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Datum: 26.08.2010
Uhrzeit: 17:46
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Ein Grundriss mehrere Darstellungen

#1 (Permalink)
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Hallo,

wie gehe ich in ArchiCAD12 vor, um einen Grundriss in verschiedenen Plänen unterschiedlich darzustellen.
Konkretes Beispiel:
Ich habe mein Gebäude brav wie von Graphisoft propagiert/beschrieben in 3D gebaut.
Inzwischen habe ich auch einen Grundriss, der als Plan relativ gut / aufgeräumt aussieht. Der dient als Entwurfsplan. Jetzt möchte ich auf Basis dieses Plans weitere Pläne erstellen, die mehr Informationen z.B. für den Bauantrag oder die Massenermittlung beinhalten sollen. Und das gleichzeitig.

Im Entwurfsgrundriss sind alle Wände, bei denen es sich um Ständerwerk handelt, lediglich weiß gefüllt. Einige dieser Wände sind nicht tragende Metallständerwände, andere sind tragende Holzrahmenbauwände. Diese möchte ich für die Massenermittlungspläne mit unterschiedlichen Schraffuren füllen oder aber mit farbigen Schnittlinien darstellen.
Wie gehe ich dabei vor, ohne mir meinen Entwurfsgrundriss zu versauen.

Anders ausgedrückt, wie kann ich unterschiedliche Darstellungen eines Elements erzeugen ohne gleich eine Kopie der Zeichnung mit anderen Elementeinstellungen zu machen.

In Vectorworks würde ich dazu verschiedene Viewports des Grundrisses erzeugen, und über die Klasseneinstellungen des jeweiligen Viewports die graphische Erscheinung der den Klassen zu geordneten Elemente verändern.
So könnte ich einstellen, dass alle Wände der Klasse "nichttragende Metallständerwände" in einem bestimmten Viewport statt einer weißen Füllung eine Schraffurfüllung mit einer beliebigen Farbe und Stärke haben. Um das machen zu können, müßte ich lediglich alle Elemente einer Klasse zuweisen, und die graphischen Attribute der Elemente auf "durch Klasse zugewiesen" einstellen.
__________________
Grüße Michael

"Warum soll etwas nicht so gut wie möglich sein ?"
Ludwig Mies van der Rohe, 1964

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Datum: 01.09.2010
Uhrzeit: 18:07
ID: 40652



AW: Ein Grundriss mehrere Darstellungen

#2 (Permalink)
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Hallo Michael,

den Ansichtsbereichen in VW entsprechen die Ausschnitte in AC. Hier kannst Du Ebenenkonfiguration, Maßstab, Stiftset, Bauteildarstellung etc für jede gewünschte Grundrissvariante wählen. Modelldarstellung (Dokumentation-Menü) spielt eine wichtige Rolle.

Grüße
__________________
Beste Grüße
Horst Sondermann

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Datum: 01.09.2010
Uhrzeit: 23:01
ID: 40657



AW: Ein Grundriss mehrere Darstellungen #3 (Permalink)
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Hallo Horst,

das ist schon klar, aber es ist sehr viel komplizierter, bzw. setzt voraus, dass man Ebenenkonfigurationen, Stiftsets, Bauteildarstellungen etc. schon erstellt hat, und zwar so, dass sie die Darstellungen bringt, die man gerade jetzt, ohne es vorher gewusst zu haben, braucht. Es ist z.B. ärgerlich, wenn man vorher nicht wußte, dass man für ein Objekt die Siftfarbe ändern muss, und dann feststellt, dass ja auch andere Objekte diesen Stift nutzen. Wenn es sich dann aber um mehrere verschiedene Objekte handelt wird es ein ziemlicher Aufwand das zu ändern.

Bezüglich der Stifte kann ich daraus nur den dringenden Schluss ziehen, dass man in ArchiCAD unbedingt, Stifte nach Objekt bzw. Funktion vergeben / organisieren muss, quasi als wäre ein Stift eine Klasse, die lediglich Farbe und Stiftstärke bestimmt.
Nur weiß ich aus Mangel an Erfahrung noch nicht, welche Plandarstellungsszenarien noch auf mich warten. Wie viele Stifte brauche ich wofür ? Z.B. Für Außenwände tragend und nicht tragend, Innenwände tragend und nicht tragende, Außenwandbekleidung außen und innen, Außenstützen, Innenstützen, Deckenkonstruktion, Treppen (haben selbst ja schon locker 10 Stifte), Deckenbelag, Deckenbekleidung, Bodenplatte, Bodenbelag, Dachkonstruktion, Dachbekleidung, Dachbelag usw..
Und zumindest für die übergeordneten Bauteilklassen bräuchte man dann natürlich auch jeweils eine Ebene, um das ganze ein oder ausblenden zu können.

Und wie geht man vor, wenn man z.B. Wände mit einer Farbfüllung zeigen möchte, die eigentlich keine Füllung haben ?

Ich hatte es mit Abbildern (oder wie die heißen) probiert. Aber wenn man etwas im Modell ändert und das Abbild aktualisiert, fliegen regelmäßig Maßkette oder Dinge, die man vorher mühevoll stundenlang geändert hat raus und sind weg.

