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todd64 is on a distinguished road

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Datum: 08.11.2002
Uhrzeit: 20:27
ID: 925



Stimmungen in Visualisierungen

#1 (Permalink)
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Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass die meißten Visualisierungen immer Tag und schönes Wetter zeigen. Ist das der Wunsch der Architekten und Inverstoren oder ist das am einfachsten? Wäre nicht so ein Herbstbild auch sehr stimmungsvoll. Vorallem könnte man doch da die Umgebung geschickt nicht so klinisch aussehen lassen - so mit etwas Laub. Nachtbilder habe ich schon einige gesehen, da weiß ich, dass es tatsächlich schwirig wird, da vorallem die vielen inneren Lichter enormen Speicher benötigen.
Also falls jemand gute (!) Beispiele anderer Szenen kennt - am besten im Netz - würde ich mich über dies anregungen mal sehr freuen!

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tecture is on a distinguished road

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Datum: 09.11.2002
Uhrzeit: 15:42
ID: 930



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ein beispiel für die etwas andere architekturpräsentation jenseits von hyperrealismus (der nur in den seltensten fällen wirklich gut aus sieht) und das entsprechende werkzeug dazu gibts hier:
http://www.informatix.co.uk/piranesi/gallery.shtml
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Beitrag
Datum: 09.11.2002
Uhrzeit: 16:25
ID: 932



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Also für mich sieht das aus wie mit einer anderen Rendering-engine (z.B. cartoon) gemacht oder nachträglich mit einem Photoshopfilter überarbeitet.
Ich finde die Frage von todd64 eigentlich ganz interessant und würde auch mal gerne ein paar Beispiele von Fotorealismus mit anderen Stimmungen sehen.
Verdammt gut finde ich die Arbeiten von Archimedix (abgesehn von den Arbeiten wo die Senkrechten fluchten... so sieht das Auge das in realität einfach nicht!), dort gibt es übrigens tatsächlich ein wunderbares Winterbild: Neujahrsgruss. Allerdings ist das scheinbar keine Auftragsarbeit
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Datum: 09.11.2002
Uhrzeit: 18:22
ID: 933



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es kommt letztendlich darauf an, was man darstellen will... in der entwurfsplanung ist es geradezu tödlich photorelistische renderings zu verwenden, da es fast immer darauf hinausläuft, das der kunde die frage stellt: "ja müssen denn die fenster jetzt grün sein" und ich es ihm 20 mal erklären kann, das die fenster entweder aus technischen aspekten (schnelles shading einen volumenmodells) oder meiner eingebung folgend grün sind und das sie natürlich jede beliebige andere farbe haben könnten, er wird am ende immer soetwas sagen wie: "naja ganz schön, wenn nur die grünen fenster nicht wären..." die photorealistik schränkt in diesem fall die phantasie ein. sicher kann ich nicht mit den selben argumenten herangehen, wenn ich ein komplett geplantes objekt, was kurz vor der fertigstellung steht "an den mann" bringen will... (oder wenn es nur darum geht einen prof. zu beeindrucken ...)
warum es nur schönwetterrenderings gibt? hat jemand schon einmal architekturbildbände gesehen, in denen die objekte eines eisenman, forster etc... bei schlechtem wetter photographiert wurden?
ich denke, es sollte vielmehr der anreiz bestehen, kreative neue darstellungsmethoden zu finden, die trotz aller technischer perfektion der computerarbeiten, der phantasie des betrachters genügend raum geben. da engt schon die holzstruktur ein....
im übrigen ist es in zeiten, da auch noch das letzte 3d-programm mit echten oder gefakten radiosity-eigenschaften prahlt, gar nicht so schwer unterschiedliche varianten der photorealistik (auch in unterschiedlichen stimmungen) zu finden. gebt einfach mal bei google "radiosity gallery architecture" ein und es wird sich eine handvoll beispiele finden. einige interessante dinge gibts bei stratacafe. jedoch ob dieses sehr stimmungsvolle beispiel tatsächlich geeignet ist architektur zu verkaufen? ...
erst das licht (eben meistens die sonne), das spiel von licht und schatten bringt doch auch die architektonischen qualitäten, die ja hauptsächlich räumliche qualitäten sind, zur geltung... und nicht der novembernebel....
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Beitrag
Datum: 09.11.2002
Uhrzeit: 20:53
ID: 938



