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Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all

Beitrag
Datum: 04.08.2005
Uhrzeit: 09:09
ID: 10392



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Ich frage mich als "nüchterner" Betrachter: Wo soll eine solche Diskussion hinführen? Wer will Recht haben und wer nicht? Ist nicht einzige Antwort auf derartige Diskussionen das Schaffen und Bauen?

Ist es nicht so, wie es im www.wikipedia.de unter Architektur - Definition und Theoriebildung steht:

....Jede differenziertere Begriffsbestimmung erweist sich bei näherer Betrachtung als ein Ringen um Definitionshoheit und Geltungsmacht (siehe hierzu die Schriften des französischen Philosophen Michel Foucault). In diesem Fall darüber, wie Etwas beschaffen sein soll, damit es als „Architektur“ bezeichnet werden darf oder kann, insbesondere soweit es sich hier durch zu bestimmende Codierungen um Dinge von „erhöhtem“ Wert und „erhöhter“ Bedeutung handeln soll....


Viele sehr interessante Aspekte sind angesprochen worden. Viele sind nach Meinung viel zu weit weg von dem was Architektur sein sollte. Graue Theorie, die keine Entwicklung fördert.

Ich traue mir nicht zu Architektur in wenige Worte zu fassen. Sie kann alles und nichts sein.

Persönlich muß Architektur für mich jedenfalls etwas "Brauchbares" sein. Etwas wie Kunst oder Musik für die Sinne oder wie ein Gebrauchsgegenstand (z.B. ein Fahrzeug) zur Benutzung/Funktion. Es kann oder sollte eine Kombination von Beiden sein. Es kann aber durchaus auch nur dem einen Zweck dienen.

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Samsarah is a jewel in the rough Samsarah is a jewel in the rough Samsarah is a jewel in the rough Samsarah is a jewel in the rough

Beitrag
Datum: 04.08.2005
Uhrzeit: 11:36
ID: 10395



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Zitat:
Wer will Recht haben und wer nicht?
Jeder will recht haben .

Ich glaube, es gibt einfach veschiedene Ebenen, auf denen Architektur definiert werden kann. Grundsätzlich - und dieser Versuch wurde ja schon von vielen Theoretikern unternommen - muß man Architektur erst einmal von den anderen Künsten unterscheiden können. Was ist Malerei, was ist Skulptur, wo beginnt Architektur. Der Raum spielt bei allen ein Rolle, aber die Malerei stellt ihn nur zweidimensional dar, die Skulptur besetzt ihn mit Körpern und die Architektur trennt einen Teil vom Gesamtraum ab. Die Darstellung von Architektur auf Bildern oder Fotos ist nicht Architektur. Aus Skulptur wird erst dann Architektur, wenn sie mit Körpern Räume schafft. Ich finde das Berliner Mahnmal ein gutes Beispiel. Nicht die Stelen an sich sind Architektur, sondern erst ihr Zusammenspiel, durch das sie begehbare Zwischenräume schaffen.
August Schmarsow liefert in dieser Richtung eine für mich gut nachvollziehbare und einleuchtende Definition. Er bezeichnet Architektur als den gewollten Raumausschnitt. Sie entsteht erst im Betrachter, im Moment des Betrachtens bzw. Erlebens. Und dieses Erleben ist durch die Möglichkeit gekennzeichnet, einen Raum zu begehen. Im rudimentärsten Fall reichen dafür die berühmten Striche im Sand. Es läuft darauf hinaus, dass ich mir als Architekt überlegen muß, welchen Raumausschnitt ich will und welche Wahrnehmung ich beim Erlebenden erreichen will. Danach kann ich dann mein Konzept und Entscheidungsfindung ausrichten.

Die zweite Ebene, auf der man dann diskutieren kann, ist die Frage, welche Aufgabe Architektur erfüllen soll, was "gute" Architektur bedeutet, was zeitgemäße Architektur wäre (sofern es das überhaupt gibt). Wo beginnt hier Architektur und wo der reine Ingenieursbau bzw. Gebäudetechnik.
Wenn ich mir überlege, was Architektur ist, dann muß ich sagen, kommt die Frage nach ihrem Wesen für mich zuerst und erst dann stelle ich mir die Frage nach den technischen Möglichkeiten um mein Kozept zu erfüllen.
(Das soll aber nicht heißen, daß ich nur auf Theoriewolken schwebe. Im Gegenteil - Architektur im Kopf wird für mich erst dann Architektur, wenn ich sie baue!)

