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Datum: 29.01.2004
Uhrzeit: 18:13
ID: 3105



Architektur ohne Computer?

#1 (Permalink)
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Als ich 1998 mit meinem Architekturstudium angefangen habe, war es durchaus nicht üblich, dass jeder einen Computer besitzt. Im Entwurfsseminar hat bis zum Ende des Grundstudiums vielleicht gerade einmal die Hälfte aller Gruppen Ihre Pläne mit dem Rechner erstellt.
Meine Gruppe arbeitete im Seminarraum aber von Anfang an häufig mit dem Laptop. Bald darauf, brachte die nächste Gruppe gleich Ihren ganzen Rechner mit.
Der Professor beobachtete diese neue Arbeitsweise skeptisch, übte aber zumindest bei uns keine Kritik, da die Darstellung trotz Computer angemessen war.
Ich habe von anderen Universitäten aber schon gehört, dass die Arbeit am Computer im Grundstudium untersagt ist.
Mich würde interessieren, wie die Situation heute an den verschieden Universitäten aussieht. Kennt Ihr noch Kommilitonen, die ohne Computer arbeiten? Und, daraus folgend – gibt es Leute, die keine oder nur geringe Computerkenntnisse haben und nach ihrem Abschluss eine Beschäftigung gefunden haben?
Kann man sich heute in der Architektur noch dem Computer verweigern?

Grüsse
Florian
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Florian Illenberger

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Tobias: Offline

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Beitrag
Datum: 29.01.2004
Uhrzeit: 20:32
ID: 3107



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Ich kann nur sagen, wie es an der TU Kaiserslautern aussieht:

PC & CAD ist im Grundstudium erlaubt und wird zu etwa 50% genutzt.
Als ich 1998 angefangen habe, waren es gerade mal 2 von 150 Leuten.

Bei uns geht es sogar soweit, dass sich die ganze CAD-Mania immer stärker ausprägt. Kommt der eine mit einer interessanten Visualisierung oder Renderings von Innenräumen, steht es fast schon auf den Mindestvoraussetzungen des nächsten Entwurfes

Bei mir im Semester gibt es aber immer noch ca. 5 "Freaks" die noch per Hand zeichnen, 2 davon sogar richtig gut und nur s/w. Bei ihren Zeichnungen können die meisten CAD_User einpacken.

Allgemein bin ich der Meinugn, dass auch nachwiefor handgezeichnete Pläne schöner zu lesen sind und eine ausdrucksvollere Darstellung haben ... aber nur wenn man wirklich gut zeichnen kann ... und das können leider nicht viele

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Beitrag
Datum: 29.01.2004
Uhrzeit: 20:39
ID: 3108



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Bei 1:100 Entwürfen kann ich mir das gerade noch vorstellen, was machen die aber in Fächern wie Ausbau (z.B. für die Ausführungsplanung), Bauökonomie (Mengenermittlung, Terminplanung, Ausschreibung) und in Fächern wo man z.B. Lichtsimulation oder Ermittlungen für das Raumluftklima macht?

Werden Texte noch Handgeschreiben akzeptiert? Oder tippen die mit der Schreibmaschine?

ich würde mich ja freuen wenn die auch hier im Forum posten würden - aber die Chance ist warscheinlich gering?! Oder beschränkt die die Computerverweigerung nur auf den Entwurf - so rein aus prinzip

Grüsse
Flo
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Florian Illenberger

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Tobias: Offline

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Datum: 29.01.2004
Uhrzeit: 20:45
ID: 3109



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achso, ich dachte du meinst das reine CAD-Zeichnen ...

Außerhalb des Plänezeichnens geht in Kaiserslautern eigentlich gar nichts mit Hand. Es muss alles mit Excel, Word, Pagemaker etc. ausgefertigt werden.
Man muss es sogar immer als PDF abspeichern und auf CD abgeben. Wenn es präsentiert wird, geht in Kaiserslautern nichts ohne Beamer ... ist seit etwa 1 Jahr Standard.