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Was den ersten Punkt angeht, so kann ich Dir da voll zustimmen. Eine echte Visualisierung gehört natürlich nicht in die frühe Entwurfsphase. Bevor aber etwas gebaut wird, ist es nicht unbedingt falsch - immerhin kann man dann abklären, ob der Bauherr das Äußere mag oder nicht - lieber jetzt als später
Was die Vorstellungskraft angeht, muss man als Architekt natürlich auch immer daran denken, dass nicht jeder darin so geübt ist, zumindest in Bezug auf räumliche Wirkung etc..
Deine Erfahrung mit dem 20x Erklären, kenne ich auch von Architekten. Wenn wir Visualisierungen für Büros machen und die den Zwischenstand sehen, kriegen sie immer erstmal so eine Art Panik, weil alles so trist wirkt. Im Prinzip kein Wunder, wenn man eine Sichtbetonfassade mit Alufenstern haben möchte - denn das ist alles erstmal grau auf dem Rendering. Meistens ist es die Photoshoparbeit, die der ganzen Sache erst den richtigen Schliff gibt. So waren bisher zumindest am Ende alle zufrieden - jedenfalls haben Sie nicht Gegenteiliges gesagt
Was den zweiten Teil angeht, sehe ich das etwas anders. Zum Einen ist bei der Perspektive in der Architekturdarstellung meistens eine von außen gefragt (zumindest sehe ich mehr Fassadenrenderings als Innenraumrenderings...) und dort kann der Architekt gestalterisch in der Realität, glaube ich, nicht so viel die Stimmung beeinflussen wie innen. (Wenn die Sonne scheint und die Kirschbäume blühen, kann das Haus noch so trist sein, in einem Foto kommt das kaum noch rüber. ) Zum anderen muss es ja nicht unbedingt Regnen. Es könnte ja auch ein sonniger schöner Wintertag sein! Oder man betrachte das Bild von Archimedix, vielleicht könnte das Gebäude sogar einladender wirken, wenn es draußen stürmt?! Ist ein gutes Motiv für eine Kirche.
Ich bekomme gerade richtig Lust, so ein Bild mal zu machen, ich hoffe nur, dass Schnee nicht so schwierig ist wie regen - damit sind wir am Anfang nämlich schon mal fast gescheitert:
Szene nach einem Sommergewitter:


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Geändert von Florian (10.11.2002 um 14:42 Uhr).

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Datum: 09.11.2002
Uhrzeit: 23:39
ID: 939



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ich denke, entscheidend ist es einen eigenen stil in der art und weise der architekturpräsentation zu finden, was in der zeit der computerisierung recht schwer geworden ist. letztlich greifen alle auf die selben programme zurück, nutzen ähnliche techniken, verwenden die gleichen bibliothekselemente und für staffage die gleichen photo-cds.
ich denke, es gibt nur sehr wenige architekten/visualisierer, die man anhand der präsentationstechnik wiedererkennen kann. sicherlich ist ein mit lightscape bzw viz4 gut gerendertes bild immernoch imstande ungläubiges staunen hervorzurufen, aber wie lange wird dies angesichts der immer weitergehenden verbreitung und auch vereinfachung der programme noch der fall sein?
so ist es denn heute schon mehr eine frage der technischen ausstattung als ausschliesslich des talentes, wie gut renderings werden. gerade software wie bryce bietet schon in den standardeinstellungen eine vielzahl von stimmungen an, an denen ich mit anderen programmen tage feilen müsste, bzw sie erst gar nicht realisieren könnte.
vielleicht sind deshalb auch so viele sonnenrenderings zu sehen, weil es die am einfachsten und schnellsten zu erstellenden sind? ...
gewiss gibt es objekte, wie kirchen, sanierungen etc... wo andere darstellungsweisen geradezu gefordert sind, als das geleckte des grellen sonnenscheins...
aber um auf den anfang zurückzukommen, wann immer man im netz nach anregungen für architekturpräsentationen sucht, findet man photorealistische renderings (auch nicht schlecht). ganz selten mal, dass jemand versucht, nicht mit (photorealistischer) perfektion zu glänzen und alles festnagelt, sondern deutungen zulässt, skizzenhaft bleibt... zugegeben, dies ist auch nicht die domäne des computers. einer, der, so finde ich, den von mir oben beschriebenen eigenen stil geprägt hat, findet man hier - (sehenswert).
die von mir früher in diesem thread beschriebene software piranesi, geht aber darüber hinaus, da sie es ermöglicht im 3d-daten zu erhalten, obwohl es kein 3d-programm ist. meine ersten gehversuche mit dem teil:

ausgangsmodell (archicad)


tendenziell photorelistisch, bäume, lampen und texturen in piranesi eingefügt (es lässt sich direkt auf die flächen malen, perspektiveninformationen bleiben erhalten, d.h. nachträglich eingefügte objekte können schatten werfen)


und jetzt ein paar variationen, photoshop wurde nur benutzt, um die bilder zu verkleinern ...






letztlich ein versuch, mal einen weg abseits der photorealistik zu beschreiten...
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Datum: 10.11.2002
Uhrzeit: 15:11
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Rendern auf Teufel komm raus. #7 (Permalink)
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ich will nicht überheblich klingen, aber gerade die "skizzenhaften" Beispiele sehen für mich aus, wie einmal durch irgendeinen Photoshopfilter gezogen oder z.B. mit dieser Sketch-Engine von ArchiCAD gerendert. Wirklich überzeugen tut mich das nicht.
Die Beispiele von Renderology sind technisch wirklich erstaunlich, allerdings bleibt es mir unbegreiflich, wie man bei Innenraumaufnahmen und auch den meisten Außenredenrings einfach nicht in der Lage zu sein scheint, Senkrechten auch senkrecht darzustellen, zumal die ja sonst so professionell sind. Klar, rechnerisch ist das die korrekte Perspektive, aber unser Gehirn wandelt diese eigentlich fluchtenden Sekrechten für unsere Wahrnehmung nunmal in "echte" Senkrechten um. Ich finde, das sieht sonst einfach falsch aus - Ausnahme sind nur Hochhäuser (oder Stilleben o.ä.), aber auch da muß man wissen, mit welchem Maß man arbeiten kann.
Die Stimmungen bei Bryce sind schon beeindruckend, aber das Programm ist doch auch eher für Landschaften geeignet, denn für Architekturdarstellungen, oder?

Ich schwanke immer zwischen Faszination und Kopfschütteln, wenn es um Renderings geht. Es ist schon ein tolles Mittel zur Darstellung von Gebäuden und Räumen, aber es eignet sich eben nicht für alles und, wie Florian schon sagte, nicht für jedes Stadium eines Entwurfes. Und die Leute, die dann jeden "Scheiß" in einem meist eher schlechten Rendering vorführen, glauben, diese Technik rechtfertige alle fehlende Kreativität. Das ist schade, denn dadurch bekommt diese Technik allgemein - vor allem bei den älteren Professoren, die davon nichts verstehen und oft ja auch nichts davon wissen wollen - einen noch schlechteren Ruf.
Seinen eingenen Stil zu finden, ist von allem das Schwerste. Aber auch in der Kunst muß man erstmal die Technik beherrschen, bevor man sich vom Konvenzionellen lösen und sein eigenes Ding machen kann. Soweit bin ich noch lange nicht, aber früh übt sich ;-).

Geändert von Samsarah (10.11.2002 um 15:14 Uhr).