Samy

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Tom
 
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Beitrag
Datum: 04.08.2005
Uhrzeit: 16:56
ID: 10404



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Zitat:
Originally posted by jcr
Kann schon sein, daß diese Begriffe kollabiert sind. Manche haben mehr, manche weniger Anteil am Kollaps. Was freilich nicht heißt, daß es nicht möglich ist, diese Werte (es sind nicht bloß Begriffe) wieder aufzurichten. Der künstlerische Mainstream (auch innerhalb unserer Berufsgruppe) ist dazu sicher befähigt.
Mit kollabieren meinte ich schon, dass sich diese Vorstellungen ideengeschichtlich erledigt haben bzw. transformiert wurden. Wahrheit, im nicht-absoluten Sinne, gibt es natürlich heute schon. Und Schönheit in einem relativen auch. Aber heutzutage will (zum Glück) niemand mehr den Menschen durch Kunst (oder Architektur) auf eine höhere moralische Stufe bringen. Künstler zerstören nicht gesellschaftliche Werte, sie reagieren nur auf die Zerstörungen, die die Moderne gebracht hat. Sie sind nur der Überbringer der schlechten Nachricht. Und darüber, dass man den Überbringer nicht in einer Stellvertreter-Handlung schlagen sollte, erzielen wir doch sicher Einigkeit

Einen gesegneten Nachmittag.

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jcr
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jcr is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 04.08.2005
Uhrzeit: 20:04
ID: 10411



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Zitat:
Künstler zerstören nicht gesellschaftliche Werte, sie reagieren nur auf die Zerstörungen, die die Moderne gebracht hat. Sie sind nur der Überbringer der schlechten Nachricht.
Damit sind wir wieder bei der abbildenden Funktion, die die Kunst heute angeblich haben soll. Bis zum Sankt-Nimmerleinstag also soll die Kunst die schlechte Nachricht überbringen, daß die Moderne das Wertesystem zerstört hat. Bis zum Sankt-Nimmerleinstag also müssen wir uns also das von der Moderne (wie ich meine, leider) vernichtete Wertesystem in Kunst und Architektur abgebildet vorsetzen lassen und uns das Gebrabbel à la "hier wollte ich als Künstler das zerrissene Verhältnis des Menschen zu <xyz> darstellen" anhören.

Palladio, Schinkel. Wo bleibt heute die Utopie. Im pseudointellektuellen Geschwätz der Feuilletonisten wird auch keine vermittelt. Das Elend wurde doch schon ausreichend erkannt - das hat ja schon Pascal vermittelt -, man sollte sich aber nicht damit abfinden. Der Humanismus hat auch das mittelalterliche Wertesystem nicht nur vernichtet, sondern an seine Stelle ein neues gesetzt. Das einzige Wertesystem der Postmoderne ist die Wertelosigkeit? Die Wertelosigkeit ist das Problem. Die Wertelosigkeit als zentrales Element künstlerischer Gestaltung hat ihr Haltbarkeitsdatum längst überschritten, in Wirklichkeit will keiner mehr die Leinwand-Kothaufen, noch dekonstruktivistischen Fratzen in den Städten noch die Sichtbetonburgen mehr sehen...

Guten Abend

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Tom
 
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Beitrag
Datum: 04.08.2005
Uhrzeit: 20:56
ID: 10412



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@jcr
Die Zerstörung (oder zumindest Unterminierung) der hergebrachten Wertesysteme (Religion, Familie, Ständeordnung, Vaterland, Glaube an eine "objektive" Wissenschaft und die Kraft der Rationalität, etc.) reicht doch viel tiefer als die Sphäre der Kunst und Architektur. Diese Risse werden von keinem Mensch der Welt wieder zu kitten sein. Als Preis für die Emanzipation von traditionellen Fesseln und für die Aufklärung ist die Welt (und Gesellschaft) auseinandergefallen. Das ist die objektive philosophische Bestandsaufnahme, der eigentlich niemand heutzutage noch engagiert widersprechen würde.

Ethik und Rationalität sind damit aber nicht am Ende. Das haben schon einige schlaue Denker ausgearbeitet (Wolfgang Welsch: "Vernunft. Die zeitgenössische Vernunftkritik und das Konzept der transversalen Vernunft". Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft). Das postmoderne Bewusstsein kommt mit der "Vielheit der Welten" und Wahrheiten und mit der ethischen und sozialen Ankerlosigkeit durchaus zurecht. Dazu sind aber neue Strategien und Überzeugungen notwendig. Und diese Strategien werden von moderner Kunst (mehr oder weniger gewinnbringend) verhandelt.

