verpflichtung mit Architekten zu Planen, besser ausgebildte Absolventen, Senkung der Studierendenzahlen im bereich Architektur, etc.) zu verbessern.

Und nochmal: Es ging hier bei 2.300 €uro um ein Einstiegsgehalt und nicht um Gehälter nach 10 Jahren. 2.000 - 2.300 Euro sind für den Einstieg unter Betrachtung der Gesamtsituation vollkommen in Ordnung.

Wer damit momentan nicht klarkommt sollte sofort die Branche wechseln.

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Datum: 27.07.2011
Uhrzeit: 11:05
ID: 44532



AW: Positives zur Jobsuche #56 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Aber das wissen wir doch alle und wir hören auch nicht auf es den Leuten zu sagen, die vor der Entscheidung stehen, ob sie Architektur studieren sollen.
Das ständige Wiederholen verbessert die Situation aber kein bißchen.
Ich gebe Dir Recht das das Wiederholen die Situation nicht verbessert. Aber sich einzugestehen das hier Missstände herrschen wäre ein erster Schritt. Und wenn ich immer wieder lese wie Menschen ihr niedriges Gehalt in dieser Branche schönreden, dann ist der Kurs zur Veränderung genau in der entgegengesetzten Richtung. Und darum geht es mir.

Zitat:
Dennoch ist es, und darauf bestehe ich, nicht mit allen anderen akademischen Berufen zu vergleichen. Es verdienen im Bereich nicht nur die Angestellten schlechter, sondern i.d.R. haben auch die Büroinhaber deutlich weniger als Führungskräfte oder Selbständige in anderen akademischen Berufen.

Wenn man also klagt, dann sollte man nicht immer von den "bösen" Arbeitgebern sprechen, sondern mal versuchen die Ausgangslage (HOAI, Lobby der Architekten in der Politik, allgemeine Verpflichtung mit Architekten zu Planen, besser ausgebildte Absolventen, Senkung der Studierendenzahlen im bereich Architektur, etc.) zu verbessern.
Für den letzten Absatz stimme ich Dir 100% zu. Das sehe ich genauso. Aber was ebenfalls dazu gehört ist das wir uns darüber klar werden das hier etwas nicht in Ordnung ist. Es wird sich nie etwas ändern wenn alle sich mit der Situation zufrieden geben. Warum sollte die Politik, die Architektenkammer, wer auch immer, uns mehr Geld zusprechen, wenn sich keiner beschwert und alle die Situation hinnehmen wie Sie ist? Wir müssten alle mal für eine Woche die Arbeit niederlegen, und dann mal schauen was passiert. Das wird aber nicht passieren, weil wir alle unsere eigenen Süppchen kochen und uns einreden das es ja noch viel schlechter sein könnte.

Zitat:
Und nochmal: Es ging hier bei 2.300 €uro um ein Einstiegsgehalt und nicht um Gehälter nach 10 Jahren. 2.000 - 2.300 Euro sind für den Einstieg unter Betrachtung der Gesamtsituation vollkommen in Ordnung.

Wer damit momentan nicht klarkommt sollte sofort die Branche wechseln.
Ich bin mir nicht sicher welche Gesamtsituation Du meinst, für mich ist es nicht in Ordnung, und ich verdiene sogar mehr als das. Branche wechseln ist das richtige Stichwort. Obwohl mich da schon ein wenig stört das der Widerstand so gering ist und die Alternative nur der Ausstieg sein soll.

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Datum: 27.07.2011
Uhrzeit: 11:37
ID: 44533



AW: Positives zur Jobsuche #57 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von LaHood Beitrag anzeigen
Es wird sich nie etwas ändern wenn alle sich mit der Situation zufrieden geben. Warum sollte die Politik, die Architektenkammer, wer auch immer, uns mehr Geld zusprechen, wenn sich keiner beschwert und alle die Situation hinnehmen wie Sie ist? Wir müssten alle mal für eine Woche die Arbeit niederlegen, und dann mal schauen was passiert.
Architekten gelten ohnehin in vielen Augen als notwendiges Übel, die das Bauen unnötig teuer und kompliziert machen.

Wem willst Du erklären, daß wir zu wenig bekommen?

Dem privaten Bauherrn, dem 12% der Bausumme als Architektenhonorar (Mindesthonorar nach HOAI) als total maßlos erscheinen?

Dem Gewerbetreibenden, der sich ohnehin nur schwer überzeugen lassen konnte mit einem Architekten zu bauen, weil der Hallenbauer, der alles schlüsselfertig aus einer Hand anbietet, ohnehin schon 10% günstiger war?

Dem öffentlichen Bauherr, der dem Architekten 250.000 Euro Honorar für die Generalsanierung einer großen Schule bezahlt hat und den Eindruck hat, daß die Bauabteilung seiner Behörde das auch fast alleine hinbekommen hätte?

Ein Streik sorgt nur dafür, daß man sich mehr und mehr nach Alternativen umsieht, die am Architekten vorbeiführen und die gibt's schon zu Hauf.

Die ebenfalls "schlechtverdienenden" Büroinhaber haben sich dieser Situation schon vielfach gefügt, weil sie keinen Hebel haben, den sie ansetzen könnten.
Die Angestellten rebellieren hier und da, werden aber auch mit zunehmender Berufserfahrung merken, daß da nicht allzuviel zu bekommen ist.