Ich ärgere mich inzwischen über mich selbst, dass ich versucht habe ArchiCAD für BIM zu nutzen. Denn die Informationen (Massen und Flächen), die eigentlich aus dem Modell ziehen wollte, habe ich bisher nicht zuverlässig herausziehen können. Im Gegenteil ich muss sie sowieso von Hand per Maßkette und Tabellenkalkulation nachweisen. Und statt eines simplen 2D Strichgraphik habe ich jetzt ein Monstermodell bei dem ich mir bei jeder neuen Darstellung einen Knoten ins Gehirn machen muss, weil die anderen Darstellungen ja auch weiter hin funktionieren müssen.

Hätte ich alles als 2D Strichgraphik gezeichnet, müßte ich mir jetzt keine Gedanken darüber machen, welche Auswirkungen, die Änderung der Wanddarstellung im Grundriss auf die im Schnitt oder der Ansicht hat.

Im Grunde frustriert mich das Arbeiten mit ArchiCAD. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass mich die Bemühungen um ein strukturiertes Arbeiten in ArchiCAD so viel Zeit gekostet haben, dass ich zu wenig Zeit für wichtige entwerferische Fragen hatte. Und ich bin jedes mal froh, wenn ich mit Excel oder InDesign arbeiten muss.
__________________
Grüße Michael

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Datum: 02.09.2010
Uhrzeit: 08:15
ID: 40660



AW: Ein Grundriss mehrere Darstellungen #4 (Permalink)
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Hallo Michael -

ich erstelle gerade ein 3D-Modell in Vectorworks (Scharounhaus in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung) und kann nicht sagen, dass es dort generell einfacher zugeht als in ArchiCad oder Cinema 4D. Jedes dieser Programme lässt einen das eine intuitiver machen und beim anderen wahnsinnig werden. Der Unterschied liegt wohl darin, ob man generell 2D zeichnet oder eben sich ins 3D vorwagt.

Dann, der Reihe nach: so kompliziert ist es eigentlich nicht: Den Ebenen in VW entsprechen fast bis auf's I-Tüpfelchen die Geschosse in ArchiCad, den VW-Klassen die AC-Ebenen. Stiftfarben sind Stiftfarben und Materialien Materialien.

Was die Stiftsets angeht, so geht es hier m.E. vor allem um die Einhaltung der DIN 1356 - z.B. kann man für die 1:100-Darstellung eines Grundrisses ein Stiftset verwenden, in dem Stift Nr. 2 0,35mm, für die 1:50-Darstellung eines , in dem Stift Nr.2 0,5mm dick ist.
Zeichnet man Wände mit Konturen in Nr.2, ist diese in den unterschiedlichen Maßstäben unterschiedlich dick, wenn man für die beiden Grundriss-Ausschnitte eben die verschiedenen Stiftsets verwendet.
Also: ganz bodenständig und DIN-gerecht Stiftnummern als Differenzierung für die Plandarstellung in unterschiedlichen Maßstäben einsetzen, wie früher beim Zeichnen mit Tuschefüllern.

Ebenen (=Klassen in VW) dienen zur Zusammenfasung logischer Bauteilgruppen oder textlicher Informationen (AW, IW, Möblierung, Bemaßung 1:100, Bemaßung 1:50 etc.).
Geschosse (=Ebenen in VW) sind eine 3D-Gliederungshilfe (Z-Höhe), die bei der Schnitt-, Ansichts- und 3D-Darstellung zu- und abgeschaltet werden können, wie in VW auch.
Materialien sind wie auch in VW eine wichtige Strukturhilfe beim 3D-Export.

Was die Wanddarstellung betrifft: In den Elementeinstellungen (STRG-T) ist jeder Wand eine Bauteilschraffur zugewiesen, auch eine Bauteilschraffur-Stiftfarbe. Bei der Wahl der passenden Modelldarstellung kann die evtl. komplexe Mehrschicht-Schraffurdarstellung einer Wand dann mit einer einheitlichen Farbe dargestellt werden (Schnittschraffuren überschreiben), wozu dann flächendeckend die eben genannte Bauteilschraffur-Stiftfarbe verwendet wird. Per Voreinstellung z.B. ist es in der Vorgabe-Modelldarstellung Genehmigungsplanung dann schwarz, weil ebenso per Voreinstellung eine AC-Wand mit einer Schraffur erstellt wird, deren Vordergrund- (Strichfarbe) Schwarz ist.

So, jetzt zu den Ausschnitten. Man kann jede aktuelle GR- oder Schnitt-Darstellung als Ausschnitt sichern und diesen dann zusätzlich editieren. Z.B. speichert der Ausschnitt zunächst die aktuelle Ebenenkonfiguration. Hat man nachträglich weitere Ebenen eingefügt, werden diese beim Aufrufen des gespeicherten Ausschnitts nicht dargestellt (dann fliegen Sachen scheinbar "raus" - weg ist das mühevoll erarbeitete natürlich nicht). Also, es hilft nichts: Ebenensets anlegen und diese beim Einführen weitere Ebenen ggf. aktualisieren.

AC ist auf seine Weise genau so ausgereift wie VW, der größte Stolperstein ist nach meiner Erfahrung, dass man gewohnte Arbeitsweisen ändern muss, wenn man das Programm wechselt. Ab welchem Zeitpunkt man die 3D-Arbeit beendet und in 2D weitermacht (z.B. in AC-Arbeits- oder Detailblätter), ist in beiden Programmen eine Frage, die projektabhängig beantwortet werden muss. Dass man das Ganze immer unter Stress lernen muss und nicht in einem mehrwöchigen Sommer-Intensivkurs im SPA-Hotel bei vollem Lohnausgleich, macht die Sache nicht attraktiver.

Aufmunternde Grüße
__________________
Beste Grüße
Horst Sondermann

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