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| ehem. Benutzer Registriert seit: 13.03.2007
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MachHin: Offline
Beitrag Datum: 18.12.2011 Uhrzeit: 22:18 ID: 45651 | Social Bookmarks: LaHood, ich vertrete eine ähnliche Meinung. Ich habe auch keine Lust mich für so ein Gehalt zu tode zu arbeiten. Die anderen Jünglinge, die erst vor wenigen Monaten ihren Fuss ins Berufsleben gestellt haben, haben sich bereits versklaven lassen. Die Woche geht zu Ende und weder der Chef noch die Chefin kamen auf mich zurück, um mich den Aufhebungsvertrag unterschreiben zu lassen. Ich bin etwas verwirrt. Nun nehme ich an, dass die mich eventuell doch vor Weihnachten feuern werden, da ich mit meinem Projekt kurz vor dem Abschluss stehe. Ich teile ebenfalls die Meinung mit einigen anderne hier im Forum, dass ich gerne bereit bin länger zu arbeiten, wenn das Büro sich um eine angenehme Arbeitsatmosphäre bemüht. Versklaven lassen möchte ich mich jedoch nicht und so enden wie viele andere, die wegen Burnout ins Krankenhaus müssen und sich einer Therapie beim Psychologen unterziehen müssen. Ein Kollege ist genau an dem Punkt. Er ist leer und verbraucht. Kann nicht mehr... Mal sehen was nächste Woche passiert. ![]() |
| Registrierter Nutzer Registriert seit: 29.04.2011
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Arkham: Offline
Beitrag Datum: 19.12.2011 Uhrzeit: 01:07 ID: 45652 | Social Bookmarks: Hey Archimedes, ich weiss nicht was Ihr fuer Projekte habt oder wie Euer Workflow aussieht aber in dem Buero fuer das ich arbeite wuerde man ohne Architekturstudium nicht weit kommen. So gesehen finde ich den Einwand das man sich nicht soviel auf seine Abschluss einbilden soll hart gesagt ignorant. Probiers mal zum testen mit jemandem ohne Studium Oder anders gesagt: Falls Ihr entwerft, lass mal den Bautechniker ran (hell yes!).Plus: Trägt bei Dir jemand der nicht gerade AVA oder Bauleitung macht keine Verantwortung? Verkauft ein guter Entwurf oder eine gute Grafik bei Euch nicht das Projekt oder gewinnt den Wettbewerb? Was ist mit denen die Fensterliste oder Fliesenplan erstellen. Kann es sein das Ihr fuer Dein Architekturbuero eigentlich keine Architekten braucht? 2:Und wird nur derjenige angemessen bezahlt der eine wichtige Rolle spielt. Was ist mit denen die 'arbeiten'? Als Plus zu Weihnachten: Die Fülle von Zusatzqualifikationen die gerne erwartet und genutzt werden und die in den 2500 brutto natürlich enthalten sind. Das ist eine Parallelwelt die sich kein Bautechniker oder Chef den ich bisher kennengelernt habe erschlossen hat im Architekturbuero aber täglich genutzt werden: Mindestens ein halbes Dutzend CAD Programm inklusive extremer Exoten,genausoviele Zusatzprogramme fuer AVA, Massenermittlung etc.,plus Office. 'Welche Texturen, Shader, Billboards etc. haben Sie denn im Studium verwendet'? Den Unterschied zwischen unbiased render und raytracen kann Dir auch kein Bueromensch mit Verantwortung erklären. Dann pixel- und vectorbasierte Zeichenprogramme natürlich und neuerdings gehört auch eine permanent aktualisiserte Marktuebersicht nuetzlicher Onlinetools die moeglichst umsonst sind dazu. Layout? Das ganze kannst Du dann mit Kompatibilitäten und Austauschformaten zwischen dem Teller Buntes potenzieren. Es geht weiter mit vertieften Kenntnissen der Druckvorstufe am besten noch Serveradministration und mit einer CNC umzugehen wird einem ja quasi mit in die Wiege gelegt. Ah, vergessen, die Website des Bueros koennte mal neu gemacht werden. Wir haben diese Besenkammer als Modellbauwerkstatt, Sie muessen nur temporär einen anderen Platz fuer die Mineraliensammlung meiner Gattin finden ... Und parallel werdem dem Bauherren die Visualisiserungen nicht in Rechnung gestellt in der Hoffnung den Auftrag zu bekommen. Ich hoere hier auf um mich nicht zu vergessen. Aber vielleicht regt die Liste dazu an die 2500 zu ueberdenken und sich klar zu werden das das mindestens 500 zuwenig sind, gnadenbringende Weihnachtszeit. @MachHin Sofern Du es Dir leisten kannst beende den Job so schnell wie moeglich. Vielleicht hast Du die Moeglichkeit was im Ausland zu finden. Bei allem was ich hoere und u.a. hier lese und schonmal selber mitgemacht habe ist das glaube ich fuer deutsche Architekten die einzige nachhaltige Option. In diesem Sinne, viel Glück!! Geändert von Arkham (19.12.2011 um 01:12 Uhr). Grund: _ |
| Registriert seit: 22.02.2005
Beiträge: 2.336
Kieler: Offline
Ort: Kiel
Hochschule/AG: Architekt Beitrag Datum: 19.12.2011 Uhrzeit: 09:51 ID: 45653 | Social Bookmarks: Haha, herrlich! ![]() |
| Social Bookmarks: Ich glaube Du hattest schon am Anfang des Beitrages den Faden etwas verloren, denn die Statements trafen nicht das was ich geschrieben hatte. Das klingt doch ziemlich wirr, durcheinander und sehr gefrustet. Nüchtern betrachten hilft manchmal weiter: Eigene Stärken und Schwächen analysieren und sich auch eingestehen. Nicht jede Ermüdung ist gleich Burn-Out (damit ist man heute sehr schnell zur Hand). Und: Nicht alle Chefs sind böse Menschen und verlangen unmenschliches (keiner der etwas Ahnung hat erwartet eine unnötige Palette von dutzenden Programmen, die beherrscht werden müssen). Es wird sehr gerne übertrieben, wenn es um die Beschreibung von Arbeitsplatzsituationen und Anforderungen geht. "Keiner" läßt den Bautechniker entwerfen, weil der in seinen 4 Jahren Ausbildung im Bau-/Planungsbereich (3 Lehre + 1 Technikerschule) eher praxisorientiert und technisch ausgebildet wurde und somit eher in die Ausführung (AVA/Bauleitung) gehört, während der Diplom- oder Masterstudent (Architektur) in den ca. 4-5 Jahren Studium eher theoretisch und gestalterisch ausgebildet wurde und somit zunächst in die Planung/in den Entwurfsbereich gehört. Beide Gruppen haben eine ähnliche Zeit mit Ihrer Ausbildung/mit Schule verbracht...der eine darf sich irgendwann Architekt nennen, der andere nur Bautechniker. Das alleine trifft aber noch keine Aussage darüber wer letztlich wertvoller für das Büro sein wird und daher besser bezahlt werden sollte. Frohe Weihnachten. | |
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