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Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all Archimedes is a name known to all

Beitrag
Datum: 09.09.2010
Uhrzeit: 14:16
ID: 40790



AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #31 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von gRINsEcAtze Beitrag anzeigen
Und stimmt es, dass 3/4 aller Absolventen keine Arbeitsstelle bekommen nach dem Studium?
Ich würde mal schätzen, daß 80% der Absolventen nicht den Job bekommen, den sie erwartet hätten oder für sich beanspruchen. Langfristig arbeitslos sind die Wenigsten. Allerdings hat man für's Taxifahren wohl kaum Architektur studiert.

Die Punkte geringe Gehälter, stressige Atmosphäre, zu wenig "Freizeit" treffen aber wohl in fast allen Fällen zu.

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Beitrag
Datum: 09.09.2010
Uhrzeit: 18:57
ID: 40792



AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #32 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Ich würde mal schätzen, daß 80% der Absolventen nicht den Job bekommen, den sie erwartet hätten oder für sich beanspruchen. Langfristig arbeitslos sind die Wenigsten. Allerdings hat man für's Taxifahren wohl kaum Architektur studiert.
Geschätzt machen vielleicht noch 80% der Absolventen die ersten drei Jahre im Büro, machen ihre Erfahrungen mit dem Stress und der Bezahlung. Geschätzt gehen dann 50% von denen in andere Berufe.

Viele Absolventinnen werden Hausfrauen und Mütter (Ehemann hat natürlich einen sicheren Beamtenjob im öffentlicher Dienst- man braucht ja Sicherheit!) und machen nebenbei noch ein bisschen Architektur für den Hausgebrauch (Innenausbau für Bekannte).

In welchem Büro sitzen eigentlich die ganzen älteren angestellten Architekten (+55)? Normalweise ist der Chef schon älter, die Angestellen bewegen sich aber so zwischen 25 bis um die 50 Jahre.

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Beitrag
Datum: 09.09.2010
Uhrzeit: 19:59
ID: 40793



AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #33 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archiologe Beitrag anzeigen
Viele Absolventinnen werden Hausfrauen und Mütter (Ehemann hat natürlich einen sicheren Beamtenjob im öffentlicher Dienst- man braucht ja Sicherheit!) und machen nebenbei noch ein bisschen Architektur für den Hausgebrauch (Innenausbau für Bekannte).
Was sind denn das für Plattitüden? Ich kenne keine einzige Absolventin, die sich dafür entschieden hätte. Und die Mütter unter ihnen haben alle nach kurzer Zeit wieder angefangen zu arbeiten, zumal ihre Männer oft selbst Architekten sind und man mit einem Gehalt nicht auskommt - selbst in Berlin.
Dass die Vereinbahrung von Job und Familie in dieser Branche nicht gerade leicht fällt, ist wohl nachvollziehbar. Aber allen Frauen pauschal zu unterstellen, sie strebten doch letztlich eh nur nach Hausfrauendasein und Dekofummeln, zeugt von einiger Einfalt.

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Beitrag
Datum: 09.09.2010
Uhrzeit: 21:40
ID: 40794



AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #34 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Samsarah Beitrag anzeigen
. Und die Mütter unter ihnen haben alle nach kurzer Zeit wieder angefangen zu arbeiten, zumal ihre Männer oft selbst Architekten sind und man mit einem Gehalt nicht auskommt - ..
Wirklich fiese Kombination, aber leidvolle Erfahrungen schweißen zusammen.

Zitat:
Zitat von Archiologe Beitrag anzeigen
In welchem Büro sitzen eigentlich die ganzen älteren angestellten Architekten (+55)?
Das wüßte ich auch mal gerne. Obwohl, die die mir einfallen hängen an der Flasche oder hatten schon mind. einen Schlaganfall.

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Beitrag
Datum: 10.09.2010
Uhrzeit: 10:24
ID: 40796



AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #35 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Samsarah Beitrag anzeigen
Was sind denn das für Plattitüden? Ich kenne keine einzige Absolventin, die sich dafür entschieden hätte.
4 von 6 ehemaligen Studentinnen aus meinem damaligen Zeichensaal haben nach dem Studium gut geheitratet, keine davon einen Architekten. Eine von 6 lebt mit ihrem Freund (Maschinenbauer) + Kind zusammen (2 von 6 haben vorher noch den Eintrag in die Architektenkammer mitgenommen).

Keine ist bislang wieder in den Beruf als angestellte Architektin zurückkehrt, obwohl alle Kinder schon über 3 Jahre alt sind. Der Beruf ist einfach zu schlecht mit dem Familienleben vereinbar. Es gibt meistens keine festen Feierabendzeiten und wer holt dann bitteschön die Kinder aus dem Kindergarten ab?
Die Vorstellung, dass "oft" Absolventinnen noch mit ihrem Studienfreund zusammenleben und vielleicht sogar mit ihm zusammen ein Büro führen und ihre Kinder im büroeigenem Spielzimmer geparkt werden, zeugt da wohl doch noch eher von eigener Einfalt.