Geändert von Tom (04.08.2005 um 22:26 Uhr).

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Datum: 26.08.2005
Uhrzeit: 00:25
ID: 10681



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Architektur als Kunstform ist vor allem ein Alleinstellungsmerkmal des Bauherren. Eine begehbare Möglichkeit der gesellschaftlichen Verortung.

Sie vereinigt die Repräsentation (Bilder und Symbole der herrschenden Gesellschaft und Kultur) mit der Wirkung des Raumes auf die Befindlichkeit des Einzelnen (angeborene und anerzogene Raumwahrnehmung).

Die räumliche Opulenz oder Ungewöhnlichkeit der Bauten (z.B. der von Zaha Hadid), die wir in den Architekturmedien vorgeführt bekommen, erkauft sich der Bauherr. Das heißt ökonomisch gesprochen, daß er sie aus einem Gewinn finanziert, der nicht wieder in die Produktion gesteckt wird, also keinen Mehrwert mehr bringt (siehe Loos' "Ornament und Verbrechen").

Wie im Mittelalter, wo eine ganze Stadt über Generationen hinweg ihr Erwirtschaftetes nicht in die eigene Infrastruktur, sondern in ihr Münster steckte, so wird heute der Gewinn einer erfolgreichen Firma z.B. für eine repräsentative Firmenzentrale ausgegeben. Damit kann man sich Architektur kaufen, als Variation über das theoretisch effizienteste System.

Diese Aporie, diesen ausweglosen Wiederspruch zwischen dem effizienten System und dem repräsentativen Bau führt uns kein anderer Architekt durch sein Gesamtwerk so gut vor Augen wie le Corbusier. Auf der einen Seite die höchste architektonische Sensibilität der Kirche von Ronchamps, auf der anderen Seite die Wohnmaschine, bei der drei Geschosse über einen einzigen Flur erschlossen werden. Und über allem sein großes Mißverständnis, die Gesellschaft in ein bauliches Gesamtkunstwerk gießen zu wollen, ohne ihren Wandel, den Wandel der Standards, wahrzunehmen. Paradoxerweise ist die effiziente Wohnmaschine für ihre heutigen Besitzer ein teurer Sanierungsfall, während die aus dem gesellschaftlichen Mehrwert abgezweigten Kirchen Publikumsrenner sind und touristisch werbewirksam.

Ich denke, daß Architektur im klassischen Sinne, also als eine der 7 Künste betrachtet, nicht im Mittelpunkt des Bauenden stehen sollte. Nur dann, wenn Konsens über ein repräsentatives Gebäude herrscht, sollte man alle Register der Feinfühligkeit ziehen - man soll den mühsam erarbeiteten Überschuss der Menschen ja nicht an Unangemessenes verschwenden.

Sonst kann sich schlicht nicht jeder ein Kunstwerk leisten, die meisten sind froh, wenn sie ein Dach über dem Kopf haben.

Wenn dieses Dach dann noch pfiffig gemacht ist, angenehm zu bewohnen oder unter ihm zu arbeiten, und schön genug, daß es nicht bei der ersten Gelegenheit wieder abgerissen wird, dann hat man gute Architektur gemacht, ganz ohne große Theorie.

Nils

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ehem. Benutzer
 
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H.B. is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 27.08.2005
Uhrzeit: 00:01
ID: 10694



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Interessant Tom...
Nur das mit der Komplexität:Ich denke jedes ist auf seine eigene Art Komplex...oder kannst du das vielleicht etwas näher erläutern und erklären wie du das meinst.Komplexität ist ein sehr komplexer Begriff!!Was ist für dich Komplexität wenn ich wissen darf?Find ich interessant.Auch ein Gedanke kann Komplex sein ohne sich auf das Ergebnis abzufärben.Das ist auch Komplexität und es gibt noch viele andere Arten von Komplexität...was meinst du dazu......das ist mir zu kurz und präzise Was unterscheidet denn die Rennaissance....Und ist es nicht auch immer vom Wissensstand eines menschen selbst abhängig wie Komplex einem etwas erscheint...den desto mehr man weiss desto vielseitiger.Dann sieht man einfach MEHR in etwas.Der eine sieht ein Haus....der andere eine WELT.Das ist ein Unterschied.So wie Menschen unterschiedlich sind, sind es auch die Dinge die wir sehen und das Wissen das wir uns angeeignet haben.
Sorry dass ich etwas abgewichen bin. hatte keine Lust mehr am vorigen Thema rumzubasteln. Wenn euch mein Artikel blockiert ignoriert ihn einfach...oder auch nicht.

