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Erin is on a distinguished road

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Datum: 10.07.2006
Uhrzeit: 14:46
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Architektur an der TU Berlin?

#1 (Permalink)
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Hallo zusammen!

Da die Bewerbungsfrist für das Bachelor Studium Architekur an der TU bald rum ist, habe ich mich heute kurzerhand beworben, obwohl ich schon noch daran zweifle, ob es das richtige für mich ist. Daher hoffe ich, Ihr könnt mir ein paar Antworten auf meine Fragen geben, damit ich, für den Fall dass ich tatsächlich zugelassen werden sollte (wäre ein Wunder bei meinem Abi ), mir ein Bild machen kann, ob ich das Studium wirklich anpacken kann oder doch lieber zurück in den Beruf gehen sollte...


Ich habe mich schon immer für Architektur interessiert, mit Vorliebe alte und moderne Gebäude angesehen, als Teenie viel Häuser abgezeichnet, und die Sims spiel ich auch nur, um schöne Dinge zu bauen
Als es dann an die Studienwahl ging, habe ich mich gegen die Architektur entschieden, da ich von allen Seiten hörte, dass der Mathematik Anteil wahnsinnig schwer wäre...
Da ich mit meinem derzeitigen Studiengang aber absolut unglücklich bin, weil er mir viel zu theoretisch ist, und keinerlei Eigenkreativität erfordert, möchte ich mich neu orientieren, und komme daher auf meinen alten Traum zurück...

Ich habe mir schon viele Eurer Beiträge hier durchgelesen, doch sind die Aussagen ja teils sehr widersprüchlich, was sicherlich an der Verschiedenheit der jeweiligen Unis / FHs und natürlich den persönlichen Eindrücken liegt.
Daher möchte ich mich mal explizit an die TUBler richten:
Wie siehts aus mit Mathe bei euch? Ist es sehr schwer? Was braucht man? Was sind die Schwerpunkte? Wie groß ist der Mathemaitk Anteil?
Ich habe mich in der Oberstufe nur mit hängen und würgen durch den Mathekurs gemogelt... Geometrie bis zur 10 war nie mein Problem, aber alles was darüber hinausgeht mit irgendwelchen furchtbaren Gleichungen mit zig Unbekannten.. Braucht man sowas? Zudem das bei mir alles schon sehr lange her, sprich, Auffrischen müsste ich wohl in jedem Fall.. aber.. kann mir einfach jemand sagen was man im Endeffekt wirklich können muss?

Gleiches gilt für Physik, was bei uns in der Schule mehr ausfiel als alles andere, oder einfach durch den Chemie-Kurs ersetzt wurde... Reicht da ein minimales Grundwissen, oder wird schon sehr viel mehr vorausgesetzt?

Weiterer Punkt, das Zeichnen.. ich habe auf der Uni-Seite gesehen, dass Freihand-Zeichnen ein anscheinend nicht geringer Bestandteil des Studiums ist. Wie gut muss man dafür sein?
Ich zeichne zwar sehr gerne, aber ein großer Künstler war ich noch nie.... Man erkennt zwar, was es sein soll, aber... naja *g* das wars dann auch schon

Ich glaube wirklich, das ich vorallem was den Willen angeht genügend Voraussetzungen mitbringe, um ein Architektur Studium zu meistern, nur hege ich doch enorme Zweifel ob mein Können ausreichen wird um irgendwie mitzuhalten.. :/

Daher hoffe ich, Ihr könnt mich ein bisschen aufklären, was für Voraussetzungen besonders in Punkto Mathe, Physik und Zeichnen vorhanden sein müssen...

Schonmal vielen Dank!

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mika: Offline

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Datum: 10.07.2006
Uhrzeit: 15:03
ID: 16901



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Ich weiß nicht, wer Dir gesagt hat, dass im Architekturstudium viel Mathe vorkommt, aber zurückblickend auf mein fast beendetes Architekturstudium an der TU-Berlin, kann ich das nicht bestätigen. Okay einen Dreisatz sollt eman können, und es gibt auch tatsächlich Leute, die mit Bruchrechnen schwierigkeiten in Tragwerkslehre haben, aber mehr kommt nicht vor. Und auf das ganze Studium betrachtet, ist der Mathe anteil nebensächlich. Mit Physik gilt das noch mehr.
Ich habe Mathe und Physikleistungskurs, und Kunst als schriftliches Prüffach gehabt. Aber das Studium hätte ich wohl auch mit Deutsch und Englisch Leistungskurs nicht schlechter gemacht.
Soweit ich das noch überblicken kann, ist der Anteil des Zeichnen und Malens im Bachelor durch eine Ausdehnung der Computer- und Video-Darstellung eher noch geringer geworden. Persönlich würde ich sagen, dass die Fähigkeit und ein Gespür für Gestalten und Darstellungen jedoch viel wichtiger ist als Mathe und Physik.
Zudem gibt es noch weit mehr Disziplinen in der Architektur wie z.B. die Bau- und Stadtbaugeschichte, Architekturtheorie, Bauökonomie, Baurecht usw. . Also vergiss Mathe und Physik.