Geändert von Archiologe (10.09.2010 um 16:43 Uhr). Grund: Habe "dass alle Absolventinnen" gegen "dass oft Absolventinnen" ersetzt.

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Datum: 10.09.2010
Uhrzeit: 10:51
ID: 40797



AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #36 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archiologe Beitrag anzeigen
...
Die Vorstellung, dass alle Absolventinnen noch mit ihrem Studienfreund
zusammenleben und vielleicht sogar mit ihm zusammen ein Büro führen und ihre
Kinder im büroeigenem Spielzimmer geparkt werden, zeugt da wohl doch noch
eher von eigener Einfalt.
Das hatte Samsarah auch gar nicht behauptet, obwohl der Verfasser dieses
Beitrages ein Beispiel zumindest für den ersten Teil Deiner Beschreibung ist.
"Hausfrau" sind wir beide nebenberuflich.

Wir sollten nun nicht versuchen, uns mit unnötigen Klischees dem Unterirdischen
zu nähern. Wir können ja mal eine "Hausfrauen-Umfrage" starten und auf
tausend Klicks hoffen, um auf repräsentatives Ergebnis zu kommen

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Beitrag
Datum: 10.09.2010
Uhrzeit: 11:48
ID: 40798



AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #37 (Permalink)
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@ Personal cheese

Ich finde den Beruf des Architekten sehr abwechselungsreich.
Man arbeitet am "Schreibtisch" und geht auch mal auf die Baustelle (Kontrolltätigkeit).
Außerdem besteht viel Kontakt zu anderen Menschen sowohl zu den anderen Betrieben als auch zu dem Kunden. Desweiteren muss man auch den Bauablauf koordinieren und die Aufträge so vergeben und zeitlich planen, dass der Bau möglichst ohne Verzögerungen durchgeführt wird.
Zudem kommt noch die kreative Arbeit (obwohl sie nur einen geringen Teil der Arbeit bestimmt, aber wohl mit die interessanteste).

Ich finde den Beruf also sehr gut, weil er sehr vielseitig ist. Man hat kreative und koordinative Arbeit und hat sehr viel Kontakt zu anderen Menschen.

(Meine Eindrücke beruhen nur auf 2 Praktika. Wahrscheinlich ist meine Vorstellung nur ein Ideal)
lg Veronika

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Datum: 10.09.2010
Uhrzeit: 12:37
ID: 40799



AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #38 (Permalink)
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so...dann meldet sich hier mal eine hausfrau und mutter mit 2 tätigkeiten....

während meines studiums habe ich einen branchenfremden geheiratet (um auch dieses klischees schon mal zu entkräftigen ....allerdings habe ich dafür von kommilitonen auch nur missachtung geerntet...)

dann habe ich mir gedacht, (so wie ich mir vieles so schön gedacht habe), dass es doch sinnvoller wäre, während des studiums schon eine richtige familie zu gründen um dann danach richtig durchzustarten...damals kannte ich dieses forum und überhaupt die architektur-praxis noch nicht so, sonst hätte ich mich wohl anders entschieden

nun stand ich da mit einjährigem kind als absolventin und einem mann, der selten vor 19.30 uhr daheim ist -also auch nicht als nachmittagsbetreuung in frage kam.

und das war es dann auch mit der bisherigen karriere. ohne kind hätte ich mich wohl entschieden, auch 2 jahre mal zu pendeln um die nötige berufserfahrung in regionen zu sammeln, in denen dies möglich ist. auch gerne im ausland. mit kind war dies jedoch nicht möglich. denn auch woanders machen die kindergärten 17 uhr zu, wenn man überhaupt einen platz bekommt.

und selbst wenn ich hier in meiner region einen job bekommen hätte, hätte ich nicht gewusst, was ich am nachmittag mit dem kind machen soll.

so, das war also ein statement von einer hausfrau und mutter. wobei ich ja voll zu tun habe mit einem 400-euro-job, der wohl bald endlich passé sein wird. da ich nun mit meiner freiberuflichen arbeit von zuhause aus bei freier zeiteinteilung loslege.

worauf ich also nur hinaus wollte: wer nicht gerade in einer region mit zahlreichen jobangeboten für berufseinsteiger wohnt und vorhat, während des studiums eine familie zu gründen: lasst es und verschiebt es auf die zeit, wenn ihr zwei jahre erfahrung gesammelt habt. nach dem studium.

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Datum: 13.09.2010
Uhrzeit: 09:41
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AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #39 (Permalink)
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Ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür, wie schnell "gefühlte Zahlen" zur Erstellung einer "Statistik", die dann noch als allgemein belegbar durchgehen soll, benutzt werden - ein prominenter Bundesbanker führt es uns ja vor.

