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raykip is on a distinguished road

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Datum: 22.01.2016
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AW: Die Zukunft des Einzelhandels

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Der Einzelhandel wird solang nicht verschwinden wie die Leute Wert auf persönlichen Service legen und ich hab aktuell den Eindruck, dass dieser Wert eher wieder steigt als schrumpft

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Tom
 
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Datum: 23.01.2016
Uhrzeit: 16:32
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AW: Die Zukunft des Einzelhandels

#2 (Permalink)
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Zitat von raykip Beitrag anzeigen
Der Einzelhandel wird solang nicht verschwinden wie die Leute Wert auf persönlichen Service legen und ich hab aktuell den Eindruck, dass dieser Wert eher wieder steigt als schrumpft
Ja, das deckt sich auch mit den Kundenumfragen. Allerdings ist die Servicequalität in den stationären Geschäften oft unterirdisch schlecht. Die Läden haben ihr theoretisches Potential, einen guten Service zu bieten, sträflich vernachlässigt. Und außer dem persönlichen Service erwarten die voll vernetzten Kunden heute, dass ihr Smartphone-gestütztes Leben nicht an der Ladentür endet. Die Konsequenz für Geschäfte, die da nicht mitziehen, wird einfach das Ausbleiben der Kundschaft sein. Der deutsche Einzelhandelsverband rechnet mit Zigtausend Ladenschließungen in den deutschen Innenstädten in den nächsten 3-5 Jahren. Dies ist der Anlass, über den Einzelhandel nachzudenken.

Dabei geht es nicht um Untergangsphantasien - vermutlich gibt es nur einen gründlichen Strukturwandel. Inhabergeführte Läden stehen am meisten unter Druck. Lokale Ketten werden intenisv darüber nachdenken, mit dem Online-Service großer Internet-Händler gleichzuziehen (Thema u.a.: "Same Day Delivery"). Große Online-Händler werden den Schritt in die physische Welt machen, weil sie nur so weiter wachsen können und stationäre Läden als gut erreichbare Service-Stützpunkte brauchen (erste Beispiele: Ebay-Läden, Zalando-Filialen).

Das sind aber nur die ungefähren Umrisse einer wahrscheinlichen Entwicklung.

T.

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Datum: 18.03.2016
Uhrzeit: 18:05
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AW: Die Zukunft des Einzelhandels #3 (Permalink)
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Ich denke, dass es jeder Einzelhandel auf lange Sicht selbst in der Hand hat. Zwar gehen viele wieder lieber in ein Beratungsgeschäft, wenn allerdings im Onlinehandel die Qualität und Beratung weiter vorangetrieben wird, sollte sich das auf Dauer durchsetzen.

Viele Webseiten haben inzwischen einen Live-Chat, es werden also sofort die Fragen beantwortet. Eine super Sache, das wird sich auch durchsetzen!

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Datum: 18.03.2016
Uhrzeit: 18:39
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AW: Die Zukunft des Einzelhandels #4 (Permalink)
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Der Onlinehandel lebt vom zu billigen Transport. Sobald dort die Kosten steigen, sei es durch teurere Energie oder eine Besinnung der Politik (höhere Besteuerung der LKW wegen höherer Abnutzung der Straßen z.B.), dann ist schnell aus mit dem Onlinehandel.

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Tom
 
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Datum: 19.03.2016
Uhrzeit: 14:48
ID: 55429



AW: Die Zukunft des Einzelhandels #5 (Permalink)
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Zitat von numerobinchen Beitrag anzeigen
Der Onlinehandel lebt vom zu billigen Transport. Sobald dort die Kosten steigen, sei es durch teurere Energie oder eine Besinnung der Politik (höhere Besteuerung der LKW wegen höherer Abnutzung der Straßen z.B.), dann ist schnell aus mit dem Onlinehandel.
Das mag zum Teil zutreffen - aber niemand hat derzeit Interesse, daran etwas zu ändern, weil die Kunden den Komfort einer Bestellung von zu Hause aus und den Service der Lieferung bis nach Hause schätzen. Davon abgesehen haben auch die Waren, die über stationäre Läden vertrieben werden, letztlich einen genauso langen Lieferweg bis zum Kunden nach Hause, nur dass der Kunde das letzte Stück im Privatwagen oder mit dem ÖPNV selbst übernimmt. Vorher werden die Waren in vielen Einzel-Lieferungen auf die Geschäfte verteilt. Ich denke nicht, dass der Weg von den Zentral-Lägern der Online-Händler bis nach Hause unwirtschaftlicher oder umweltfeindlicher ist - im Gegenteil.

