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| Social Bookmarks: Nun, ich schätze die Stadt schon sehr, zumal auch ein großer Teil unserer Familien dort wohnen (meiner Freundin und mir) und sie architektonisch einiges zu bieten hat (11-19. Jh.), allerdings sehe ich die nächsten 20 Jahre meine Zukunft eher in einem urbaneren Umfeld. In Dresden wie in Leipzig hat man eine für das Geld was man hier verdienen kann noch eine gute Lebensqualität und man hat das Gefühl hier noch etwas bewegen zu können - es ist noch nicht alles so fertig oder aber aussichtslos wie in anderen Städten und das macht sie attraktiv. Nebenbei finde ich die Möglichkeiten und Infrastruktur für Familien als vorteilhaft.
__________________ [...selbst das Vertraute ist nur wohl bekannt, solange man darauf verzichtet, genau hinzusehen.] [Daniel Kehlmann] | |
| Social Bookmarks: Ich hatte deshalb gefragt, weil dieses Phänomen ("die Großstadt lockt") auf sehr viele Absolventen zutrifft. Grundsätzlich verstehe ich es, dass man als junger Mensch Plätze sucht, die kulturell, gesellschaftlich, oft auch architektonisch mehr zu bieten haben, als die eigene Heimat. Gerade Architekten nehmen dafür aus meiner Sicht sehr viel in Kauf: Schlechte Bezahlung, unsichere Jobsituation, kaum Möglichkeit Erfahrung auszubauen (weil man oft nur im Entwurfsbereich landet), rumgeschubst zu werden, und das bei höheren Lebenshaltungskosten. Dann sehe ich Büros in kleineren Städten und der Provinz, die bereit wären Absolventen angemessen zu bezahlen, ihnen langfristig einen Job zu bieten und sie in allen Leistungsphasen mitarbeiten zu lassen und auszubilden. Das Ganze in einem Umfeld was gerade für junge Familien oft mehr zu bieten hat, als die Großstadt. Diese Büros finden allerdings kaum fähige Mitarbeiter und müssen zusehen, wie die jungen Architekten aus der Region in die Städte oder ins Ausland abwandern. Die, die dann manchmal nach 5-10 Jahren in die Region zurückkommen, kann man ebenfalls kaum einstellen, weil ihre Erfahrung sich meist auf den Entwurf bei großen Projekten beschränkt und sie beim größeren Büro den Durchbruch zum Projektleiter oder anderen Aufgabenbereichen nicht geschafft haben. Aus Sicht der kleineren Büros konnten sie ihren Marktwert seit Ende des Studium kaum steigern. Die Gehaltsvorstellungen sind dann ebenfalls oft "unpassend" dazu, denn schließlich kehrt man nach Hause zurück um eine Familie zu gründen und braucht entsprechendes Startkapital. | |
| Social Bookmarks: Zitat:
__________________ [...selbst das Vertraute ist nur wohl bekannt, solange man darauf verzichtet, genau hinzusehen.] [Daniel Kehlmann] | ||
| Social Bookmarks: Zitat:
Was ich häufig nicht verstehe ist das Jammern von Leuten ohne Job oder mit geringen Gehältern, die mit etwas Flexibilität ihre Lage oftmals schnell verbessern können, aber dennoch in Großstädten oder bei großen Namhaften weiter "leiden". | ||
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Beiträge: 84
longhoishong: Offline
Beitrag Datum: 09.11.2012 Uhrzeit: 19:50 ID: 48459 | Social Bookmarks: Sieht nach wievor ganz düster für uns aus ![]() Neue Studie: Einstiegsgehälter von Akademikern - SPIEGEL ONLINE |
| Registrierter Nutzer Registriert seit: 09.04.2005
Beiträge: 463
Lang: Offline
Beitrag Datum: 10.01.2013 Uhrzeit: 15:21 ID: 49038 | Social Bookmarks: Tag zusammen, hier mal meine "Kenndaten": -5 jahre Berufserfahrung -2800 EUro Brutto -Wohnort: Köln -Angestellt -Büro: 12 Mitarbeiter -Tätigkeit: überwiegend LPH2-5,teilweise LPH 7 |
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