Grüße Michael

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Erin is on a distinguished road

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Datum: 10.07.2006
Uhrzeit: 15:25
ID: 16902



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Da fällt mir erstmal ein Fels vom Herzen
Vielen Dank!
Gerade Deine Äusserung hinsichtlich der vermehrten Computer- und Videodarstellung freut mich ungemein. Inwieweit unterscheidet sich CAD vom "normalen" 3D Modelling? Weil ich gerade an soetwas doch großen Spaß habe...
Naja.. in jedem Fall danke! Dann heißt es jetzt hoffen und Daumen drücken, dass auch das miese Abi für eine Aufnahme reicht
Danke!

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Tom
 
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Datum: 10.07.2006
Uhrzeit: 15:27
ID: 16903



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Ich weiß auch nicht, woher die Mathe-Märchen kommen. "Echte" Ingenieure (Bauings, Maschbauer) brechen bei den niedrigen Anforderungen in hysterisches Kichern aus. Es handelt sich durchweg um Mittelstufen-Stoff der 7.-8. Klasse. Dir wird keine einzige quadratische Gleichung begegnen, geschweigedenn was Schlimmeres ...

(Wenn es hier Leute gibt, die an ihrer Hochschule mehr gefordert wurden, bitte entrüstet aufschreien.)

In anderen Ländern ist es anders, da gibt es extra Fächer wie "Mathe für Architekten". Eine Website, die sich mit Mathe und Architektur beschäftigt und mit der Didaktik der Mathe für Architekten ist www.nexusjournal.com. Das ist ein Online-Journal und eine Konferenzreihe, die von einer Amerikanerin in Florenz gegründet wurde. Mittlerweile wurde die Printausgabe des Journals vom Birkhäuser-Verlag übernommen.

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Beitrag
Datum: 10.07.2006
Uhrzeit: 15:37
ID: 16904



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Zitat:
Originally posted by Tom
(Wenn es hier Leute gibt, die an ihrer Hochschule mehr gefordert wurden, bitte entrüstet aufschreien.)
JA! Ich! Mir wurde vor Studium empfohlen den allgemeinen Mathe Vorbereitungs- und Auffrischungskurs im Sommer vor Studienbeginn zu besuchen.
Ich hab da nix verstanden... Obwohl ich in Mathe gar nicht so blöd war.

ABER die gute Nachricht für Studienanfänger: Macht so etwas nicht, verschwendet nicht Eure Zeit, dort bekommt Ihr nämlich nicht die vier Grunhdrechenarten beigebracht...
__________________
Florian Illenberger

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Datum: 10.07.2006
Uhrzeit: 15:47
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An die ein oder andere Gleichung im Studium kann ich mich ja schon erinnern, aber zur Berechnung waren die Grundrechenarten ausreichend. In Bezug auf Physik würde ich sagen, dass es für TWL nicht schadet, ein gewissen Grundverständnis zu haben. Aber selbst wenn nicht, hat man dafür ja die Vorlesungen bzw. Übungen. Und im schlimmsten Fall muß man sich halt mal ne Nachhilfestunde leisten. Die Durchfallquoten, die ja trotzdem nie gering waren, führe ich eigentlich auch eher auf Faulheit zurück. Ich bin jetzt auch nicht mit ner Eins durch alle Klausuren gekommen, aber ne Wiederholung brauchte es auch nicht. Jedenfalls ist das gut zu schaffen und man sollte deswegen sicher nicht vor einem Architekturstudium zurückschrecken. Da gibt es ganz andere Bereiche, die einem zu schaffen machen. Üb' lieber effektiven Stressabbau und mit wenig Schlaf auskommen .