Es kommen viele im Beruf unter, manche brauchen etwas länger, und manche schaffen es aufgrund persönlicher Einstellung und Ausbildung nicht.

In die Hausfrauendebatte mische ich mich erst gar nicht ein, ich denke, jede Frau hat Branchenunabhängig ein Recht auf freie Familienplanung.

Fakt ist, dass viele Kollegen den Schritt in die Beamtung gehen, weil es dort einfacher ist, und man mit wenig Einsatz ein gutes Gehalt bekommt - und die entsprechende Rente dazu.

Wo die ganzen alten Angestellten sind - tja, leider wird als Endziel einer guten Karriere als Architekt immer noch das eigene Büro propagiert, deshalb sieht man kaum Angestellte diesen Alters.

Man kann aber neutral sagen, dass ältere Architekten mit zunehmender Erfahrung in Schlüsselpositionen aufsteigen bzw. Partner werden. Ist ja logisch, man wird kaum einen erfahrenen Architekten dieselbe Arbeit machen lassen wie ein 15 Jahre jüngeren Einsteiger.

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Datum: 13.09.2010
Uhrzeit: 09:53
ID: 40825



AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #40 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von noone Beitrag anzeigen
Wo die ganzen alten Angestellten sind - tja, leider wird als Endziel einer guten Karriere als Architekt immer noch das eigene Büro propagiert, deshalb sieht man kaum Angestellte diesen Alters.

Man kann aber neutral sagen, dass ältere Architekten mit zunehmender Erfahrung in Schlüsselpositionen aufsteigen bzw. Partner werden. Ist ja logisch, man wird kaum einen erfahrenen Architekten dieselbe Arbeit machen lassen wie ein 15 Jahre jüngeren Einsteiger.
Da bin ich mir nicht so sicher, die jüngeren (ich auch) haben in unseren Büros aus der Not heraus (um uns selbst zu schützen) mehrfach ältere Kollegen rausgemobbt. Das war einfach eine Überrumpelungstaktik. Derjenige mit mehr Durchschlagskraft (im übertragenen Sinne) gewinnt halt. Da kann sich ausrechnen, wann man selbst dran ist.
Es schaffen bei weitem nicht alle, sich selbstständig zu machen. Mit schaffen meine ich, die schaffen es mental und nervlich nicht.

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Datum: 13.09.2010
Uhrzeit: 18:59
ID: 40842



AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #41 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von leipziger Beitrag anzeigen
Da bin ich mir nicht so sicher, die jüngeren (ich auch) haben in unseren Büros aus der Not heraus (um uns selbst zu schützen) mehrfach ältere Kollegen rausgemobbt. Das war einfach eine Überrumpelungstaktik. Derjenige mit mehr Durchschlagskraft (im übertragenen Sinne) gewinnt halt....
Da sind wir doch wieder bei der Ellenbogengesellschaft. Wer will sich dann noch über die Inhaber beschweren, wenn im Zeichenbüro der Grabenkrieg unter Gleichgesinnten tobt?

Heute die Alten, morgen die Schwachen, Kranken und Teilzeitkräfte (vielfach Mütter). Ich weiß nicht, ob unsere Gesellschaft an der Basis wesentlich besser/gesünder ist als in den Chefetagen. Dennoch sind die Ursachen nicht bei den Einzelnen, sondern bei den Rahmenbedingungen in unserer sog. "Demokratie" zu suchen.

Ich frage mich ohnehin, was als Nächstes kommt, nachdem man sich Bundespräsidenten backen und unbequemen Zeitgenossen öffentlich den Mund verbieten kann. Machen wir das Beste draus...

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Datum: 13.09.2010
Uhrzeit: 20:00
ID: 40843



AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #42 (Permalink)
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Umstände hin oder her, jeder ist für sein Leben letztlich selbst verantwortlich. Wir leben doch in einer Gesellschaft, die noch reichlich Gestaltungsspielraum dafür läßt, erst einaml im Kleinen seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Wenn insgesamt weniger Doppelmoral vorherrschen würde, sähe es auch an der Basis deutlich vielversprechender aus. Ich halte jedenfalls nicht so viel davon, mit dem Finger immer auf die anderen zu zeigen, seien es die Kollegen, die Chefs oder gleich die ganze Demokratie. Amen .

