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| Social Bookmarks: Ich denke, daß da ursprünglich mal was dran gewesen ist, nur ist das halt schon ziemlich lange her. Die FHs sind doch seit einiger Zeit wesentlich freier geworden bei der Vermittlung des Lehrstoffes, so daß in punkto eigenverantwortliches Lernen der große Unterschied nicht mehr begründet sein kann. In der Tat kann man beobachten, daß sehr viele Architekturtheoretiker (nicht negativ gemeint) und Lehrende ehemalige Uni-Absolventen sind, aber das lag bisher auch wohl daran, daß a) jährlich mehr Architekturabsolventen von einer Uni, als von den FHs kommen und b) solche Positionen i.d.R. Positionen bei öffentlichen Einrichtungen sind, bei welchen FHler in der Vergangenheit bekanntermaßen benachteiligt wurden. Grundsätzlich halte ich Vordenker, Theoretiker und Forscher für sehr wichtig, nur werden sie in einer viel geringeren Anzahl in der Gesellschaft gebraucht, wie die Gestalter und Praktiker. Auf einen Komponisten (Vordenker) kommt schließlich auch mindestens ein Orchester (Planer, Ausführende). Ich hoffe, daß durch die BA/MA-Regelung die veralteten Regularien im öffentlichen Dienst bald endültig der Vergangenheit angehören. | |
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Beitrag Datum: 16.09.2009 Uhrzeit: 15:39 ID: 35348 | Social Bookmarks: Der Unterschied in der Lehre ist - meiner Meinung nach - so wie bastelheld ihn beschreibt immer noch vorhanden. An der Uni wird weniger anwendungsorientiertes, sondern mehr theoretisches Wissen vermittelt. Praxisbezogene Inhalte wie LBauO oder VOB sind im Vordiplom kein Thema, und werden im Vergleich zur FH weniger gewichtet. Prinzipiell ist es an der Uni schon so, dass die theoretische, hinterfragende Denkweise gefordert wird. Bezüglich Anzahl der Absolventen ist es richtig, dass es mehr Studenten pro Semester an den Unis gibt, jedoch gibt es wesentlich mehr FHs als Unis (1998 mit ZVS-Bewerbung gab es ca. 8-10 Unis), sodass die Gesamtzahl der FH-Absolventen wohl grösser sein dürfte. |
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Beitrag Datum: 16.09.2009 Uhrzeit: 17:42 ID: 35352 | Social Bookmarks: Als FH Student muß ich dieser Darstellung in all ihrer Schwammigkeit widersprechen. |
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Beitrag Datum: 17.09.2009 Uhrzeit: 13:19 ID: 35375 | Social Bookmarks: Dann schau Dir mal z.B. die Lehrinhalte im Fach Raumgestaltung an. Wie viele Entwürfe bzw. wie viele Semester hast Du dieses Fach an der FH? In der Regel ist das ein Kurs mit 1 Semester Vorlesung und 1 Semester Entwurf, oder? |
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Beitrag Datum: 17.09.2009 Uhrzeit: 14:25 ID: 35381 | Social Bookmarks: weiß ich nicht mehr - ist auch egal, hat nämlich nichts mit "theoretischer, hinterfragender denkweise" zu tun. |
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Beitrag Datum: 17.09.2009 Uhrzeit: 17:14 ID: 35389 | Social Bookmarks: Wo wird denn noch mehr eine theoretisch - intellektuelle Methodik angewendet als bei einem Entwurf im Fach Raumgestaltung? |
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Beitrag Datum: 17.09.2009 Uhrzeit: 17:44 ID: 35393 | Social Bookmarks: In Architektursoziologie ? Ok tut mir leid, ich verbinde mit "theoretisch - hinterfragende Denkweise" einige konstruiert-ignorante Entwürfe von Unis, die leider beim Hinterfragen vor sich selber halt gemacht haben. Wenn du meine Erfahrungen gemacht hättest, würdest du mich hoffentlich verstehen hehe. |
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Ort: Berlin Beitrag Datum: 23.10.2009 Uhrzeit: 11:09 ID: 35917 | Social Bookmarks: Wer verbreitet den so einen Unsinn? |
| Social Bookmarks: Der Satz stimmt so vielleicht nicht generell, aber in der Uni müssen schon mehr Entwürfe gemacht werden. An der TU Berlin waren das zu meiner Studienzeit: 1. bis 4. Semester durchgehend Entwurfslehere. Die Anzahl der Entwürfe war Lehrstuhlabhängig, aber mind. ein großer Entwurf oder mehrer kleine pro Semester. Im Hauptstudium mußten 5 Entwürfe (ohne Diplomarbeit) gemacht werden. Das ist in allen Unis ähnlich und mehr als in jeder FH!
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Ort: Berlin Beitrag Datum: 23.10.2009 Uhrzeit: 13:44 ID: 35924 | Social Bookmarks: Zitat:
5 Hochbauentwürfe und zusatzlich noch Innenausbau, Stadtebau, Industriebau etc. Ich will hier allerdings kein Sparring veranstalten, ich fand die Aussage nur ziemlich, sagen wir mal "unreflektiert". | |
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Beitrag Datum: 25.10.2009 Uhrzeit: 18:54 ID: 35954 | Social Bookmarks: Zitat:
da es aber hunderte von FHs gibt, ist es jetzt müssig, darüber zu diskutieren, welche wie im Einzelnen das Fach Raumgestaltung behandelt. Aus meiner persönlichen Erfahrung ist es einfach so, dass die Uni mehr Ausrichtung auf die Vertiefung im Fach Entwurf legt als die FH. | |
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Mein Hauptstudium an der FH (ohne Diplomarbeit): 3 x Hochbauentwurf + 1 x baukonstruktive Vertiefung 1 x großer Städtebauentwurf + 1 x kleiner Städtebauentwurf (eigener Schein mit anderer Aufgabe) 1 x Innenausbauentwurf dazu kommen mind. 3 Stegreife + Städtebaustegreif, 1x Durchplanung Entwurf komplett mit Haustechnik (Elektro, Heizung, Sanitär) und natürlich das ganze Rahmenprogramm (Vorlesungen, Klausuren, Exkursionen, kleinere Aufgaben). Also ich komm auch auf 5 große Entwürfe, trotz FH. Allerdings auch auf 14 Studiensemester einschl. 4 Semestern Grundstudium, davon aber 2 volle Semester pausiert/gearbeitet. ![]() Durchschnittliche Semesterzahl (bis Diplom) lag damals bei 13,5 Semestern. Von wegen 8 Semester Regelstudienzeit. Das war nicht zu schaffen und wurde auch von den Professoren unmißverständlich abgelehnt. Ein Kommolitone hat es in 9 Semestern geschafft, weil er bereits vor dem Vordiplom, parallel zum Grundstudium, zwei Entwürfe aus dem Hauptstudium bearbeitet hat. Das war die absolute Ausnahme. Dafür gab's auch Studenten mit 24 Semestern. Man kann davon ausgehen, daß der Durchschnitt in meinem Semester an der Uni sicherlich genauso schnell fertig gewesen wäre und der Umfang der Lehrinhalte dort kaum größer gewesen sein kann. Das war allerdings damals der absolute Höhepunkt des Lehrprogramms an der FH. Danach wurde das Studium durch eine neue Studienordnung gestrafft und etwas zusammengestrichen. Seit 3-4 Jahren gibt es einen größeren Anteil von Studenten, die nach 8-9 Semestern ihr Diplom machen. | ||
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