Lieben Gruss....

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Maller is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 03.12.2005
Uhrzeit: 02:09
ID: 12127



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Ich bin auch wieder da...
Hier sind ja inzwischen auch so viele Meinungen dass
sich schon die Frage stellt wie und ob man aus den vielen Meinungen und Richtungen bestimmte Stellen auswählen und interpretieren kann und soll...

Ich will jetzt nicht auch noch einen weiteren Wortschwall dazufügen.

Das einzige was meiner Meinung nach deutlich geworden ist :

Das definieren von Architektur ist eine zentrale Aufgabe des Architekten.
Es gehört zum Entwurf. Ansonsten wäre der Architekt nur ein Erfüller von Aufgaben die ihm von nicht-Architekten gestellt werden.
So könnte zum Beispiel das Entwickeln der Regeln ebenso zum architektonischen Entwurf gehören wie das Entsprechen der Regeln.
Und die Zielfindung genauso wie die Formfindung.
Genauso wie die Entwicklung der Sprache Aufgabe eines Literaten sein sollte und nicht nur das Sprechen in einer festgelegten Sprache.
Dass ein Literat meistens Form Und Inhalt seiner Werke bearbeitet ist ja bekannt.
Das würde aber wohl eine Ausweitung der Architektur in andere Bereiche bedeuten.

Natürlich könnte man sagen dass die Festsetzung der Regeln in der Demokratie Aufgabe der gewählten Politiker ist und der Architekt überprüft nur ob die Idee die der Bürger hat in einer Form zu erreichen ist die diesen Regeln entspricht.
Wobei in einer Demokratie die Grenzen natürlich fließend sind.
Ein Architekt wäre so etwas ähnliches wie ein Jurist,ein Steuerberater ...
Aber wer definiert wer ein Jurist ist? Ein Richter ? Der Gesetzgeber wohl eher?
Ein Architekt kann demnach nur die Regeln und die Aufgaben die ihm gestellt werden in der einen oder anderen Weise interpretieren.

Demzufolge wären die ganzen Architekturtheorien die am Gesetzgeber vorbei zu ungeschriebenen Gesetzen innerhalb der "Architektenzunft" geworden sind undemokratisch.

Auf der Welt gibt es ja unterschiedliche Systeme in denen Regeln festgesetzt werden.
Es gibt zum Beispiel in jedem Land verschiedene Architektenkammern denen man schwer allen angehören und entsprechen kann.
Also bleibt dem Architekten gar nichts anderes übrig als mit seinem Entwurf auch seine Tätigkeit zu definieren.

Trag das mal wer in die Wikipedia Zitatenliste ein !

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Beitrag
Datum: 28.01.2006
Uhrzeit: 16:52
ID: 13334



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Puh ha, das ist doch mal ein Link, der war den Doppelpost wirklich wert!
Ist in den Favs gelandet
dankt
Matthias

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Beitrag
Datum: 29.01.2006
Uhrzeit: 00:25
ID: 13336



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wo finde ich denn die "theorie des me"??

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Beitrag
Datum: 29.01.2006
Uhrzeit: 04:48
ID: 13338



Re: Qualitätskriterien #56 (Permalink)
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Zitat:
Originally posted by Ralph Johannes
Schau mal unter www.methodisches-entwerfen. de
Gruß Joh.
Lass uns das mal alle so machen.
Wir richten eine Homepage wo wir unsere Meinung kundtun ein
und bei jedem Thema schreiben wir nur noch: "Schau mal unter www...."

Außerdem war die Aufgabenstellung in diesem Thema die Frage "Was ist Architektur" zu untersuchen. Für ihren Beitrag Herr Johannes muss ich leider eine neue Aufgabe entwerfen. Zum Beispiel die Frage: "Welche Möglichkeiten bestehen beim Entwerfen von postmoderner Architektur?".

Die Verlinkung im Zitat wurde vom Administrator gelöscht.

F. Illenberger

Geändert von Florian (07.02.2006 um 00:21 Uhr).

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Beitrag
Datum: 06.02.2006
Uhrzeit: 12:52
ID: 13536



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das ist genau die Seite, die ich mal so überflogen habe.

