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Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all

Beitrag
Datum: 06.08.2013
Uhrzeit: 07:17
ID: 50611



AW: 48 Arbeitsstunden wochentlich

#1 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von hä? Beitrag anzeigen
Sollte schon möglich sein, einen potentiellen Arbeitgeber auf ein inakzeptables Angebot aufmerksam zu machen und ihm die Möglichkeit zum Nachbessern zu geben.
Man darf aber davon ausgehen, dass der Großteil der Arbeitgeber die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt besser kennt als die Bewerber selbst.
Wer solche Bedingungen (48 Stundenwoche etc.) aufstellt, weiß vermutlich sehr wohl was er tut und sucht niemanden der ihn belehrt und lange verhandelt, sondern Jemanden der darauf eingeht und die Lage auf dem Arbeitsmarkt und in anderen Büros einschätzen kann. Ob sich Jemand findet liegt an den Bewerbern. Natürlich gibt's für beide Seiten Rechte und Pflichten, die auch in diesem Fall zur Anwendung kommen, aber halt bei einer überdurchschnittlichen Regelarbeitszeit.
Ich bin mir sicher, dass diese Art von Vorgabe (lange Arbeitszeit) eine ganz klare Vorselektion vom AG ist, eben um sich nicht zeitraubend mit dutzenden Bewerbern rumschlagen zu müssen, die eigentlich was anderes oder weniger arbeiten wollen.

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Beitrag
Datum: 06.08.2013
Uhrzeit: 09:30
ID: 50612



AW: 48 Arbeitsstunden wochentlich

#2 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Man darf aber davon ausgehen, dass der Großteil der Arbeitgeber die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt besser kennt als die Bewerber selbst.
... die meisten Arbeitgeber kennen die Bedingungen der Arbeitgeberseite besser als die Arbeitnehmer, insofern stimme ich dir zu. Ob es sich dabei um eine neutrale Betrachtung handelt, darf zumindest angezweifelt werden, da die eigene Angestellenzeit bei vielen schon zu lange zurückliegt, um die derzeitige Situation zu beurteilen, bzw. nie stattgefunden hat.
Wobei ich niemandem etwas böses unterstellen möchte, ich komme selbst aus einem "Selbstständigenhaushalt" und denk daher dass ich beide Seiten ganz gut einschätzen kann. natürlich muss auch ein AG wirtschaftlich denken, und darf dass für sein unternehmen günstigste Angebot aushandeln. Gleiches muss jedoch auch für den AN gelten.

Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Wer solche Bedingungen (48 Stundenwoche etc.) aufstellt, weiß vermutlich sehr wohl was er tut und sucht niemanden der ihn belehrt und lange verhandelt, sondern Jemanden der darauf eingeht und die Lage auf dem Arbeitsmarkt und in anderen Büros einschätzen kann.
ich hoffe du möchtest damit nicht sagen, dass es schon ok ist, solch "ausgereizte" Verträge aufzubieten (ob das ganze in diesem fall noch rechtens ist, da nur die reine Arbeitszeit gerechnet wird, ohne Fahrzeiten zu den Baustellen etc.. kann ich nicht beurteilen) weil der Arbeitsmarkt es halt grade hergibt, sprich so beschissen ist, das schon jemand unterschreiben wird, um überhaupt nen Job zu haben.


Grüße M.

P.S:

an den Frühling:

es wäre wirklich mal interessant, die anderen Rahmenbedingungen zu kennen, sprich Gehalt, Urlaub, Überstundenregelung etc... Ansonsten fällt es schwer, das ganze richtig einzuschätzen.

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Beitrag
Datum: 06.08.2013
Uhrzeit: 09:33
ID: 50613



AW: 48 Arbeitsstunden wochentlich #3 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Ich bin mir sicher, dass diese Art von Vorgabe (lange Arbeitszeit) eine ganz klare Vorselektion vom AG ist, eben um sich nicht zeitraubend mit dutzenden Bewerbern rumschlagen zu müssen, die eigentlich was anderes oder weniger arbeiten wollen.
Wohl doch eher, um Bewerber vorab auszusortieren, die ihren Marktwert und ihre Rechte kennen und auch gerne mal nicht jeden Sch**ß mitmachen.

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Datum: 06.08.2013
Uhrzeit: 09:48
ID: 50614



AW: 48 Arbeitsstunden wochentlich #4 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archiologe Beitrag anzeigen
Wohl doch eher, um Bewerber vorab auszusortieren, die ihren Marktwert und ihre Rechte kennen und auch gerne mal nicht jeden Sch**ß mitmachen.
Ich verstehe Eure Probleme einfach nicht.
Es ist wie überall: Angebot und Nachfrage.
Wir leben in einer sozialen Markwirtschaft.
Das ist schon ein großer Vorteil für Arbeitnehmer gegenüber der USA. Wer überhaupt keine Lust hat irgendein Angebot anzunehmen oder absolut nicht arbeiten möchte, bekommt hier zumindest genug zum Überleben.