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Beitrag
Datum: 10.11.2002
Uhrzeit: 15:24
ID: 947



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Ich denke, dass man trotz des Computers einen eigenen Stil entwickeln kann, nur fehlt es den meisten Leuten an Übung. Wenn in der Schule Bilder gemalt werden, haben diese häufig auch eher den Stil des Lehrers als den eigenen, da man noch gar nicht so weit ist.
Wenn man sich allerdings bei dem Erstellen von Renderings auf Plugins und Renderengines verlässt, wird man natürlich keinen wirklich eigenen Stil entwickeln können, sondernd es wird immer ein "Bryce" Bild sein.
Sieht man sich die Arbeiten von professionellen Büros an, sieht man sehr schnell, welches Büro welches Bild gemacht hat. Ein sehr schönes Beispiel ist Crystal CG aus China, deren Bilder den unverwechselbaren Charme chinesischer Kunst haben, obwohl sie mit Sicherheit die gleiche Software wie alle anderen benutzen.
Du musst zugeben, dass die Bilder, die Du angehängt hast, keinen wirklich eigenen Stil haben. Sie sind zwar sehr klein, aber soweit ich das sehen kann, sind Schraffuren zu regelmäßig, als das sie wirklich wie handgemalt aussehen.
Das erste sieht, wie Du auch sagst nach ArchiCAD aus, das zweite nach ArchiCAD mit Texturen (alles sehr blass), das dritte und letzte wie eine Nachbearbeitung mit einem Photoshopfilter.
Alle vier haben meiner Meinung nach keine Stimmung, weil sie zu klinisch wirken. Es fehlt die Bewegung, die es in der Realität immer gibt, oder das Leben, das jedem Bild der alten Meister innewohnt.
Um übrigens gute Renderings zu machen, muss man auch ein Gefühl für Komposition und perspektivische Geometrie haben. Z.B. sollten Senkrechten immer senkrecht bleiben, es sei denn, ich will absichtlich das Haus optisch verlängern (z.B. ein Hochhaus). In der Sprache der Geometrie heißt das, dass Aug- und Zielpunkt (vielleicht nennt man den auch anders) immer die gleichen Höhe haben müssen, sprich der Sehstrahl der Kamera muss parallel zur Standebene verlaufen.
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Datum: 10.11.2002
Uhrzeit: 23:19
ID: 953



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bis zum beweis des gegenteils will ich behaupten, das es den eigenen stil innerhalb der architekturvisualisierung nicht gibt, auch die bei crystal cg zu findenden projekte sind, wenn auch technisch perfekte, photorealistische darstellungen, wie wir sie alle kennen, über die die meisten von uns schon gestaunt haben. was aber nützt es mir, wenn ich mich beim betrachten eines bildes fragen muss, ist dass nun photographiert oder gerendert?
für mich stellt sich das problem in der benutzung des werkzeuges, des computers, der nicht als werkzeug mit einer eigenständigen sprache, sondern als hilfsmittel benutzt wird, um andere, etablierte techniken schnell und billig (obwohl es selten tatsächlich billig ist) nachzuäffen. und das mit unterschiedlichem erfolg. insofern gebe ich der kritik an den von mir gezeigten beispielen (die übrigens aus rücksicht darauf, dass nicht alle an einem schnellen uni-zugang sitzen oder über dsl verfügen, sondern sich unter umständen noch auf 56k-leitungen durchs internet bewegen, diese grösse aufweisen, die meines erachtens ausreicht um das zu zeigen, was ich zeigen wollte) durchaus recht, da dort auch nur die arbeit mit einem buntstift oder filzer nachgeahmt wurde. das jedoch zieht sich durch die gesamte computerarbeit... sei es die cad-bearbeitung, sei es die visualisierung oder präsentation.... wir zeichnen immernoch wie auf dem zeichenbrett und versuchen in der präsentation den computer zu verstecken. zu behaupten das sei ein modellphoto oder handgemalt, obwohl es doch ein 3ds-rendering oder eine photoshopbearbeitung ist. was fehlt, sind letztendlich auch kreative programme, die nicht nur bestehende techniken simulieren (man denke nur an die photoshopfilter "aquarell" oder "buntstiftschraffur"). nicht alles was hinkt ist ein vergleich, der rechner verhält sich zum reiss-brett in etwa wie ein schweißgerät zum hammer... und wir schlagen unsere nägel jetzt mit dem schweißgerät in die wand...
bezeichnend ist doch auch der kommentar "Die Stimmungen bei Bryce sind schon beeindruckend, aber das Programm ist doch auch eher für Landschaften geeignet, denn für Architekturdarstellungen, oder?" von samsarah... ja und? wer verbietet es in bryce caad-geometrien zu importieren?