Insgesamt sind die hier etwas PC-Verrückt

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wensen: Offline


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Datum: 01.02.2004
Uhrzeit: 21:45
ID: 3155



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die situation an der FH Karlsruhe:
ich (2tsemester) zeichne von anfang in cad, weil mir für handzeichnungen die fähigkeiten fehlen.
bei uns zeichnen seit diesem semester mehr mit cad, und es wird auch besser, teilweise auch schlechter,aber das ist die ausnahme. von hand zeichnen vielleicht noch 5, 6 leute.
in cad hat man eben auch schneller mal was geändert, als von hand, da kann man kein groben änderungen vornehmen ohne alles neu zeichnen zu müssen.
im ersten sem mussten wir alle in zeichnen und gestalten ein ferienhaus von hand zeichnen...für mich der horror, kann das eben nicht so. also freizeichnen schon aber grundrisse und sowas, nee.
und der prof war überrascht als er jemand gesehen hatte, der das in cad ausgedruckt hatte bei der korrektur. 'ach sie zeichnen schon in cad?'
naja, so sind die unterschiede eben.

gruss
wensen

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Datum: 02.02.2004
Uhrzeit: 08:39
ID: 3157



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Vielleicht ist es für die Einschätzung der Situation an den Universitäten ja auch interessant zu hören, wie es bei uns Bauingenieuren läuft.

Wir mussten alles handschriftlich abgeben, ob es nun die Zeichnungen für Darstellenden Geometrie, Vermessungskunde oder Straßenentwurf waren. Auch Rechnungen oder andere Hausarbeiten durften nicht in Word angefertigt werden, sondern mussten handschriftlich eingereicht werden. Den Instituten wollten damit angeblich erreichen, dass die Arbeiten eingenständig angefertigt werden. Es hatte insgesamt zur Folge, dass man beste Übung darin bekam, Kopien abzuschreiben oder Zeichnungen durchzupausen.
Im Vertiefungsstudium ab dem 7. Semester war es dann bei meinem Institut plötzlich so, dass Präsentationen in PowerPoint erstellt werden mussten und die Arbeiten als Word-File abgeben werden sollten. Dabei wurde auch auf tolles Layout geachtet. Für diejenigen, die bis dahin nur mit dem Kugelschreiben umgehen konnten und zum Teil noch keinen eigenen Computer hatten (gab es wirklich!) war das ganz schön schwer.

So läuft das bei uns Bauingenieuren, die ja immer witzeln, viel bessere Ingenieure als die Architekten zu sein.

Ulrike

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Datum: 02.02.2004
Uhrzeit: 08:44
ID: 3158



Re: Architektur ohne Computer? #7 (Permalink)
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Zitat:
Originally posted by Florian
Kennt Ihr noch Kommilitonen, die ohne Computer arbeiten? Und, daraus folgend – gibt es Leute, die keine oder nur geringe Computerkenntnisse haben und nach ihrem Abschluss eine Beschäftigung gefunden haben?
Kann man sich heute in der Architektur noch dem Computer verweigern?
Ich kenne noch eingie Kommilitonen, die noch nie am Computer gezeichnet haben. Meistens haben die dann immer mit Leuten zusammengearbeitet, die schon sehr gut Zeichen können und wahren dann für die Modelle zuständig. Auch bei uns im CAD Kurs tauchen immer mal wieder Studenten auf, für die der Computer noch sehr fremd ist.

Flo

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Datum: 02.02.2004
Uhrzeit: 11:20
ID: 3161



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Hallo Zusammen.

Ich bin schon seit einiger Zeit mit dem Architekturstudium fertig und habe 1997 angefangen zu studieren. Damals waren die Computeruser noch klar in der Minderzahl ich würde mal schätzen so um die 2-5%. Innerhalb von 5-6 Semestern hat sich das Bild geändert und so würde ich sagen dass bei uns im Semester nur noch 2-5% mit Hand gezeichnet haben. Ich habe in Stuttgart studiert und dort waren in den ersten Semstern die Computer (CAD) verboten. Mittlerweile kann es jeder Student halten wie er will und mit CAD oder Hand zeichnen wobei die meisten von Anfang an mit Computer zeichnen. Ich finde es zwar gut dass man sich von Anfang an mit dem Computer beschäftigt finde es aber auch wichtig, dass man noch mit Hand zeichnen kann.

Auch ich bin während meines Studiums zu einem Cmputerfreak mutiert und ich denke ohne diese Wandelung wäre es sehr schwer geworden einen Job zu finden. Ein Freund von mir der den Computer verweigert findet aus diesem Grunde keinen Job. Oft ist es ja schon so, dass man nicht wegen seiner fehlenden Computerkenntnisse den Job nicht bekommt (die werden ja mittlerweile vorausgesetzt) sondern schon wegen der verschiedenen CAD- und sonstigen Programmen die man beherrscht oder auch nicht. So habe ich den Job hier u.a. auch bekommen weil ich sehr viele Programme beherrsche und so zeige, dass ich mich dem Computer nicht verweigere.

