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Bauhase is on a distinguished road

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Datum: 02.03.2004
Uhrzeit: 13:43
ID: 3341



Wärmedämmung mit Dampfbremse ja oder Nein?

#1 (Permalink)
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Hallo Baupysiker,
Ich würde gerne die Holzbalkendecke mit ökologischen Dämmstoffen dämmen, da unsere überliegende Wohnung auf Jahre leerstehen wird.
Da stellt sich für micht die Frage Dampfbremse ja oder nein, besonders im Bad?
Zu beachten ist, das auch diese Wohnung irgendwann beheizt sein wird.

Deckenaufbau:
von innen nach außen (Gefachbereich)
Fermacellplatten
(geplante Wärmedämmung)
Lattengerüst
Luftschicht
Sparschalung
Lehmschüttung
Luftschicht
Dielung
von Innen Außen (Balkenbereich)
Fermacellplatten
Lattengerüst
Holzbalken Dielung

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Samsarah: Offline

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Samsarah is a jewel in the rough Samsarah is a jewel in the rough Samsarah is a jewel in the rough Samsarah is a jewel in the rough

Beitrag
Datum: 05.03.2004
Uhrzeit: 19:13
ID: 3388



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Ich bin da sicher kein Fachmann, aber ich könnte mir vorstellen, daß es durch eine Damfsperre zum Feuchtstau kommen kann, der Materialien zum Faulen oder Schimmeln anregt?
Vielleicht wäre es ja möglich die leere Wohnung temporär zu dämmen, indem man eine Dämmschicht auf dem Boden anbringt, die später wieder entfernt werden kann?

Nur mal so laut gedacht...

Gruß,
Samy

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Bauhase is on a distinguished road

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Datum: 05.03.2004
Uhrzeit: 22:32
ID: 3394



Dampfsperre ja oder nein #3 (Permalink)
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Das ist eine gute Idee, aber leider nicht realisierbar.
ich denke mit dem Feuchtigkeitsstau genauso, leider ergibt meine Berechnung einen Tauwasserausfall, so das eine Sperre erforderlich ist, bereits auch ohne Wärmedämmung.
Man kennt ja die Bilder von neu gebauten EFH's mit Dampfsperre über den gesamten Dach, Schimmel in den Ecken.....
Ich habe alledings eine Außenwand massiv aus Ziegeln, die keine Wärmedämmung aufweist oder Dampfsperrenden Edelputz hat.
Im Bad, es ist ein Dunkelbad, habe ich eine Abluftanlage mit Feuchtigkeitssensor vorgesehen.
Sollte eigentlich keine Probleme bereiten.
Aber hat jemand eine Idee beim Deckenaufbau, ich denke an alternative Dämmstoffe, die vielleicht den Wasserdampf etwas speichern und verlangsamt nach oben diffundieren lassen.
Hat jemand Idee und Vorschläge?

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dk0815: Offline

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dk0815 is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 07.03.2004
Uhrzeit: 15:18
ID: 3404



Dampfsperre #4 (Permalink)
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Hallo Bauhase!
Soweit ich weiß ist es so, dass es innen immer am dichtesten sein muss, deshalb bei Leichtbauweise (Holzrahmenbau,etc.
) immer die Dampfbremse/sperre auf der Innenseite der Wand.
Zu deiner Frage, vielleicht verstehe ich sie ja auch falsch. Wenn die Aussenwand nur aus Ziegelmauerwerk besteht, ist diese ja auch schon schlecht gedämmt, d.h. der Wärmeverlust über die Aussenwand ist ebenfalls sehr hoch. Warum willst du jetzt dann die Decke extra dämmen? Nur weil die Wohnung nicht bewohnt wird, zumal die Holzbalkendecke schon eine Lehmschüttung enthält, was schon teilweise als Dämmung angesehen werden kann. Zudem kommt, dass Holz eine sehr schlechte Wärmleitung hat und deshalb als weniger problematisch im Bezug auf Kältebrücken angesehen werden kann (Es ist ja auch möglich dass Balken vom Innen- in den Aussenbereich laufen).
Vielmehr würde ich darauf achten, dass in der leerstehenden Wohnung regelmäßig gelüftet wird, um man die Räume ab und zu mal beheizt um ein vollständiges Auskühlen zu vermeiden. Damit später nicht zu einem modrigen Geschmack in der Wohnung kommt.
Kurz gesagt ich bin mir nicht sicher ob es überhaupt Sinn macht die Decke zu dämmen.
Vielleicht hilft dir das ja weiter.

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Datum: 07.03.2004
Uhrzeit: 17:23
ID: 3408



Dampfbremse/Wärmedämmung #5 (Permalink)
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Das stimmt, aber nach meiner Rechnung ist das Verlustgefälle nach oben größer als zur Außenwand, das wäre mit Dämmung der Decke ausgeglichen.
Die obere Wohnung kann leider nicht beheizt werden, da dort nur Ofenheizung ist und der Schornstein baupolizeilich gesperrt ist. (Fehler vom Schornsteinfeger beim Ausbrennen).
Hat jemand eine Herangehensweise wie ich die ganze Sache komplett betrachten kann, auch in Hinsicht der Situation am Balkenkopf in der Außenwand, ein Tauwasserausfall wäre dort tödlich.
ich habe leider nur einen sehr begrenzten Handlungsrahmen, da wir nur Mieter der Wohnung sind. (Eigensanierungsmietvertrag)
Wir haben zwar sehr günstige Konditionen, aber müssen die Baukosten selbst tragen.
Mein Ziel ist es, die Wohnung begrenzt auf die Umrisse, so zu gestalten, das wir

a) ein gesundes Wohnklima haben,

b) geringe Heizkosten bei der im Sommer einzubauenden Zentralheizung haben

c) nur minimal in die Gebäudekonstruktion eingreifen, um die bestehende Substanz zu erhalten und bestehende Datailmängel zu beseitigen