Vor allem aber halte ich es für einen Irrtum, den Online- und Offline-Handel als voneinander getrennte Sphären zu betrachten, die miteinander in einem Verdrängungswettbewerb stehen. Was ich damit meine, steht in dem oben verlinkten Artikel. Schon jetzt wachsen Online und Offline zusammen. Wenn der stationäre Handel aufwacht und richtig reagiert, werden sie sich wechselseitig befeuern und bald nur noch zwei Seiten ein und derselben Medaille darstellen. Ich erwarte, dass man in 6-8 Jahren gar keine getrennten Statistiken für den Online- und Offline-Handel mehr machen wird, weil die Unterscheidung obsolet geworden ist.

T.

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Datum: 19.03.2016
Uhrzeit: 19:28
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AW: Die Zukunft des Einzelhandels #6 (Permalink)
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Zitat von Tom Beitrag anzeigen
Davon abgesehen haben auch die Waren, die über stationäre Läden vertrieben werden, letztlich einen genauso langen Lieferweg bis zum Kunden nach Hause, nur dass der Kunde das letzte Stück im Privatwagen oder mit dem ÖPNV selbst übernimmt. Vorher werden die Waren in vielen Einzel-Lieferungen auf die Geschäfte verteilt. Ich denke nicht, dass der Weg von den Zentral-Lägern der Online-Händler bis nach Hause unwirtschaftlicher oder umweltfeindlicher ist - im Gegenteil.
Dieser Vergleich hinkt aber gewaltig, weil die meisten nicht nur für ein Produkt ins Auto steigen, sondern gleich viele andere Dinge erledigen. Und wenn ich an den Verpackungsmüll denke, der bei größeren Lieferungen für Geschäfte weit geringer ist als bei Einzelpaketen für jeden einzelnen Kunden...

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Tom
 
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Datum: 19.03.2016
Uhrzeit: 20:17
ID: 55433



AW: Die Zukunft des Einzelhandels #7 (Permalink)
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Zitat von numerobinchen Beitrag anzeigen
Dieser Vergleich hinkt aber gewaltig, weil die meisten nicht nur für ein Produkt ins Auto steigen, sondern gleich viele andere Dinge erledigen. Und wenn ich an den Verpackungsmüll denke, der bei größeren Lieferungen für Geschäfte weit geringer ist als bei Einzelpaketen für jeden einzelnen Kunden...
Das lässt sich pauschal überhaupt nicht sagen; das hängt von vielen Einzelfaktoren ab, z.B. ob ich mit dem Fahrrad oder dem SUV in die Stadt fahre, ob ich die Verpackungen recycle, etc.: Online einkaufen - Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Generell umweltfeindlicher ist das Online-Shopping nicht. Wichtiger: Deine Fragestellung geht wieder von einer klaren Zweiteilung der Sphären aus. Sobald ich aber online bestelle und mir etwas in den Laden liefern lasse oder etwas im Laden Gekauftes zu Hause abholen lasse, lösen sich die Grenzen auf. Beides findet schon statt und wir künftig größeren Raum einnehmen - als Teil einer Überlebensstrategie des stationären Handels und als Teil eines weiteren Wachstums der Online-Händler mit physischen Filialen.

Amazon errichtet gerade für Ballungsräume Zwischenlager für den "Same-Day-Delivery"-Service. Diese Flotten, die im Umkreis von 50 km agieren, können voll elektrisch betrieben werden und werden vermutlich mit reduzierten Mehrweg-Verpackungen arbeiten. Einzelhändler in Fußgängerzonen haben auch schon vereinzelt Kooperationen gebildet, um denselben Service zu bieten. Dies zeigt, dass man der Thematik nicht mit Schwarz/Weiss-Schablonen gerecht wird.

T.

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Datum: 14.12.2016
Uhrzeit: 11:02
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AW: Die Zukunft des Einzelhandels #8 (Permalink)
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Zitat von numerobinchen Beitrag anzeigen
Der Onlinehandel lebt vom zu billigen Transport. Sobald dort die Kosten steigen, sei es durch teurere Energie oder eine Besinnung der Politik (höhere Besteuerung der LKW wegen höherer Abnutzung der Straßen z.B.), dann ist schnell aus mit dem Onlinehandel.
Hallo numerobinchen,

das sehe ich ebenfalls so! Dadurch dass Energie relativ billig ist sind auch Transporte von Waren günstig. Alleine was wieder zurück geschickt wird ist eigentlich ein Wahnsinn!

Viele Grüße

edelweiss

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