Täusche ich mich, oder ist es die generelle Beschreibung des ME? Ich habe viele interessante Punkte gelesen, Lösungsvorschläge werden aber nicht geboten. Gibt es denn noch ein Skript zu diesem Thema? Wenn ja, ist es möglich, dieses über den Postweg zu bekommen?

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Beitrag
Datum: 06.02.2006
Uhrzeit: 14:03
ID: 13539



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@Ralph Johannes

Ich würde es begrüssen, wenn hier, anstatt in vielfacher Ausführung Werbung für die eigene Homepage zu machen, mal der Inhalt der Seite erläutert würde. Der einmalige Hinweis auf eine themenrelevante Seite ist in Ordnung, aber so langsam wird das zum Missbrauch unseres Angebots.

Mit freundlichen Grüsse
Samsarah Lilja (Admin)

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Ralph Johannes: Offline

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Beitrag
Datum: 07.02.2006
Uhrzeit: 19:29
ID: 13587



Was ist Architektur? #59 (Permalink)
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Was verstehe ich unter „Architektur“?

„Ein Fahrradschuppen ist ein Gebäude, die Kathedrale von Lincoln jedoch Architektur!“ (Nikolaus Pevsner)

In Anlehnung an Johann Wolfgang Goethes Ausführungen in „Baukunst 1795“ bevorzuge ich den aus der Mode gekommenen Begriff Baukunst. Goethe verweist darauf, daß der Begriff Baukunst nicht als bloße Zusammenfassung der Teildisziplinen Bauen und Kunst begriffen werden darf, sondern vielmehr als „höchster Zweck“ des Bauens. Er entwickelt dazu m e t h o d i s c h vier Stufen, die erklommen werden müssen, bis ein Gebäude zu einem Werk der Baukunst werden kann. Es handelt sich dabei um:
1. die Kenntnis des Materials: „Die Baukunst setzt ein Material voraus, welches zu dreierlei Zwecken stufenweise angewendet werden kann. ... Der Baukünstler lernt die Eigenschaften kennen und läßt sich entweder von den Eigenschaften gebieten, ..., oder er zwingt das Material ...“ mittels mechanischer Kenntnis und Einsicht in komplizierte Konstruktionen.
2. die Nutzung des Gebäudes: „... das Notwendige mit Bequemlichkeit vollbringen zu können.“
3. die Harmonie in sinnlicher Wahrnehmung und körperlicher Bewegung: „Hier tritt die schwere und komplizierte Lehre von den Proportionen ein, wodurch der Charakter des Gebäudes und seiner verschiedenen Teile möglich wird.“
4. die Poesie, durch die ein Gebäude wirklich zum Kunstwerk wird: „welcher, ..., die Überbefriedigung des Sinnes sich vornimmt und einen gebildeten Geist bis hin zum Erstaunen und Entzücken erhebt; es kann dieses nur durch das Genie, das sich zum Herrn der übrigen Erfordernisse gemacht hätte, hervorgebracht werden; es ist dies der poetische Teil der Baukunst, in welchem die Fiktion eigentlich wirkt.“ (Goethe, Johann Wolfgang: Baukunst <1795>. in: Goethes Werke, hg. i. A. der Großherzogin Sophie von Sachsen. Weimar 1887-1919, I 47, S. 68)

Kann Architektur gelehrt werden?
Ich bin der Auffassung, daß lediglich die ersten drei der genannten Stufen l e h r b a r sind. Die vierte Stufe, nämlich die der Poesie, ist es nicht, denn diese basiert auf außergewöhnliche Begabung im Entwerfen. (Deutsche Übersetzung von: Ralph Johannes, Model for Architectural Design Education (MADE). In: Design Methods: Theories, Research, Education and Practice. ISSN 0147-1147, Volume 37, Number 3, 3467, Jul-Sep 2003, pp. 3479-3480)
Joh.

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noone is a jewel in the rough noone is a jewel in the rough noone is a jewel in the rough noone is a jewel in the rough

Beitrag
Datum: 07.02.2006
Uhrzeit: 21:25
ID: 13592



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Wie sieht es aus mit dem Modell Methodisches Entwerfen? Welche Lösungsansätze liefert es und wo kann man diese nachlesen?

Ich wiederhole mich - ist auf Ihrer Webseite doch nur das Modell selbst propagiert jedoch fehlt mir die Lehre. Wo kann man denn die Lehre beziehen? Gibt es ein SKript und wenn ja, wie kann man da drankommen?


Ich bitte herzlichst um Beantworten dieser Fragen.

mfg

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