Architektur zu studieren und kein CAD Programm zu können ist heutzutage schon fast so wie als LKW-Fahrer arbeiten zu wollen und nur einen PKW-Führerschein zu besitzen.

Viele Grüsse

Wolfgang

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Datum: 06.02.2004
Uhrzeit: 19:09
ID: 3187



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Diejenigen unter Euch, die jemanden kennen, der noch ohne Computer entwirft (bzw. Entwürfe macht), meint Ihr, Ihr könntet Eure Kommilitonen dazu bewegen, hier im Forum mal zu posten, warum sie nicht mit dem Computer arbeiten?
Ich nehme zwar an, das jemand der nicht kein CAAD benutzt auch nicht unbedingt in Foren unterwegs ist, aber vielleicht lässt sich sojemand mal überreden?! - Ist ja alles anonym

Mich würden die Beweggründe stark interressieren. Pauschal würden mir nur wenige Gründe einfallen:
1. Die Meinung, CAD Entwürfe seien zu klinisch
2. Man kann mit CAD nicht umgehen
3. Man hat keinen Computer und will nicht in den Uni-Pools arbeiten

In allen Fällen würde mich interessieren, wie diejenigen Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt einschätzen. Vielleicht haben sie sich ja im Studium bereits auf Gebiete spezialisiert, wo die entwurfliche Arbeit mit dem Computer unnötig ist.

Grüsse
Florian
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Florian Illenberger

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Datum: 02.03.2004
Uhrzeit: 15:53
ID: 3345



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Zitat:
Architektur zu studieren und kein CAD Programm zu können ist heutzutage schon fast so wie als LKW-Fahrer arbeiten zu wollen und nur einen PKW-Führerschein zu besitzen.
Sehe ich genauso!

Der Arbeitsmarkt wird das regulieren.

Kein Computer - kein Job!

Hart aber logisch.

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Björn4: Offline

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Datum: 26.03.2004
Uhrzeit: 19:20
ID: 3589



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CAD, Visualisierungen usw. alles schön und gut.....aber mittlerweile ist es ja schon so das selbst bei 14-tägigen Entwürfen bzw. 1-tägigen Stegreifen die Leute immer mehr Aufwand betreiben!

Darunter leidet meiner Meinung nach schon ein bißchen der Entwurf an sich...habe auch das Gefühl das sich viele Professoren oft vom Layout und den vielen schönen "bunten Bildchen" verleiten lassen gute Noten zu geben...bezeichnend für eine Gesellschaft aus "mehr Schein als Sein".

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Datum: 26.03.2004
Uhrzeit: 20:04
ID: 3591



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Das stimmt schon mit dem zu großen Zeitaufwand bei Zwischenabgaben oder Stegreif-Entwürfen.

Allerdings kann ich auch die Zettelwirtschaft mancher Studenten nicht verstehen, die 15 Blätten in unterschiedlichsten Formaten, oft schlecht zu erkennen, an die Pinwand heften.
Welcher Mensch soll da bitte in der Lage sein, etwas aus diesen Zetteln zu lesen. Das ist manches Mal schon sehr mühselig für alle Beteiligten. Wenigstens eine gewisse Struktur und Schlüssigkeit im Anordnen der wichtigsten (!!!) Informationen kann man schon erwarten.

In der Regel erleichtert einem das auch das Weiterarbeiten an sich. Man wertet die vorhandenen Ergebnisse aus und fokusiert auf die wichtigsten Inhalte. Gleichzeitig löst man sich dann auch gezwungenermaßen von zwar netten Ideen, die aber im konkreten Fall vielleicht nur hinderlich sind...
Jedenfalls habe ich schon viele Präsentationen erlebt, die den Betreuern durch den absoluten Mangel an System schwer zugänglich wurden, obwohl vielleicht die Idee nicht schlecht war. Und bei einer Vorstellung muß man auch nicht jeden dokumentierten Zwischenschritt zeigen, oder?

Naja, also ich erwarte sicher keine Renderings und teuren Drucke in Zwischenabgaben, aber ein Grundmaß an Ordnung, Verständlichkeit und auch die richtige Selektion der Informationen sind immer ein PLUS.

Grüße,
Samy

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