Es zwingt niemanden ein Angebot anzunehmen, was ihm nicht schmeckt.
Anbieten darf man erstmal quasi "alles" was noch im rechtlichen Rahmen vertretbar ist. Aufregung darüber ist unangebracht.

Beispiel: Es steht ein Haus zum Verkauf, welches mir gut gefällt, aber 500.000 Euro Festpreis kosten soll. Ich habe aber nur 300.000 Euro zum ausgeben. Warum soll ich mich dann auf dieses Angebot stürzen und auf Teufel komm raus verhandeln und anschl. noch gekränkt sein, weil ich abgeblitzt bin. Ist doch Blödsinn. Direkt die Finger davon lassen und etwas suchen, was zu meinem Budget paßt.

Es muss Niemand einen 48 Stundenvertrag annehmen. Es gibt aber vielleicht Leute, die sich dafür interessieren und es leisten können und wollen.
Ich sehe darin überhaupt kein Problem und Anlaß für endlose Diskussionen.

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Datum: 06.08.2013
Uhrzeit: 14:00
ID: 50615



AW: 48 Arbeitsstunden wochentlich #5 (Permalink)
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Zitat:
Es ist wie überall: Angebot und Nachfrage.
Wir leben in einer sozialen Markwirtschaft.
Der erste Satz hat imho mit dem zweiten nichts zu tun und Deine folgende
Argumentation könnte aufgehen, wenn es denn nicht mehr Nachfrager als
Anbieter gebe.
Wie handelt denn nun derjenige Anbieter, der eine Unwucht in diesem
Verhältnis ausnutzt? Ist denn die Motivation nicht: "Da wird schon einer
kommen, der genug in Nöten ist das Angebot anzunehmen" oder ist die
Triebfeder tatsächlich eine gute Kraft für gutes Geld und zu fairen
Bedingungen einstellen zu wollen, der dann auch länger arbeitet, weil er einem
dann mehr Gutes tut?
Zitat:
Man darf aber davon ausgehen, dass der Großteil der Arbeitgeber die
Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt besser kennt als die Bewerber selbst.
Dieser Satz heißt für mich übersetzt: Er hat ein Fingerspitzengefühl dafür,
wie hoch aktuell am Markt die Schwelle des Leidensdruckes zum gerade noch
Annehmbaren ist.
Natürlich bei vier netto sieht das dann schon wieder anders aus, aber auf der
Seite der Waagschale ist dann meistens nichts...

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Datum: 06.08.2013
Uhrzeit: 14:59
ID: 50616



AW: 48 Arbeitsstunden wochentlich #6 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Kieler Beitrag anzeigen
Wie handelt denn nun derjenige Anbieter, der eine Unwucht in diesem
Verhältnis ausnutzt? Ist denn die Motivation nicht: "Da wird schon einer
kommen, der genug in Nöten ist das Angebot anzunehmen" oder ist die
Triebfeder tatsächlich eine gute Kraft für gutes Geld und zu fairen
Bedingungen einstellen zu wollen, der dann auch länger arbeitet, weil er einem dann mehr Gutes tut?
Ich denke, wir Beide wissen, dass es auch anders geht bzw. gehen muss.
Aber tun wir doch nicht so, als wäre unsere Branche eine Ausnahme und hören mit dem Selbstbemitleiden auf.
Natürlich wird jede Situation und Marktschwäche ausgenutzt und es finden sich auch immer Leute, die sich ausnutzen lassen. Das ist aber doch nicht eine Erfindung der Architekturbranche, sondern in allen Bereichen zu beobachten.
Wieso hat denn Jeder von uns schonmal bei Amazon irgendwas 10% billiger per Internet gekauft, während die nette Buchverkäuferin zwei Straßen weiter um's wirtschaftliche Überleben kämpft?
Bequemlichkeit, Geiz, fehlendes Mitgefühl... Eigenschaften, die man selbst an den Tag legt, aber Arbeitgebern gerne vorwirft und fehlende Moral anprangert.