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Datum: 28.07.2011
Uhrzeit: 15:02
ID: 44547



AW: Positives zur Jobsuche #58 (Permalink)
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Völlige und absolute Zustimmung, Archimedes.
Die Arbeit des Architekten, dessen Aufgabe eigentlich "nur" das Zusammenführen der verschiedene Gewerke, das Vermitteln von Schnittstellen, das Moderieren mit den Hilfsmitteln "Zeichnung" und "Ausschreibung", das Auswählen von Dingen, ist, ist fachfremden oft schwer vermittelbar.
Berufanfänger denken, der Bauherr guckt auf die von ihnen in der Nachtschicht gezeichneten, wunderbar colorierten Pläne und staunt. Nein, er schiebte diese wortlos beiseite und fragt stattdessen, warum denn die Firma so ein teures Angebot gemacht hat. Es wäre also nicht weiter aufgefallen, wenn der Berufsanfänger völlig pragmatisch einfache Strichzeichnungen zusammengezimmert hätte, am Abend pünktlich+rechtzeitig nach Hause gegangen wäre und mit einer s/w-Darstellung die Büro-Nebenkostenrechung geschont hätte.

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Datum: 28.07.2011
Uhrzeit: 15:54
ID: 44548



AW: Positives zur Jobsuche #59 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von leipziger Beitrag anzeigen
Völlige und absolute Zustimmung, Archimedes.
Die Arbeit des Architekten, dessen Aufgabe eigentlich "nur" das Zusammenführen der verschiedene Gewerke, das Vermitteln von Schnittstellen, das Moderieren mit den Hilfsmitteln "Zeichnung" und "Ausschreibung", das Auswählen von Dingen, ist, ist fachfremden oft schwer vermittelbar.
Berufanfänger denken, der Bauherr guckt auf die von ihnen in der Nachtschicht gezeichneten, wunderbar colorierten Pläne und staunt. Nein, er schiebte diese wortlos beiseite und fragt stattdessen, warum denn die Firma so ein teures Angebot gemacht hat. Es wäre also nicht weiter aufgefallen, wenn der Berufsanfänger völlig pragmatisch einfache Strichzeichnungen zusammengezimmert hätte, am Abend pünktlich+rechtzeitig nach Hause gegangen wäre und mit einer s/w-Darstellung die Büro-Nebenkostenrechung geschont hätte.
Zustimmung zum Leipziger Kollegen. Allerdings kenne ich das differenzierter:
Bei Akademikern und Schönzeichner-Architekturbüros hängt da eben das Ideal mit dran - die Löhne jedoch sind in diesen Büros meistens jedoch leider unterstes Niveau.
Büros hingegen die verstärkt als Dienstleister auftreten und vllt nicht dem Entwurfsideal hinterherhecheln können viel mehr umsetzen und Ihre Leute auch halbwegs anständig entlohnen.
Ich persönlich bin meistens sogar froh wenn eine schnelle s/w-Zeichnung dem Kunden vollkommen langt (und die tun es in Vorentwürfen wirklich!) - hübsch machen kann mans später immer noch.

Zur Detailierung: In meinem ersten Job wurde sehr viel Wert auf extrem sauber gezeichnete Pläne gelegt. Die sollten halt stimmen (so wie man sich das vorstellt und im Studium auch lernt) - da geht Zeit verloren und es kommt einem wie eine Beschäftigungstherapie vor. Dann kommt der Kunde und du darfst eh alles neu zeichnen weil er 50 Änderungen will.

In meinem jetzigen Job ist es sogar erwünscht "mal schnell" was zu skizzieren weil der Kunde morgen schon eine Antwort haben will. Da ist es dann sogar egal ob das Fenster nur ein weißes Kästchen mit nem Strich drin ist, alle Wände schwarz, Grobmöblierung. So zeichnet man z.B. locker ein komplettes MFH in 4h und kann pünktlich zum Feierabend gehen - ganz ohne Überstunden und Wochenendarbeit.

Eigentlich wage ich es sogar zu behaupten, dass das Studium teilweise, trotz vorhandener Praxisnähe, schlecht auf den Beruf vorbereitet. Mein persönlicher Vorteil hier war wohl dass ich sehr viel an Praktika und Studentenjobs hinter mir hatte und deshalb schon Erfahrung mit dem Beruf an sich mitbringen konnte. Die bunten Pläne aus dem Studium mache ich nur noch für Exposee und Wettbewerbe

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Datum: 28.07.2011
Uhrzeit: 16:08
ID: 44549



AW: Positives zur Jobsuche #60 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von ArchiLipsia Beitrag anzeigen
In meinem jetzigen Job ist es sogar erwünscht "mal schnell" was zu skizzieren weil der Kunde morgen schon eine Antwort haben will. Da ist es dann sogar egal ob das Fenster nur ein weißes Kästchen mit nem Strich drin ist, alle Wände schwarz, Grobmöblierung. So zeichnet man z.B. locker ein komplettes MFH in 4h und kann pünktlich zum Feierabend gehen - ganz ohne Überstunden und Wochenendarbeit.
Ja, so muß es oftmals laufen, wenn man am Ende was verdienen will, denn die pauschalen Punktzahlen nach HOAI für Ausschreibungen und Bauleitung reichen bei kleineren Projekten bis ca. 500.000 Euro Baukosten hinten und vorne nicht, so daß man sich in der Entwurfsphase Zeit zusammensparen muß, die man nachher unbedingt braucht um das Projekt ordentlich abwickeln zu können.


Zitat:
Zitat von ArchiLipsia Beitrag anzeigen
Eigentlich wage ich es sogar zu behaupten, dass das Studium teilweise, trotz vorhandener Praxisnähe, schlecht auf den Beruf vorbereitet.
Das ist keine gewagte Behauptung, sondern traurige Realität. Das sieht natürlich jeder Absolvent mit gutem Diplom oder Master erstmal anders und verlangt ein saftiges Einstiegsgehalt entsprechend anderen Akademikern.

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