Grüße und viel Erfolg
Samy

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Datum: 11.07.2006
Uhrzeit: 14:11
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Woher die Mathemärchen kommen? Nun.. Das scheint weit verbereitet zu sein.. Bei uns war damals in der Oberstufe irgendein komisches Berufsforschungsinstitut, das mit allen Schülern irgendwelche Tests zur Berfseignung gemacht haben... Die haben uns davon erzählt, weiterhin die ahnungslosen Beufsberater vom BIZ, und eigentlich auch sosnt jeder, dem gegenüber man erwähnte, dass man vor hat, Architektur zu studieren Daher kam ich von selbst nie auf Idee, dass es lediglich ein Gerücht sein könnte, bevor ich mich dann im Internet versucht habe, etwas genauer zu informieren ^^

Noch eine kurze Frage zum Vorprkatikum, das man ja am besten als Baupraktikum absolvieren sollte.. Lohnt es sich als Frau überhaupt sich irgendwo am Bau zu bewerben? Hat man da ne Chance dranzukommen und WAS für Tätigkeiten bleiben einem dort, wenn man Kräftemässig eben nicht an dem Punkt ist, Zementsäcke tragen zu können? Oder sollte ich lieber gleich beim netten Schreiner nebenan fragen?

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Datum: 11.07.2006
Uhrzeit: 15:30
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Du beantwortest die Frage schon fast selber.
Klar werden Frauen oder Mädchen auch im Bauhauptgewerbe genommen, aber die werden dort eher selten zum Schleppen, sondern eher zum Halten genommen.
Soll heißen, in der Regel wird man als Praktikant eher dazu benutzt leichte Dinge zu machen, oder mal ein Brett fest zu halten, wenn's abgesägt wird oder was z.B. ein Werkezug zu holen.
Da ich selber gelernter Zimmermann bin, kann ich nur zum Holzverarbeiten-Gewerbe raten. Zimmerer und Tischler sind in der Regel etwas klüger aber auch etwas genauer als z.B. Mauerer. Das gilt für Tischler ganz besonders.
Andererseits, kann's auch nicht schaden, zu sehen, wie grob und ungenau die Arbeit auf dem Bau sein kann.

Meiner Meinung nach ist die wichtigste Erfahrung beim Baupraktikum ohne hin,
1. die Sprache auf dem Bau kennen zu lernen,
2. die Sichtweise der Bauausführenden kenner zu lernen und
3. ein Gespür dafür zu bekommen, was wie hergestellt wird bzw. was geht und was nicht gut geht.

Grüße Michael

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Datum: 11.07.2006
Uhrzeit: 16:44
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Ich glaube schon, das man es als Frau schwerer hat, ein Praktikum auf dem Bau zu bekommen. Das fängt mit den vorurteilen "Frauen können nichts tragen, haben keine Ahnung etc." an und hört mit fehlenden Sanitäranlagen auf Grossbaustellen auf.
Aber nicht entmutigen lassen, versuche es einfach! Irgendwo musst du es ja machen, und es gibt einige Gewerke wo es einfacher sein wird, z.B. Schreiner.

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Datum: 11.07.2006
Uhrzeit: 16:48
ID: 16944



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Zitat:
Originally posted by mika
......Zimmerer und Tischler sind in der Regel etwas klüger aber auch etwas genauer als z.B. Mauerer. ....


It depends on....



Ich glaube die Zeiten der "dummen", "frühmorgens biersaufenden" Maurer sind weitestgehend vorbei. Diese Exemplare sind stark vom Aussterben bedroht.



Aber sonst würde ich ähnliches sagen.

Bei einem Praktikum würde ich mich nicht unbedingt an den vorgeschriebenen "Zwangspraktikumszeiten" orientieren, wenn ich vorher noch keine Berührung mit dem Baugewerbe hatte. Dann würde ich empfehlen, "solange" wie möglich und soviel wie möglich aufzunehmen.
Das Verständnis für das was da abgeht bekommt man nämlich nicht schon nach ein paar Tagen oder einem Schnupperkurs.

Ich würde Dir, auch als Frau, empfehlen, in mehrere Berufe für mind. 3 Wochen pro Beruf reinzuschauen.

Wichtig dabei finde ich:

- Maurer- und Betonbauer (am Besten in zwei Teilen: 1. bei Gründung und Entwässerungsverlegung, 2. bei weiterem Baufortschritt in einem oberirdischen Geschoss)

- Zimmermann

- Dachdecker (besonders bei Blecheindeckungen oder Flachdächern interessant)

- Fassadenverkleidung oder Aussenverputz

- ein Gewerk aus dem Bereich der Haustechnik: Elektriker, Heizungsbauer, Lüftungs- oder Klimainstallateur, Sanitär....

- ein Gewerk aus dem Bereich Innenausbau/Finish. z.B. Fliesenleger, Fussbodenverleger, Schreiner, Maler....


Dann hat man einen guten Einblick in die verschiedensten Berufe und den Fortgang einer Baustelle.