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Datum: 14.09.2010
Uhrzeit: 09:26
ID: 40845



AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #43 (Permalink)
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Zitat:
Zitat von Archimedes Beitrag anzeigen
Was in dieser Diskussion aus meiner Sicht gar nichts bringt, ist das Philosophieren über die Einkünfte der Büroinhaber.
Zum Errechnen der Einkünfte der Büroinhaber fehlen den Allermeisten wohl die notwendigen Angaben und Erfahrungswerte. Ich finde nichts verwerflich oder unangemessen daran, wenn ein Büroinhaber von einem Architekturbüro mit 8-10 Angestellten, daß 5-fache eines durchschnittlichen Angestellten (netto) verdient bzw. sich selbst auszahlt.
Diese Spanne ist nicht hoch und wird in vielen anderen Bereichen der freien Marktwirtschaft deutlich überschritten. Sowohl bei Handwerksunternehmen, als auch bei anderen freien Berufen (Ärzte, Rechtsanwälte) verdienen die Inhaber um ein Vielfaches besser, als jeder ihrer Angestellten. Nehmen wir z.B. mal die Rechtsanwälte, weil ich mich da ein wenig auskenne. Bei einer mir bekannten Kanzlei kommen auf 4 Rechtsanwälte 3 weitere Angestellte (2 Fachgehilfen und eine Auszubildende). Die drei Angestellten machen die ganze Büroarbeit und bekommen mit abgeschlossener Ausbildung und ca. 15 Jahren Berufserfahrung ca. 1.500-1.600 Euro (brutto) bei Vollzeit im Monat, während die Anwälte durchschnittlich bei ca. 5.000-6.000 Euro (netto) im Monat liegen werden. Und das bei halbwegs geregelten Arbeitszeiten. Da beschwert sich niemand, weil es marktüblich ist. Natürlich haben diese Angestellten nicht studiert, aber wenn man die Dauer eines Studiums (ca. 5 Jahre) ins Verhältnis zur Dauer einer Ausbildung (ca. 3 Jahre) setzt und das Ganze wiederrum ins Verhältnis zur Lebensarbeitszeit (ca. 40 Jahre) setzt, dann wirkt sich das Studium kaum aus.(...)
Ja, ich denke wirklich beurteilen kann man das nur, wenn man mal auf beiden Seiten gesessen hat. Aus dem Umsatz die Gehälter zu errechnen halte ich ohne Erfahrungswerte eher schwierig. Ich denke hier ist es in der Architektur wie überall: Es gibt Firmen, die zahlen gute Gehälter, soweit es Ihnen möglich ist, anderen wiederum ist der eigene Profit wichtiger. So ist es doch fast überall in der freien Wirtschaft, was jetzt nicht heißt, dass ich das gutheißen würde, aber joa...

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Datum: 14.09.2010
Uhrzeit: 17:45
ID: 40858



AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #44 (Permalink)
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Meiner Meinung nach bringt es sehr viel, über die Gehälter zu philosophieren. Die Höhe der Chef-Löhne geht einen Angestellten nichts an, aber schon, ob er - falls ausreichend Umsatz vorhanden ist - die Angestellten angemessen bezahlt.

Ist nicht genug Umsatz da, um seine Leute angemessen zu entlohnen, dann muss der Betrieb eben wie in der freien Wirtschaft (mit Tariflöhnen) saniert werden - sprich Mitarbeiter entlassen und Kapazitäten anders einplanen.

Da Büros aber nie effizient arbeiten (Zeichnungen und Entwürfe werden einfach zu oft überzeichnet), und deshalb zu viele Arbeitskräfte im Büro sitzen haben, wird oft die niedrigen Löhne mit dieser misslichen Betriebsorganisation entschuldigt.

In diesem Sinne ist eine Diskussion über Löhne und Umsätze durchaus gerechtfertigt.

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Datum: 14.09.2010
Uhrzeit: 18:35
ID: 40860



AW: Architekten - ein Volk von Sklavenhaltern und Opferlämmern ? #45 (Permalink)
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Wenn man das aber tut, dann nicht mit spekulativen Werten. Da gebe ich Archimedes recht. Und da es sich bei einer Anstellung im Architekturbüro in der Regel auch nicht um ein Verhältnis auf Umsatzbeteiligung handelt, ist diese Koppelung erstmal gar nicht nachvollziehbar für mich.
Dass mißbräuchliche Argumente zur Durchsetzung zu niedriger Gehälter nicht ok sind, d'accord. Fakt ist doch aber, dass wir alle uns mit den Konditionen einverstanden erklären, wenn wir in ein solches Beschäftigungsverhältnis eintreten (klar, mancher aus der Not heraus). Und wir können nicht einerseits in der Gehaltsverhandlung alles schlucken, um nur ja irgendeinen Job zu bekommen und dann hinterher zetern, dass das nicht fair ist. Vertrag ist Vertrag. Sinnvoller ist es doch, gleich andere Maßstäbe bei der Jobwahl anzulegen. Ich bleibe dabei, dass wir (unabhängig von den Motiven der Arbeitgeber) maßgeblich zu den Lohndumpingsituationen beigetragen haben und noch beitragen.

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