auch wenn das vom eigentlichen thema wegführt, einen ziemlich interessanten ansatz, um zumindest im bereich des konstruierens ein wenig mehr hin zum "schweissen" zu kommen, finde ich sketchup 3d...
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Datum: 10.11.2002
Uhrzeit: 23:56
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Stimmungen #10 (Permalink)
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Zum Thema Stimmungen noch mal. Hier mal ein Beispiel, bei dem es meiner Meinung nach ganz gut gelungen ist eine Stimmung zu erzeugen, ohne auf kitschige Mittel (die dann ja doch versagen) wie Blumentöpfe und kleine rote Autos zurückzugreifen.

Wichtig bei einer perspektivischen Darstellung ist doch das sie den Entwurf unterstützt, dass sie spezielle Räume, komplexe Zusammenhänge oder die Gesamtsituaition darstellt. Ob man die jetzt fotorealistisch rendert, wie oben gezeigt mit Sparkassen-Architektur-Mitteln oder mit der Hand zeichnet, immer ist das gezeigte wichtig und nicht das wie.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Stimmungen in Visualisierungen-botta.jpg  

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Datum: 11.11.2002
Uhrzeit: 00:43
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Zitat:
bis zum beweis des gegenteils will ich behaupten, das es den eigenen stil innerhalb der architekturvisualisierung nicht gibt, auch die bei crystal cg zu findenden projekte sind, wenn auch technisch perfekte, photorealistische darstellungen, wie wir sie alle kennen, über die die meisten von uns schon gestaunt haben.
Den gibt es genauso, wie es einen eigenen Stil in der Architekturfotografie gibt. Das Bestimmen des Ausschnittes, Beleuchtung, Materialauswahl etc... haben einen immensen Einfluss auf die Stimmung und den Stil eines Bildes. Egal mit welchen Mitteln es entstanden ist.

Zitat:
was aber nützt es mir, wenn ich mich beim betrachten eines bildes fragen muss, ist dass nun photographiert oder gerendert?
für mich stellt sich das problem in der benutzung des werkzeuges, des computers, der nicht als werkzeug mit einer eigenständigen sprache, sondern als hilfsmittel benutzt wird, um andere, etablierte techniken schnell und billig (obwohl es selten tatsächlich billig ist) nachzuäffen.
Wenn Du Programme nur als 1:1 umsatz eines anderen Werkzeuges Benutzt, wirst Du den Möglichkeiten der allermeisten Software nicht gerecht. Gerade CAD und 3D Software bietet viel mehr Möglichkeiten als das gute alte Zeichenbrett.

Zitat:
und das mit unterschiedlichem erfolg. insofern gebe ich der kritik an den von mir gezeigten beispielen (die übrigens aus rücksicht darauf, dass nicht alle an einem schnellen uni-zugang sitzen oder über dsl verfügen, sondern sich unter umständen noch auf 56k-leitungen durchs internet bewegen, diese grösse aufweisen, die meines erachtens ausreicht um das zu zeigen, was ich zeigen wollte) durchaus recht, da dort auch nur die arbeit mit einem buntstift oder filzer nachgeahmt wurde. das jedoch zieht sich durch die gesamte computerarbeit... sei es die cad-bearbeitung, sei es die visualisierung oder präsentation.... wir zeichnen immernoch wie auf dem zeichenbrett und versuchen in der präsentation den computer zu verstecken. zu behaupten das sei ein modellphoto oder handgemalt, obwohl es doch ein 3ds-rendering oder eine photoshopbearbeitung ist. was fehlt, sind letztendlich auch kreative programme, die nicht nur bestehende techniken simulieren (man denke nur an die photoshopfilter "aquarell" oder "buntstiftschraffur").
"Kreative" Programme kann es IMHO so lange nicht geben, wie es noch keine KI gibt. Die Kreativität muss immer vom Benutzer ausgehen und der Computer ist "nur" ein Werkzeug.