....und sowas kann Spass machen!!!

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Datum: 12.07.2006
Uhrzeit: 00:13
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Na dann sag ich dochmal: Vielen Dank für die Tipps!
Dann werd ich wohl vorallem erstmal beim Schreiner fragen [ist ne Bau- und Möbelschreinerei ] und anschließend mal sehen, was sich noch so findet

Aber danke Euch!

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Datum: 12.07.2006
Uhrzeit: 08:28
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Das Du das Praktikum machen willst, finde ich richtig und gut. Es gibt genügend Leute, die sich eine Gefälligkeitspraktikumsbescheinigung von irgendeinem mit Papa befreundeten Bauunternehmer ausstellen lassen und das wars dann. Solche Leute kann man jedoch nicht ernstnehmen, wenn sie tatsächlich Architektur studieren wollen.

Nur um nochmal drauf hinzuweisen:

Ein Praktikum bei einem Schreiner ist sicher interessant, allerdings eher für Innenarchitekten erstrangig und für Architekten nur zweitrangig.

Die Rohbauarbeiten wie Maurer, Betonbauer, Zimmermann und Dachdecker finde ich für Architekten wesentlich wichtiger.

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Datum: 12.07.2006
Uhrzeit: 09:47
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Zitat:
Originally posted by Archimedes
Ein Praktikum bei einem Schreiner ist sicher interessant, allerdings eher für Innenarchitekten erstrangig und für Architekten nur zweitrangig.

Die Rohbauarbeiten wie Maurer, Betonbauer, Zimmermann und Dachdecker finde ich für Architekten wesentlich wichtiger.
Kann ich so nicht 100% bestätigen. Zumindest wenn es um eine Ausbildung geht, ist eine Tischlerlehre ziemlich gut.

Ich habe im Büro noch nie einen Maurer, Betonbauer und Dachdecker gebraucht, um knifflige Probleme gelöst zu bekommen, über unsere Tischler war ich aber sehr froh.

Ich glaube das liegt u.a. daran, dass die Arbeit des Tischlers am Ende immer sichtbar ist und im Vordergrund steht. (Bei Projekten, wo der Architekt einen Tischler für gewisse Innenausbauten und Möbel beauftragt)
Die Arbeiten der erstgenannten sind etwas grobmotorischer und daher leichter zu überblicken.
__________________
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Datum: 12.07.2006
Uhrzeit: 10:29
ID: 16969



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Natürlich ist die Arbeit eines Schreiners filigraner und sauberer....aber darum geht es doch eigentlich nicht. Man darf sich ruhig auch schmutzig machen im Praktikum...

Wir als Architekten befassen uns doch in erster Linie mit Hochbau, also dem Bau von Gebäuden und da sind Schreiner doch eher die kleineren (unwichtigeren) Rädchen im System. Natürlich sind sie beim letzten Schliff im Innenausbau mitentscheidend, aber da greifen wir schon wieder in den Bereich der Innenarchitektur, vorher muss erstmal die Grundkonstruktion und die Hülle stimmen.

Grundlegende Konstruktionen wie den Aufbau einer Bodenplatte oder die Herstellung eines Dachstuhls sollte man schon mal live gesehen haben.

Und auch mal selber verschiedene Materialien in der Hand gehabt und verarbeitet haben, dann weiss man was man den Handwerkern zumutet....

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Datum: 12.07.2006
Uhrzeit: 10:29
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Ich galube, sowohl Archimedes als auch Florian haben Recht.

Wenn man das Baupraktikum als Möglichkeit, einen Einblick und es Verständis für bzw. in Bauabläufe zu bekommen, versteht, dann hat Archimedes Recht.

Wenn es aber darum geht, von welchem Beruf man persönlich am meisten profitieren kann, dann hat Florian recht. Auch wenn es den biersaufenden Mauerer kaum noch gibt.
Aus meinem 3 jährigen Berufsleben (Ausbildung + Gesellenzeit) kann ich nur sagen, dass ein Maurer in aller Regel davon ausgeht, dass seine Ungenauigkeit durch "Zuschmieren" wieder ausgeglichen wird. Das kann entweder mehr Mörtel in den Fugen sein, oder der Putzer, der ja auch die Pflicht hat, auf das vorhergehende Gewerk ausgleichend zu reagieren.
Insofern hat ein Tischler das nicht so einfach, er muss präzise arbeiten, weil man später zugewachste Fugen einfach sieht. Von daher ist ihm auch viel mehr an einer auführbaren Planung gelegen.

Grüße Michael

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