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ehem. Benutzer
 
Registriert seit: 24.01.2003
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Nils is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 14.03.2004
Uhrzeit: 15:00
ID: 3461



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Hallo Bauhase,

ich würde die Decke gar nicht dämmen, und zwar aus folgenden Gründen:

1. Bei einer Dämmung ist die Temperatur an der Oberseite der Decke ja geringer, was dafür sorgt, daß dort, oder schon in den Hohlräumen der Konstruktion, schneller Feuchtigkeit, die durch die Decke diffundiert, ausfällt und als Wasser zurücksickert. Eine Dampfsperre bietet da nur teilweise Schutz, weil die Ränder ja an den Wänden nach unten gezogen werden müßten, um dort den nötigen Dampfdruckwiderstand zu erhalten, was ja selten so ohne Weiteres machbar ist. Die Ränder, die konstruktive Schnittstellen Decke/Wand darstellen, sind somit stärker belastet.

2. Die obere Wohnung wird ja durch die untere teilweise mitbeheizt. Wenn nun, durch Dämmung, zu wenig Wärme nach oben fließt, kann es sein, daß es dort oben innerhalb der Wohnung zu Frostschäden kommt.

Sinnvoller ist es, die obere Wohnung fachgerecht zu dämmen, wenn das separat möglich ist. Oder aber das ganze Haus. Das ist sicher teurer, aber da sie ja leer steht, auch gut machbar. Aber eine thermische Trennung quer durch einen thermisch eigentlich homogenen Innenraum zu ziehen, bedeutet meist eine Veränderung, für die die Bausubstanz nicht gemacht ist.

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen,

Gruß,

Nils

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Bauhase is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 15.03.2004
Uhrzeit: 15:38
ID: 3466



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Du hast recht, das ganze ist unsausgewogen, die einzusparende Energie wird mit den schäden locker aufgefressen, ich werde nur die Decke wieder herstellen, evtl. die darüberliegende Wohnung mit mineralwolle auslegen.
Frostschäden könne zumindest bei Wasserleitungen nicht auftreten, weil die Leitungen bei uns enden, in den darüberliegenden Stockwerken gibt es weden Wasser, Strom, Gas oder Abwasser.
Danke für Deine Meinung!!!!

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Tobias: Offline

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Tobias is on a distinguished road

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Datum: 15.03.2004
Uhrzeit: 23:34
ID: 3474



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Zitat:
Originally posted by Nils
Sinnvoller ist es, die obere Wohnung fachgerecht zu dämmen, wenn das separat möglich ist. Oder aber das ganze Haus.
Hi Nils, da wird es wohl günstiger sein, die Wohnung weiterhin zu heizen, obwohl sie unbewohnt ist!
Das würde sich natürlich nur lohnen, wenn man auf langsfristige Energiereduzierung aus ist.

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Bauhase is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 16.03.2004
Uhrzeit: 00:03
ID: 3476



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Ein beheizen der darüberliegenden Wohnung ist unmöglich, da keine Heizanlage vorhanden ist. Maximal eben ein provisorisches Auslegen des Fußbodens mit Mineralwolle. Es gibt keine Leitungen, die einfrieren können.

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Benutzerbild von Florian
 
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Beitrag
Datum: 16.03.2004
Uhrzeit: 13:31
ID: 3479



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Geht es hier eigentlich um eine eigentumswohnung/-haus oder um eine Mietwohnung?

Das wäre nämlich aus zwei Gründen wichtig:
1. Baumaßnahmen müssen u.a. vom Vermieter genehmigt werden und eine Dämmung ist definitiv eine Baumaßnahme. Wie bereits festgestellt wurde, kann das zu Bauschäden führen.

2. Wenn das ganze Gebäude Eigentum ist und Teile davon verkauft werden sollen oder auch Vermietet (glaub ich zumindest) dann sollte man sich das mit einer Gesamtdämmung mal genauer überlegen. Eine neue Energiesparverordnung verlangt bei Verkauf und Neuvermietung (?) ab dem Jahr 2006 (?) neue Richtwerte. D.h. hier wird eine Menge zu Dämmen sein in Deutschland

Grüsse
Florian
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Ort: Berlin

Bauhase is on a distinguished road

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Datum: 16.03.2004
Uhrzeit: 18:47
ID: 3483



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Eigensanierungsmietvertrag,
wir sind sehr langfristige mieter tragen die Baukosten leisten die Arbeitstunden, sprechen alles mit dem vermieter ab, nichts wird ungenemigt getan.

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Registriert seit: 17.07.2003
Beiträge: 930
Tobias: Offline

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Tobias is on a distinguished road

Beitrag
Datum: 16.03.2004
Uhrzeit: 20:19
ID: 3485



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Zitat:
Originally posted by Bauhase
Ein beheizen der darüberliegenden Wohnung ist unmöglich, da keine Heizanlage vorhanden ist.
Hmm, da scheine ich etwas missverstanden zu haben. Die Wohnung hat doch ein Bad, wie ich das mitbekommen habe ... ergo war die mal bezogen??? Wie wurde da geheizt? Oder ist es eine reine Sommerwohnung gewesen?

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