Gruss Flo

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Datum: 11.11.2002
Uhrzeit: 10:06
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Zuerstmal eine danke an Limbus, du sprichst mir aus der Seele und hast eigentlich schon alles gesagt was da zu sagen wäre.

Zitat:
Original geschrieben von tecture
[B]bis zum beweis des gegenteils will ich behaupten, das es den eigenen stil innerhalb der architekturvisualisierung nicht gibt, auch die bei crystal cg zu findenden projekte sind, wenn auch technisch perfekte, photorealistische darstellungen, wie wir sie alle kennen, über die die meisten von uns schon gestaunt haben.
Wie Limbus bereits sagte, spricht du damit jedem Photographen ab, einen eigenen Stil zu haben, ja vielleicht sogar, dass er Kunst macht...

Und ich möchte auch hoffen, dass es nicht so schnell "kreative programme" geben wird. Bei vielen Arbeiten die ich in der Uni sehe, die auf den Computer als Werkzeug setzen, habe ich jetzt schon das Gefühl, dass der Computer bestimmt, wie der Entwurf am Ende aussieht! Die Kreativität entsteht im Kopf und der Computer darf ausschließlich das was im Kopf entstanden ist umsetzten!
Die erschreckenden Beispiele die ich häufig zu sehen bekomme, beruhen aber glaube ich darauf, dass die Leute zu spät lernen mit dem Computer umzugehen.
Also ein Problem, dass sich mittelfristig selber lösen wird, wenn die Holzköpfe (einige! Professoren) den Studenten im Grundstudium nicht mehr verbieten mit CAD zu arbeiten.
Stellt Euch mal vor, man würde in der Grundschule jahrelang Lesen und Geschichten erzählen lernen, aber erst im Gymnasium das Schreiben...
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Datum: 11.11.2002
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es kommt mir so vor, als ob wir zielsicher aneinander vorbeireden würden. ich spreche keinesfalls einem photographen, oder künstler allgemein ab, einen eigenen stil zu haben und zu pflegen.
ihr werdet mir aber sicher zustimmen, dass sowohl jedes werkzeug, als auch jedes material einen gewissen stil möglich macht und andere dafür ausschliesst. unabhängig von motivwahl oder licht ist ein photo zunächst ein photo. mit aquarellfarben kann ich einen ganz bestimmten stil pflegen, den ich mit ölfarben nicht erreiche. das, was wir also den "klassischen" bearbeitungstechniken zugestehen, nämlich einen eigenen ausdruck zu schaffen, der nur mit diesem werkzeug erreichbar ist, soll beim computer nicht mehr gelten? und genau das ist meine aussage... der computer wird nicht (oder um eventualitäten vorzubeugen - kaum) als ebendieses eigenständige werkzeug genutzt... es werden immer andere werkzeuge (stile) gefakte, simuliert. natürlich könnte ich auch mit einem bleistift, bei genügend talent und aufwand, eine photorealistische abbildung erzeugen... aber warum sollte ich das tun (ausser vielleicht um zu beweisen, dass ich es kann) ist doch der photoapparat das viel geeignetere werkzeug...

"Und ich möchte auch hoffen, dass es nicht so schnell "kreative programme" geben wird." - für alle die es immer noch nicht begriffen haben: der computer, so wie er heute auf oder unter unseren tischen steht, kann nicht denken! kreativ ist immer derjenige, der ihn benutzt. mit "kreativen" programmen meine ich software, die die möglichkeiten des rechners völlig neu interpretieren und ausnutzen. das macht zum beispiel photoshop nicht, es benutzt das gleiche konzept wie schon unsere vorfahren auch, die bilder an höhlenwände malten. es kommt immer nur zu einer verbesserung der technik, nicht zu einer veränderung der technologie. wie beim automotor der sich seit der erfindung des otto-, oder dieselmotors nicht wirklich verändert hat (er ist effizienter geworden, schneller - aber das grundlegende konzept ist gleich geblieben).

