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| ehem. Benutzer Registriert seit: 17.07.2012
Beiträge: 11
Mike84: Offline
Ort: Manhagen
Hochschule/AG: Laboringenieur Beitrag Datum: 24.07.2012 Uhrzeit: 15:30 ID: 47342 | Social Bookmarks: Ich weiß nun nicht was mein Post so zu verstehen gibt, das Teamwork angezweifelt wird. Ich habe lediglich meine Erfahrung aus der Lehre erläutert. Klar gibt es die 10 % der Architekten welche im reinen Entwurf richtig Verdienst haben. 90 % haben NUR DAMIT nix zu lachen. Bei den Studenten ist ist die Vorstellung des Architekten immer noch die der beschriebenen 10%. Das führt dazu, das 90% der Abschlussarbeiten eben Entwürfe ohne den gelehrten Backround sind. Bunte Hüllen ohne Fachlichen Inhalt. Teamwork? Immer! Mit kompetenten Partnern. Gruß |
| Social Bookmarks: So hab ich das auch vor 7-8 Jahren nach meinem Abschluß gesehen und eigentlich hat sich an dieser Ansicht bis heute wenig geändert bzw. hat sich das bisher oft bestätigt. Natürlich ist die Entwurfslehre wichtig, aber mind. 80% der Absolventen können das "Gelernte" nicht oder nur sehr begrenzt anwenden. Man sollte mal nicht zu sehr von den höchstens 5% Absolventen ausgehen, die bei gmp, hdm oder anderen namenhaften Büros mit mehr als 15 Mitarbeitern beginnen. Ich wünsche mir seit langem mehr Fachwissen hinter der Gestaltung, aber auch unsere aktuellen studentischen Mitarbeiter sind noch keinen Deut praktischer veranlagt. Trotzdem brauchst Du auch heute als baukonstruktiv und baupraktisch veranlagter Architekt Glück bei der ersten Stelle, denn Du wirst zwischen den "Blendern" allzuoft übersehen und verkannt. Also: Viel Glück! | |
| ehem. Benutzer Registriert seit: 17.07.2012
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Mike84: Offline
Ort: Manhagen
Hochschule/AG: Laboringenieur Beitrag Datum: 24.07.2012 Uhrzeit: 17:44 ID: 47347 | Social Bookmarks: Da hast du recht. Das übersehen werden ist derzeit auch meine sorge. Mit etwas Glück darf ich in das Büro, wo ich mein Praktikum hatte. Die haben mir zu der Zeit gesagt ich darf nach dem Master zurück kommen. Derzeit pflege ich den Kontakt, jedoch wurde vor kurzem jemand eingestellt. Mal sehen was noch kommt. Mit Glück habe ich im März Glück. Gruß |
| Registriert seit: 15.02.2003
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Tom: Offline
Ort: Rhein-Ruhr
Hochschule/AG: Architekt Beitrag Datum: 24.07.2012 Uhrzeit: 19:04 ID: 47348 | Social Bookmarks: Ich halte eine Polarisierung nach wie vor für Unsinn. Ich habe bisher nur wechselseitige Anerkennung erlebt zwischen den Leuten, die die frühen und jenen, die die späten LPH bearbeiten. Die Ausführungsplaner und Ausschreiber hätten ohne die Wettbewerbserfolge ihrer konzeptionell starken Kollegen doch gar nichts zu tun. Und ohne die fundierte Durchplanung und Realisierung würde man von guter Architektur nicht sprechen können. In kleineren Büros à 5-10 Leute machen ja oft alle Mitarbeiter alle Phasen. Und da sieht man schnell, wo die individuellen Stärken und Schwächen liegen. Gestaltungskompetenz fängt bei der großen Linie und beim Konzept an und setzt sich bis ins Detail fort. Schwache Entwerfer, oder sogar Leute, die das Entwerfen als "Blendertum" abwerten, sind als Ausführungsplaner dann höchstens in der Lage, eine Lösung aus der Detail schlecht zu übernehmen, weil sie die Schattenfuge zu groß machen, einen hässlichen Profilquerschnitt wählen und sich auch in der Glasfarbe vertun. Nur mal als simpelstes Beispiel. T. |
| Registrierter Nutzer Registriert seit: 29.04.2011
Beiträge: 60
Arkham: Offline
Beitrag Datum: 24.07.2012 Uhrzeit: 21:39 ID: 47351 | Social Bookmarks: Danke Tom! |
| Social Bookmarks: Zitat:
Das war ein unerlaubter Tiefschlag. ![]() Zitat:
Aber: Es ist aber in Tat schwer für Leute, die nicht gut "blenden" können, ihren ersten Job zu ergattern. Denn obwohl quasi alle Büroinhaber wissen, dass das was für die Bewerbungsmappen und Portfolios gepimpt wurde, meist fern von der Realität ist und evtl. gar nicht die alleinige Leistung des jeweiligen Bewerbers ist oder mit einem absolut unrealistischen Zeitaufwand erstellt wurde, wirken die "netten" Darstellungen und Renderings von diversen Großprojekten und Wettbewerben doch irgendwie anziehend und beeinflussen (unbewußt) den Gesamteindruck. Bewerber, die ihren Schwerpunkt vielleicht baukonstruktiv oder organisatorisch sehen, übrigens deshalb nicht gleich zwangsläufig die schlechteren Entwerfer sind, haben oft bescheidene, dafür aber häufig "ehrlichere" Bewerbungsunterlagen mit deutlich weniger "Posing". Leider gehen diese manchmal schon beim Vorsortieren zwischen den Hochglanzbroschüren, selbstgeschnitzten Verpackungshighlights und begabten Webdesignern unter, weil sie zu rational sind. Bekommen so nicht die Chance zum Vorstellungsgespräch und zum Zeigen was sie wirklich drauf haben. Ich habe die Situation schon von beiden Seiten erlebt. Die Jagd nach Jobs im Architekturbereich hat in meinen Augen tatsächlich sehr viel mit "Blenden und Blendern" zu tun. Mit gutem Entwerfen hat das wenig zu tun. Aber es gehören wie immer zwei dazu. Einer der blendet und einer der darauf reinfällt. Lange Bindungen entstehen daraus eher selten. | |||
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