Zitat:
Zitat von Kieler Beitrag anzeigen
Dieser Satz heißt für mich übersetzt: Er hat ein Fingerspitzengefühl dafür,
wie hoch aktuell am Markt die Schwelle des Leidensdruckes zum gerade noch
Annehmbaren ist.
Klar, dass gehört bei Einigen dazu. Letztendlich geht es doch allen AGs darum möglichst viel verwertbare Leistung vom AN für möglichst wenig Geld zu bekommen. Netten AGs ist dann vielleicht das gute Gefühl und das Lächeln der Mitarbeiter noch ein paar Euro mehr wert. Aber auch der nette AG muss sich langfristig auf dem Markt gegen die "bösen" AGs behaupten und das kann er nicht, wenn er immer deutlich teurer als diese ist, weil er seine Mitarbeiter so gut wie möglich behandeln möchte.


Ich bleibe dabei:
Ich finde an einem 48-Stundenvertrag zunächst nichts Verwerfliches. Man muss die sonstigen Bedingungen betrachten und für sich befinden, ob es akzeptabel ist.

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Datum: 06.08.2013
Uhrzeit: 15:52
ID: 50617



AW: 48 Arbeitsstunden wochentlich #7 (Permalink)
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ich hatte bei meiner Antwort die Infos des Themenstarters im Hinterkopf:
Zitat:
[…], dass man mindestens 48 Stunden wochentlich arbeiten muss. Dazu
gehören natürlich die Reisezeiten oder sonstiges nicht - also, reine
Arbeitsstunden.
[…]
Es steht auch im Vertrag, dass Überstunden auch möglich sind und sie nicht
extra vergütet werden.
Die Vergütung ist auch nicht höher als das, was bei anderen Firmen für die
entsprechende Erfahrung üblich ist.[…]
Das klingt nicht so nett wie Du und der netten Buchhändlerin empfehle ich einen
kleinen Onlineshop, mit Laufkundschaft verdient doch niemand mehr Geld.

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Datum: 06.08.2013
Uhrzeit: 15:52
ID: 50618



AW: 48 Arbeitsstunden wochentlich #8 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Ich denke, wir Beide wissen, dass es auch anders geht bzw. gehen muss.
Aber tun wir doch nicht so, als wäre unsere Branche eine Ausnahme und hören mit dem Selbstbemitleiden auf.
Natürlich wird jede Situation und Marktschwäche ausgenutzt und es finden sich auch immer Leute, die sich ausnutzen lassen. Das ist aber doch nicht eine Erfindung der Architekturbranche, sondern in allen Bereichen zu beobachten.
allein die tatsache dass hier von ausnutzen gesprochen wird, spricht schon bände, finde ich. ich weis, ich weis, die anderen tun´s ja auch.... die frage ist nur ob der der sich ausnutzen lässt auch eine wahl hat.

Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Ich bleibe dabei:
Ich finde an einem 48-Stundenvertrag zunächst nichts Verwerfliches. Man muss die sonstigen Bedingungen betrachten und für sich befinden, ob es akzeptabel ist.
führt das ganze dann aber nicht dazu, dass gute, erfahrene mitarbeiter, die um ihren wert wissen sich eben nicht mehr auf diese spielchen einlassen, eher zum projektentwickler wechseln, und am ende nur noch absolventen mit wenig berufserfahrung übrigbleiben, die von natur aus schon nicht den selben output haben, was wiederum dazu führt das die AG´s rummjammern es wäre kein fähiges personal am markt, was dann wiederum dazu führt, dass die löhne noch weiter gedrückt werden?

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Datum: 06.08.2013
Uhrzeit: 16:58
ID: 50620



AW: 48 Arbeitsstunden wochentlich #9 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Lang Beitrag anzeigen
Führt das ganze dann aber nicht dazu, dass gute, erfahrene mitarbeiter, die um ihren wert wissen sich eben nicht mehr auf diese spielchen einlassen, eher zum projektentwickler wechseln, und am ende nur noch absolventen mit wenig berufserfahrung übrigbleiben, die von natur aus schon nicht den selben output haben, was wiederum dazu führt das die AG´s rummjammern es wäre kein fähiges personal am markt, was dann wiederum dazu führt, dass die löhne noch weiter gedrückt werden?
Ich würde mir wünschen, dass es dazu führt. Denn ich bin nicht der AG mit den 48-Wochenstundenverträgen und möchte mich langfristig nicht auf dem Markt mit Ausbeutern messen müssen.
Leider sind die Mitarbeiter solcher Leute nicht konsequent genug und machen eben solche Spielchen Jahre lang mit, statt zu einem Büro zu wechseln, wo ihr Wert geschätzt wird.
Man macht es den AGs zu leicht, der Arbeitsmarkt schafft es einfach nicht skrupellose AGs "auszuhungern". Es finden sich regelmässig neue Opferlämmer.

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