die digitalisierung ermöglicht in ihrer anlage jedoch völlig neue konzepte und verhält sich zu den alten zeichentechniken eben wie das schon angeführte beispiel der verbindungsmittel: man kann zwei bauteile mit nägeln verbinden, man kann diese technik immer verfeinern - bessere nägel nehmen, schwerere oder ergonomischer geformte hämmer entwickeln... am konzept, zwei objekte durch ein drittes zu verbinden ändert sich jedoch nichts. man kann nun ein neues instrument entwickeln, ein schweissgerät... wie schon beschrieben kann man auch mit diesem zwei objekte durch ein drittes verbinden, ich kann aber auch ein vollkommen neues konzept entwickeln: zwei objekte verschmelzen...

ich bin der überzeugung wir nutzen den rechner immernoch nur zum "nägel einschlagen"... ohne, und das mag man mir vorwerfen, natürlich selber auch nur eine ahnung davon zu haben, wie ein anderes konzept aussehen könnte... aber man sollte wenigstens darüber nachdenken... können und dürfen...

und zum abschluss: natürlich bestimmt immer auch das material und das verwendete werkzeug mit, wie ein entwurf aussieht... oder möchte mir einer erzählen er entwerfe bzw. visualisiere doppelt gekrümmte flächen am reissbrett?
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Datum: 11.11.2002
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Der Computer ist doch in jeder Hinsicht ein Werkzeug, daß zur Darstellung von Objekten eingesetzt werden kann, genau wie eine Kamera auch. Deshalb finde ich den Vergleich zwische Hammer und Schweißgerät auch völlig unbrauchbar. Der Computer ermöglicht einfach eine neue Technik, mit der ich durchaus neue Effekte erzielen kann, wenn ich die Technik beherrsche und vor allem auch weiß, was ich eigentlich darstellen will. Das ist hier genauso eine Voraussetzung wie bei der Handzeichnung.
Die Darstellung soll ja in der Regel einer Sache dienen, nämlich das Gebäude von einer bestimmten Seite/ in einer bestimmten Art ins beste Licht zu rücken. Ähnlich wie bei einem tollen Kleid z.B. - das ist erst dann überzeugend, wenn es die Ausstrahlung der Trägerin unterstützt und nicht übertönt.
Wenn ich eine gemütlich leicht skizzenhafte Darstellung will, dann finde ich echte Handzeichnungen einfach überzeugender. Aber wenn es darum geht, jemandem, der vielleicht nicht so viel Abstraktionsvermögen hat, einen Entwurf vorzustellen und in gewisser Hinsicht ja auch immer zu verkaufen, dann ist die Photorealistik nicht zu verachten. Crystal CG erscheint hier vielleicht so "gewohnt", weil sie mit ihren Darstellung schon einen Stil geprägt haben! Ich finde eben auch nicht, daß man der Photographie eigene Stile nicht absprechen darf. Ich würde sie in einigen Fällen auch der Photorealistik vorziehen, aber meistens gibt es ja schlicht noch kein bestehendes Gebäude ;-).

@tecture: Findest Du, daß z.B. die photorealistischen Grafitportraits von Gerhard Richter keine Kunst sind, oder keinen eigenen Stil aufweisen? Es wäre sicher leichter gewesen, die Gesichter einfach zu photografieren. Aber wir empfinden es als Kunst, weil er ein anderes Mittel gewählt hat und zu einem genauso guten Ergebnis gekommen ist. Portraitmalerei hätte es vielleicht nie gegeben, hätte man damals schon Kameras gehabt. Vielleicht hätte es Kameras nie gegeben, hätte man immer schon Computer gehabt... und wir würden nichts schlechteres daran finden, oder?

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hs has a spectacular aura about hs has a spectacular aura about

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Datum: 13.11.2002
Uhrzeit: 12:37
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... and now to something completely different ... (Monty Python) #15 (Permalink)
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Das ist Visualisierung: http://www.mit.edu/~sbaba/img/pds_af.JPG
__________________
Beste Grüße
Horst Sondermann

MacOSX 10.6.8, ArchiCad 15, Cinema 4D R13, Vectorworks 2011, Adobe CS 5

ArchiCad-Videos auf Rendertalk.de

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